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	<title>Readers Edition</title>
	<link>http://www.readers-edition.de</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 19:03:59 +0000</pubDate>
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		<title>&#8220;Rentenreform als Teil der Reforml&#252;ge&#8221; – ein Redebeitrag von Albrecht M&#252;ller</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 17:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Margareth Gorges</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Verantwortlich: Albrecht M&#252;ller &#124; http://www.nachdenkseiten.de/?p=3683
Am 30.10.2008 trafen sich Norbert Bl&#252;m, Oskar Lafontaine, Ottmar Schreiner, Peter Sodann, Sven Kuntze und Albrecht M&#252;ller zu einer &#214;ffentlichen Veranstaltung in Braunschweig. Thema: &#8220;W&#252;rde im Alter - Nein zur Rente ab 67!&#8221;, Moderation: Diether Dehm. Veranstalter waren die Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen und die Fraktionen Die Linke im Nieders&#228;chsischen Landtag und im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verantwortlich: <a title="Beitr&#228;ge von Albrecht M&#252;ller" href="http://www.nachdenkseiten.de/?author=2">Albrecht M&#252;ller</a> | <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=3683">http://www.nachdenkseiten.de/?p=3683</a></p>
<p>Am 30.10.2008 trafen sich Norbert Bl&#252;m, Oskar Lafontaine, Ottmar Schreiner, Peter Sodann, Sven Kuntze und Albrecht M&#252;ller zu einer &#214;ffentlichen Veranstaltung in Braunschweig. Thema: &#8220;W&#252;rde im Alter - Nein zur Rente ab 67!&#8221;, Moderation: Diether Dehm. Veranstalter waren die Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen und die Fraktionen Die Linke im Nieders&#228;chsischen Landtag und im Bundestag. - Ein Mitschnitt meiner Rede liegt jetzt vor. Da die Analyse der g&#228;ngigen Propaganda und sichtbaren politischen Korruption immer noch aktuell ist, hier die Aufzeichnung mit ein paar, hoffentlich entschuldbaren technischen Schw&#228;chen …</p>
<p><strong>Teil 1: &#8220;Rentenreform als Teil der Reforml&#252;ge&#8221; ein Redebeitrag von Albrecht M&#252;ller</strong></p>
<p><object width="425" height="344"><br />
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<p><strong>Teil 2: &#8220;Rentenreform als Teil der Reforml&#252;ge&#8221; ein Redebeitrag von Albrecht M&#252;ller</strong></p>
<p><object width="425" height="344"><br />
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<p><strong>Teil 3: &#8220;Rentenreform als Teil der Reforml&#252;ge&#8221; ein Redebeitrag von Albrecht M&#252;ller</strong></p>
<p><object width="425" height="344"><br />
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</p>
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		<title>Milliarden f&#252;r Moribunde</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/05/milliarden-fuer-moribunde/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 16:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[A Change is gonna come: Der k&#252;nftige US-Pr&#228;sident Barack Obama eifert Deutschlands Ex-Klimakanzlerin nach und senkt die Steuern. Nachdem Angela Merkel massive Steuersenkungen und h&#246;here Staatsausgaben im Zuge eines &#8220;Konjunkturpakets II&#8221; f&#252;r richtig und wichtig erkl&#228;rt hat, will auch der neue Mann im Wei&#223;en Haus die Heilung der Weltwirtschaft nicht mehr l&#228;nger blockieren. Nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>A Change is gonna come: Der k&#252;nftige US-Pr&#228;sident Barack Obama eifert Deutschlands Ex-Klimakanzlerin nach und senkt die Steuern. Nachdem Angela Merkel massive Steuersenkungen und h&#246;here Staatsausgaben im Zuge eines &#8220;<a href="http://newsticker.welt.de/?module=dpa&#038;id=19972380">Konjunkturpakets II</a>&#8221; f&#252;r richtig und wichtig erkl&#228;rt hat, will auch der neue Mann im Wei&#223;en Haus die Heilung der Weltwirtschaft nicht mehr l&#228;nger blockieren. Nach dem Vorbild der deutschen Regierung, die <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gbvozq4qvmEcaGuNVWG7J_PB4zyg">40 Milliarden Euro</a> zur Belebung der Wirtschaft springen l&#228;sst, haut auch Obama noch mal richtig was aus der leeren Staatskasse: Mit <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/vwdnews/0,2828,ticker-28152402,00.html">775 Milliarden nagelneuen Dollar</a> wird der moribunde Patient gesundgespritzt, <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/368717">mehr als 300 Milliarden davon sollen f&#252;r Steuersenkungen</a> eingesetzt werden, von denen vor allem die Mittelschicht profitieren soll.</p>
<p><strong>Noch mehr billiges Geld wird jetzt heilend wirken</strong></p>
<p>Pro Kopf der Bev&#246;lkerung geben die Amerikaner damit noch einmal 2700 Dollar aus, um die verh&#228;ngnisvolle &#8220;&#196;ra des billigen Geldes&#8221; durch eine v&#246;llig neue Politik des ganz billigen Geldes zu beenden. A Change is gonna come!!! Billiges Geld gilt als Verursacher der &#8220;schlimmsten Rezession&#8221; seit der &#214;lkrise, dem Zweiten Weltkrieg, den 20er Jahren und den Tagen, als die T&#252;rken vor Wien standen, noch mehr billiges Geld wird jetzt heilend wirken.</p>
<p>Dennoch zeigt sich die krisenfeste deutsche Regierung mit 480 Euro nicht ganz so spendabel wie &#8220;unsere amerikanischen Freunde&#8221; (Angela Merkel). Aber im &#8220;Ernstfall&#8221;, das hatte die Klimakanzlerin im Ruhestand ja noch bis zu ihrer Neujahrsansprache beteuert, wird man sicher &#8220;nochmal schnell und entschieden handeln&#8221;.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2009/01/milliarden-fr-moribunde.html">politplatschquatsch.com </a>
</p>
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		<title>Warum wir heute ein wirtschaftliches B&#252;rgerrecht brauchen</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/05/warum-wir-heute-ein-wirtschaftliches-buergerrecht-brauchen/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 13:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henrik Wittenberg</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Ohne wirtschaftliche Perspektive, zumal in einem wohlhabenden Land wie dem unseren, ist auch die politische Teilnahme gef&#228;hrdet. Wer permanent die Sicherung seiner Grundbed&#252;rfnisse verfolgen muss, hat wenig Lust, an der politischen Willensbildung teilzunehmen. Ohne Perspektive f&#252;r mein eigenes Leben kann ich auch andere nicht f&#252;r neue gesellschaftliche Perspektiven begeistern.
Erkenntnisse, die auf die Zunahme von gesellschaftlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne wirtschaftliche Perspektive, zumal in einem wohlhabenden Land wie dem unseren, ist auch die politische Teilnahme gef&#228;hrdet. Wer permanent die Sicherung seiner Grundbed&#252;rfnisse verfolgen muss, hat wenig Lust, an der politischen Willensbildung teilzunehmen. Ohne Perspektive f&#252;r mein eigenes Leben kann ich auch andere nicht f&#252;r neue gesellschaftliche Perspektiven begeistern.</p>
<p>Erkenntnisse, die auf die Zunahme von gesellschaftlicher Exklusion hinweisen, finden sich nicht nur in aktuellen Studien durch Politologen und Soziologen (siehe <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/539/302535/text/">S&#252;ddeutsche Zeitung &#8220;Das Verstummen der Armen&#8221;</a> und <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_226/03.html">&#8220;Dritter Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung&#8221;</a>), sondern sind auch aus Untersuchungen &#252;ber ehrenamtliche Arbeit bekannt: Oft sind es diejenigen, die aufgrund ihrer finanziell abgesicherten Situation (Spitzenverdiener, Rentner mit hoher Rente bzw. Pension) den Luxus von Zeit und Gelegenheit besitzen, sich gesellschaftlich zu engagieren oder als F&#246;rderer von kulturellen Einrichtungen aufzutreten.</p>
<p>Hartz IV-Empf&#228;nger oder Ein-Euro-Jobber sind laut Statistik weniger in ehrenamtlichen Einrichtungen t&#228;tig, ungeachtet des mitunter starken Wunsches nach einem vermehrten pers&#246;nlichen Engagement in diesem f&#252;r unser Gemeinwesen so wichtigen Bereich (Das, am Existenzminimum herumkrebsende, abh&#228;ngig Besch&#228;ftigte ebenso unterrepr&#228;sentiert sind, d&#252;rfte alle, die sich schon in solchen Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnissen &#8220;verwirklichen&#8221; durften, nicht sonderlich &#252;berraschen.).</p>
<p>Dies ist nicht nur ungerecht sondern entspricht auch nicht dem Bed&#252;rfnis vieler Menschen, die vom &#8220;regul&#228;rem&#8221; Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, jedoch der Gemeinschaft mehr zu geben h&#228;tten und dies auch gerne tun w&#252;rden. Hier besteht die Gefahr, dass das Fundament unserer Gesellschaftsordnung nachhaltig besch&#228;digt wird.</p>
<p>Brauchen wir darum f&#252;r die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die Teilnahme an demokratischen Prozessen nicht auch ein wirtschaftliches B&#252;rgerrecht (&#8221;Demokratie braucht Sicherheit!&#8221;)? Die Politik(er)-Verdrossenheit und die soziale Verunsicherung steigen in dem Ma&#223;e, wie uns B&#252;rgern das Projekt Globalisierung als &#8220;natur&#228;hnlicher&#8221;, unausweichlicher und kaum gestaltbarer Prozess begegnet, der f&#252;r eine solidarisch gestaltbare Gesellschaftsentwicklung wenig Spielr&#228;ume offen l&#228;sst.</p>
<p>Ein Wirtschaftssystem, das unter ethischen, &#246;kologischen und sozialen Gesichtspunkten funktionieren soll, bedingt allerdings nicht nur einen starken, handlungsf&#228;higen Staat, sondern auch demokratische und wirtschaftliche Freiheit, die uns B&#252;rgern gestattet, den allgemeinen &#8220;Kurs&#8221; auf nationaler und internationaler Ebene mitzugestalten (z.B. durch neue Regeln f&#252;r Arbeits- und Finanzm&#228;rkte, aber auch mit Hilfe von neuen Steuer- und Sozialsystemen).</p>
<p><strong>Demokratische Freiheit</strong> bedeutet: Ich kann mich jederzeit im Rahmen meines B&#252;rgerstatus (Staatsb&#252;rgerschaft/Aufenthaltsberechtigung) an der Weiterentwicklung unseres Gemeinwesens beteiligen, z.B. durch soziale, politische und kulturelle T&#228;tigkeiten. In einem Umfang, den ich selbst f&#252;r angemessen halte. Allerdings ohne dadurch wirtschaftliche oder politische Sanktionen in Form von Arbeitsplatzverlust oder &#8220;Ma&#223;nahmen&#8221; der Sozialb&#252;rokratie bef&#252;rchten zu m&#252;ssen.</p>
<p><strong>Wirtschaftliche Unabh&#228;ngigkeit</strong> bedeutet: Ich muss mir nicht die Bedingungen diktieren lassen, unter denen ich arbeiten muss, da ich ja durch mein wirtschaftliches B&#252;rgerrecht nicht mehr ausschlie&#223;lich vom Lohn als alleiniger Existenzgrundlage abh&#228;ngig bin. Es bedeutet aber auch, dass ich als Konsument im Wirtschaftskreislauf Verantwortung besitze (&#8221;Einkommen verpflichtet.&#8221;). Denn ob es durch die Wahl meiner Produkte und Dienstleistungen auch sozial und fair in den Herkunftsl&#228;ndern und deren Produktionsst&#228;tten zugeht, wird nicht zuletzt durch mein (Kauf-)Verhalten beeinflusst.</p>
<p>Ausgestattet mit einem wirtschaftlichen B&#252;rgerrecht k&#246;nnte ich als Konsument meine Markt- und Konsumentenmacht in einem gr&#246;&#223;eren Umfang ausspielen, in dem ich z. B. Produkte und Dienstleistungen vermehrt unter ethischen und &#246;kologischen Aspekten kaufe bzw. in Anspruch nehme und damit meine Wertvorstellungen zum Ausdruck bringe. Es gibt nicht nur einen &#246;kologischen, sondern auch einen moralischen Fu&#223;abdruck, den wir in dieser Welt hinterlassen.</p>
<p><strong>&#8220;One man, one income&#8221;<br />
</strong><br />
Daf&#252;r sind aber mindestens zwei Dinge notwendig: Erstens, eine aufgekl&#228;rte, demokratische Gesellschaftsordnung, deren B&#252;rger sich ihrer Macht und ihres Einflusses auf den Verlauf der Globalisierung bewusst werden. Und zweitens, ein wirtschaftliches B&#252;rgerrecht (&#8221;Recht auf Einkommen&#8221;), das in Zukunft jedem B&#252;rger den materiellen Hebel zur Durchsetzung seiner Vorstellungen in die Hand gibt (fr&#252;her: &#8220;One man, one vote&#8221; – heute: &#8220;One man, one income&#8221;).</p>
<p>© 2009 <a href="mailto:h.wittenberg@bgekoeln.de">Henrik Wittenberg</a>, K&#246;lner Initiative Grundeinkommen, <a href="http://www.bgekoeln.de/">www.bgekoeln.de</a>
</p>
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		<item>
		<title>Wir Konsumenten - vom Aussterben bedroht!</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/05/wir-konsumenten-vom-aussterben-bedroht/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 10:31:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Norbert Jakobi</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Die wirtschaftlichen Aussichten f&#252;r 2009 stehen schlecht und diesmal wird es wohl alle treffen. Es scheint so, als w&#252;rde der Kapitalismus in eine Art Sinnkrise geraten. Dieses Dilemma ist nicht erst seit 2008 bekannt, es begann schon mit dem Zusammenbruch des Kommunismus Anfang der 90iger Jahre.
Ab dann war nur noch der Konsument der Sinnstifter f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/tezrgd.jpg" /></dt>
<dd>Geld ist wie Mist. Photo: Klaus-Uwe<br />
 Gerhardt via pixelio.de</dd>
</dl>
<p>Die wirtschaftlichen Aussichten f&#252;r 2009 stehen schlecht und diesmal wird es wohl alle treffen. Es scheint so, als w&#252;rde der Kapitalismus in eine Art Sinnkrise geraten. Dieses Dilemma ist nicht erst seit 2008 bekannt, es begann schon mit dem Zusammenbruch des Kommunismus Anfang der 90iger Jahre.</p>
<p>Ab dann war nur noch der Konsument der Sinnstifter f&#252;r die Existenz unseres kapitalistischen Systems. Seinen Wohlstand, so glaubte man, konnte nur mit dem stetigen Anstieg des Bruttosozialproduktes erhalten werden. Den Wirtschaftszyklen wurde ein ewiger Anstieg verpasst. Konflikte m&#252;ssen stets herhalten f&#252;r Spekulationen an den B&#246;rsen. Die Folge war, dass Energie-, Rohstoff-, Lebensmittel- oder Immobilienpreise mit rasantem Tempo gestiegen sind, um hernach wieder ins Bodenlose zu fallen.</p>
<p>Die Marketingexperten waren fortlaufend beansprucht, um uns m&#252;den Konsumkrieger wieder an die Ladenkasse zu locken. Das ging soweit, dass man auch diejenigen am Konsum beteiligen wollte - die es sich eigentlich nicht leisten konnten. Man verf&#252;hrte sie mit „0 Prozent Zinsen&#8221; f&#252;r den „Traum vom Auto&#8221; und f&#252;r „Traumrenditen&#8221; bis 25 Prozent konnte man sein Erspartes anlegen. Am Ende war dies eine gigantische Umverteilung. Aber die den Mund nicht voll genug bekamen, ist nun „Gott sei Dank&#8221; der Brocken im Hals stecken geblieben und einige werden wohl daran zugrunde gehen.</p>
<p><strong>Politik in der Verantwortung </strong></p>
<p>Der Kapitalismus lebt vom Konsum und zum Konsum geh&#246;ren nun mal auch die Konsumenten. Leider vermehren sich die Konsumenten nicht in dem Ma&#223;e, wie unsere Produktion wachsen soll. Wenn aber die Konsumenten vom Aussterben bedroht sind, wer kauft dann noch die Waren? Nat&#252;rlich die &#252;brig bleiben - vor allem die Beg&#252;terten – diese k&#246;nnen sich zwar immer gr&#246;&#223;ere Luftschl&#246;sser bauen, protzige Autos kaufen oder Geld in Kunst anlegen, aber wie lange funktioniert dies noch? D&#252;rfen wir es weiterhin zulassen, dass immer mehr Menschen ihre Arbeit verlieren? Ja, meinen die einen, weil wir ein „soziales Netzwerk&#8221; haben, wo sie „entsorgt&#8221; werden k&#246;nnen. Dieses soziale Netzwerk funktioniert aber Dauer nicht mehr, da es bewusst Menschen ausgrenzt und zu Au&#223;enseitern deklariert. Die Politik ist aber in der Verantwortung daf&#252;r zu sorgen, dass alle sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen k&#246;nnen und das ohne Diskriminierung.<br />
Von der Wirtschaft und den Banken k&#246;nnen wir hierzu keine L&#246;sungen erwarten. Deren Vordenker, Manager, Geldverleiher und &#214;konomen kennen immer nur eine Standardl&#246;sung - das ist die Rationalisierung mit den L&#246;sungsans&#228;tzen - Arbeitskr&#228;fte so g&#252;nstig wie m&#246;glich und so viel wie n&#246;tig. Und dies immer mit der Rechtfertigung „… wenn es wir es nicht machen, dann machen es die Anderen&#8221;. Mit den g&#252;nstigen Produktionsstandorten ist man da inzwischen im Land der aufgehenden Sonne angekommen. Nun bleibt nur noch die die Rationalisierung und Automatisierung &#252;brig. Man geht heute schon durch Produktionshallen, die menschenleer sind und ein Bauer erzeugt mittlerweile ein Vielfaches an Lebensmittel, als wie noch vor 100 Jahren. Wer soll das alles am Ende konsumieren?</p>
<p><strong>L&#246;sung Grundeinkommen </strong></p>
<p>Sp&#228;testens jetzt stellt man sich die Frage nach dem Sinn unseres Wirtschaftens. Ist es nicht an der Zeit dieses System von Grund auf zu reformieren? Der Kapitalismus an sich besitzt durch den innewohnenden Wettbewerb, ein ungeheures wirtschaftliches und innovatives Potenzial - dies sollte man auch erhalten. Aber die Stellung des Menschen im System muss ver&#228;ndert werden. Der Mensch soll Mittelpunkt unseres Handels und der hieraus getroffenen Entscheidungen werden und nicht die &#214;konomie. Eine notwendige Voraussetzung hierf&#252;r ist die existenzielle Unabh&#228;ngigkeit aller Glieder der Gesellschaft. Das Grundeinkommen k&#246;nnte dies leisten, sofern dies f&#252;r alle gilt. Es sichert die Existenz des Einzelnen und l&#228;sst ihn - zwar bescheiden - am Konsum teilhaben. Da der Wert des Geldes nur durch die gesamte Gesellschaft erhalten werden kann, w&#252;rde der Geldkreislauf wieder in Schwung kommen und die Grundlage f&#252;r dauerhaftes Wirtschaften auf lange Sicht sicherstellen.<br />
Dazu noch ein altes Sprichwort „ Geld ist wie Mist, liegt es auf dem Haufen stinkt es und verrottet. F&#228;hrt man es aber auf das Feld und pfl&#252;gt es unter, um anschlie&#223;end Samen auszus&#228;en, entsteht daraus wieder neues Leben.“</p>
<p>Photo: Klaus-Uwe Gerhardt via <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=152232&#038;mode=search">pixelio.de</a>
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Hier ist Aufkl&#228;rung gefragt und nicht die Keule&#8221; - Deutsche Rechtsexperten zum Fall Tenenbaum vs. RIAA</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/02/hier-ist-aufklaerung-gefragt-und-nicht-die-keule-deutsche-rechtsexperten-zum-fall-tenenbaum-vs-riaa/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/02/hier-ist-aufklaerung-gefragt-und-nicht-die-keule-deutsche-rechtsexperten-zum-fall-tenenbaum-vs-riaa/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 15:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[  Charles Nesson, Professor an der renommierten Harvard Law School, ist sich sicher, &#8220;Es gibt eine Chance f&#252;r Joel&#8220;. Der engagierte Jurist, der in der Vergangenheit schon mehrfach f&#252;r Aufsehen sorgte, hat der Musikindustrie den Kampf angesagt (die RE berichtete). Gemeinsam mit seinen Studenten hat er sich vorgenommen, dem &#8220;Missbrauch des Rechtssystems&#8221; ein Ende zu [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/alin.jpg" /></dt>
<dd>&#8220;Uns ist nicht bekannt, dass ein K&#252;nstler in Deutschland bisher &#252;berhaupt Zahlungen aus dem Topf der Schadensersatzzahlungen erhalten h&#228;tte.&#8221; Photo: Jonathan Gr&#246;ger</dd>
</dl>
<p>Charles Nesson, Professor an der renommierten Harvard Law School, ist sich sicher, &#8220;Es gibt eine Chance f&#252;r <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/03/musikindustrie-werde-kreativ-stimmen-zum-fall-joel-tannenbaum/">Joel</a>&#8220;. Der engagierte Jurist, der in der Vergangenheit schon mehrfach <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Nesson">f&#252;r Aufsehen sorgte</a>, hat der Musikindustrie den Kampf angesagt (<a href="https://www.readers-edition.de/2008/12/03/die-musikindustrie-missbraucht-das-rechtssystem-professor-charles-nesson-im-interview">die RE berichtete</a>). Gemeinsam mit seinen Studenten hat er sich vorgenommen, dem &#8220;Missbrauch des Rechtssystems&#8221; ein Ende zu setzen. Notfalls auch mit Hilfe des <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/29/tenenbaum-vs-riaa-nesson-fordert-live-uebertragung-im-internet/">Internets</a>. Dass der Prozess, bei dem es um die nicht gerade kleine Summe von bis zu einer Million US-Dollar gehen wird, jedoch nicht nur f&#252;r die k&#252;nftige Rechtsprechung jenseits des Gro&#223;en Teiches von immenser Bedeutung sein wird, sondern auch das Gebaren im alten Europa beeinflusst, d&#252;rfte klar sein. Die erfahrenen Rechtsanw&#228;lte <a href="http://www.h2vrh.de/start.php?rubrik=19&#038;opener=10">Oliver Heinz</a>, <a href="http://www.h2vrh.de/start.php?rubrik=33&#038;opener=10">Michael von Rothkirch</a> sowie <a href="http://www.h2vrh.de/start.php?rubrik=56&#038;opener=10">L&#252;der Castringius</a>, allesamt ausgewiesene <a href="http://www.h2vrh.de/start.php?rubrik=2">Experten f&#252;r Medien- und Wirtschaftsrecht</a>, geben deshalb im Folgenden ihre Einsch&#228;tzung des Falles ab.</p>
<p><strong>RE: Sehr geehrte Herren Heinz, von Rothkirch und Castringius. Der Presse ist seit geraumer Zeit zu entnehmen, dass sich der Harvard-Professor Charles Nesson des Falls von Joel Tenenbaum angenommen hat. Seine Argumentation: Das dem Verfahren zugrunde liegende Copyright-Gesetz ist nicht verfassungsgem&#228;&#223;. Es erscheint mutig, sich mit der gesamten Musikindustrie anzulegen. Doch wie hoch sch&#228;tzen Sie pers&#246;nlich die Chancen f&#252;r seinen Mandanten ein?</strong></p>
<p><strong>Castringius:</strong> Da die Thematik auch in den USA sehr kontrovers diskutiert wird und die Gerichte sich noch nicht auf eine endg&#252;ltige Richtung festgelegt haben, ist hier letztlich alles denkbar. Aus Sicht von Joel Tenenbaum ist es nat&#252;rlich von Vorteil, dass hier ein Professor einer renommierten Universit&#228;t an seiner Seite steht, der alleine durch seine hervorgehobene Position in der Lage ist, die Tauschb&#246;rsenfrage aus der Schmuddelecke herauszuholen.</p>
<p><strong>RE: In einem <a href="http://www.readers-edition.de/2008/09/01/zwischen-songtexten-und-juristendeutsch-mit-durchblick-zum-erfolg/">Interview mit uns</a> vertraten Sie einmal die These, dass das rigorose Vorgehen gegen Konsumenten &#8220;mit der Keule&#8221; eher kontraproduktiv sei, da es gerade erst daf&#252;r sorge, dass diese verst&#228;rkt auf andere Methoden wie das &#8220;offline-Tauschen&#8221;, kostenlose Streaming-Angebote etc &#252;bergehen. Schneidet sich die RIAA (<a href="http://www.riaa.com/">Verband der US-Musikindustrie</a>) mit ihrer Millionen-Forderung an Tenenbaum demnach ins eigene Fleisch? Er ist ja nicht der einzige, der zur Kasse gebeten wird.</strong></p>
<p><strong>v. Rothkirch:</strong> Ich denke, hier wird letztlich mit den falschen Mitteln f&#252;r eine im Grundsatz richtige Sache gek&#228;mpft. Nat&#252;rlich ist es richtig, dass die Plattenfirmen nicht ruhig zusehen k&#246;nnen, wie die Musik ihrer K&#252;nstler und ihre Rechte nach und nach entwertet werden und die Verkaufszahlen von Jahr zu Jahr sinken. Dass dann jedenfalls gegen renitente Nutzer auch rechtlich vorgegangen wird, ist nachvollziehbar. Hier wird derzeit aber wohl das rechte Ma&#223; &#252;berschritten. Es ist eben so, dass das geistige Eigentum ein Rechtsbegriff ist, von dem nur wenige Menschen eine genauere Vorstellung haben. Hier ist daher zuallererst Aufkl&#228;rung gefragt und nicht die Keule.</p>
<p><em><strong>&#8220;Mit der gerne zitierten Philosophie des Web 2.0 kann man es sich allerdings auch etwas zu leicht machen.&#8221;</strong></em></p>
<p><strong>RE: Privaten Unternehmen wie den Major Labels wird durch ein solches Vorgehen erm&#246;glicht, per Zivilrecht ein Delikt zu verfolgen, welches eigentlich dem Strafrecht zugeordnet ist, argumentiert Nesson. Insbesondere die Drohung mit langfristigen und finanziell kaum tragbaren Prozessen bringe viele Beklagte oftmals dazu, die Forderungen der Labels zu akzeptieren, um eine Schlichtung zu erreichen. Wird hier – mittels Sch&#252;rung von &#196;ngsten - nicht die grunds&#228;tzliche Philosophie des Web 2.0 untergraben?</strong></p>
<p><strong>Heinz:</strong> Hier d&#252;rfte letztlich eines der Grundprobleme liegen. Auch hierzulande sind bei Tauschb&#246;rsensachen Streitwerte von einer halben Million nichts Ungew&#246;hnliches. Dann f&#228;llt es schon mal schwer, einem Mandanten zu raten, vor Gericht zu ziehen, wenn er eigentlich gute Chancen hat, er aber im Falle des Unterliegens schnell einen hohen f&#252;nfstelligen Betrag zu zahlen h&#228;tte. Viele schlie&#223;en dann trotz grunds&#228;tzlich guter Aussichten lieber einen Vergleich, weil sie ihr Erspartes nicht f&#252;r eine solche Sache aufs Spiel setzen wollen oder gar nicht erst in der wirtschaftlichen Lage sind, ein derartiges Risiko zu tragen.</p>
<p>Mit der gerne zitierten Philosophie des Web 2.0 kann man es sich allerdings auch etwas zu leicht machen. Auch in einem freien Web sollte es selbstverst&#228;ndlich sein, dass wir die Freiheit und auch das geistige Eigentum anderer achten. Das ist letztlich ja nichts anderes als die virtuelle Umsetzung der realen Welt, in der wir schlie&#223;lich auch nur solange in unseren Handlungen frei sind, wie wir anderen Leuten nicht auf die F&#252;&#223;e treten.</p>
<p><strong>RE: &#8220;Es sollte klar sein, dass das illegale Downloaden und Verteilen von Musik mit vielen Risiken behaftet und nicht anonym ist&#8221;, entgegnet hier auch RIAA-Sprecherin Cara Duckworth und rechtfertigt damit das Vorgehen von RIAA. Solch exorbitante Summen, wie sie hier eingefordert werden, sind in Deutschland nur schwer vorstellbar. Ger&#228;t das US-amerikanische Rechtssystem hier aus den Fugen?</strong></p>
<p><strong>Castringius:</strong> Letztlich sieht es so aus, als g&#228;be es hier einen Konflikt, bei dem beide Seiten aneinander vorbei reden. Sicherlich hat die RIAA-Sprecherin recht, wenn Sie meint, dass jeder sich bewusst sein sollte, dass die Tauschb&#246;rsennutzung illegal ist. Nur bedeutet das eben nicht, dass man den Nutzern diesen Punkt mittels einer Millionenklage erl&#228;utern muss. Solch absurde Summen f&#252;hren nur dazu, dass sich die RIAA ins Abseits man&#246;vriert und Gesetze forciert, die zu ihren Lasten gehen. Auf der anderen Seite ist es zwar richtig, dass es ein freies Web geben sollte, nur bedeutet das wiederum nicht, dass man hier Rechte verletzen kann, wie man m&#246;chte. Manchmal hat man das Gef&#252;hl, hier stehen zwei Seiten meilenweit auseinander und rufen sich Schlagworte zu, statt aufeinander zu zu gehen und Verst&#228;ndnis f&#252;r den jeweils anderen aufzubringen.</p>
<p><em><strong>&#8220;Viele Menschen w&#252;rden sich wundern, wie wenig Geld letztlich bei den meisten K&#252;nstlern ankommt.</strong></em><em><strong>&#8220;</strong></em></p>
<p><strong>RE: Was aber glauben nun Sie: Ist das &#252;berhaupt noch im Sinne der K&#252;nstler? Diese scheinen ja am wenigsten von den Schadenersatzzahlungen zu profitieren.</strong></p>
<p><strong>Heinz:</strong> Uns ist nicht bekannt, dass ein K&#252;nstler in Deutschland bisher &#252;berhaupt Zahlungen aus dem Topf der Schadensersatzzahlungen erhalten h&#228;tte, sofern er nicht im eigenen Namen abmahnen l&#228;sst wie etwa Bushido. Dies ist erstaunlich, da sich die Tontr&#228;gerfirmen ja auch auf die Rechte der K&#252;nstler berufen und in deren Namen vorgehen. Finanziell rentiert sich das also nicht f&#252;r die K&#252;nstler. Ob es in ihrem Sinne ist, wage ich jedenfalls bei den genannten Summen zu bezweifeln. Klarzustellen ist dabei aber: Die Aufkl&#228;rung &#252;ber die Rechtslage ist ganz eindeutig im Sinne des K&#252;nstlers, der schlie&#223;lich mit seiner Musik seinen ohnehin oft geringen Lebensunterhalt verdienen muss. Viele Menschen w&#252;rden sich wundern, wie wenig Geld letztlich bei den meisten K&#252;nstlern ankommt.</p>
<p><strong>RE: Der Gegenvorschlag des Anwaltes lautet daher auch: &#8220;Die Branche sollte neue Wege entwickeln, um die illegale Verbreitung von urheberrechtlich gesch&#252;tztem Material zu verhindern.&#8221;. Er denkt hier an Musiktitel, die an Werbung gekoppelt und somit kostenfrei sind. Wird sich die Musikindustrie langfristig auf so etwas einlassen?</strong></p>
<p><strong>Castringius:</strong> Solche Modelle gibt es ja bereits. H&#228;ufig wird bei Streaming–Angeboten zun&#228;chst Werbung geschaltet, bevor man zum gew&#252;nschten Content gelangt. Auf die Dauer wird der Industrie vermutlich nichts anderes &#252;brig bleiben. Die Technik entwickelt sich stetig weiter, so dass die Branche den Rechtsverletzungen immer weniger entgegen setzen k&#246;nnen wird. Mein erster eigener PC, den ich mir gekauft habe, hatte ein Festplatte mit vier GB Speicherplatz und der erste Download eines Songs dauerte &#252;ber das Modem eine knappe Stunde. Heute bietet schon ein kleiner USB-Stick ein Vielfaches an Speicherplatz und der Download dauert ein paar Sekunden. Die Datenverarbeitungs- und &#220;bertragungsgeschwindigkeit verdoppeln sich alle 18 Monate. Legt man diesen Ma&#223;stab an, dann k&#246;nnen in der Zukunft immer gr&#246;&#223;ere Datenmengen in immer k&#252;rzerer Zeit verschoben werden. Die Inhaber der Rechte werden dies kaum noch kontrollieren k&#246;nnen  - es sei denn, sie erhielten uneingeschr&#228;nkten Zugriff auf die IP-Adressen und die privaten Daten der Nutzer, was aber hoffentlich nicht passieren wird. Umso wichtiger ist es, sich mit seinen potentiellen K&#228;ufern zu vers&#246;hnen.</p>
<p>Gesch&#228;ftsmodelle gibt es jetzt bereits viele. Ob sich in der Zukunft werbefinanzierte Modelle, Flatrates oder Pauschalabgaben oder eine Mischung aus alledem durchsetzen werden, wird sich zeigen. Hier werden sich auch noch Gesch&#228;ftsmodelle auftun, mit denen heute noch niemand rechnet.</p>
<p><strong>RE: Letztlich bleibt nun noch Folgendes zu kl&#228;ren: Sollte Nesson mit seiner Verteidigung Erfolg haben, w&#252;rde er damit einen Pr&#228;zedenzfall f&#252;r zuk&#252;nftige &#228;hnlich gelagerte F&#228;lle schaffen. K&#246;nnte sein Beistand also auch au&#223;erhalb der USA Schule machen und wirklich zu einem Umdenken der Musikindustrie beitragen?</strong></p>
<p><strong>Castringius:</strong> Im Moment ist dies noch &#8220;Zukunftsmusik&#8221;, da sich der Ausgang des Verfahrens nicht vorhersagen l&#228;sst. Dass der Ausgang dieses Rechtsstreits internationale Auswirkungen haben wird, ist aber durchaus denkbar, denn schlie&#223;lich sitzen die Unternehmenszentralen der gro&#223;en Tontr&#228;gerunternehmen in den USA. Wird von dort eine Richtung vorgegeben, dann hat dies h&#228;ufig auch direkte Auswirkungen auf die Vorgehensweise der zum Konzern geh&#246;renden Unternehmen in Europa.</p>
<p><strong>RE: Sehr geehrte Herren Heinz, von Rothkirch und Castringius, ich danken Ihnen f&#252;r Ihre Einsch&#228;tzungen.</strong></p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/olih.jpg" /></dt>
<dd>Oliver Heinz</dd>
</dl>
<p>Oliver Heinz ber&#228;t seit 1997 Management- und Veranstaltungsagenturen. Seit 2000 ist er als Rechtsanwalt t&#228;tig und seit diesem Jahr Fachanwalt f&#252;r Urheber- und Medienrecht sowie Mitglied des Fachausschusses Urheber- und Medienrecht. Seit 2004 betreibt er gemeinsam mit Michael von Rothkirch und weiteren Kollegen die Soziet&#228;t Heinz² | v. Rothkirch | H&#252;bener mit B&#252;ros in Berlin, Bremen und Oldenburg.Seine T&#228;tigkeitsgebiete reichen von Medien- und Entertainmentrecht, &#252;ber Presse- und Pers&#246;nlichkeitsrecht, Veranstaltungsrecht, bis hin zu Marken-, Wettbewerbs-, Zivil- und Wirtschaftsrecht.</p>
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<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/romi.jpg" /></dt>
<dd>Michael von Rothkirch </dd>
</dl>
<p>Michael von Rothkirch ist ebenfalls seit 2008 Fachanwalt f&#252;r Urheber- und Medienrecht, dessen T&#228;tigkeitsgebiete sich mit denen seine Kollegen decken. Auch er ist Mitglied im Fachausschuss Urheber- und Medienrecht. Nach seinem Studium in G&#246;ttingen, und mehreren Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Besch&#228;ftigungen in Kanzleien von Bremen &#252;ber Hamburg, ist auch er seit 2004 bei Heinz² | v. Rothkirch | H&#252;bener mit an Bord. Von Rothkirch ist wie sein gleichaltriger Kollege – beide Jahrgang 1969 – als Autor hervorgetreten.</p>
<p>Neben ihrer Rechtsanwaltst&#228;tigkeit sind die beiden Kollegen auch als Dozenten (PopCamp/Deutscher Musikrat; Hamburg School of Music, UDK Berlin u.a.) im Einsatz.</p>
<p>Daneben sind sie auch als Fachbuchautoren t&#228;tig. Hier sind unter anderem folgende Werke erschienen: Rodriguez | v. Rothkirch | Heinz: www.musikverkaufen.de, Musikmarkt Verlag, 2007;   Lyng | v. Rothkirch | Heinz: Musik und Moneten, 4. vollst&#228;ndig &#252;berarbeitete Auflage 2007;Lyng / v. Rothkirch / Klein: Lexikon der Entertainmentindustrie; Lyng, Robert: Die Praxis im Musikbusiness</p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/castri.jpg" /></dt>
<dd>L&#252;der Castringius</dd>
</dl>
<p>L&#252;der Castringius ist ebenfalls bei H²vRH t&#228;tig. Nach zwei Jahren im Bremer B&#252;ro ist er seit 2007 in der Berliner Niederlassung zuhause. Der 1974 in Bremen geborene Jurist hat sich auf die Schwerpunkte Medien- und Entertainmentrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Presse- und Pers&#246;nlichkeitsrecht sowie IT-Recht spezialisiert. Daneben ist er als Musikjournalist und Radiomoderator aktiv und war von 2000 bis 2007 Mitarbeiter der Musikzeitschrift <a href="http://www.spex.de/">SPEX</a>. Zu seinen Publikationen z&#228;hlen Webdesign - ein praxisnaher Mustervertagm Neue juristische Internet-Praxis (NIP), 2/2006 woei jeweils die Mitautorenschaft bei Musik und Moneten, PPV, 4. Auflage 2007 und <a href="https://www.readers-edition.de/schreiben/www.musikverkaufen.de">www.musikverkaufen.de</a>, Musikmarkt Verlag 2007.<br />
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Mehr zum Thema: </strong></p>
<p>- <a href="https://www.readers-edition.de/2008/12/03/die-musikindustrie-missbraucht-das-rechtssystem-professor-charles-nesson-im-interview">Die Musikindustrie missbraucht das Rechtssystem: Professor Charles Nesson im Interview</a><br />
- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/03/musikindustrie-werde-kreativ-stimmen-zum-fall-joel-tannenbaum/">Musikindustrie, werde kreativ! Stimmen zum Fall &#8220;Joel Tenenbaum&#8221;<br />
</a>- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/29/tenenbaum-vs-riaa-nesson-fordert-live-uebertragung-im-internet/">Tenenbaum vs. RIAA: Nesson fordert &#220;bertragung im Internet<br />
</a>- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/09/01/zwischen-songtexten-und-juristendeutsch-mit-durchblick-zum-erfolg/">Zwischen Songtexten und Juristendeutsch: Mit Durchblick zum Erfolg</a>
</p>
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		</item>
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		<title>Naturkatastrophen und Klimawandel</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/02/naturkatastrophen-und-klimawandel/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 14:04:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Bordat</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Klimawandel</category>
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		<description><![CDATA[220.000 Tote und Sachsch&#228;den in H&#246;he von 200 Mrd. US-Dollar machen das abgelaufene Jahr 2008 zu einem der schlimmsten Katastrophenjahre der Geschichte. Wie die M&#252;nchner R&#252;ck mitteilte, habe es nur 2005 (Folgen des Tsunami in S&#252;dostasien; Hurrikan &#8220;Katrina&#8221; in den USA) sowie 1995 (Erdbeben in Kobe, Japan) eine h&#246;here Schadenssumme gegeben. Besonders der Sturm &#8220;Nargis&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/katrina.jpg" /></dt>
<dd>Der Hurrikan &#8220;Katrina&#8221; hinterlie&#223; eine Spur der Verw&#252;stung.</dd>
</dl>
<p>220.000 Tote und Sachsch&#228;den in H&#246;he von 200 Mrd. US-Dollar machen das abgelaufene Jahr 2008 zu einem der schlimmsten Katastrophenjahre der Geschichte. Wie die <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,598704,00.html">M&#252;nchner R&#252;ck</a> mitteilte, habe es nur 2005 (Folgen des Tsunami in S&#252;dostasien; Hurrikan &#8220;Katrina&#8221; in den USA) sowie 1995 (Erdbeben in Kobe, Japan) eine h&#246;here Schadenssumme gegeben. Besonders der Sturm &#8220;Nargis&#8221; in Birma, bei dem mehr als 135.000 Menschen ums Leben kamen, und das Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan, das einen Schaden von 85 Mrd. US-Dollar anrichtete, werden als Katastrophen des Jahres 2008 in trauriger Erinnerung bleiben.</p>
<p><strong>Menschen in &#228;rmeren Weltregionen sind h&#228;ufiger und st&#228;rker betroffen</strong></p>
<p>Deutlich wird, dass bei Naturkatastrophen in Entwicklungsl&#228;ndern insbesondere Menschen zu Schaden kommen, w&#228;hrend in den Industrienationen vor allem Sachg&#252;ter betroffen sind. Insgesamt ergibt sich aus der Bilanz auch eine sehr ungleiche globale Verteilung von Naturkatastrophen: Menschen in &#228;rmeren Weltregionen sind h&#228;ufiger und st&#228;rker betroffen als Menschen in wohlhabenderen Gegenden der Erde. Die besondere St&#228;rke der Betroffenheit h&#228;ngt mit den nur in sehr geringem Ma&#223;e getroffenen Vorsorge- und Abwehrma&#223;nahmen zusammen, deren Finanzierung, etwa im Rahmen von Bauprojekten, oft nicht m&#246;glich ist, die erh&#246;hte H&#228;ufigkeit hat geologische, meteorologische und klimatische Ursachen.</p>
<p>Die f&#252;r Naturkatastrophen immer h&#228;ufiger urs&#228;chlichen Wetterextreme stellt die M&#252;nchener R&#252;ck unterdessen in einen Zusammenhang mit den globalen klimatischen Ver&#228;nderungen. Der Klimawandel trage mit gro&#223;er Wahrscheinlichkeit dazu bei, den beobachteten Trend zu mehr Schadensereignissen und h&#246;heren Schadenssummen zu beschleunigen, so Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied der weltweit gr&#246;&#223;ten R&#252;ckversicherung. Daher d&#252;rfe die Wirtschaftskrise nicht dazu f&#252;hren, den Klimaschutz aus den Augen zu verlieren. Die M&#252;nchner R&#252;ck, bei der sich Versicherungsgesellschaften ihrerseits versichern k&#246;nnen, ber&#252;cksichtigt im Rahmen ihrer Risikoanalyse zu den von ihr angebotenen R&#252;ckversicherungsmodellen seit einigen Jahren den Klimawandel als bedeutenden Faktor.</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: Ed Yourdon, cc creative commons, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">Bestimmte Rechte vorbehalten</a>, via <a href="http://flickr.com/photos/yourdon/136195997/">flickr<br />
</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bankenkrise keine Sparkassenkrise?</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/02/bankenkrise-keine-sparkassenkrise/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 11:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>decoien</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Verd&#228;chtig ruhig ist es bei all dem Gekreische der Finanzkrise um die Sparkassen, der wesentlichen Eigent&#252;mergruppe der stark gebeutelten Landesbanken. Bisher ist nicht bekannt geworden, dass auch nur eine Sparkasse besondere Verluste im Rahmen der Finanzkrise erlitten hat oder von anderen Problemen betroffen ist.
Mann k&#246;nnte fast glauben, sie h&#228;tten weder Geld bei Lehman oder in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verd&#228;chtig ruhig ist es bei all dem Gekreische der Finanzkrise um die Sparkassen, der wesentlichen Eigent&#252;mergruppe der <a href="http://www.blicklog.com/2008/12/29/konsolidierung-der-landesbanken-muddling-through-der-sparkassenorganisation/">stark gebeutelten Landesbanken</a>. Bisher ist nicht bekannt geworden, dass auch nur eine Sparkasse besondere Verluste im Rahmen der Finanzkrise erlitten hat oder von anderen Problemen betroffen ist.</p>
<p>Mann k&#246;nnte fast glauben, sie h&#228;tten weder Geld bei Lehman oder in Island angelegt,  weder Gelder von Madoff verwalten lassen noch in amerikanischen Asset Backed Securities geparkt. Im Gegenteil, die Sparkassen feiern sich selbst und lassen sich huldigen als die soliden Retter der Sparer und des Mittelstandes.<img src="http://www.blicklog.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" /></p>
<p>Es ist nicht so, dass ihnen das nicht geg&#246;nnt sei. Dennoch sei an dieser Stelle die Frage erlaubt, ob die Sparkassen &#252;berhaupt keine der &#8220;vergifteten Assets&#8221; in ihren Depots schmoren haben. Dies erscheint schon deswegen nahezu unvorstellbar, weil die Sparkassen im Anlagegesch&#228;ft sehr eng mit den Landesbanken zusammen arbeiten. Hier ist es &#252;blich, dass sich die Sparkassen auch Papiere ins eigene Depot (sogenannte Depot A) legen, die die Landesbanken selbst kreiet oder von anderen Marktteilnehmern gekauft haben. Mittlerweile ist einschl&#228;gig bekannt, dass die Landesbanken sehr viel riskante Risikoaktiva in ihren B&#252;chern brennen haben, kaum denkbar bei den engen Verpflechtungen, dass sie davon keine Papiere an Sparkassen weitergereicht haben.</p>
<p>Nun sind die Sparkassen nicht zu einer laufenden Berichterstattung verpflichtet wie b&#246;rsennotierte Institute. Gleichwohl machen sie Monatsabschl&#252;sse und kennen daher ihre Verluste. Ich halte es f&#252;r ausgeschlossen, dass es bei den Sparkassen keine Verluste gegeben hat. Nur wird hier offenbar fein dar&#252;ber geschwiegen. Offenbar geschieht dies aus R&#252;cksicht auf die Kunden der Sparkassen, die als besonders &#228;ngstlich gelten.</p>
<p>Eine Spurensuche in ver&#246;ffentlichten Informationen ausgew&#228;hlter Sparkassen f&#252;hrt nicht weit. So ist im <a href="http://www.haspa.de/Haspa/DieHaspa/DasUnternehmen/Geschaeftsbericht/PDF__Geschaeftsbericht2007deutsch,property=blob.pdf">Gesch&#228;ftsbericht</a> 2007 der gr&#246;&#223;ten deutschen Sparkasse, der Haspa, z.B. zu lesen, dass der Wertpapierbestand zum Jahresende 5,5 Mrd. Euro betrug. Im Bericht hie&#223; es: &#8220;<em>Die Bewertung unseres Wertpapierbestandes in H&#246;he von 5,5 Milliarden Euro erforderte per saldo keine Abschreibungen, obwohl wir weiterhin nach dem strengen Niederstwertprinzip unter Beachtung des Wertaufholungsgebots bilanzieren. Die erfreuliche Entwicklung im Bewertungsergebnis Wertpapiere ergibt sich insbesondere aus dem positiven Verlauf der Aktienm&#228;rkte.&#8221;</em></p>
<p>&#220;ber die Zusammensetzung des Anlageportfolios erf&#228;hrt man freilich nicht viel aus dem Bericht. Es enth&#228;lt aber Aktien, Unternehmensanleihen und Spezialfonds. Da dem Bericht auch keine Angaben &#252;ber Absicherungsgesch&#228;fte zu entnehmen sind, kann nach einem positiven B&#246;rsenjahr 2007 &#252;ber m&#246;gliche Verluste in 2008 nur spekuliert werden. An solchen Spekulationen will sich der Blick Log nicht beteiligen.</p>
<p>Den <a href="http://www.blicklog.com/">Blick Log</a> wird es aber nicht &#252;berraschen, wenn mit den Ver&#246;ffentlichungen der Jahresabschl&#252;sse in den n&#228;chsten Monaten einige Sparkassen gr&#246;&#223;ere Verluste eingestehen und in der Folge ebenfalls nach neuem Kapital suchen werden. M&#246;glicherweise liegt darin auch die Zur&#252;ckhaltung der Sparkassen begr&#252;ndet, nicht an Kapitalerh&#246;hungen &#8220;ihrer&#8221; Landesbanken teilnehmen zu wollen, wie z. B. <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&#038;ct=de/7-1&#038;fp=495c98030f9c5614&#038;ei=BtxcSbXTAaCawAG08OGRAg&#038;url=http%3A//www.manager-magazin.de/unternehmen/vwdnews/0%2C2828%2Cticker-28134816%2C00.html&#038;cid=1270220509&#038;usg=AFQjCNGvocmHcHdCfJr7BewaDYA6H6INmw">bei den Ma&#223;nahmen der HSH Nordbank</a>, der <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&#038;ct=de/8-0&#038;fp=495c98030f9c5614&#038;ei=utxcSZftBoOUwwHin_WKAg&#038;url=http%3A//www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-12/12566191-bayernlb-sparkassen-erwaegen-komplettausstieg-009.htm&#038;cid=1267780992&#038;usg=AFQjCNHoOhoVhD2YF2PsyGva9yJPdf0wMQ">BayernLB</a> oder der <a href="http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE4BL07T20081222">WestLB</a>.</p>
<p>Die erste Sparkasse hat &#252;brigens bereits Kapital erhalten. Die Sparkasse K&#246;ln-Bonn, die zweitgr&#246;&#223;te Sparkasse in Deutschland hat vom Rheinischen Sparkassenverband 300 Millionen Euro in Form von Genussscheinen erhalten erhalten. Anfang Januar erhalte die Sparkasse weitere 300 Millionen Euro durch stille Einlagen ihrer Eigent&#252;mer: 210 Millionen von der Stadt K&#246;ln, 90 Millionen von Bonn. Dar&#252;ber <a href="http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/655815/Finanzhilfe-fuer-Sparkasse-Koeln.html">informierte rp-online</a> bereits am vergangenen Dienstag. Gr&#252;nde f&#252;r den Kapitalbedarf wurden nicht genannt.</p>
<p><em>Ein Beitrag von decoien<br />
Betreiber des privaten Weblogs <a href="http://www.blicklog.com/">blicklog.com</a></em>
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Nirwana haltloser Versprechungen der Anbieter von Breitbandnetzzug&#228;ngen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 15:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Es ist schon paradox: Einerseits wollen die Internetnetzbetreiber st&#228;ndig h&#246;here Bandbreiten jetzt durch Glasfaserverkabelungen bis zum Geb&#228;ude oder sogar bis in die Wohnung realisieren, d.h. den Breitbandnetzausbau bis zu &#220;bertragungsbandbreiten bis zu 1 Gbit/sec vorantreiben, gleichzeitig belegt eine aktuelle Studie des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) gravierende M&#228;ngel bei den derzeitigen DSL-Kunden. Die Deutsche Telekom verspricht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon paradox: Einerseits wollen die Internetnetzbetreiber st&#228;ndig h&#246;here Bandbreiten jetzt durch Glasfaserverkabelungen bis zum Geb&#228;ude oder sogar bis in die Wohnung realisieren, d.h. den Breitbandnetzausbau bis zu &#220;bertragungsbandbreiten bis zu 1 Gbit/sec <a href="http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Navigation/Service/publikationen,did=281474.html">vorantreiben</a>, gleichzeitig belegt eine <a href="http://www.vzbv.de/go/presse/1083/8/36/index.html">aktuelle Studie</a> des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) gravierende M&#228;ngel bei den derzeitigen DSL-Kunden. Die Deutsche Telekom verspricht jetzt die Versorgungsl&#252;cke von rund f&#252;nf Mill. Haushalten mit DSL-Anschl&#252;ssen <a href="http://www.portel.de/nc/nachricht/artikel/21359-vatm-ex-monopolist-setzt-bundesregierung-zum-zweiten-mal-unter-druck/">schlie&#223;en zu wollen</a> und die konkurrierenden Anbieter erkl&#228;ren &#252;ber ihren Verband den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/VATM">VATM</a> ebenfalls jetzt <a href="http://www.vatm.de/content/pressemitteilungen/inhalt/29-12-2008.html">t&#228;tig werden zu wollen</a>.</p>
<p><strong><a href="http://www.blueprints.de/wortschatz/von-ganymed-bis-jahrmarkt-der-eitelkeiten/hannemann-geh-du-voran.html">Hannemann, geh Du voran</a></strong></p>
<p>Im Kern m&#246;chten alle dabei sein, aber keiner m&#246;chte f&#252;r die Kosten am Ende aufkommen. Die Bundesregierung m&#246;chte dies <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=285166.html">wettbewerbskonform</a> realisieren. Es m&#252;sste eigentlich ganz einfach sein.</p>
<p>Hierzu brauchte es:</p>
<ul>
<li>Eine      Universaldienstverpflichtung f&#252;r eine fl&#228;chendeckende Breitbandversorgung (BUSP)      in Deutschland auf gesetzlicher Grundlage. Dabei w&#252;rde eine      anbieterneutrale und technologieneutrale Regelung auch in angemessenen      Fristen z&#252;gig durchgesetzt werden k&#246;nnen.</li>
<li>Die      Bundesnetzagentur (<a href="http://www.bundesnetzagentur.de/enid/2.html">BNA</a>) w&#252;rde      die Erf&#252;llung der gesetzlichen Auflagen durch die Anbieter &#252;berwachen und      der B&#252;rger w&#228;re zufrieden.</li>
<li>Eine      insbesondere f&#252;r kosteng&#252;nstige Funknetzanschl&#252;sse Frequenzregulierung bei      der Neuvergabe der freigewordenen TV-Frequenzen <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/19/breitbandversorgung-in-deutschland-digitale-dividende-fuer-die-konjunkturstabilisierung-nutzen">wird z&#252;gig umgesetzt</a>.</li>
<li>Das      Ganze k&#246;nnte als Bestandteil des Konjunkturpakets II Mitte Januar 2009 vom      Kabinett verabschiedet und als Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht      werden.</li>
</ul>
<p>Leider hat man und setzt immer noch auf die Zauberwirkung eines unregulierten Marktes, der ohne staatliche Eingriffe dieses Wunder aus eigener Kraft herbeif&#252;hren sollte.</p>
<p>Leider geschieht das bereits seit mehreren Jahren aber nicht. Trotz mehrerer nationaler IT-Gipfel und vollmundiger Deklarationen kommt die unregulierte privatwirtschaftliche L&#246;sung nicht recht voran. Dies hat zur Folge, dass Deutschland nur mittelm&#228;&#223;ig bei der Breitbandversorgung im internationalen Vergleich <a href="http://www.oecd.org/dataoecd/62/7/40781696.pdf">abschneidet</a>.</p>
<p><strong>Was droht?</strong></p>
<p>Statt einer am Interesse der Bev&#246;lkerung orientierten zukunftweisenden L&#246;sung, droht jetzt ein entweder aus Steuermitteln subventionierter DSL- und Glasfasernetzausbau vorrangig weiterhin in den Ballungsr&#228;umen.</p>
<p>Keine wirkungsvolle Aufsicht &#252;ber ein vertragsgem&#228;&#223;es Verhalten der Anbieter gegen&#252;ber ihren Kunden (siehe der Studie der Verbraucherverb&#228;nde).</p>
<p>Eine verschleppte Vergabe der TV-Funkfrequenzen und eine ineffiziente Vergabe, die tendenziell wieder zu einer Doppelinfrastruktur (Glasfasernetze als Festnetz f&#252;r Haushalte und Unternehmen) und Funknetze f&#252;r die mobile Versorgung.</p>
<p>Am Ende wird man f&#252;r seine Breitbandversorgung doppelt zur Kasse gebeten.</p>
<p>Einmal beim Festnetzanbieter, der zugleich noch durch vielf&#228;ltige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Preisdifferenzierung">Preisdifferenzierungen</a> Konsumentenrenten absch&#246;pft. Danach beim mobilen Breitbandinternet.</p>
<p>Das Ganze wird am Ende f&#252;r die Verbraucher teuer und ineffizient, aber alles mit staatlicher Hilfe und Unterst&#252;tzung. Der Markt, d.h. die Anbieter, wollen es so.</p>
<p>In der Breitbandnetzinfrastrukturpolitik versammeln sich Anbieter, die zu Lasten der Endkunden gemeinsam mit der Regierung sowie Parlament und der Aufsichtsbeh&#246;rde nach anbieterfreundlichen, d.h. renditetr&#228;chtigen L&#246;sungen zu Lasten der Bev&#246;lkerung einen Ordnungsrahmen gestalten.</p>
<p>Als informative Lekt&#252;re zu diesem Thema sei am Beispiel der USA empfohlen: <a href="http://www.amazon.de/Broadbandits-Inside-Billion-Telecom-Heist/dp/0471434051">Broadbandits: Inside the $750 Billion Telecom Heist</a>, von Om Malik.</p>
<p>Na dann, Guten Rutsch ins Neue Jahr.</p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p><a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/29/telekom-rivalen-bieten-schnelleren-internet-ausbau">Telekom-Rivalen bieten schnelleren Internet-Ausbau</a>
</p>
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		<item>
		<title>Stress: Killer Nr.1 in der Finanzkrise</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/stress-killer-nr1-in-der-finanzkrise/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/stress-killer-nr1-in-der-finanzkrise/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 09:34:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Ehlers</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Wissenschaft</category>
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		<description><![CDATA[Glaubt man der gro&#223;en Mehrheit der deutschen Medien, sind wir Deutsche trotz immer noch weltmeisterlicher Exporte Weltmeister im Jammern &#252;ber unsere wirtschaftlichen und sozialen Verh&#228;ltnisse. Wir sollen besser aufh&#246;ren zu klagen und uns vielmehr dar&#252;ber freuen, dass wir in Deutschland und Europa wie es gerade unser Bundesprediger K&#246;hler gesagt hat, auch in der Wirtschaftskrise angeblich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/STRESS1.jpg" /></dt>
<dd>STRESS! Photo: Rike/ Sternschnuppe1<br />
via pixelio.de</dd>
</dl>
<p>Glaubt man der gro&#223;en Mehrheit der deutschen Medien, sind wir Deutsche trotz immer noch weltmeisterlicher Exporte Weltmeister im Jammern &#252;ber unsere wirtschaftlichen und sozialen Verh&#228;ltnisse. Wir sollen besser aufh&#246;ren zu klagen und uns vielmehr dar&#252;ber freuen, dass wir in Deutschland und Europa wie es gerade unser Bundesprediger K&#246;hler gesagt hat, auch in der Wirtschaftskrise <a href="http://www.bundespraesident.de/">angeblich „gut aufgestellt“ sind</a></p>
<p><strong>Stressfaktor Weltwirtschaftskrise</strong></p>
<p>Die Fernsehanstalten bringen zum Jahresschluss wiederholt Statements von angeblich ganz zuf&#228;llig angesprochenen Passanten, die durchweg erkl&#228;ren, sie s&#228;hen nichts von einer Krise. Ihnen ginge es doch gut. Unsere Regierung redet schon seit Beginn der Finanzkrise die Wirtschaft st&#228;ndig stark, weil sie meint, das <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur-steinbrueck-geisselt-krisengerede_aid_330269.html">„Krisengerede“ mache die Sache erst wirklich schlimm</a>.</p>
<p>Ob solche Beschwichtigungen tats&#228;chlich helfen, den B&#252;rgern die Sorgen &#252;ber die un&#252;bersehbar hereinbrechenden Folgen des gewaltigen Wirtschaftseinbruchs zu nehmen?</p>
<p>Wer die Gesamtsituation kennt, f&#252;hlt sich allenfalls durch diese absichtsvollen Besch&#246;nigungen zus&#228;tzlich genervt.</p>
<p>Wer auf die T&#228;uschungen hereinf&#228;llt und glaubt, dasses wirklich hilft, den Kopf in den Sand zu stecken, wird umso erschrockener sein, wenn er am Ende das Ausma&#223; der Sch&#228;den vor Augen hat. Unter dem Strich bleibt die Summe allen &#220;bels eben doch gleich. Stressfaktoren kann man nicht einfach wegl&#252;gen.</p>
<p>Unter dem „Wort des Jahres 2008“, der Finanzkrise, versammeln sich Schreckensszenarien, wonach unsere Gemeinschaft und fast alle Einzelnen auf das &#220;belste gebeutelt werden, soweit das nicht schon l&#228;ngst eingetreten ist oder sich gerade vollzieht. Der Zusammenbruch der Banken aufgrund der Gier ihrer Vorst&#228;nde und Aufsichtsr&#228;te, die Entreicherung von Bund, L&#228;ndern, Gemeinden und zahlloser &#246;ffentlicher und privater Einrichtungen und  Unternehmen auf Grund ihrer Teilnahme an den verantwortungslosen Gewinnspielen der Investmentbanker, die wilde Verschleuderung der letzten &#246;ffentlichen Reserven und der Zukunftschancen der kommenden Generationen im Versuch, die sinnentleerte Konsumwelt zu konservieren, die „Rettung“ des korrupten Finanzsystems auf Kosten der f&#252;r all das b&#252;rgenden B&#252;rger, die Leere der Staatskassen angesichts notwendiger teurer Reformen und die dem allen zwangsl&#228;ufig folgenden Einbr&#252;che im privaten Bereich wie Minderverdienst, Erh&#246;hung der Abgaben und Kosten, Verlust der Kaufkraft, Verlust des Arbeitsplatzes und der wirtschaftlichen Sicherheit generell - all dies sind Stressausl&#246;ser, die zum viel beklagten allgemein stressigen Leben in der modernen Industriegesellschaft noch hinzukommen.</p>
<p><strong>Stressfaktoren l&#246;sen den Stress aus</strong></p>
<p>In der Medizin gilt der „normale“ Stress, ausgel&#246;st durch pers&#246;nliches Ungl&#252;ck, Beziehungskrisen, Geldmangel, Zeitdruck, Informations- und Reiz&#252;berflutung, &#220;berforderung und Benachteiligung bereits als eine Haupttodesursache, besonders durch die stressbedingten letalen Herz- und Kreislauferkrankungen. Sozialer Abstieg, wie er durch dieSchr&#246;derschen &#8220;Reformen&#8221; eingeleitet wurde, hat das <a href="http://www.shortnews.de/start.cfm?id=714943">bereits verschlimmert</a>.</p>
<p><a href="http://www.shortnews.de/start.cfm?id=714943"><br />
</a></p>
<p>Und wie geht es weiter in 2009 und den Folgejahren? In dieser schweren Situation ist dasbessere Verst&#228;ndnis von dem, was Stress ausl&#246;st, was er ist und wie man ihm besser begegnet als bisher, einfach unverzichtbar. Es lohnt sich wirklich, sich damit zu befassen. Ich werde n&#228;mlich nachfolgend aufzeigen, dass wir wenn wir schon fast ohnm&#228;chtig sind, was die den Stress ausl&#246;senden Faktoren angeht, wir aber beste bisher kaum genutzte M&#246;glichkeiten haben, den Stress zu bew&#228;ltigen und die von ihm f&#252;r unsere Existenz ausgehenden Gefahren zu b&#228;ndigen.</p>
<p>Wir tun auch gut daran, uns klar zu machen, dass der Stress selbst gar nichts Ungutes ist. Der Stress ist n&#228;mlich nur ein durch bestimmte Ausl&#246;ser hergestellter besonderer Zustand von K&#246;rper, Geist und Gem&#252;t, der uns besonders entschlossen handeln l&#228;sst. Unsere evolution&#228;ren Vorl&#228;ufer &#252;berlebten Gefahrensituationen besser als weniger erfolgreiche Arten, weil sie bei drohender Gefahr Stresshormone, insbesondere <u>Adrenalin, Kortisol und CDH</u>, aussch&#252;tten lernten, die Kopf und K&#246;rper regelrecht elektrisierten. Die Aufmerksamkeit und die Reaktionsbereitschaft wurden m&#228;chtig gesteigert. Zeitgleich schnellten die Blutzucker- und Fettwerte in die H&#246;he. Damit waren beste Voraussetzungen gegeben, die <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/81/69/dokument.html?titel=%22Ein+langsam+wirkendes+Gift%22&#038;id=14799618&#038;top=SPIEGEL&#038;suchbegriff=zucker&#038;quellen=&#038;qcrubrik=natur">Gefahr schlagartig zu besiegen</a> oder ihr durch schnelle Flucht zu entkommen.</p>
<p><strong>Der Wegfall der Stressfaktoren sollte den Stress eigentlich beenden</strong></p>
<p>Beim gesunden Menschen, der &#252;ber die volle Funktion aller seiner M&#246;glichkeiten verf&#252;gt, f&#252;hrt das Ende der Stressfaktoren „automatisch“ dazu, dass dieser Ausnahmezustand sich aufl&#246;st. Das hei&#223;t, dass die Stresshormone abgebaut werden und der Mensch wieder „normal“ reagiert. Das Wissen darum, wie es zur Wiederaufnahme der Stresshormone in den K&#246;rper kommt, ist f&#252;r uns alle von gr&#246;&#223;tem Wert. Denn an dieses Wissen schlie&#223;t sich die realistische M&#246;glichkeit an, die Stresssituation auch dann zu beenden, wenn sich die den Stress urspr&#252;nglich ausl&#246;senden Momente gar nicht ge&#228;ndert haben.</p>
<p>Zun&#228;chst aber zum Grund f&#252;r die Beseitigung des Stresses. Aufgebaut wird er durch die Wirkung der zentralnerv&#246;sen Stresshormone. Und nur durch ein Hormon mit der Wirkung ihrer Eind&#228;mmung und Beseitigung endet ihre Wirkung. Also: nicht das Ende der Gefahr, der Bedrohung oder der nachteiligen Situation f&#252;hrt zum Stressabbau, sondern allein die Aussch&#252;ttung des Hormons, das die Stresshormone z&#252;gelt. Dies kann allein das Neurohormon Serotonin, das „Hormone of the Nineties“, das als Kontrollhormon eine absolute Schl&#252;sselstellung im ganzen zentralnerv&#246;sen Hormongeschehen einnimmt. Neben seinen vielen unverzichtbaren anderen Funktionen zur Kontrolle von Essen, Wachen, Schlafen, Schmerz, Temperatur, Impuls, Sexualit&#228;t, Sucht und Suizidalit&#228;t ist Serotonin auch das einzige Anti-Stress-Hormon. Kein anderes Hormon und auch sonst keine Einrichtung in unserem K&#246;rper oder Kopf kann die sog. Stresskaskade unterbinden, die durch das <a href="http://www.familycare-netzwerk.de/uploads/media/HP-Teil_3.pdf">wechselseitige Aufschaukeln der Stresshormone entsteht</a> (PDF).</p>
<p>Die missliche Folge dieser Situation ist, dass beim Fehlen des allzu oft im Gehirnwasser knappen Steuerstoffes Serotonin die Ausnahmesituation Stress einfach bestehen bleibt, obwohl die Gr&#252;nde f&#252;r seine Entstehung l&#228;ngst entfallen sind oder der Mensch l&#228;ngst rational begriffen hat, dass ihm keine Gefahr mehr droht. Durch den st&#228;ndig anhaltenden Druck schaltet der Organismus um auf Daueralarm. Blutdruck, Blutzucker und Blutfette sind st&#228;ndig &#252;berh&#246;ht, was das Risiko f&#252;r Herz- und Kreislauferkrankungen f&#246;rdert. Kortisol, das nicht abgebaut wird, schw&#228;cht das Immunsystem und beg&#252;nstigt die Knochenentkalkung (Osteoporose).</p>
<p><strong>Beendigung von Stress ohne Behebung der Stressfaktoren</strong></p>
<p>Der Umstand, dass unsere physiologische Beschaffenheit das Wirken von Neurohormonenzur Voraussetzung f&#252;r die Herstellung und Beendigung von psychisch-k&#246;rperlichen Zust&#228;nden voraussetzt, hat die f&#252;r uns g&#252;nstige Folge, dass nach Lage der Dinge allein die Aussch&#252;ttung von Hormonen ohne &#196;nderung der die Herstellung eines Zustandes urspr&#252;nglich verursachenden &#228;u&#223;eren Umst&#228;nde zu einer Aufhebung dieses Zustandes f&#252;hren kann. Konkret bedeutet dies im hiesigen Zusammenhang, dass selbst dann wenn uns dasSchicksal so unerbittlich trifft wie Gottes Pr&#252;fungen den armen Hiob wir infolge der Aussch&#252;ttung des Anti-Stress-Hormons Serotonin den besonderen Stresszustand verlassen k&#246;nnen. Es bedeutet auch, dass ungute Ereignisse, die leicht als Stressoren h&#228;tten dienen und K&#246;rper und Geist h&#228;tten in Aufruhr versetzen k&#246;nnen, bei guter Verf&#252;gbarkeit &#252;ber das zerebrale Serotonin besonnen gemeistert werden.</p>
<p>Wer im B&#252;ro gemobbt wird, wen bei Feierabend gleich eine keifende Ehefrau an der Haust&#252;r empf&#228;ngt, wem die Kontrolle &#252;ber die drogenabh&#228;ngigen Kinder entgleiten, wer in Kurzarbeit geschickt wird und t&#228;glich erlebt, wie unsere Politik an jeder m&#246;glichen grundlegenden Verbesserung der Verh&#228;ltnisse im Lande vorbeisegelt, der muss sich nicht verzweifelt die Haare raufen. Bei Bestehen der neurohormonellen Balance, mit der wir von Natur aus gesegnet sind, k&#246;nnen wir ohne k&#252;nstliche Erregung die Relativit&#228;t der Ereignisse konstatieren und uns im Rahmen unserer M&#246;glichkeiten f&#252;r Besserungen einsetzen.</p>
<p>Ein Problem ist, dass gerade das Schl&#252;sselhormon Serotonin nur unter besonderen Bedingungen im Kopf entsteht. Wenn wir dem nachgehen und uns wenigstens zum Teil wieder mit <u>nativer Nahrung</u> versorgen, haben wir allerdings den Schl&#252;ssel f&#252;r ein Leben mit jederzeitiger Kontrolle des Stresses in der Hand. Der Weg f&#252;hrt uns zur&#252;ck zu einem Leben wie es die mit uns artgem&#228;&#223; verwandten Pflanzenfresser in freier Natur – etwa die Menschenaffen - f&#252;hren, die auch Stresszust&#228;nde kennen, aber durchweg durch ihre Ern&#228;hrung so versorgt sind, dass ihnen das <a href="http://www.readers-edition.de/2008/04/17/native-nahrung-fuer-bessere-versorgung-und-gegen-den-hunger-in-der-welt">Anti-Stresshormon Serotonin praktisch niemals fehlt</a>.</p>
<p>Da alles und jedes menschliche Gef&#252;hl und jede Aktion unter Begleitung der Neurohormone stattfindet, ist die Entstehung der Weltfinanzkrise notwendigerweise ein Produkt der hormonellen Fehlsteuerung bei den Beteiligten, wie ich k&#252;rzlich hier dargelegt habe.<br />
S. http://www.readers-edition.de/2008/11/25/weltfinanzkrise-die-hormone-sind-schuld</p>
<p>Der richtige Einsatz der Hormone ist nun aber der einzig geeignete Weg f&#252;r jeden pers&#246;nlich Betroffenen, um mit den entstandenen Problemen gut fertig zu werden.</p>
<p><strong>Richtige Ern&#228;hrung ist die L&#246;sung, nicht Bewegung oder Medizin</strong></p>
<p>Die in der Endokrinologie vollst&#228;ndig gesicherten Erkenntnisse &#252;ber die Funktion und Bedeutung der Neurohormone als der unverzichtbaren Werkzeuge f&#252;r die Umsetzung allen F&#252;hlens und Handelns ist weder in der deutschen Allgemeinheit noch bei den &#196;rzten verbreitet. Die Pharmazie will aus verst&#228;ndlichen Gr&#252;nden nichts dar&#252;ber wissen. Daher versteht sich, dass das „gr&#246;&#223;te Gesundheitsmagazin im deutschsprachigen Raum“, die Apotheken-Umschau,aktuell in einem gro&#223;em Bericht &#252;ber den Stress Bewegung und k&#228;ufliche Kr&#228;uteressenzen, die beide keine sichere Auswirkung auf die Hormonlage haben, <a href="http://www.gesundheitpro.de/Stress-Vom-Lebensretter-zum-Stress-A081223MAIRQ105111.html">als probate Mittel zur Bew&#228;ltigung von Stress vorschl&#228;gt</a>.</p>
<p>Bestimmt sind gestresste Menschen ja auch besser manipulierbar!</p>
<p>Photo/Autor: Rike/ Sternschnuppe1 via <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=306665&#038;mode=search">pixelio.de</a>
</p>
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		<item>
		<title>Britisches Pfund steht kurz vor der Euro-Parit&#228;t</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/29/britisches-pfund-steht-kurz-vor-der-euro-paritaet/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 16:40:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Das britische Pfund hat im heutigen Devisenhandel erneut zwei Cent an Wert gegen&#252;ber dem Euro eingeb&#252;&#223;t. Zum Mittag stand der Wechselkurs bei knapp 0.98 Euro Cent f&#252;r ein britisches Pfund. Damit k&#246;nnte bereits morgen die Parit&#228;t des Euro zum britischen Pfund erreicht werden. Was hat dies f&#252;r weitere m&#246;gliche Konsequenzen?
Muss Gro&#223;britannien aufgrund der Finanzkrise der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/themse.jpg" /></dt>
<dd>Bald ein Reykavik an der Themse?</dd>
</dl>
<p>Das britische Pfund hat im heutigen Devisenhandel erneut zwei Cent an Wert gegen&#252;ber dem Euro eingeb&#252;&#223;t. Zum Mittag stand der <a href="http://isht.comdirect.de/html/detail/main.html?sTab=chart&#038;sCat=CUR&#038;sSym=DGBPEUR.TGT">Wechselkurs</a> bei knapp 0.98 Euro Cent f&#252;r ein britisches Pfund. Damit k&#246;nnte bereits morgen die Parit&#228;t des Euro zum britischen Pfund erreicht werden. Was hat dies f&#252;r weitere m&#246;gliche Konsequenzen?</p>
<p><strong>Muss Gro&#223;britannien aufgrund der Finanzkrise der Eurozone beitreten?</strong></p>
<p><a href="http://blogs.ft.com/maverecon/2008/11/how-likely-is-a-sterling-crisis-or-is-london-really-reykjavik-on-thames/">Willem Buiter</a>, ein holl&#228;ndischer &#214;konom an der London School of Economics (LSE), hat als einer der international f&#252;hrenden Geld- und W&#228;hrungstheoretiker die Briten darauf hingewiesen, dass es in ihrem eigenen wohlverstandenen Interesse l&#228;ge sich um einen raschen Beitritt zur europ&#228;ischen W&#228;hrungsunion zu bem&#252;hen. Wegen des sich seit <a href="http://isht.comdirect.de/html/detail/main.html?hist=1y&#038;sSym=DGBPEUR.TGT&#038;DEBUG=0&#038;ind0=VOLUME&#038;overview_hist=10d&#038;sCat=CUR&#038;sTab=chart&#038;type=CONNECTLINEc">Oktober 2008</a> im Zuge der globalen Finanzkrise abzeichnenden Verfalls des britischen Pfundes gegen&#252;ber dem Euro k&#246;nnte es zu einer dramatischen Entwicklung um das britische Pfund kommen.</p>
<p>Seit dem Ausbruch der Immobilienkrise auch in Gro&#223;britannien und der Verstaatlichung des Hypothekenfinanzierers Northern Rock werden die Schw&#228;chen der britischen Wirtschaft immer <a href="http://blogs.ft.com/maverecon/2008/05/when-will-the-uk-wake-up-and-join-the-euro-area/">offensichtlicher</a>. Gerade die herausragende Bedeutung des Finanzsektors der Insel insbesondere der Londoner City f&#252;r die gesamte britische Wirtschaft macht sie besonders empfindlich f&#252;r die globale Finanzmarktkrise. &#196;hnlich wie Island besitzt die britische Finanzwirtschaft ein zu gro&#223;es Auslandsengagement, das &#252;berwiegend in Fremdw&#228;hrungen wie dem US Dollar und dem Euro fakturiert ist, um nicht in &#228;hnliche Zahlungsbilanzprobleme hineinschlittern zu k&#246;nnen wie dies exemplarisch Island in diesem Jahr der erstaunten Welt&#246;ffentlichkeit vorgef&#252;hrt hat.</p>
<p><strong>Reykavik-on-Thames</strong></p>
<p>Buiter hat ironisch deshalb auch London schon als <a href="http://blogs.ft.com/maverecon/2008/11/how-likely-is-a-sterling-crisis-or-is-london-really-reykjavik-on-thames/">Reykjavik-on-Thames</a> bezeichnet. Der ernste Hintergrund ist, dass im Falle einer Vertrauenskrise in die britischen Finanzinstitutionen die Bank of England aufgrund der f&#252;r eine St&#252;tzung der Banken und Versicherungen erforderlichen Auslandsdevisen nicht in der Lage ist die Rolle des Lender-of-last-resort auszu&#252;ben. Wegen der Auslandsengagements der britischen Finanzwirtschaft betr&#228;gt die Summe an Verbindlichkeiten mehr als das Viereinhalbfache des britischen Bruttoinlandsprodukts. Mithin w&#228;re Gro&#223;britannien einer spekulativen Attacke oder auch nur einer Vertrauenskrise, die zum massiven Abzug von Auslandsanlagen zum Beispiel der &#214;lstaaten oder der USA bzw. der Eurozone f&#252;hrten hilflos ausgeliefert. Es w&#228;re um im Bild Buiters zu bleiben islandisiert.</p>
<p>Diese Verletzlichkeit der britischen Wirtschaft im Zuge der fortdauernden globalen Finanzmarktkrise k&#246;nnte ein rasches politisches Handeln erforderlich machen. Will sich Gro&#223;britannien als dominanter Finanzplatz insbesondere in Europa erhalten, dann wird es letztendlich nicht umhink&#246;nnen einen kurz- bis mittelfristigen Beitritt zur europ&#228;ischen W&#228;hrungsunion anzustreben. Darauf versucht Buiter die britische &#214;ffentlichkeit mit seinen provozierenden Beitr&#228;gen in der Financial Times vorzubereiten.</p>
<p><strong>Nur eine Frage der Zeit</strong></p>
<p>Es ist deshalb nur eine Frage der Zeit, wann sich die Briten aus ihrer starren Haltung gegen&#252;ber einem Beitritt zur Eurozone bewegen m&#252;ssen. Als Alternativen sieht Buiter f&#252;r die Briten nur noch entweder den USA als 52 Bundesstaat beizutreten oder den Finanzsektor auf ihre nationalen Bed&#252;rfnisse gesundzuschrumpfen. Ob dann Grodon Brown – als gr&#246;&#223;ter Euroskeptiker in der Labour Party - noch Regierungschef in Gro&#223;britannien sein wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht findet sich ja ein George Soros, der den Briten eine Lernbeihilfe erteilt. Die Parit&#228;t des britischen Pfundes zum Euro w&#228;re immerhin bereits ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: Andreas L, cc creative commons, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">Bestimmte Rechte vorbehalten</a>, via <a href="http://flickr.com/photos/andreaslienig/218607289/">flickr</a>
</p>
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