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	<title>Readers Edition</title>
	<link>http://www.readers-edition.de</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 16:07:42 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>BaFin-Urteil: Ein Sieg f&#252;r die Transparenz?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Die BaFin ist aufgrund einer letztinstanzlichen Entscheidung des hessischen Verwaltungsgerichtshofs gezwungen worden, den Richtern eines gegen eine Bank anh&#228;ngigen Verfahrens Akteneinsicht zu gew&#228;hren. Der Kl&#228;ger wollte wegen missgl&#252;ckter Spekulationsgesch&#228;fte seiner Bank diese auf Schadensersatz verklagen. Diese Akteneinsicht war zuvor dem Kl&#228;ger (Az.: 6A 1648/08) von der BaFin verweigert worden.[1]
Der Kl&#228;ger berief sich auf das Informationsfreiheitsgesetz, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die BaFin ist aufgrund einer letztinstanzlichen Entscheidung des hessischen Verwaltungsgerichtshofs gezwungen worden, den Richtern eines gegen eine Bank anh&#228;ngigen Verfahrens Akteneinsicht zu gew&#228;hren. Der Kl&#228;ger wollte wegen missgl&#252;ckter Spekulationsgesch&#228;fte seiner Bank diese auf Schadensersatz verklagen. Diese Akteneinsicht war zuvor dem Kl&#228;ger (Az.: 6A 1648/08) von der BaFin verweigert worden.[1]</p>
<p>Der Kl&#228;ger berief sich auf das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsfreiheitsgesetz">Informationsfreiheitsgesetz</a>, die BaFin wollte hingegen wegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebs-_und_Gesch%C3%A4ftsgeheimnis">Betriebs- und Gesch&#228;ftsgeheimnissen</a> diese Einsicht verwehren. Damit obliegt es jetzt dem Richter des Verfahrens zu pr&#252;fen, ob der von der BaFin erhobene Rechtsgrund stichhaltig ist.</p>
<p><strong>Transparenz vor Geheimhaltung</strong></p>
<p>Der Streit um die Schutzw&#252;rdigkeit von Akten von Bundesbeh&#246;rden erlebt daher einen erneuten H&#246;hepunkt. Unter dem Hinweis des Bankgeheimnisses wurde bereits im vergangenen Jahr versucht, die BaFin und die Bundesbank vom <a href="http://www.informationsfreiheitsgesetz.net/blog/category/behoerde/bafin/">Informationsfreiheitsgesetz </a>auszunehmen. Sollte der Rechtsstreit jetzt in diesem Fall nicht beendet werden k&#246;nnen, dann k&#246;nnte es vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu einer Kl&#228;rung dessen kommen, was Betriebs- und Gesch&#228;ftsgeheimnisse sind und was nicht. Eine blo&#223;e Behauptung von Unternehmen oder Beh&#246;rden w&#252;rde damit nicht mehr ausreichen, denn diese m&#252;sste zumindest einer richterlichen Pr&#252;fung durch Akteneinsicht standhalten. &#196;u&#223;erst unangenehm.</p>
<p>[1] FTD: Gericht will Zugang zu BaFin-Akten, Meldung in der Print-Ausgabe der Financial Times Deutschland  vom 10. M&#228;rz 2010.
</p>
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		<title>Soffin: Endlager f&#252;r Toxic Papers?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 09:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Bisher wurde der Soffin als befristete L&#246;sung f&#252;r die Abwicklung von Toxic Papers aus der Krise bei Verbriefungen nach der Lehman Pleite angesehen. Da diese Operation innerhalb eines befristeten Zeitraums gel&#246;st werden sollte, endet derzeit offiziell der Auftrag und damit der Soffin zum Jahresende 2010. Offenbar ist dieses Kalk&#252;l nicht aufgegangen. Jetzt setzt sich der [...]]]></description>
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<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/03/allet.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>Bisher wurde der <a href="http://www.soffin.de/">Soffin</a> als befristete L&#246;sung f&#252;r die Abwicklung von Toxic Papers aus der Krise bei Verbriefungen nach der Lehman Pleite angesehen. Da diese Operation innerhalb eines befristeten Zeitraums gel&#246;st werden sollte, endet derzeit offiziell der Auftrag und damit der Soffin zum Jahresende 2010. Offenbar ist dieses Kalk&#252;l nicht aufgegangen. Jetzt setzt sich der Bundesbankchef, Axel Weber, der an der Schaffung des Soffin ma&#223;geblich beteiligt war, f&#252;r eine Entfristung des Soffin <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:strategie-zur-bankenabwicklung-weber-will-soffin-als-dauerloesung/50086300.html">ein</a>. Dieser Vorsto&#223; kommt dem Eingest&#228;ndnis gleich, dass der Soffin seine Aufgabe in der gesetzten Frist nicht erfolgreich abschlie&#223;en konnte.</p>
<p><strong>Gravierende Fehleinsch&#228;tzung der Finanzmarktkrise</strong></p>
<p>Der Schaffung des Soffin lag die &#220;berlegung zugrunde, dass es sich um eine klassische Finanzmarktpanik handele, d.h. eine kurzfristige Liquidit&#228;tskrise. In dem die Zentralbanken diese Liquidit&#228;t in quasi unbegrenzter Menge zur Verf&#252;gung stellte, sollte die Panik beendet und danach wieder zu normalen Verh&#228;ltnissen zur&#252;ckgekehrt werden. Deshalb auch die zeitliche Befristung f&#252;r den Ausnahmezustand des Soffin.</p>
<p>Stattdessen zeigt sich zunehmend, dass es sich um eine Solvenzkrise handelt, d.h. die Verbriefungen, die den Namen toxic assets, bekommen haben, sind tats&#228;chlich deutlich weniger wert als zuvor erhofft worden ist. Mithin st&#252;nde der Soffin vor gro&#223;em Wertberichtigungsbedarf und m&#252;sste zum Jahresende eine Abschlussbilanz vorlegen, die ein dickes Minus aufweisen w&#252;rde. Diese Milliardenverluste f&#252;r den deutschen Steuerzahler aus dem Sonderverm&#246;gen – ein sch&#246;ner Name hierf&#252;r – m&#252;ssten dann auch in den Bundeshaushalt  eingestellt werden. Dies d&#252;rfte jedoch die Defizitquote drastisch in die H&#246;he treiben. Das w&#252;rde jedoch die &#214;ffentlichkeit mobilisieren. Mithin gilt: Was nicht sein soll, soll auch nicht sein.</p>
<p>Wenn der Soffin fortbesteht, dann kann man Wertberichtigungen zum Jahresende vermeiden. Man kann weiterhin so tun, als ob hier Werte vorhanden w&#228;ren, die eigentlich unwiederbringlich verloren sind. Im Zweifelsfall wird der Soffin zum Endlager f&#252;r diese Papiere bis zu deren F&#228;lligkeitsdatum. Wie beim Atomm&#252;ll soll die Umwelt, d.h. die Finanzm&#228;rkte und die erstaunte &#214;ffentlichkeit, nicht mit diesen negativen Fakten kontaminiert werden. Es w&#252;rde zu schnell eine Debatte entstehen, wer daf&#252;r die Verantwortung tr&#228;gt.</p>
<p><strong>Soffin als FDIC</strong></p>
<p>Damit dies nicht in dieser Form diskutiert wird, gibt es eine alternative Geschichte. Der Soffin soll &#228;hnlich dem US-Vorbild <a href="http://www.fdic.gov/">FDIC</a> mit der Abwicklung von Banken helfen, die insolvent sind, d.h. aufgrund hoher Verluste <a href="http://www.readers-edition.de/2010/03/06/bankenpleiten-in-den-usa-setzen-sich-fort">in eine Schieflage geraten sind</a>. Die Soffin w&#252;rde quasi zum staatlichen Insolvenzverwalter des Finanzsektors.</p>
<p>Es mag ja Sinn machen &#252;ber eine Institution zu verf&#252;gen, die eine <a href="http://www.insolvenz-ratgeber.de/verzeichnisse/insolvenzlexikon/begriff/Planinsolvenz/">Planinsolvenz</a> einer Bank geordnet abwickeln kann und dabei die Einleger- und Eigent&#252;merinteressen angemessen ber&#252;cksichtigt. Ob dabei auch die <a href="http://www.readers-edition.de/2010/03/08/die-volcker-rule-nobody-is-too-big-to-fail">Volcker-Rule</a> eine Rolle spielen sollte, ist derzeit nicht bekannt. Offensichtlich rechnet aber Weber mit einer Reihe von Bankenpleiten, sonst w&#252;rde eine solche Institution keinen Sinn machen.</p>
<p>Ungekl&#228;rt bleibt bei diesem Vorschlag, was denn aus dem Sonderverm&#246;gen von 480 Mrd. Euro des Soffin in diesem Zusammenhang werden soll. Lieber Axel Weber – ich und viele andere Bundesb&#252;rger wollen jedoch nicht f&#252;r Bankenpleiten als Steuerzahler in Haftung gehen – wie want our tax payers money back!</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: alles-schlumpf, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via <a href="http://www.flickr.com/photos/29487767@N02/3034659459/">flickr</a>
</p>
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		</item>
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		<title>Sozialer Staat und Gesellschaft: Gibt es Alternativen f&#252;r Einkommen durch Erwerbs-Arbeit ?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 18:48:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Klamm Sabaot</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Wissenschaft</category>
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		<description><![CDATA[Der hohe Preis von Industrialisierung, Automatisierung und  Technisierung  –  Ideen und Konzept f&#252;r die Zukunft – Serie  Zukunfts-Perspektiven in Deutschland – Heute: Grundeinkommen und das  Bandbreiten-Modell – M&#246;gliche Wege aus der Krise
Die f&#252;nf gro&#223;en Parteien, CDU, CSU, FDP, SPD,  B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen und Die Linke suchen nach Konzepten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der hohe Preis von Industrialisierung, Automatisierung und  Technisierung  –  Ideen und Konzept f&#252;r die Zukunft – Serie  Zukunfts-Perspektiven in Deutschland – Heute: Grundeinkommen und das  Bandbreiten-Modell – M&#246;gliche Wege aus der Krise</strong></p>
<p>Die f&#252;nf gro&#223;en Parteien, CDU, CSU, FDP, SPD,  B&#252;ndnis 90/Die Gr&#252;nen und Die Linke suchen nach Konzepten und  Antworten um die soziale und wirtschaftliche Krise in Deutschland zu  &#252;berwinden. Die SPD-Spitzen-Kandidatin Hannelore Kraft meinte es am 8.  M&#228;rz 2010 zum Welt-Frauentag sicher gut und wollte Menschen mit  ehrenamtlicher Arbeit Perspektiven  f&#252;r eine  Arbeitsbeschaffungs-Ma&#223;nahme in Deutschland schenken. Kritiker  der  Pl&#228;ne von Hannelore Kraft (SPD) bef&#252;rchten allerdings eine Verdr&#228;ngung  der noch verbleibenden wenigen sozialversicherungspflichtigen  Erwerbs-Einkommens-Arbeitspl&#228;tze, die f&#252;r eine Minderheit von Menschen  ein Menschen-w&#252;rdiges Mindest-Einkommen erm&#246;glichen k&#246;nnen.</p>
<p>Dabei hat Hannelore Kraft allerdings nicht ber&#252;cksichtigt, dass  f&#252;r m&#228;chtige Wirtschafts-Lobbyisten der soziale und demokratiche  Bundesstaat Deutschland in Fragen sozialer und demokratischer  Verantwortung oft nicht System-relevant ist. In der Betriebswirtschaft  gilt der bekannte Leit-Satz &#8220;…mit einem Minimum an Einsatz von Mitteln,  das Maximum an Gewinn zu erwirtschaften&#8221;. Maschinen, Automaten,  Roboter, Computer, Arbeitnehmer und Arbeitnehmmerinnen sind f&#252;r  Gro&#223;-Konzerne und Wirtschafts-Lobbyisten oft nur Betriebs-Mittel zur  Erreichung des Ziels innerhalb k&#252;rzerster Zeit und mit einem Minimum an  Einsatz von Resourcen das gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Kapital-Verm&#246;gen erwirtschaften  zu k&#246;nnen. Werden Betriebsmittel &#8220;&#252;berfl&#252;ssig&#8221;, seien es Maschinen,  Roboter, Automaten, Computer oder auch Menschen, die ihre Arbeits-Kraft  und Zeit zur Verf&#252;gung zu stellen, um Kaptial und Profite zu  erwirtschaften, werden die Betriebs-Mittel &#8220;abgeschrieben&#8221; oder auch  abgewrackt. Bei Maschinen,  Automaten, Robotern und Computern ist es  m&#246;glich eine Abschreibung oder das Abwracken zu tolerieren.</p>
<p>Doch eine &#8220;Abschreibung&#8221; oder &#8220;Abwrackung&#8221; von Menschen, die in  Fabriken oder automatisierten Dienstleistungs-Zentren nicht mehr als  Arbeits-Kraft gebraucht werden, ist mit dem Grundgesetz des sozialen und  demokratischen Bundesstaats Deutschland  und mit der  universell  g&#252;ltigen Allgemeinen Erkl&#228;rung der Menschenrechte proklamiert 1948 von  den Vereinten Nationen nicht vereinbar. Auf den sozialen und  demokratischen Bundesstaat Deutschland wird bereits in der Pr&#228;ambel des  Grundgesetzes (GG) Bezug genommen, was die vorrangige Bedeutung eines  sozialen und demokratischen Deutschlands f&#252;r alle Menschen mit gleichen  Grundrechten bekr&#228;ftigt.</p>
<p>Auch die Allgemeine Erkl&#228;rung der Menschenrechte garantiert allen  Menschen ohne Ausnahme und ohne Einschr&#228;nkung soziale Sicherheit, die  Grundlage und Garantie auch f&#252;r den – sozialen – Frieden innerhalb eines  Landes oder Staates bilden, die Diskriminierung und Benachteilung und  nicht zuletzt auch einen Aufstand der Menschen gegen eine Tyrannei  verhindern sollen (vergleiche Allgemeine Erkl&#228;rung der Menschenrechte, <a href="http://www.libertyandpeacenow.org/menschenrechte.htm">www.libertyandpeacenow.org/menschenrechte.htm</a>).</p>
<p>Die Frage nach einer Schuld, sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  daran Schuld oder sind es wirtschaftliche und politische Eliten ist mehr  kontra-produktiv als produktiv und wird auch nicht einfach zu  beantworten oder zu l&#246;sen sein. Statt nach  m&#246;glichen Schuldigen in  Politik und Wirtschaft oder in der Masse der Menschen der &#8220;Arbeiterklasse&#8221; oder Arbeitnehmerschaft zu suchen, macht es viel mehr  Sinn nach Antworten zu suchen, die Menschen ein Menschen-w&#252;rdiges  Einkommen garantieren, das deren Teilhabe an Wirtschaft, Kultur, Bildung  und am Leben ohne allzu gro&#223;e Einschr&#228;nkung m&#246;glich macht. Das Erkennen  der Ursachen, die zur Krise f&#252;hrten ist ohne Zweifel auch wichtig.  Gleichzeitig muss es dennoch die Antworten geben, die soziale und  demokratische Gerechtigkeit f&#252;r alle Menschen in Deutschland m&#246;glich  machen.</p>
<p>Tragf&#228;hig gute Konzepte, gute Antworten und Ideen k&#246;nnen hierbei auch  als Rettungs-Pakete f&#252;r mittelst&#228;ndige Unternehmen und Gro&#223;-Konzerne in  Deutschland ganz ohne &#220;bertreibung angesehen werden. Wer in einem 1  Euro-Job oder ehrenamtlich in einem 0 Euro-Job arbeitet, der arbeitet  zwar, doch solche besch&#228;ftigten Menschen k&#246;nnen keine Teilhabe an  Kultur, Bildung und Wirtschaft haben. Damit s&#228;gen Wirtschafts-Konzerne  am eigenen Ast auf dem auch die Unternehmen sitzen. Fast ist es so als  w&#252;rden die Fl&#252;sse, die zur Zuleitung f&#252;r Wasserkraftwerke dienen,  ausgetrocknet werden. Folge: Das Wasserkraft-Werk w&#252;rde nicht mehr  betriebsf&#228;hig sein. Wer kein Geld hat, kann logischerweise auch keine  Investionen in die Wirtschaft t&#228;tigen. Folge: Der Wirtschafts-Kreislauf  wird unterbrochen und Gro&#223;-Konzern wie Quelle, Opel und zahlreiche  andere Unternehmen geraten in die Gefahr der Existenz-Vernichtung.</p>
<p>Kein Mensch w&#252;rde auf die Idee kommen, dass Menschen auch ohne  Herz-Kreislauf-System leben k&#246;nnen. Das ist nicht m&#246;glich. Denn sollte  es nach einem Herzkreislauf-Stillstand nicht zur rechtzeitigen  Reanimation (Wiederbelebung) kommen, droht der Tod des Patienten. Nicht  anders ist es beim Patienten Wirtschaft in Deutschland. Werden die  elementare Wirtschafts-Kreisl&#228;ufe nicht wiederbelebt, dann droht nach  dem Massen-Sterben der Klein-Unternehmen auch das Aus f&#252;r alle  mittelst&#228;ndigen Unternehmen und auch f&#252;r die Gro&#223;-Konzerne. Eine Ursache  f&#252;r die Probleme k&#246;nnte m&#246;glichweise daran liegen, dass es die  Vertreter aus Politik und Wirtschaft, doch die Gemeinschaft aller  Menschen vers&#228;umt haben, ihre Weltanschauungen und Lebens-Philosophie  auf eine Zeit anzupassen, in der durch fortschreitende Technisierung,  Automatisierung und Industrialisierung die Arbeitskraft von Millionen  von Menschen in Deutschland nicht mehr in der gewohnten Weise gebraucht  wird, wie dies noch im 18. und 19. Jahrhundert das Geschehen war.</p>
<p>Mit der Suche nach einer Antwort auf dieses ernste Problem  besch&#228;ftigen sich sehr viele Menschen seit Jahren und es gibt inzwischen  mehrere Antworten, die gemeinsam haben,  dass allen Menschen ohne  Ausnahme ein Grundeinkommen oder Basis-Einkommen losgel&#246;st von  Erwerbs-Arbeit in Fabriken und Unternehmen zur Verf&#252;gung stehen muss,  damit f&#252;r alle Menschen ohne Ausnahmen eine Teilhabe an Bildung, Kultur,  Wirtschaft und Leben m&#246;glich ist, da auch eine Super-Koalition (w&#228;re  nach dem Grundgesetz nicht m&#246;glich) von CDU, CSU, FDP, B&#252;ndnis 90/Die  Gr&#252;nen und Die Linke, nicht die erforderliche Anzahl von Millionen von  Erwerbs-Arbeitspl&#228;tzen schaffen k&#246;nnen, die erforderlich sind, um  m&#246;glichst viele Erwerbs-Arbeitsf&#228;hige Menschen in entsprechende  Erwerbs-Arbeit vermitteln zu k&#246;nnen. Das Problem besteht nicht darin  neue Arbeit schaffen zu m&#252;ssen, denn einen Mangel an Arbeit gibt es in  Deutschland nicht. In Deutschland gibt es Arbeit im &#220;berfluss. Es gibt  lediglich Probleme an der Verteilung der Finanzmittel zur Finanzierung  geleisteter Arbeit. Jeder Mensch, der lebt, leistet t&#228;glich Arbeit.  Allerdings werden bespielsweise Frauen im Haushalt und M&#228;nner im  Ehrenamt f&#252;r die erbrachte Leistung und Arbeit nicht bezahlt.</p>
<p>Einige m&#246;gliche Antworten und Konzepte zu Wegen aus der Krise um den  sozialen und demokratischen Bundesstaat will ich Ihnen gerne in einer  kleinen Reihe &#8220;Zukunfts-Perspektiven in Deutschland&#8221; vorstellen.</p>
<p><strong>Konzept und Antwort No. 1: </strong></p>
<p><strong>BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN</strong></p>
<p>Im Netzwerk Grundeinkommen engagieren sich Menschen aus allen  Schichten der Gesellschaft auch Gro&#223;-Untenehmer f&#252;r die Einf&#252;hrung des  von der klassischen Erwerbs-Arbeit losgel&#246;sten, &#8220;bedingungslosen&#8221; Grundeinkommens f&#252;r alle Menschen ohne Ausnahme.</p>
<p>Die Idee zum Grundeinkommen ist einfach, &#252;bersichtlich und vor allem  auch innerhalb k&#252;rzester Zeit realisierbar.</p>
<p><em>Das Netzwerk Grundeinkommen beschreibt die Idee in folgender Weise:</em></p>
<p>Ein Grundeinkommen ist ein Einkommen, das bedingungslos jedem  Mitglied einer politischen Gemeinschaft gew&#228;hrt wird. Es soll die  Existenz sichern und gesellschaftliche Teilhabe erm&#246;glichen, einen  individuellen Rechtsanspruch darstellen, ohne Bed&#252;rftigkeitspr&#252;fung  ausgezahlt werden und keinen Zwang zur Arbeit bedeuten.</p>
<p>Das Grundeinkommen stellt somit eine Form von  Mindest-Einkommenssicherung dar, die sich von den zur Zeit in fast allen  Industrienationen existierenden Systemen der Grundsicherung wesentlich  unterscheidet. Das Grundeinkommen wird erstens an Individuen anstelle  von Haushalten gezahlt, zweitens steht es jedem Individuum unabh&#228;ngig  von sonstigen Einkommen zu, und drittens wird es gezahlt, ohne dass  Arbeitsleistung oder Arbeitsbereitschaft verlangt wird.</p>
<p>Mit dem Grundeinkommen, so das Netzwerk, soll die Autonomie von  Menschen, B&#252;rgern und B&#252;rgerinnen erreicht werden. Unternehmer k&#246;nnten  von der hohen Verantwortung als Arbeit-Geber &#8220;befreit&#8221; werden. Mehr  Autonomie w&#228;re auch f&#252;r Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen m&#246;glich mit  der grunds&#228;tzlichen Verf&#252;gbarkeit der der M&#246;glichkeit der  Nicht-Erwerbs-T&#228;tigkeit einer anderen sinnerf&#252;llenden T&#228;tigkeit  au&#223;erhalb der bislang klassischen Arbeits-Modelle in  Dienstleistungs-Unternehmen, Fabriken oder Gro&#223;-Konzernen nachzugehen.  Mit dem Grundeinkommen w&#228;re die Verteilungs-Gerechtigkeit erf&#252;llbar,  Eltern k&#246;nnten eine gr&#246;&#223;ere Unabh&#228;ngigkeit von dem Einkommen durch  klassische Erwerbs-Arbeit erreichen. Eine Flexibilisierung des  Arbeitsmarktes und die Wahrung der W&#252;rde aller Menschen w&#228;re m&#246;glich.  Menschen, die es w&#252;nschen, k&#246;nnen sich ehrenamtlich in der Gemeinschaft  aller Menschen engagieren ohne dabei infolge fehlenden Einkommens zu &#8220;Bettlern&#8221; oder Bitt-Stellern werden zu m&#252;ssen. Deutschland k&#246;nnte die  Entwicklung von Muse und Kreativit&#228;t erleben und Menschen k&#246;nnten  m&#246;glicherweise bislang nicht geahnte Talente und F&#228;higkeit entdecken und  diese einer Gruppe oder der Gemeinschaft aller Menschen zur Verf&#252;gung  stellen.</p>
<p>Die Einf&#252;hrung des bedingungslosen Grundeinkommens ist kurzfristig,  theoretisch und auch in der Praxis noch im Jahr 2010 in Deutschland  m&#246;glich. Ein bedingungsloses Grundeinkommen k&#246;nnte sogar zu einem  „Rettungs-Paket“ f&#252;r Unternehmen unterschiedlichster Gr&#246;&#223;e werden. Denn  wer ein Grundeinkommen hat, kann auch wieder Geld beim Einkaufen  ausgeben, Unternehmen k&#246;nnen Steuern und Abgaben bezahlen, die f&#252;r Staat  und die staatliche Gemeinschaft aller Menschen erneute Vorteile m&#246;glich  machen. &#220;ber die H&#246;he des Grundeinkommens wird diskutiert. Es gibt  Menschen, die glauben ein Grundeinkommen von  1.000 bis 1.500 Euro  monatlich k&#246;nne ausreichend sein. Kritiker geben zu bedenken, dass f&#252;r  die Situation besonderer Lebens-Umst&#228;nde, etwa komplexer und aufwendiger  Pflege-Bed&#252;rftigkeit das Grundeinkommen finanziell zus&#228;tzlich erg&#228;nzt  werden m&#252;sse. Weitere Informationen sind bei <a href="http://www.grundeinkommen.de/">www.grundeinkommen.de</a> zu finden.</p>
<p><strong>Konzept und Antwort No. 2</strong></p>
<p><strong>DAS BANDBREITEN-MODELL</strong></p>
<p>Das Modell wurde in der Arbeit der Deutschen Demokratischen Partei  Deutschland erarbeitet, die im Jahr 1918 gegr&#252;ndet wurde. Zum  Gr&#252;nderkreis der Deutschen Demokratischen Partei Deutschland z&#228;hlt  Albert Einstein.</p>
<p>Die Deutsche Demokratische Partei erkl&#228;rt das Bandbreitenmodell, als  ein Modell, das die Mechanismen der Marktwirtschaft nutzt, um Unternehmen  dazu zu motivieren, neben dem Wettbewerb um Kunden, Produkte, Standorte  und Technologie, Preise, in einen weiteren Wettbewerb einzureten. In  einen Wettbewerb um m&#246;glichst viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen,  ungeacht der Qualifikation, des Alter oder anderer bisheriger Hemmnisse  zur Einstellung der neuen Mitarbeiter.</p>
<p>Die Entwickler glauben daran, dass es m&#246;glich ist die Erwerbslosigkeit  zu beseitigen und L&#246;hne oder Geh&#228;lter zu steigern. Dazu m&#252;sse lediglich  bei der Arbeit Angebot und Nachfrage ausgegelichen werden. Die Politik  m&#252;sse Rahmen-Bedingungen schaffen, die die Arbeitgeber dazu motivieren,  m&#246;glichst so viele Arbeitspl&#228;tze zu besetzen wie menschliche  Arbeits-Kr&#228;fte vorhanden sind. Gleichzeitig muss jeder Arbeitsplatz mit  einem hohen Mindestlohn bezahlt werden.</p>
<p><strong>Wie ist ein solches Ziel zu erreichen? </strong></p>
<p><strong>Die Antworten im Bandbreiten-Modell:</strong></p>
<p>Die zus&#228;tzlichen Mitarbeiter m&#252;ssen f&#252;r die Unternehmen existentiell  wichtig sein.</p>
<p>1.Was ist f&#252;r Unternehmen existentiell wichtig? Ein m&#246;glichst hoher  Umsatz/Marktanteil.<br />
2.Wie erzielen Unternehmen einen m&#246;glichst hohen Umsatz/Marktanteil? Vor  allem durch m&#246;glichst niedrige Verkaufspreise.<br />
3.Wie kann der Gesetzgeber Einfluss auf die Verkaufspreise nehmen? Durch  den Satz der Umsatzsteuer. Je niedriger der Satz, desto niedriger sind  die Verkaufspreise der Produkte.<br />
4.Wie kann der Gesetzgeber also Einfluss auf die Zahl der Besch&#228;ftigten  nehmen? Indem er Unternehmen mit hoher Besch&#228;ftigungsintensit&#228;t mit  niedrigen Umsatzsteuer-S&#228;tzen belohnt. (&#8221;Arbeitsplatz-Pr&#228;mien&#8221;). Je mehr  Inlands-Mitarbeiter im Verh&#228;ltnis zum Inlands-Umsatz ein Unternehmen  besch&#228;ftigt, desto niedriger wird der Inlands-Gesamtpreis (Bruttopreis  inkl. Umsatzsteuer) der Produkte des Unternehmen.</p>
<p>Im Bandenbreiten-Modell sind auch Zahlungen f&#252;r &#8220;abwesende  Arbeitspl&#228;tze&#8221; mit bis zu 2.000 Euro im Monat geplant. Mit &#8220;abwesenden  Arbeitspl&#228;tzen&#8221; werden beispielsweise auch Leben-Situationen wie   Renten, Kindergeld, bezahlte Hausarbeit, bedingungsloses Grundeinkommen,  bezahltes Studium und bezahlte Weiterbildung definiert, die zum Empfang  f&#252;r Leistungen f&#252;r &#8220;„abwesende Arbeitpl&#228;tze&#8221; berechtigen k&#246;nnten.</p>
<p>Ausf&#252;hrliche Informationen zum Bandenbreiten-Modell und zum  Engagement der Deutschen Demokratischen Partei (ddp) finden sich auf <a href="http://www.bandbreitenmodell.de/">www.bandbreitenmodell.de</a> und  <a href="http://www.ddp-partei.de/">www.ddp-partei.de</a>.</p>
<p>Die Antworten und Konzepte &#8220;bedingungslose Grundeinkommen&#8221; und das &#8220;Bandbreiten-Modell&#8221; sind stark verk&#252;rzt dargestellt. Ausf&#252;hrliche  Informationen sind bei den zuvor genannten Pr&#228;sentations-Adressen im  Internet zu finden.</p>
<p>Es gibt weitere Konzepte und Ideen, die aus der Krisen von  Massen-Arbeitslosigkeit und dem Abstellgleis HartzIV f&#252;hren k&#246;nnen.  Alles was es jetzt noch braucht sind mutige Menschen, die weiter denken  auch an die Zukunft und mutige und couragierte Politiker und  Politikerinnen, sei es Hannelore Kraft, Sigmar Gabriel, J&#252;rgen Trittin  oder Dr. Angela Merkel und viele andere, die sich und alle weiteren  Menschen eingestehen es ist die Zeit &#8220;Ja zu sagen, zur Einf&#252;hrung des  bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland&#8221;.</p>
<p>Ob die Wahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010 helfen kann &#8220;Ja,  zur Einf&#252;hrung des bedingungslosen Grundeinkommens&#8221; in Deutschland zu  sagen, bleibt abzuwarten.</p>
<p>Eine wichtige &#246;ffentliche Debatte &#252;ber die Einf&#252;hrung des  bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland k&#246;nnte 82 Millionen  Menschen in Deutschland helfen, die universell garantierten Grundrechte  und Menschenrechte in der Praxis-Anwendung zu erleben. Diese elementaren  Grundrechte und Menschenrechte k&#246;nnten mit Leben in der Tat, Wahrheit  und Praxis erf&#252;llt werden.</p>
<p><strong>Welche sozialen Grund- und Menschenrechte haben alle Menschen  in Deutschland ohne Ausnahmen? </strong></p>
<p>Die Antworten sind zu finden in der Resolution 217 A aus dem Jahr  1948 proklamiert durch die Vereinten Nationen in New York City. Die  Resolution 217 wird auch als Allgemeine Erkl&#228;rung der Menschenrechte  bezeichnet:<br />
<strong><br />
Artikel 23 </strong></p>
<p>1.  Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf  gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor  Arbeitslosigkeit.<br />
2.  Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn f&#252;r gleiche  Arbeit.<br />
3.  Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende  Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen W&#252;rde  entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls erg&#228;nzt durch andere  soziale Schutzma&#223;nahmen.<br />
4.  Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu  bilden und solchen beizutreten.</p>
<p><strong>Artikel 24 </strong></p>
<p>Jeder hat das Recht auf Erholung und Freizeit und insbesondere auf  eine vern&#252;nftige Begrenzung der Arbeitszeit und regelm&#228;&#223;igen bezahlten  Urlaub.<br />
<strong><br />
Artikel 25 </strong></p>
<p>1.  Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und  seiner Familie Gesundheit und Wohl gew&#228;hrleistet, einschlie&#223;lich  Nahrung, Kleidung, Wohnung, &#228;rztliche Versorgung und notwendige soziale  Leistungen gew&#228;hrleistet sowie das Recht auf Sicherheit im Falle von  Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidit&#228;t oder Verwitwung, im Alter sowie  bei anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete  Umst&#228;nde.<br />
2.  M&#252;tter und Kinder haben Anspruch auf besondere F&#252;rsorge und  Unterst&#252;tzung. Alle Kinder, eheliche wie au&#223;ereheliche, genie&#223;en den  gleichen sozialen Schutz.</p>
<p><strong>Artikel 26 </strong></p>
<p>1.  Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich,  zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der  Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht  m&#252;ssen allgemein verf&#252;gbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht  mu&#223; allen gleicherma&#223;en entsprechend ihren F&#228;higkeiten offenstehen.<br />
2.  Die Bildung mu&#223; auf die volle Entfaltung der menschlichen  Pers&#246;nlichkeit und auf die St&#228;rkung der Achtung vor den Menschenrechten  und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie mu&#223; zu Verst&#228;ndnis, Toleranz und  Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder  religi&#246;sen Gruppen beitragen und der T&#228;tigkeit der Vereinten Nationen  f&#252;r die Wahrung des Friedens f&#246;rderlich sein.<br />
3.  Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu  w&#228;hlen, die ihren Kindern zuteil werden soll.</p>
<p><strong>Artikel 27 </strong></p>
<p>1.  Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei  teilzunehmen, sich an den K&#252;nsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen  Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.<br />
2.  Jeder hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen  Interessen, die ihm als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur  oder Kunst erwachsen.<br />
<strong><br />
Artikel 28 </strong></p>
<p>Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in  der die in dieser Erkl&#228;rung verk&#252;ndeten Rechte und Freiheiten voll  verwirklicht werden k&#246;nnen.</p>
<p>Die vollst&#228;ndige Ver&#246;ffentlchung der Allgemeinen Erkl&#228;rung der  Menschenrechte ist bei www.libertyandpeacenow.org/menschenrechte.htm zu  finden. Die vollst&#228;ndige Fassung des Grundgesetzes (GG) ist bei <a href="http://www.dejure.org/gesetze/GG">www.dejure.org/gesetze/GG</a> zu  finden.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hast du heute schon spekuliert?</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/03/09/hast-du-heute-schon-spekuliert/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 11:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Art Bleiglass</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Spekulanten und Zocker wo man nur hinschaut. Die rote Presse und linken Wortf&#252;hrer glauben ein weiteres Argument gegen ausbeuterische Banken und skrupellose Investoren gefunden zu haben. Aber wissen sie &#252;berhaupt wor&#252;ber sie reden? Ich bezweifle dies, denn vieles was ich dieser Tage lese ist plumpe Polemik, gerichtet an unwissende und verunsicherte Mitb&#252;rger.
Denn: wir sind alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/03/geldscheine300x.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>Spekulanten und Zocker wo man nur hinschaut. Die rote Presse und linken Wortf&#252;hrer glauben ein weiteres Argument gegen ausbeuterische Banken und skrupellose Investoren gefunden zu haben. Aber wissen sie &#252;berhaupt wor&#252;ber sie reden? Ich bezweifle dies, denn vieles was ich dieser Tage lese ist plumpe Polemik, gerichtet an unwissende und verunsicherte Mitb&#252;rger.</p>
<p>Denn: wir sind alle Zocker, wir spekulieren jeden Tag. Zocken und spekulieren regulieren unser aller Leben, nicht nur das einiger Gro&#223;investoren und Banken.</p>
<p>Nehmen wir die Vollkaskoversicherung f&#252;r unser Auto, die Haftpflichtversicherung f&#252;r unsere Dummheiten oder die Diebstahlversicherung f&#252;r unser Eigentum. Diese, wie jede andere gro&#223;e oder kleine Versicherung, die wir abschlie&#223;en, sind reine Spekulation, Zockerei mit unserem eigenen Geld.</p>
<p>Du und ich, die Versicherungsnehmer, sind bereit ein Pr&#228;mie zu zahlen, um ein m&#246;gliches Risiko, einen Schaden, also etwas, was uns viel Geld kosten k&#246;nnte, abzusichern. Dies ist Spekulation, denn ob die Sch&#228;den im Laufe der Zeit gr&#246;&#223;er sein werden als die gezahlten Versicherungspr&#228;mien, ist unklar, man k&#246;nnte ja besser gestellt sein, wenn man keine Versicherung abschlie&#223;t.</p>
<p>Der Versicherungsgeber zockt ebenso. Reichen die eingenommen Pr&#228;mien aus, um den Schaden zu begleichen? Wenn ja, machen diese Unternehmen einen Gewinn, wenn nein, einen Verlust, und es passiert etwas ganz normales: die Pr&#228;mien steigen, weil das Risiko gestiegen ist.</p>
<p><strong>Aber warum wird dann jetzt so &#252;ber angebliche &#8220;Finanzspekulationen&#8221; hergezogen? </strong></p>
<p>Nehmen wir die aktuell durchs Dorf getriebenen CDS (Credit Default Swaps). Die angeblich b&#246;sen Investoren kaufen hier doch nichts anderes als eine Versicherung, eine Versicherung gegen den m&#246;glichen finanziellen Verlust der entsteht, wenn Griechenland Konkurs anmelden muss. Diese CDS zu verbieten, wie manche aktuell fordern, w&#252;rde doch nur bewirken, dass weniger Investoren Griechenlandrisiko kaufen w&#252;rden, und Griechenland das dringend notwendige Geld nicht im Kapitalmarkt aufgenommen werden kann.</p>
<p>Hier polemisch zu verbreiten &#8220;Investoren wetten auf Griechenlandpleite&#8221; ist ebenso irref&#252;hrend und falsch wie die Aussage &#8220;Ich hoffe meine Frau baut mit dem neuen Wagen bald einen Unfall&#8221;, nur weil ich eine Kaskoversicherung abgeschlossen habe.</p>
<p>Oder sind die Verk&#228;ufer dieser Versicherungen die b&#246;sen Spekulanten? So wird ihnen vorgeworfen, die Preise in die H&#246;he zu treiben und den Crash zu beschleunigen. Ich kann diesen populistischen Argumenten nicht ganz folgen. Fragen sie doch einmal bei ihrer Versicherung die Pr&#228;mie ab, f&#252;r ihren 18-j&#228;hrigen Sohn mit einem vor drei Tagen stolz erworbenen F&#252;hrerschein, ihren brandneuen Audi A4 Turbo Quattro Vollkasko zu versichern, am besten bitte ohne Selbstbeteiligung. Die Pr&#228;mie wird ihnen Tr&#228;nen in die Augen treiben.</p>
<p>Nichts anderes passiert bei Griechenland, nichts anderes sind CDS, im Grunde eine recht einfache Versicherung, angepasst an das unterliegende Risiko.</p>
<p><strong>Ist also alles in Butter? Nein, die Ranch kann dennoch abbrennen. </strong></p>
<p>Problematisch sind weniger die Versicherungsk&#228;ufer, sie verlieren ihre gezahlte Pr&#228;mie so oder so, die Gefahr liegt bei den Versicherungsgebern. Wenn dieser sich vertut, und zuviel Risiko absichert zu einem zu g&#252;nstigen Preis, also die statistischen Wahrscheinlichkeiten falsch einsch&#228;tzt, kann die Versicherung pl&#246;tzlich nicht mehr wert sein als das Papier auf dem sie steht.</p>
<p>Und das tut jedem der Beteiligten weh. Aber ihr Verbot zu fordern ist nichts anderes als das Eingest&#228;ndnis von der Materie eigentlich nichts zu verstehen, und daher w&#228;re es besser, es erst einmal zu verbieten.</p>
<p>Und warum verbieten wir dann nicht auch gleich Vollkasko- und Haftplichtversicherungen, vielleicht wird unser aller Verhalten im Leben und Verkehr dann auch etwas… sozialer?
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>K&#246;nnen die Algen das Klima ver&#228;ndern?</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/03/08/koennen-die-algen-das-klima-veraendern/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 19:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Albern</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Klimawandel</category>
	<category>Nachhaltigkeit</category>
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		<description><![CDATA[Nein, das k&#246;nnen sie nicht. Daf&#252;r sind die meisten Algen viel zu winzig. Und auch, wenn es gro&#223;e Vielfalt an Algen gibt, die Algen haben viel zu viele Liebhaber, die sie gerne fressen. Die Macht der Algen ist vorbei. Zwar haben die Algen zusammen mit den Blaualgen, welche eigentlich Bakterien sind, das Klima auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, das k&#246;nnen sie nicht. Daf&#252;r sind die meisten Algen viel zu winzig. Und auch, wenn es gro&#223;e Vielfalt an Algen gibt, die Algen haben viel zu viele Liebhaber, die sie gerne fressen. Die Macht der Algen ist vorbei. Zwar haben die Algen zusammen mit den Blaualgen, welche eigentlich Bakterien sind, das Klima auf der Erde &#252;ber Millionen von Jahren nachhaltig ver&#228;ndert, so dass das Klima auch f&#252;r die Menschen menschlicher wurde, aber die Geschichte l&#228;sst sich nicht immer wiederholen. Dazu br&#228;uchten wir viel zu viel Zeit.</p>
<p>Wir k&#246;nnen aber die Geschichte auf einem ertr&#228;glichen Niveau aufrecht erhalten. Durch Algenzucht. Es kostet nicht viel Arbeit und schon lange nicht so viel Energie wie andere L&#246;sungen. In &#252;berschaubare, gut verschlossene und mit einfacher Bel&#252;ftung ausgestattete Beh&#228;lter wird genug Wasser eingef&#252;hrt, egal ob Meerwasser oder S&#252;&#223;wasser, wir m&#252;ssen dann nur die richtigen Algen in die Beh&#228;lter dazugeben, sehr wenig und sehr vorsichtig ausgew&#228;hlter D&#252;nger dazu, und dann m&#252;ssen wir uns nur noch gem&#252;tlich in den Gartensessel hinsetzen und zuschauen, wie das Wasser immer gr&#252;ner wird. Der Ertrag an Biomasse ist bei den Algen pro jeden Quadratmeter oder Hektar mehrmals h&#246;her, als bei jeder anderen Pflanze. Wir brauchen auch keinen Traktor, um die Ernte einzufahren, bei einfacher Automatik k&#246;nnen wir ruhig in dem Sessel sitzen bleiben.</p>
<p><strong>Warum k&#246;nnen die Algen das Klima nicht ver&#228;ndern?</strong></p>
<p>Bei der Algenzucht ergibt sich jeden Abend fettige Biomasse, die in ein versenktes Beh&#228;lter wandert, in dem aus der Biomasse Methan entsteht. Unser Traumgas, das wir teuer aus Russland importieren m&#252;ssen. Durch die kluge Verbrennung des Methangases k&#246;nnen wir das Haus warm halten, den Strom g&#252;nstig herstellen, das Auto antreiben, uns einfach alle alten Tr&#228;ume erf&#252;llen, die wir schon lange hatten.</p>
<p>Durch die Verbrennung des Methangases aus den Algen werden gleichzeitig Unmengen an CO2 in die Luft freigelassen, die unter Umst&#228;nden das Klima ver&#228;ndern k&#246;nnten. Weil aber das CO2 durch die Algen aus der Luft vorher eingefangen wurde, bleibt die Menge an CO2 in der Luft immer die die gleiche. Es &#228;ndert sich also nichts. Das CO2 bleibt in einem Kreislauf <a href="http://www.faz.net/s/Rub80665A3C1FA14FB9967DBF46652868E9/Doc~EA9FBE76B374846B3A56D6C9A023749CB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">gefangen</a>.<a href="http://www.faz.net/s/Rub80665A3C1FA14FB9967DBF46652868E9/Doc%7EEA9FBE76B374846B3A56D6C9A023749CB%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"><br />
</a></p>
<p><strong>Ein Karussell des Gl&#252;cks?</strong></p>
<p>So sieht es aus. Die bevorstehenden Krisen und unsere Wohlstands-Gewohnheiten werden uns so oder so dazu bringen, m&#246;glichst einfache und billige L&#246;sungen f&#252;r den Energie-Nachschub zu suchen. Und diese gem&#252;tliche L&#246;sung liegt bereits vor uns. Irgendwann wird das Methangas aus dem Garten unseres klugen Nachbarn billiger sein, als das aus Russland. Nur auf die sichere Lieferung werden wir uns nie und nimmer verlassen k&#246;nnen, weil uns der Nachbar bei jedem Streit den Hahn zudreht. Aber darauf sind wir schon langsam gew&#246;hnt.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Merkel hat Westerwelle und Guttenberg arbeitslos gemacht</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/03/08/merkel-hat-westerwelle-und-guttenberg-arbeitslos-gemacht/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Guido Westerwelle hatte einen Traum. Er wollte Au&#223;enminister werden und in die Fu&#223;stapfen von Hans-Dietrich Genscher treten. Daraus wird wohl nichts. Nach dem Abschluss des Maastricht-Vertrags und Lissabon-Vertrags ist die Zust&#228;ndigkeit f&#252;r die Au&#223;enpolitik der EU-Mitgliedsl&#228;nder auf die EU &#252;bertragen worden. Die bisherige Europ&#228;ische Politische Zusammenarbeit (EPZ) wird mit dem Vertrag von Maastricht durch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/03/ggwer.jpg" /></dt>
<dd>Hat Westerwelle k&#252;nftig nichts mehr zu tun?</dd>
</dl>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Westerwelle">Guido Westerwelle</a> hatte einen Traum. Er wollte Au&#223;enminister werden und in die Fu&#223;stapfen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Dietrich_Genscher">Hans-Dietrich Genscher</a> treten. Daraus wird wohl nichts. Nach dem Abschluss des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Maastricht">Maastricht-Vertrags</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Lissabon">Lissabon-Vertrags</a> ist die Zust&#228;ndigkeit f&#252;r die Au&#223;enpolitik der EU-Mitgliedsl&#228;nder auf die EU <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:agenda-alptraum-eu-vertrag/50085341.html">&#252;bertragen worden</a>. Die bisherige Europ&#228;ische Politische Zusammenarbeit (EPZ) wird mit dem Vertrag von Maastricht durch die Gemeinsame Au&#223;en- und Sicherheitspolitik (GASP) ersetzt.</p>
<p><strong>Au&#223;en- und Verteidigungsminister der EU-Mitgliedsl&#228;nder sind arbeitslos</strong></p>
<p>Nach der jetzt verabschiedeten Regelung d&#252;rfen die Au&#223;enminister nicht mehr an den regelm&#228;&#223;igen Sitzungen der Staats- und Regierungschefs wie bisher teilnehmen. Der neu formierte Europ&#228;ische Rat unter dem Vorsitz des Pr&#228;sidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herman_Van_Rompuy">Herman Van Rompuy</a> hat den Au&#223;enministern auf seinem ersten Treffen am 10. Dezember 2009 die St&#252;hle vor die T&#252;r gesetzt. Da jetzt nach Abschluss des Lissabon-Vertrags ein Europ&#228;ischer Ausw&#228;rtiger Dienst (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Ausw%C3%A4rtiger_Dienst">EAD</a>) aufgebaut wird, vertritt die gesamte EU zuk&#252;nftig die jetzige EU-Au&#223;enministerin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Ashton">Catherine Ashton</a> als Hoher Vertreter der EU Au&#223;en- und Sicherheitspolitik alle EU-Mitgliedsstaaten. Die Au&#223;en- und Verteidigungsminister der EU-Mitgliedsl&#228;nder sind im Prinzip damit arbeitslos. Sie d&#252;rfen als Fr&#252;hst&#252;cksdirektoren im Amt bleiben.</p>
<p>Kompliment an Angela Merkel, so elegant hat man sich selten zweier Widersacher,- Westerwelle und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Theodor_zu_Guttenberg">Guttenberg</a> -  im Kabinett entledigt.</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: michaelthurm, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via <a href="http://www.flickr.com/photos/farbfilmvergesser/3855700406/">flickr</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Volcker-Rule: Nobody is too big to fail</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/03/08/die-volcker-rule-nobody-is-too-big-to-fail/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:34:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[Paul Volcker, ehemaliger Vorsitzender der Fed, der derzeit zu den einflussreichsten unabh&#228;ngigen Beratern von Barack Obama in Fragen der Finanzmarktreform z&#228;hlt, hat mit seinem Vorschlag, dass es keine Finanzinstitution geben d&#252;rfe, die nicht Bankrott gehen d&#252;rfe, die so genannte Volcker-Rule, die Finanzwelt erschreckt. Damit setzt er die schon vorhandene Kritik an der Rettung von einzelnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2010/03/volck.jpg" /></dt>
<dd>Barack Obama fehlt der Mut. Schade f&#252;r Paul Volcker.</dd>
</dl>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Volcker">Paul Volcker</a>, ehemaliger Vorsitzender der Fed, der derzeit zu den einflussreichsten unabh&#228;ngigen Beratern von Barack Obama in Fragen der Finanzmarktreform z&#228;hlt, hat mit seinem Vorschlag, dass es keine Finanzinstitution geben d&#252;rfe, die nicht Bankrott gehen d&#252;rfe, die so genannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Volcker">Volcker-Rule</a>, die Finanzwelt erschreckt. Damit setzt er die schon vorhandene Kritik an der Rettung von einzelnen Finanzinstituten durch Staatshilfen in Form von Verstaatlichung, Teilverstaatlichung oder Bailouts, in eine Konsequente Politikregel um. Er fordert grunds&#228;tzlich von allen Finanzinstitutionen, dass sie ein Testament verfassen.</p>
<p>Dieses soll die Abwicklung der eigenen Institutionen im Falle einer Insolvenz in rechtsverbindlicher Form innerhalb kurzer Zeit darlegen. Damit w&#252;rde jedes Finanzinstitut, das in eine finanzielle Schieflage ger&#228;t, nicht mehr auf staatliche Unterst&#252;tzung rechnen k&#246;nnen. Es g&#228;be kein <a href="http://www.readers-edition.de/2008/09/17/us-finanzmartkkrise-aig-erhaelt-tbtf">TBTF</a>, too big to fail, mehr. Hinzu kommt das Verbot des Eigenhandels von Gesch&#228;ftsbanken. Letztere d&#252;rften dann nicht mehr wie bisher direkt oder indirekt &#252;ber Zweckgesellschaften, wie Hedgefonds, die sie kontrollieren, am Markt t&#228;tig sein. Sie w&#228;ren nur noch Intermedi&#228;re ihrer Kunden.</p>
<p><strong>Obama rudert zur&#252;ck</strong></p>
<p>Dieser radikale Vorschlag, der zun&#228;chst von Barack Obama der &#214;ffentlichkeit als <a href="http://www.readers-edition.de/2010/01/22/obamas-angriff-auf-die-grossbanken">sein Politikkonzept</a> verk&#252;ndet wurde, wird derzeit wieder kr&#228;ftig aufgrund massiven Lobbying <a href="http://www.boerse-go.de/nachricht/Obama-nur-noch-fuer-abgespeckte-Volcker-Rule-SP500-Nasdaq-Dow-Jones,a2088351.html">aufgeweicht</a>. Jetzt soll alles doch sehr viel moderater kommen als von Volcker geplant. Damit zeigt sich auch hier, dass Obama sich nicht traut gegen die spekulativen Ausw&#252;chse der Wallstreet-Banker ernsthaft vorzugehen. Wie nicht anders zu erwarten, wird solange das Konzept von Paul Volcker verw&#228;ssert bis am Ende nicht mehr viel davon &#252;brig bleibt. Barack Obama bleibt daher auch hier erneut seinen W&#228;hlern bei seinem Politikversprechen, die Wallstreet an die Leine zu legen, mehr oder minder alles schuldig. Schade f&#252;r Paul Volcker und den Rest der Welt, aber so ist die Lage in Washington. F&#252;r grundlegende Reformen fehlt der Mut und so wird weitergewurstelt wie bisher. Paul Volcker wird daher jetzt als kauziges Enfant terrible <a href="http://www.ftd.de/politik/international/:fuehrungsriege-des-us-praesidenten-obamas-kauziger-berater/50085210.html">denunziert</a>. Das hat er nun wirklich nicht verdient.</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: The White House, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via <a href="http://www.flickr.com/photos/whitehouse/4330699909/">flickr<br />
</a>
</p>
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		<title>Was ist die Souver&#228;nit&#228;t eines Staates?</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 12:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Schaut man unter Wikipedia diesen Begriff nach, dann findet sich im Folgenden: &#8220;Der Begriff Souver&#228;nit&#228;t (v. frz. souveraineté, aus lat. superanus, &#8216;dar&#252;ber befindlich&#8217;, &#8216;&#252;berlegen&#8217;) bezeichnet in der Rechtswissenschaft die F&#228;higkeit einer nat&#252;rlichen oder juristischen Person zu ausschlie&#223;licher rechtlicher Selbstbestimmung. Diese Selbstbestimmungsf&#228;higkeit wird durch Eigenst&#228;ndigkeit und Unabh&#228;ngigkeit des Rechtssubjektes gekennzeichnet und grenzt sich so vom Zustand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schaut man unter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Souver%C3%A4nit%C3%A4t">Wikipedia</a> diesen Begriff nach, dann findet sich im Folgenden: &#8220;Der Begriff Souver&#228;nit&#228;t (v. frz. souveraineté, aus lat. superanus, &#8216;dar&#252;ber befindlich&#8217;, &#8216;&#252;berlegen&#8217;) bezeichnet in der Rechtswissenschaft die F&#228;higkeit einer nat&#252;rlichen oder juristischen Person zu ausschlie&#223;licher rechtlicher Selbstbestimmung. Diese Selbstbestimmungsf&#228;higkeit wird durch Eigenst&#228;ndigkeit und Unabh&#228;ngigkeit des Rechtssubjektes gekennzeichnet und grenzt sich so vom Zustand der Fremdbestimmung ab. In der Politikwissenschaft versteht man darunter die Eigenschaft einer Institution, innerhalb eines politischen Ordnungsrahmens einziger Ausgangspunkt der gesamten Staatsgewalt zu sein. Gepr&#228;gt wurde der Begriff im 16. Jahrhundert durch die Absolutismuslehre des franz&#246;sischen Staatsphilosophen Jean Bodin.&#8221; In einer Krise der Staatsfinanzen wie derzeit schon in Island oder Griechenland verliert der jeweilige Staat de facto seine Souver&#228;nit&#228;t, da er gegen&#252;ber den Gl&#228;ubigern aus anderen Staaten seine rechtliche Selbstbestimmung nicht mehr aus&#252;ben kann. Er ist durch nach internationalem Recht bindende Vertr&#228;ge gebunden.</p>
<p><strong>Ein zahlungsunf&#228;higer Staat verliert seine wirtschaftliche Souver&#228;nit&#228;t</strong></p>
<p>Es kommt - man schaue nur nach Island und Griechenland  - zu einer Krise der Souver&#228;nit&#228;t des Staates, wenn er gegen&#252;ber dem eigenen Volk (Souver&#228;n in letzter Instanz) und anderen ausl&#228;ndischen Staaten nicht mehr handlungsf&#228;hig ist. Ein Staat verliert in einer fundamentalen Krise der Staatsfinanzen seine Souver&#228;nit&#228;t gegen&#252;ber den Gl&#228;ubigern. Da Kredite – egal, ob an private oder &#246;ffentliche Institutionen vergeben – auf der Grundannahme basieren, dass entsprechend r&#246;mischer Rechtsauffassung pacta sunt servada, d.h. erf&#252;llt werden m&#252;ssen, bedeutet eine offene Vertragsverletzung eine grundlegende Vertrauenskrise.</p>
<p>Island und Griechenland erleben derzeit eine doppelte Vertrauenskrise. Einerseits verweigert das Volk der eigenen Regierung die Gefolgschaft, andererseits ziehen die ausl&#228;ndischen Gl&#228;ubiger - repr&#228;sentiert durch ihre jeweiligen Regierungen - die Souver&#228;nit&#228;t des Staates nach au&#223;en. Wer internationale Vertr&#228;ge bricht, d.h. zum Beispiel durch Zahlungseinstellung, wird grunds&#228;tzlich mindestens durch die Staatengemeinschaft ge&#228;chtet. Im Prinzip geht <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Supranationalit%C3%A4t">Supranationalit&#228;t</a> vor nationaler Souver&#228;nit&#228;t im V&#246;lkerrecht. L&#228;ndern, die das internationale V&#246;lkerrecht brechen, droht zumindest eine &#228;hnliche Lage wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Argentinien-Krise">Argentinien</a> zu Beginn dieses Millenniums.</p>
<p><strong>Kann ein EWF dies verhindern?</strong></p>
<p>Der jetzt vorgeschlagene Europ&#228;ische W&#228;hrungsfond (EWF) t&#228;uscht die breite &#214;ffentlichkeit &#252;ber die Probleme eines solchen Souver&#228;nit&#228;tsverlusts hinweg. Er setzt auf die Durchsetzungsf&#228;higkeit der jeweiligen Regierung, drastische Sparma&#223;nahmen gegen&#252;ber der eigenen Bev&#246;lkerung durchsetzen zu k&#246;nnen. Da diese jedoch sich als unschuldig am wirtschaftlichen Desaster ansieht, verweigert sie ihren Regierungen die Gefolgschaft. Wie der IWF wird auch der geplante EWF dieses Problem des Verlusts der inneren Souver&#228;nit&#228;t nicht l&#246;sen k&#246;nnen. Nur wenn es der nationalen Regierung gel&#228;nge, eine ausreichende Unterst&#252;tzung einer Austerity-Politik zur Erf&#252;llung der ausl&#228;ndischen Forderungen sicherzustellen, h&#228;tte ein solcher Versuch eine Chance. Derzeit sieht die Lage f&#252;r ein solches Einvernehmen von Regierung und Regierten in diesen L&#228;ndern &#228;u&#223;erst schlecht aus.</p>
<p><strong>Ansteckungsgefahr einer Souver&#228;nit&#228;tskrise  </strong></p>
<p>Um die eigene Finanzwirtschaft zu retten, versuchen jetzt die europ&#228;ischen Regierungen, die drohenden Zahlungsausf&#228;lle der Gl&#228;ubiger der Auslandsschulden zu nationalisieren. Dies ist ein gef&#228;hrlicher Schritt, insoweit als der Schutz der heimischen Gl&#228;ubiger vor den Verlusten ihrer Auslandsgesch&#228;fte zu Lasten der eigenen Bev&#246;lkerung keineswegs auf breite Zustimmung sto&#223;en wird. Wenn man anderen V&#246;lkern eine Zahlungsverweigerung zubilligt, dann liegt der Schluss nahe, dass die eigene Bev&#246;lkerung ebenfalls eine solche Politik zu ihren Lasten die Legitimation entzieht.</p>
<p>Mithin spielen die europ&#228;ischen Regierungen in Europa mit dem EWF mit dem Feuer. Sie k&#246;nnten in den Strudel einer Volksbewegung geraten, wo die eigene Bev&#246;lkerung sich weigert, einen Bailout eines anderen Landes zu ihren Lasten hinzunehmen. Dies ist umso wahrscheinlicher, je prek&#228;rer die eigene wirtschaftliche Lage ist. Derzeit versuchen ja die Lahmen die Bewegungsunf&#228;higen zu retten. Wer selbst in der Krise steckt, der wird kaum gro&#223;z&#252;gig anderen Hilfe leisten. Es braucht nur politische Kr&#228;fte im eigenen Land, die diese Haltung auch politisch gegen die eigene Regierung artikulieren. Soziale Unruhen sind dann hier wie dort vorprogrammiert. Im Zweifel wendet sich dann der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leviathan_%28Thomas_Hobbes%29">Leviathan</a> gegen das eigene Volk, um die staatliche Ordnung gegen den Widerstand gro&#223;er Teil der Bev&#246;lkerung wieder herzustellen. Das nennt man dann schlicht<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsr%C3%A4son"> Staatsraison</a>.
</p>
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		<title>Brauchen wir einen Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfond?</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 23:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen macht der Gedanke zur Errichtung eines Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds (EWF) die Runde. Zum Vorreiter hat sich der Leiter des CEPS, Daniel Gros, in Br&#252;ssel gemacht. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich aus dem unfreundlichen PIIGS ein freundlicherer GYPSY-Club [1] gemacht. Nun fragt man sich, was das Ganze eigentlich soll? Ist das eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Wochen macht der Gedanke zur Errichtung eines Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds (<a href="http://www.euractiv.de/finanzplatz-europa/artikel/europaischer-wahrungsfonds-als-alternative-zum-iwf-002809">EWF</a>) die Runde. Zum Vorreiter hat sich der Leiter des CEPS, <a href="http://www.ceps.eu/book/adjustment-difficulties-gipsy-club">Daniel Gros</a>, in Br&#252;ssel gemacht. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich aus dem unfreundlichen PIIGS ein freundlicherer GYPSY-Club [1] gemacht. Nun fragt man sich, was das Ganze eigentlich soll? Ist das eine Kampfansage an den IWF?</p>
<p><strong>Hat der IWF versagt?</strong></p>
<p>Sicherlich ist dem IWF in der derzeitigen globalen Finanzkrise kein erfolgreiches Krisenmanagement oder gar eine wirkungsvolle Pr&#228;vention zu attestieren. Obwohl er ja zusammen mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bank_f%C3%BCr_Internationalen_Zahlungsausgleich">BIZ</a> die globale Finanzaufsicht oblag, hat man trotz Warnungen sogar eigener Mitarbeiter souver&#228;n die Gefahren von Derivaten wie Verbriefungen und insbesondere auch Credit Default Swaps (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Credit_Default_Swap">CDS</a>) missachtet. Mithin muss man beiden Institutionen grunds&#228;tzlich ein totales Versagen bescheinigen. Man hat Gefahren nicht erkannt oder erkennen wollen, man hat Warner ignoriert und hat am Ende tatenlos dem Kollaps zugesehen. Mehr als das kann man eigentlich nicht falsch machen.</p>
<p>Mithin besteht – dar&#252;ber sind sich eigentlich alle einig – dringender Reformbedarf. Auf dem G20-Treffen in London wurden nun, um dem IWF ausreichend Mittel f&#252;r die Krisenbek&#228;mpfung in die Hand zu geben, d.h. das Management von drohenden Staatspleiten zu verhindern, die daf&#252;r bereitgestellten Mittel um 500 Mrd. US-Dollar <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,617092,00.html">aufgestockt</a>. Offensichtlich hat dies in der Sache wenig genutzt.</p>
<p>Insbesondere die EU-Mitgliedsl&#228;nder hatten gehofft, durch diese Aufwertung des IWF um das Problem direkter Finanzhilfen an Mitgliedsl&#228;nder der EU herumzukommen. Gem&#228;&#223; dem Maastricht-Vertrag darf es kein Bailout von Mitgliedsl&#228;ndern durch andere <a href="http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E6AC502D87C5F461FA966FF734A7FD3E4~ATpl~Ecommon~Scontent.html">geben</a>. Nun scheint innerhalb der EU das Vertrauen in den IWF soweit geschwunden zu sein, dass man ernsthaft &#252;ber Alternativen nachdenkt.</p>
<p><strong>Warum ein EWF zus&#228;tzlich zur EZB?</strong></p>
<p>Folgt man dem Wirtschaftslexikon, dann ist ein EWF durch die Gr&#252;ndung einer W&#228;hrungsunion unter einer einheitlichen Zentralbank obsolet geworden. <a href="http://www.wirtschaftslexikon24.net/d/europaeischer-waehrungsfonds-ewf/europaeischer-waehrungsfonds-ewf.htm">Urspr&#252;nglich</a> &#8220;sollte nach den Pl&#228;nen des Rats der Europ&#228;ischen Gemeinschaften (EG) (5. Dezember 1978) zur weiteren Entwicklung des Europ&#228;ischen W&#228;hrungssystems (EWS) bis 1981 (G.E. - ein EWF) errichtet werden. Im Rahmen des EWF sollte die uneingeschr&#228;nkte Verwendung der ECUas Reserveaktivum und als Instrument f&#252;r den Saldenausgleich umgesetzt werden und ein einheitlicher Kreditrahmen geschaffen werden. Der EWF sollte den Europ&#228;ischen Fonds f&#252;r w&#228;hrungspolitische Zusammenarbeit (EFWZ)abl&#246;sen. Die Errichtung des EWF ist jedoch nicht mit Nachdruck betrieben worden, da ihm endg&#252;ltige Zentralbankfunktionen zugewiesen werden sollten. Dies traf bei den Mitgliedstaaten auf Widerspruch, die einen Souver&#228;nit&#228;tstransfer ihrer Geldpolitik sowie eine &#196;nderung der bestehenden Gemeinschaftsvertr&#228;ge ablehnten. Durch die Ratifizierung des Vertrages &#252;ber die Europ&#228;ische Union wurde der Gedanke, einen Europ&#228;ischen W&#228;hrungsfonds als Koordinator eines europ&#228;ischen Wechselkurssystems einzurichten, endg&#252;ltig obsolet.&#8221; Umso  erstaunlicher ist es, dass jetzt der EWF als Wiederg&#228;nger auf der politischen B&#252;hne erscheint.</p>
<p><strong>Nichts ist so, wie es scheint</strong></p>
<p>Der Trick besteht darin, dass der EWF, den Daniel Gros propagiert, gar nicht ein EWF im Sinne des Wirtschaftslexikons ist. Sein EWF sollte daher, wie er selbst einr&#228;umt, besser Europ&#228;ischer Stabilisierungsfond hei&#223;en. Ziel dieses Fonds w&#228;re es, eine geordnete Insolvenz von EU-Mitgliedsstaaten zu organisieren. Nicht nur Unternehmen k&#246;nnen dann wie in den USA unter Chapter 11 oder in Deutschland nach der Insolvenzordnung sich insolvent erkl&#228;ren, sondern auch ganze Mitgliedsstaaten. Nun werden ja Staaten, die Bankrott sind, nicht mir-nichts-dir-nichts so einfach von der Weltb&#252;hne verschwinden, aber man kann sie ja – was praktisch derzeit bereits mit Griechenland geschieht, unter eine Art Zwangsverwaltung stellen. Mithin w&#252;rde der EWF analog zum IWF damit beauftragt, ein Stabilisierungsprogramm f&#252;r einen bankrottes Mitgliedsland zu entwerfen und zu implementieren. Ohne diese Ma&#223;nahmen w&#252;rde es keine weiteren Finanzmittel in Form von Kreditverl&#228;ngerungen mehr geben. Diese Aufgabe hat dem IWF, der dies weltweit zu exekutieren hatte, wenige Sympathien eingebracht. Nicht zuletzt wegen der dabei angewendeten Methoden, haben sich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Globalisierungskritik">Globalisierungsgegner</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Globalisierung">gegen</a> den IWF gewandt.</p>
<p>Damit k&#228;me dem EWF f&#252;r die EU eine g&#228;nzlich andere Rolle zu als der EZB. Es wundert daher nicht, dass der EZB-Pr&#228;sident Jean Claude Trichet eine solche L&#246;sung bef&#252;rwortet, da es diese Aufgabe nicht der EZB <a href="http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/der-verzweifelte-kampf-um-den-euro-419569/4/">&#252;berl&#228;sst</a>. Trichet bef&#252;rchtet – nicht ganz zu Unrecht – dass die EZB zu einer Bad Bank f&#252;r Staatspleiten innerhalb der Eurozone gemacht w&#252;rde, wenn man sie mit dem Problem allein lie&#223;e, einen drohenden Staatsbankrott wie im Falle Griechenlands abzuwenden. Allerdings kommt diese &#220;berlegung – wie immer zuletzt – zu sp&#228;t. F&#252;r die akute Krise gibt es diese Institution nicht und sie kann auch nicht einfach per Beschluss der Mitgliedsl&#228;nder aus dem Nichts geschaffen werden.</p>
<p>Mithin w&#228;re ein EWF nur dann sinnvoll, wenn er bereits existiert und funktionsf&#228;hig ist. Davon kann derzeit keine Rede sein. Im &#220;brigen fragt man sich nat&#252;rlich auch, warum nicht die Energie f&#252;r eine Neugr&#252;ndung eines EWF dazu verwendet wird, den IWF so zu reformieren, dass er besser als bisher seine Aufgaben wahrnehmen kann. Misstraut man der Dominanz der USA im IWF so sehr?</p>
<p><strong>Merkel scheint mit dieser Idee zu lieb&#228;ugeln</strong></p>
<p>Offensichtlich f&#228;llt die Idee des EWF  bei der Kanzlerin <a href="http://de.news.yahoo.com/26/20100306/tbs-bundesregierung-will-europischen-whr-6f7ded7.html">auf fruchtbaren Boden</a>. Anstelle der direkten Finanzhilfe einzelner L&#228;nder, insbesondere Deutschlands, w&#252;rde das Problem an eine andere Institution abgegeben. J&#252;ngst forderte so auch die <a href="http://www.euractiv.de/druck-version/artikel/europaischer-wahrungsfonds-als-alternative-zum-iwf-002809">SWP</a>-Europaexpertin Daniela Schwarzer in einem Interview: &#8220;F&#252;r das Krisenmanagement braucht die Eurozone einen eigenen Fonds, einen Euro-W&#228;hrungsfonds (EWF), der intern die St&#252;tzungsinstrumente und die politische Unabh&#228;ngigkeit hat, um wirksam einzugreifen.&#8221;</p>
<p>Liest man den Beitrag in EuroActiv bis zum Ende, dann wird klar was damit bezweckt werden soll.  „Ein Europ&#228;ischer W&#228;hrungsfonds w&#252;rde im Fall einer Staatspleite s&#228;mtliche griechische Staatsschulden mit einem Abschlag von etwa 60 bis 70 Prozent des Wertes aufkaufen. &#8220;Damit w&#228;ren die Banken und Versicherungen, die diese Papiere hielten, gerettet&#8221;, sagte Gros. &#8220;Und danach s&#228;&#223;e der europ&#228;ische Fonds den Griechen gegen&#252;ber und h&#228;tte alle Karten in der Hand.&#8221;</p>
<p>Der Fonds w&#252;rde dem Vorschlag zufolge von den Euro-Staaten finanziert: Die L&#228;nder sollten in dem Ma&#223;e Einlagen in den Fonds einzahlen, in dem ihre Schulden und ihr Staatsdefizit &#252;ber den Kriterien des Maastricht-Vertrages l&#228;gen. Dies w&#252;rde einige Zeit dauern. &#8220;Aber die griechische Krise ist nicht in zwei Wochen vorbei, das Problem wird sich im n&#228;chsten Jahr versch&#228;rfen.&#8221; Allein die Existenz der Planinsolvenz w&#252;rde nach Ansicht des Volkswirts Staaten wie Griechenland disziplinieren.“ (ebenda)</p>
<p>Der EWF wird zur Bad Bank f&#252;r EU-Mitgliedsstaaten, die vor der Staatspleite stehen. Insbesondere w&#228;ren damit – so sagt der Autor des Artikels in aller Deutlichkeit – die Banken und Versicherungen gerettet. Kein Wunder, dass sich Ackermann &#038; Co diese L&#246;sung sehr gut Vorstellen k&#246;nnen. Besser geht’s nicht. Im Prinzip w&#228;re der EWF ein <a href="http://www.soffin.de/">Soffin</a> auf europ&#228;ischem Niveau. Das ist des Pudels Kern, um es mit Goethe zu sagen. F&#252;r Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Herrn Gros und seine Mitstreiter. Die BIS macht sich auch so ihre Gedanken &#252;ber die Regionalisierung nach dem <a href="http://www.bis.org/publ/qtrpdf/r_qt1003.pdf">Zeitalter der Globalisierung</a>. Die breite &#214;ffentlichkeit versteht beim EWI jedenfalls vorl&#228;ufig noch Bahnhof.</p>
<p>[1] Greece, Ireland, Portugal, Spain and ItalY = GIPSY.
</p>
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		<item>
		<title>Warum erw&#228;rmt sich das Polarmeer?</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2010/03/06/warum-erwaermt-sich-das-polarmeer/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 15:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Albert Albern</dc:creator>
		
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Klimawandel</category>
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		<description><![CDATA[&#8230; Wahrscheinlich wegen dem Eis. So lange es genug Eis am Polarmeer gab, konnte sich das Meer durch direkte Sonneneinstrahlung nicht erw&#228;rmen. Die Sonne prallte von der wei&#223;glatten Eisoberfl&#228;che ab. Die dicke Eisschicht sch&#252;tzte das Wasser vor unn&#246;tiger W&#228;rme. Doch seit einigen Jahren merken wir immer deutlicher, dass das Eis am Nordpol schwindet. Eigentlich h&#228;tte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	-->&#8230; Wahrscheinlich wegen dem Eis. So lange es genug Eis am Polarmeer gab, konnte sich das Meer durch direkte Sonneneinstrahlung nicht erw&#228;rmen. Die Sonne prallte von der wei&#223;glatten Eisoberfl&#228;che ab. Die dicke Eisschicht sch&#252;tzte das Wasser vor unn&#246;tiger W&#228;rme. Doch seit einigen Jahren merken wir immer deutlicher, dass das Eis am Nordpol schwindet. Eigentlich h&#228;tte uns dabei gleich einfallen m&#252;ssen, dass sich das Wasser dort viel leichter erw&#228;rmen wird, wenn es durch die dicke Eisdecke nicht gesch&#252;tzt wird.</p>
<p>Mit der Erw&#228;rmung des Meerwassers rund um den Nordpol wird auch der in der Meerestiefe gelagerte Methan frei. Methan ist an sich gar nicht so schlimm. Wir heizen damit unsere Wohnungen und hier und da k&#246;nnen wir dank dem Methan auch ein paar Eier kochen. Nur m&#252;ssten wir den Methan irgendwie in die Rohrleitungen locken, die wir rund um die ganze Erde bauen wollen. Und so lange wir das Methangas nicht dazu verlocken k&#246;nnen, uns dienlich zu sein, sollte es lieber am Nordpol in der Meersestiefe bleiben.</p>
<p>Es bleibt uns wahrscheinlich nichts anderes &#252;brig, als das italienische Eis zur&#252;ck zum Nordpol zu transportieren, um das wertvolle Methangas in dem nat&#252;rlichen K&#252;hlschrank der Erde aufbewahren zu k&#246;nnen. Weil der K&#252;hlschrank gegenw&#228;rtig einen Leck hat.
</p>
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