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	<title>Readers Edition</title>
	<link>http://www.readers-edition.de</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 19:03:59 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>&#8220;Lieber Blogs als Barrikaden&#8221; - Ein Lesetipp</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 18:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[  &#8220;Open Democracy = Democracy 2.0 - Und Obama macht es vor.&#8221;, titelte unser Autor Lukas Lehmann im November vergangenen Jahres. Wie kaum ein anderer hat der k&#252;nftige US-Pr&#228;sident das Internet f&#252;r seine Zwecke genutzt und darf nun am 20. Januar ins Wei&#223;e Haus einziehen. Doch auch seine Gegner haben die M&#246;glichkeiten des World Wide [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/ace.jpg" /></dt>
<dd>Ace schreibt gegen Barack Obama und seine Anh&#228;nger an. Photo: screenshot</dd>
</dl>
<p>&#8220;Open Democracy = Democracy 2.0 - Und Obama macht es vor.&#8221;, <a href="https://www.readers-edition.de/2008/11/11/open-democracy-democracy-20-und-obama-macht-es-vor">titelte</a> unser Autor Lukas Lehmann im November vergangenen Jahres. Wie kaum ein anderer hat der k&#252;nftige US-Pr&#228;sident das <a href="https://www.readers-edition.de/2008/11/06/obama-und-seine-sozialen-netzwerke-was-nun-ein-lesetipp">Internet f&#252;r seine Zwecke</a> genutzt und darf nun am 20. Januar ins Wei&#223;e Haus einziehen. Doch auch seine Gegner haben die M&#246;glichkeiten des World Wide Webs f&#252;r sich entdeckt. Mit &#8220;<a href="http://www.zeit.de/online/2008/52/jugend-bewegung-usa?page=1">Jugend in den USA - Lieber Blogs als Barrikaden</a>&#8220;, l&#228;sst uns heute Oskar Piegsa von zeit.de wissen, wie amerikanische Konservative neuerdings versuchen gegen den &#8220;<a href="https://www.readers-edition.de/2008/11/06/die-hoffnung-heisst-obama">Hoffnungstr&#228;ger</a>&#8221; anzukommen.</p>
<p>Im Internet und auf dem Hochschulcampus h&#228;tten sie sich formiert, um die &#8220;Erneuerung der US-Rechten&#8221; voranzutreiben, beschreibt der Autor die derzeitige Situation. Die Forderung, die diese jungen Menschen zusammenschwei&#223;t: &#8220;Republikaner m&#252;ssen wieder anfangen, sich wie die Konservativen zu benehmen, als die sie sich behaupten.&#8221; Denn f&#252;r die Studenten scheint klar, Amerika liebe immer noch traditionelle Werte.</p>
<p><strong>&#8220;Einer, der hart austeilt und sich weit aus dem Fenster lehnt&#8221;</strong></p>
<p>Vertreten werden diese beispielsweise durch den rechten Blogger Ace, der mit seiner Seite &#8220;<a href="http://ace.mu.nu/">Ace of Spades HQ</a>&#8221; einen Gegenpol zur &#252;berwiegend links orientierten politischen Blog-Landschaft in den USA darstellt. Piegsa beschreibt ihn als &#8220;genuinen Meinungsmacher des Internetzeitalters. Einer, der hart austeilt und sich weit aus dem Fenster lehnt, seinen b&#252;rgerlichen Namen aber f&#252;r sich behalten will.&#8221; Und das scheint sich trotz seiner Anonymit&#228;t auszuzahlen: Auf 100.000 Internetzugriffe bringt es der im realen Leben eher unsicher wirkende Mann pro Tag. Eine Auszeichnung als &#8220;bester konservativer Blogger des Jahres 2008&#8243; hat er ebenfalls schon eingestrichen. Und so schreibt er auch dieser Tage weiter &#8220;gegen den designierten Pr&#228;sidenten und seine Anh&#228;nger&#8221; an.
</p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Hier ist Aufkl&#228;rung gefragt und nicht die Keule&#8221; - Deutsche Rechtsexperten zum Fall Tenenbaum vs. RIAA</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 15:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[  Charles Nesson, Professor an der renommierten Harvard Law School, ist sich sicher, &#8220;Es gibt eine Chance f&#252;r Joel&#8220;. Der engagierte Jurist, der in der Vergangenheit schon mehrfach f&#252;r Aufsehen sorgte, hat der Musikindustrie den Kampf angesagt (die RE berichtete). Gemeinsam mit seinen Studenten hat er sich vorgenommen, dem &#8220;Missbrauch des Rechtssystems&#8221; ein Ende zu [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/alin.jpg" /></dt>
<dd>&#8220;Uns ist nicht bekannt, dass ein K&#252;nstler in Deutschland bisher &#252;berhaupt Zahlungen aus dem Topf der Schadensersatzzahlungen erhalten h&#228;tte.&#8221; Photo: Jonathan Gr&#246;ger</dd>
</dl>
<p>Charles Nesson, Professor an der renommierten Harvard Law School, ist sich sicher, &#8220;Es gibt eine Chance f&#252;r <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/03/musikindustrie-werde-kreativ-stimmen-zum-fall-joel-tannenbaum/">Joel</a>&#8220;. Der engagierte Jurist, der in der Vergangenheit schon mehrfach <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Charles_Nesson">f&#252;r Aufsehen sorgte</a>, hat der Musikindustrie den Kampf angesagt (<a href="https://www.readers-edition.de/2008/12/03/die-musikindustrie-missbraucht-das-rechtssystem-professor-charles-nesson-im-interview">die RE berichtete</a>). Gemeinsam mit seinen Studenten hat er sich vorgenommen, dem &#8220;Missbrauch des Rechtssystems&#8221; ein Ende zu setzen. Notfalls auch mit Hilfe des <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/29/tenenbaum-vs-riaa-nesson-fordert-live-uebertragung-im-internet/">Internets</a>. Dass der Prozess, bei dem es um die nicht gerade kleine Summe von bis zu einer Million US-Dollar gehen wird, jedoch nicht nur f&#252;r die k&#252;nftige Rechtsprechung jenseits des Gro&#223;en Teiches von immenser Bedeutung sein wird, sondern auch das Gebaren im alten Europa beeinflusst, d&#252;rfte klar sein. Die erfahrenen Rechtsanw&#228;lte <a href="http://www.h2vrh.de/start.php?rubrik=19&#038;opener=10">Oliver Heinz</a>, <a href="http://www.h2vrh.de/start.php?rubrik=33&#038;opener=10">Michael von Rothkirch</a> sowie <a href="http://www.h2vrh.de/start.php?rubrik=56&#038;opener=10">L&#252;der Castringius</a>, allesamt ausgewiesene <a href="http://www.h2vrh.de/start.php?rubrik=2">Experten f&#252;r Medien- und Wirtschaftsrecht</a>, geben deshalb im Folgenden ihre Einsch&#228;tzung des Falles ab.</p>
<p><strong>RE: Sehr geehrte Herren Heinz, von Rothkirch und Castringius. Der Presse ist seit geraumer Zeit zu entnehmen, dass sich der Harvard-Professor Charles Nesson des Falls von Joel Tenenbaum angenommen hat. Seine Argumentation: Das dem Verfahren zugrunde liegende Copyright-Gesetz ist nicht verfassungsgem&#228;&#223;. Es erscheint mutig, sich mit der gesamten Musikindustrie anzulegen. Doch wie hoch sch&#228;tzen Sie pers&#246;nlich die Chancen f&#252;r seinen Mandanten ein?</strong></p>
<p><strong>Castringius:</strong> Da die Thematik auch in den USA sehr kontrovers diskutiert wird und die Gerichte sich noch nicht auf eine endg&#252;ltige Richtung festgelegt haben, ist hier letztlich alles denkbar. Aus Sicht von Joel Tenenbaum ist es nat&#252;rlich von Vorteil, dass hier ein Professor einer renommierten Universit&#228;t an seiner Seite steht, der alleine durch seine hervorgehobene Position in der Lage ist, die Tauschb&#246;rsenfrage aus der Schmuddelecke herauszuholen.</p>
<p><strong>RE: In einem <a href="http://www.readers-edition.de/2008/09/01/zwischen-songtexten-und-juristendeutsch-mit-durchblick-zum-erfolg/">Interview mit uns</a> vertraten Sie einmal die These, dass das rigorose Vorgehen gegen Konsumenten &#8220;mit der Keule&#8221; eher kontraproduktiv sei, da es gerade erst daf&#252;r sorge, dass diese verst&#228;rkt auf andere Methoden wie das &#8220;offline-Tauschen&#8221;, kostenlose Streaming-Angebote etc &#252;bergehen. Schneidet sich die RIAA (<a href="http://www.riaa.com/">Verband der US-Musikindustrie</a>) mit ihrer Millionen-Forderung an Tenenbaum demnach ins eigene Fleisch? Er ist ja nicht der einzige, der zur Kasse gebeten wird.</strong></p>
<p><strong>v. Rothkirch:</strong> Ich denke, hier wird letztlich mit den falschen Mitteln f&#252;r eine im Grundsatz richtige Sache gek&#228;mpft. Nat&#252;rlich ist es richtig, dass die Plattenfirmen nicht ruhig zusehen k&#246;nnen, wie die Musik ihrer K&#252;nstler und ihre Rechte nach und nach entwertet werden und die Verkaufszahlen von Jahr zu Jahr sinken. Dass dann jedenfalls gegen renitente Nutzer auch rechtlich vorgegangen wird, ist nachvollziehbar. Hier wird derzeit aber wohl das rechte Ma&#223; &#252;berschritten. Es ist eben so, dass das geistige Eigentum ein Rechtsbegriff ist, von dem nur wenige Menschen eine genauere Vorstellung haben. Hier ist daher zuallererst Aufkl&#228;rung gefragt und nicht die Keule.</p>
<p><em><strong>&#8220;Mit der gerne zitierten Philosophie des Web 2.0 kann man es sich allerdings auch etwas zu leicht machen.&#8221;</strong></em></p>
<p><strong>RE: Privaten Unternehmen wie den Major Labels wird durch ein solches Vorgehen erm&#246;glicht, per Zivilrecht ein Delikt zu verfolgen, welches eigentlich dem Strafrecht zugeordnet ist, argumentiert Nesson. Insbesondere die Drohung mit langfristigen und finanziell kaum tragbaren Prozessen bringe viele Beklagte oftmals dazu, die Forderungen der Labels zu akzeptieren, um eine Schlichtung zu erreichen. Wird hier – mittels Sch&#252;rung von &#196;ngsten - nicht die grunds&#228;tzliche Philosophie des Web 2.0 untergraben?</strong></p>
<p><strong>Heinz:</strong> Hier d&#252;rfte letztlich eines der Grundprobleme liegen. Auch hierzulande sind bei Tauschb&#246;rsensachen Streitwerte von einer halben Million nichts Ungew&#246;hnliches. Dann f&#228;llt es schon mal schwer, einem Mandanten zu raten, vor Gericht zu ziehen, wenn er eigentlich gute Chancen hat, er aber im Falle des Unterliegens schnell einen hohen f&#252;nfstelligen Betrag zu zahlen h&#228;tte. Viele schlie&#223;en dann trotz grunds&#228;tzlich guter Aussichten lieber einen Vergleich, weil sie ihr Erspartes nicht f&#252;r eine solche Sache aufs Spiel setzen wollen oder gar nicht erst in der wirtschaftlichen Lage sind, ein derartiges Risiko zu tragen.</p>
<p>Mit der gerne zitierten Philosophie des Web 2.0 kann man es sich allerdings auch etwas zu leicht machen. Auch in einem freien Web sollte es selbstverst&#228;ndlich sein, dass wir die Freiheit und auch das geistige Eigentum anderer achten. Das ist letztlich ja nichts anderes als die virtuelle Umsetzung der realen Welt, in der wir schlie&#223;lich auch nur solange in unseren Handlungen frei sind, wie wir anderen Leuten nicht auf die F&#252;&#223;e treten.</p>
<p><strong>RE: &#8220;Es sollte klar sein, dass das illegale Downloaden und Verteilen von Musik mit vielen Risiken behaftet und nicht anonym ist&#8221;, entgegnet hier auch RIAA-Sprecherin Cara Duckworth und rechtfertigt damit das Vorgehen von RIAA. Solch exorbitante Summen, wie sie hier eingefordert werden, sind in Deutschland nur schwer vorstellbar. Ger&#228;t das US-amerikanische Rechtssystem hier aus den Fugen?</strong></p>
<p><strong>Castringius:</strong> Letztlich sieht es so aus, als g&#228;be es hier einen Konflikt, bei dem beide Seiten aneinander vorbei reden. Sicherlich hat die RIAA-Sprecherin recht, wenn Sie meint, dass jeder sich bewusst sein sollte, dass die Tauschb&#246;rsennutzung illegal ist. Nur bedeutet das eben nicht, dass man den Nutzern diesen Punkt mittels einer Millionenklage erl&#228;utern muss. Solch absurde Summen f&#252;hren nur dazu, dass sich die RIAA ins Abseits man&#246;vriert und Gesetze forciert, die zu ihren Lasten gehen. Auf der anderen Seite ist es zwar richtig, dass es ein freies Web geben sollte, nur bedeutet das wiederum nicht, dass man hier Rechte verletzen kann, wie man m&#246;chte. Manchmal hat man das Gef&#252;hl, hier stehen zwei Seiten meilenweit auseinander und rufen sich Schlagworte zu, statt aufeinander zu zu gehen und Verst&#228;ndnis f&#252;r den jeweils anderen aufzubringen.</p>
<p><em><strong>&#8220;Viele Menschen w&#252;rden sich wundern, wie wenig Geld letztlich bei den meisten K&#252;nstlern ankommt.</strong></em><em><strong>&#8220;</strong></em></p>
<p><strong>RE: Was aber glauben nun Sie: Ist das &#252;berhaupt noch im Sinne der K&#252;nstler? Diese scheinen ja am wenigsten von den Schadenersatzzahlungen zu profitieren.</strong></p>
<p><strong>Heinz:</strong> Uns ist nicht bekannt, dass ein K&#252;nstler in Deutschland bisher &#252;berhaupt Zahlungen aus dem Topf der Schadensersatzzahlungen erhalten h&#228;tte, sofern er nicht im eigenen Namen abmahnen l&#228;sst wie etwa Bushido. Dies ist erstaunlich, da sich die Tontr&#228;gerfirmen ja auch auf die Rechte der K&#252;nstler berufen und in deren Namen vorgehen. Finanziell rentiert sich das also nicht f&#252;r die K&#252;nstler. Ob es in ihrem Sinne ist, wage ich jedenfalls bei den genannten Summen zu bezweifeln. Klarzustellen ist dabei aber: Die Aufkl&#228;rung &#252;ber die Rechtslage ist ganz eindeutig im Sinne des K&#252;nstlers, der schlie&#223;lich mit seiner Musik seinen ohnehin oft geringen Lebensunterhalt verdienen muss. Viele Menschen w&#252;rden sich wundern, wie wenig Geld letztlich bei den meisten K&#252;nstlern ankommt.</p>
<p><strong>RE: Der Gegenvorschlag des Anwaltes lautet daher auch: &#8220;Die Branche sollte neue Wege entwickeln, um die illegale Verbreitung von urheberrechtlich gesch&#252;tztem Material zu verhindern.&#8221;. Er denkt hier an Musiktitel, die an Werbung gekoppelt und somit kostenfrei sind. Wird sich die Musikindustrie langfristig auf so etwas einlassen?</strong></p>
<p><strong>Castringius:</strong> Solche Modelle gibt es ja bereits. H&#228;ufig wird bei Streaming–Angeboten zun&#228;chst Werbung geschaltet, bevor man zum gew&#252;nschten Content gelangt. Auf die Dauer wird der Industrie vermutlich nichts anderes &#252;brig bleiben. Die Technik entwickelt sich stetig weiter, so dass die Branche den Rechtsverletzungen immer weniger entgegen setzen k&#246;nnen wird. Mein erster eigener PC, den ich mir gekauft habe, hatte ein Festplatte mit vier GB Speicherplatz und der erste Download eines Songs dauerte &#252;ber das Modem eine knappe Stunde. Heute bietet schon ein kleiner USB-Stick ein Vielfaches an Speicherplatz und der Download dauert ein paar Sekunden. Die Datenverarbeitungs- und &#220;bertragungsgeschwindigkeit verdoppeln sich alle 18 Monate. Legt man diesen Ma&#223;stab an, dann k&#246;nnen in der Zukunft immer gr&#246;&#223;ere Datenmengen in immer k&#252;rzerer Zeit verschoben werden. Die Inhaber der Rechte werden dies kaum noch kontrollieren k&#246;nnen  - es sei denn, sie erhielten uneingeschr&#228;nkten Zugriff auf die IP-Adressen und die privaten Daten der Nutzer, was aber hoffentlich nicht passieren wird. Umso wichtiger ist es, sich mit seinen potentiellen K&#228;ufern zu vers&#246;hnen.</p>
<p>Gesch&#228;ftsmodelle gibt es jetzt bereits viele. Ob sich in der Zukunft werbefinanzierte Modelle, Flatrates oder Pauschalabgaben oder eine Mischung aus alledem durchsetzen werden, wird sich zeigen. Hier werden sich auch noch Gesch&#228;ftsmodelle auftun, mit denen heute noch niemand rechnet.</p>
<p><strong>RE: Letztlich bleibt nun noch Folgendes zu kl&#228;ren: Sollte Nesson mit seiner Verteidigung Erfolg haben, w&#252;rde er damit einen Pr&#228;zedenzfall f&#252;r zuk&#252;nftige &#228;hnlich gelagerte F&#228;lle schaffen. K&#246;nnte sein Beistand also auch au&#223;erhalb der USA Schule machen und wirklich zu einem Umdenken der Musikindustrie beitragen?</strong></p>
<p><strong>Castringius:</strong> Im Moment ist dies noch &#8220;Zukunftsmusik&#8221;, da sich der Ausgang des Verfahrens nicht vorhersagen l&#228;sst. Dass der Ausgang dieses Rechtsstreits internationale Auswirkungen haben wird, ist aber durchaus denkbar, denn schlie&#223;lich sitzen die Unternehmenszentralen der gro&#223;en Tontr&#228;gerunternehmen in den USA. Wird von dort eine Richtung vorgegeben, dann hat dies h&#228;ufig auch direkte Auswirkungen auf die Vorgehensweise der zum Konzern geh&#246;renden Unternehmen in Europa.</p>
<p><strong>RE: Sehr geehrte Herren Heinz, von Rothkirch und Castringius, ich danken Ihnen f&#252;r Ihre Einsch&#228;tzungen.</strong></p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/olih.jpg" /></dt>
<dd>Oliver Heinz</dd>
</dl>
<p>Oliver Heinz ber&#228;t seit 1997 Management- und Veranstaltungsagenturen. Seit 2000 ist er als Rechtsanwalt t&#228;tig und seit diesem Jahr Fachanwalt f&#252;r Urheber- und Medienrecht sowie Mitglied des Fachausschusses Urheber- und Medienrecht. Seit 2004 betreibt er gemeinsam mit Michael von Rothkirch und weiteren Kollegen die Soziet&#228;t Heinz² | v. Rothkirch | H&#252;bener mit B&#252;ros in Berlin, Bremen und Oldenburg.Seine T&#228;tigkeitsgebiete reichen von Medien- und Entertainmentrecht, &#252;ber Presse- und Pers&#246;nlichkeitsrecht, Veranstaltungsrecht, bis hin zu Marken-, Wettbewerbs-, Zivil- und Wirtschaftsrecht.</p>
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<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/romi.jpg" /></dt>
<dd>Michael von Rothkirch </dd>
</dl>
<p>Michael von Rothkirch ist ebenfalls seit 2008 Fachanwalt f&#252;r Urheber- und Medienrecht, dessen T&#228;tigkeitsgebiete sich mit denen seine Kollegen decken. Auch er ist Mitglied im Fachausschuss Urheber- und Medienrecht. Nach seinem Studium in G&#246;ttingen, und mehreren Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Besch&#228;ftigungen in Kanzleien von Bremen &#252;ber Hamburg, ist auch er seit 2004 bei Heinz² | v. Rothkirch | H&#252;bener mit an Bord. Von Rothkirch ist wie sein gleichaltriger Kollege – beide Jahrgang 1969 – als Autor hervorgetreten.</p>
<p>Neben ihrer Rechtsanwaltst&#228;tigkeit sind die beiden Kollegen auch als Dozenten (PopCamp/Deutscher Musikrat; Hamburg School of Music, UDK Berlin u.a.) im Einsatz.</p>
<p>Daneben sind sie auch als Fachbuchautoren t&#228;tig. Hier sind unter anderem folgende Werke erschienen: Rodriguez | v. Rothkirch | Heinz: www.musikverkaufen.de, Musikmarkt Verlag, 2007;   Lyng | v. Rothkirch | Heinz: Musik und Moneten, 4. vollst&#228;ndig &#252;berarbeitete Auflage 2007;Lyng / v. Rothkirch / Klein: Lexikon der Entertainmentindustrie; Lyng, Robert: Die Praxis im Musikbusiness</p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/castri.jpg" /></dt>
<dd>L&#252;der Castringius</dd>
</dl>
<p>L&#252;der Castringius ist ebenfalls bei H²vRH t&#228;tig. Nach zwei Jahren im Bremer B&#252;ro ist er seit 2007 in der Berliner Niederlassung zuhause. Der 1974 in Bremen geborene Jurist hat sich auf die Schwerpunkte Medien- und Entertainmentrecht, Gewerblicher Rechtsschutz, Presse- und Pers&#246;nlichkeitsrecht sowie IT-Recht spezialisiert. Daneben ist er als Musikjournalist und Radiomoderator aktiv und war von 2000 bis 2007 Mitarbeiter der Musikzeitschrift <a href="http://www.spex.de/">SPEX</a>. Zu seinen Publikationen z&#228;hlen Webdesign - ein praxisnaher Mustervertagm Neue juristische Internet-Praxis (NIP), 2/2006 woei jeweils die Mitautorenschaft bei Musik und Moneten, PPV, 4. Auflage 2007 und <a href="https://www.readers-edition.de/schreiben/www.musikverkaufen.de">www.musikverkaufen.de</a>, Musikmarkt Verlag 2007.<br />
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Mehr zum Thema: </strong></p>
<p>- <a href="https://www.readers-edition.de/2008/12/03/die-musikindustrie-missbraucht-das-rechtssystem-professor-charles-nesson-im-interview">Die Musikindustrie missbraucht das Rechtssystem: Professor Charles Nesson im Interview</a><br />
- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/03/musikindustrie-werde-kreativ-stimmen-zum-fall-joel-tannenbaum/">Musikindustrie, werde kreativ! Stimmen zum Fall &#8220;Joel Tenenbaum&#8221;<br />
</a>- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/29/tenenbaum-vs-riaa-nesson-fordert-live-uebertragung-im-internet/">Tenenbaum vs. RIAA: Nesson fordert &#220;bertragung im Internet<br />
</a>- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/09/01/zwischen-songtexten-und-juristendeutsch-mit-durchblick-zum-erfolg/">Zwischen Songtexten und Juristendeutsch: Mit Durchblick zum Erfolg</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Forscher wollen Erfolg von Online-Inhalten vorausberechnen&#8221; - Ein Lesetipp</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/forscher-wollen-erfolg-von-online-inhalten-vorausberechnen-ein-lesetipp/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/forscher-wollen-erfolg-von-online-inhalten-vorausberechnen-ein-lesetipp/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 16:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Wissenschaft</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[  &#8220;Die aktuelle Wirtschaftskrise sorgt f&#252;r eine Neuausrichtung der Marketingbudgets. Da ist es kein Wunder, dass Firmen nach neuen M&#246;glichkeiten suchen, auch im Internet jeden Werbedollar m&#246;glichst effizient einzusetzen&#8221;, wird derzeit auf heise.de passend zur aktuellen Stimmung eingel&#228;utet. Und wie sie das genau anstellen sollen, das haben angeblich Forscher an der HP Labs in Palo [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/digg.jpg" /></dt>
<dd>Beobachten und so in die Zukunft schauen - bei Youtube scheint das zu funktionieren. Photo: screenshot</dd>
</dl>
<p>&#8220;Die aktuelle Wirtschaftskrise sorgt f&#252;r eine Neuausrichtung der Marketingbudgets. Da ist es kein Wunder, dass Firmen nach neuen M&#246;glichkeiten suchen, auch im Internet jeden Werbedollar m&#246;glichst effizient einzusetzen&#8221;, wird derzeit auf <a href="http://www.heise.de/newsticker/Forscher-wollen-Erfolg-von-Online-Inhalten-vorausberechnen--/meldung/120985">heise.de</a> passend zur aktuellen Stimmung eingel&#228;utet. Und wie sie das genau anstellen sollen, das haben angeblich Forscher an der HP Labs in Palo Alto herausgefunden. Denn von nun an soll m&#246;glichst fr&#252;h erkennbar sein, welche Inhalte im Netz in der Zukunft eher beliebt oder unbeliebt werden k&#246;nnten.</p>
<p>In einem Beitrag des Technologiemagazins &#8220;<a href="http://www.heise.de/tr/Die-Popularitaetsformel--/artikel/120745">Technology Review</a>&#8221; wird das Verfahren, das auf einer Untersuchung der Daten von YouTube und Digg beruht und sich letztlich in einer so genannten &#8220;Popularit&#228;tskurve&#8221; darstellen l&#228;sst, wie folgt erkl&#228;rt: &#8220;Die Wissenschaftler betrachten dazu die ersten paar Stunden oder Tage, nachdem ein Beitrag ins Netz gestellt wurde (&#8230;). Daraus lie&#223; sich die k&#252;nftige Beliebtheit (und Klickrate) erstaunlich genau erschlie&#223;en.&#8221; Ganz klar, dass dann auch die Werbung entsprechend geschaltet und die Inhalte m&#246;glichst prominent platziert werden k&#246;nnen. &#8220;Das wird den Werbetreibenden erlauben, zumindest ein Gef&#252;hl daf&#252;r zu bekommen, wo sie gerne buchen wollen, wenn sie fr&#252;h genug Informationen dar&#252;ber haben, was die Leute interessiert&#8221;, argumentiert auch Bernardo Hubermann, Senioer Fellov bei HP und Leiter der Studie.</p>
<p><strong>Was sich auf den ersten Blick nach einem echten Mehrwert f&#252;r diese Zielgruppe anh&#246;rt, st&#246;&#223;t in der Internetgemeinde jedoch eher auf Skepsis und sogar Ablehnung:</strong></p>
<p><em>&#8220;Das Problem ist einfach: W&#252;rde HP recht haben und gewisse Tendenzen<br />
anhand des kurzfristigen Verhaltens zuverl&#228;ssig voraussagen k&#246;nnen,<br />
so wird sich in Nullkommanix ein Mechanismus technisch oder<br />
organisatorisch implementieren lassen, der solches Verhalten in<br />
irgendeiner Weise simuliert oder provoziert.</p>
<p>Da es in der Werbebranche um gro&#223;es Geld geht, wird es jemand fr&#252;her<br />
oder sp&#228;ter missbrauchen und der Indikator wird nutzlos&#8221;</em>, stellt etwa Chrisbinich ganz pragmatisch fest.</p>
<p><strong>FrogmasterL sieht den Vorsto&#223; von HP so:</strong></p>
<p><em>&#8220;Und wieder k&#246;nnen wir die Heizung ein St&#252;ck herunterdrehen.<br />
Warum nicht einfach wie in den guten alten Zeiten kalkulieren?<br />
Nimm zwei Punkte, w&#228;hle sie so, dass Y2>Y1 ist. Erstelle daraus die<br />
Geradengleichung und Du hast Deine Prognose.<br />
OK, Spass beiseite.</p>
<p>Hier wird wieder mit einigem Aufwand versucht, Risiken absolut<br />
kalkulierbar zu machen. Was &#252;brigens eine der Ursachen der akutellen<br />
Krise ist: Verprochen wurde eine Rendite X zu einem Zeitpunkt Y.<br />
Weicht die Realiti&#228;t dreisterweise von der Prognose ab, geraten die<br />
Anleger in Panik und verfallen in einen Wutrausch.&#8221;</em>
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Nirwana haltloser Versprechungen der Anbieter von Breitbandnetzzug&#228;ngen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 15:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Es ist schon paradox: Einerseits wollen die Internetnetzbetreiber st&#228;ndig h&#246;here Bandbreiten jetzt durch Glasfaserverkabelungen bis zum Geb&#228;ude oder sogar bis in die Wohnung realisieren, d.h. den Breitbandnetzausbau bis zu &#220;bertragungsbandbreiten bis zu 1 Gbit/sec vorantreiben, gleichzeitig belegt eine aktuelle Studie des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) gravierende M&#228;ngel bei den derzeitigen DSL-Kunden. Die Deutsche Telekom verspricht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon paradox: Einerseits wollen die Internetnetzbetreiber st&#228;ndig h&#246;here Bandbreiten jetzt durch Glasfaserverkabelungen bis zum Geb&#228;ude oder sogar bis in die Wohnung realisieren, d.h. den Breitbandnetzausbau bis zu &#220;bertragungsbandbreiten bis zu 1 Gbit/sec <a href="http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Navigation/Service/publikationen,did=281474.html">vorantreiben</a>, gleichzeitig belegt eine <a href="http://www.vzbv.de/go/presse/1083/8/36/index.html">aktuelle Studie</a> des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) gravierende M&#228;ngel bei den derzeitigen DSL-Kunden. Die Deutsche Telekom verspricht jetzt die Versorgungsl&#252;cke von rund f&#252;nf Mill. Haushalten mit DSL-Anschl&#252;ssen <a href="http://www.portel.de/nc/nachricht/artikel/21359-vatm-ex-monopolist-setzt-bundesregierung-zum-zweiten-mal-unter-druck/">schlie&#223;en zu wollen</a> und die konkurrierenden Anbieter erkl&#228;ren &#252;ber ihren Verband den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/VATM">VATM</a> ebenfalls jetzt <a href="http://www.vatm.de/content/pressemitteilungen/inhalt/29-12-2008.html">t&#228;tig werden zu wollen</a>.</p>
<p><strong><a href="http://www.blueprints.de/wortschatz/von-ganymed-bis-jahrmarkt-der-eitelkeiten/hannemann-geh-du-voran.html">Hannemann, geh Du voran</a></strong></p>
<p>Im Kern m&#246;chten alle dabei sein, aber keiner m&#246;chte f&#252;r die Kosten am Ende aufkommen. Die Bundesregierung m&#246;chte dies <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=285166.html">wettbewerbskonform</a> realisieren. Es m&#252;sste eigentlich ganz einfach sein.</p>
<p>Hierzu brauchte es:</p>
<ul>
<li>Eine      Universaldienstverpflichtung f&#252;r eine fl&#228;chendeckende Breitbandversorgung (BUSP)      in Deutschland auf gesetzlicher Grundlage. Dabei w&#252;rde eine      anbieterneutrale und technologieneutrale Regelung auch in angemessenen      Fristen z&#252;gig durchgesetzt werden k&#246;nnen.</li>
<li>Die      Bundesnetzagentur (<a href="http://www.bundesnetzagentur.de/enid/2.html">BNA</a>) w&#252;rde      die Erf&#252;llung der gesetzlichen Auflagen durch die Anbieter &#252;berwachen und      der B&#252;rger w&#228;re zufrieden.</li>
<li>Eine      insbesondere f&#252;r kosteng&#252;nstige Funknetzanschl&#252;sse Frequenzregulierung bei      der Neuvergabe der freigewordenen TV-Frequenzen <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/19/breitbandversorgung-in-deutschland-digitale-dividende-fuer-die-konjunkturstabilisierung-nutzen">wird z&#252;gig umgesetzt</a>.</li>
<li>Das      Ganze k&#246;nnte als Bestandteil des Konjunkturpakets II Mitte Januar 2009 vom      Kabinett verabschiedet und als Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht      werden.</li>
</ul>
<p>Leider hat man und setzt immer noch auf die Zauberwirkung eines unregulierten Marktes, der ohne staatliche Eingriffe dieses Wunder aus eigener Kraft herbeif&#252;hren sollte.</p>
<p>Leider geschieht das bereits seit mehreren Jahren aber nicht. Trotz mehrerer nationaler IT-Gipfel und vollmundiger Deklarationen kommt die unregulierte privatwirtschaftliche L&#246;sung nicht recht voran. Dies hat zur Folge, dass Deutschland nur mittelm&#228;&#223;ig bei der Breitbandversorgung im internationalen Vergleich <a href="http://www.oecd.org/dataoecd/62/7/40781696.pdf">abschneidet</a>.</p>
<p><strong>Was droht?</strong></p>
<p>Statt einer am Interesse der Bev&#246;lkerung orientierten zukunftweisenden L&#246;sung, droht jetzt ein entweder aus Steuermitteln subventionierter DSL- und Glasfasernetzausbau vorrangig weiterhin in den Ballungsr&#228;umen.</p>
<p>Keine wirkungsvolle Aufsicht &#252;ber ein vertragsgem&#228;&#223;es Verhalten der Anbieter gegen&#252;ber ihren Kunden (siehe der Studie der Verbraucherverb&#228;nde).</p>
<p>Eine verschleppte Vergabe der TV-Funkfrequenzen und eine ineffiziente Vergabe, die tendenziell wieder zu einer Doppelinfrastruktur (Glasfasernetze als Festnetz f&#252;r Haushalte und Unternehmen) und Funknetze f&#252;r die mobile Versorgung.</p>
<p>Am Ende wird man f&#252;r seine Breitbandversorgung doppelt zur Kasse gebeten.</p>
<p>Einmal beim Festnetzanbieter, der zugleich noch durch vielf&#228;ltige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Preisdifferenzierung">Preisdifferenzierungen</a> Konsumentenrenten absch&#246;pft. Danach beim mobilen Breitbandinternet.</p>
<p>Das Ganze wird am Ende f&#252;r die Verbraucher teuer und ineffizient, aber alles mit staatlicher Hilfe und Unterst&#252;tzung. Der Markt, d.h. die Anbieter, wollen es so.</p>
<p>In der Breitbandnetzinfrastrukturpolitik versammeln sich Anbieter, die zu Lasten der Endkunden gemeinsam mit der Regierung sowie Parlament und der Aufsichtsbeh&#246;rde nach anbieterfreundlichen, d.h. renditetr&#228;chtigen L&#246;sungen zu Lasten der Bev&#246;lkerung einen Ordnungsrahmen gestalten.</p>
<p>Als informative Lekt&#252;re zu diesem Thema sei am Beispiel der USA empfohlen: <a href="http://www.amazon.de/Broadbandits-Inside-Billion-Telecom-Heist/dp/0471434051">Broadbandits: Inside the $750 Billion Telecom Heist</a>, von Om Malik.</p>
<p>Na dann, Guten Rutsch ins Neue Jahr.</p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p><a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/29/telekom-rivalen-bieten-schnelleren-internet-ausbau">Telekom-Rivalen bieten schnelleren Internet-Ausbau</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bundesgerichte kritisieren Vorratsdatenspeicherung</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/29/bundesgerichte-kritisieren-vorratsdatenspeicherung/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 13:22:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Pfennig</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[Eine heute vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ver&#246;ffentlichte Stellungnahme des Bundesverwaltungs- gerichts kritisiert die von CDU/CSU und SPD Ende 2007 beschlossene verdachtslose Protokollierung der Telefon-, Handy- und Internetnutzung scharf. Das Bundesverwaltungs- gericht bezeichnet die Vorratsspeicherung als &#8220;eine fl&#228;chendeckende Dauerma&#223;nahme, die weder an eine Einschreitschwelle noch an eine Tatsachenbasis gebunden ist.&#8221;
Die &#8220;weitreichenden&#8221; Vorratsdaten lie&#223;en &#8220;erhebliche R&#252;ckschl&#252;sse auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/virteat.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>Eine heute vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ver&#246;ffentlichte <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/vb_bverwg_2008-06-04.pdf">Stellungnahme des Bundesverwaltungs- gerichts</a> kritisiert die von CDU/CSU und SPD Ende 2007 beschlossene verdachtslose Protokollierung der Telefon-, Handy- und Internetnutzung scharf. Das Bundesverwaltungs- gericht bezeichnet die Vorratsspeicherung als &#8220;eine fl&#228;chendeckende Dauerma&#223;nahme, die weder an eine Einschreitschwelle noch an eine Tatsachenbasis gebunden ist.&#8221;</p>
<p>Die &#8220;weitreichenden&#8221; Vorratsdaten lie&#223;en &#8220;erhebliche R&#252;ckschl&#252;sse auf die Pers&#246;nlichkeit und pers&#246;nliche Verh&#228;ltnisse des Nutzers, sein soziales Umfeld und sein Bewegungsverhalten sowie in gewissem Umfang auch die Art der jeweiligen Kommunikationsinhalte zu.&#8221; Die Ma&#223;nahme weise eine &#8220;immense Breitenwirkung&#8221; auf und verzichte auf die &#8220;hinreichende Wahrscheinlichkeit&#8221; einer von den Betroffenen ausgehenden Rechtsverletzung.</p>
<p>&#8220;Sie n&#228;hert sich damit einer grundrechtseingreifenden Ermittlung &#8216;ins Blaue hinein&#8217; an&#8221;, so die Stellungnahme des h&#246;chsten deutschen Verwaltungsgerichts. Insgesamt &#228;u&#223;ert das Gericht &#8220;Zweifel, ob der in der Vorratsdatenspeicherung liegende Grundrechtseingriff in Art. 10 Abs. 2 Satz 1 GG gerechtfertigt ist.&#8221;</p>
<p><strong>Daten f&#252;hren in die Irre</strong></p>
<p>Der Pr&#228;sident des f&#252;r Strafrecht zust&#228;ndigen Bundesgerichtshofs (BGH) Prof. Dr. Klaus Tolksdorf schreibt in einer <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/vb_bgh_2008-11-07_ocr.txt">weiteren Stellungnahme</a> an das Bundesverfassungsgericht: &#8220;Der Wertung, dass ohne die M&#246;glichkeit der Speicherung und Erhebung der genannten Daten die Nutzung des Internets zu einem &#8216;rechtsfreien Raum&#8217; w&#252;rde, k&#246;nnte ich mich nicht anschlie&#223;en. Einzelne Bereiche sozialen Verhaltens sind nicht deshalb rechtsfreie R&#228;ume, weil von ihrer pr&#228;ventiven &#220;berwachung abgesehen wird.&#8221; Dem BGH-Pr&#228;sidenten l&#228;gen &#8220;keine Erkenntnisse&#8221; vor, dass die von der Bundesregierung erhoffte Verbesserung der Strafverfolgung eingetreten sei. Weil der Nutzer eines Anschlusses nicht feststellbar sei, w&#252;rden die Daten vielmehr &#8220;leicht in die Irre f&#252;hren&#8221;.</p>
<p><strong>(Quelle: <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/284/79/">AK Vorratsdatenspeicherung</a>)<br />
</strong><br />
Photo Quelle/Copyright: stefan hsqk, cc creative commons, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">Bestimmte Rechte vorbehalten</a>, via <a href="http://flickr.com/photos/stefan_hsgk/1934601762/">flickr</a><strong><br />
</strong>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tenenbaum vs. RIAA: Nesson fordert Live-&#220;bertragung im Internet</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/29/tenenbaum-vs-riaa-nesson-fordert-live-uebertragung-im-internet/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 13:09:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[  Es k&#246;nnte einer der spektakul&#228;rsten Prozesse des kommenden Jahres werden. Immerhin geht es im Fall Joel Tenenbaum gegen den Verband der Musikindustrie (RIAA) um bis zu eine Million US-Dollar. Sieben Songs soll der heute 24-j&#228;hrige Student in der Vergangenheit heruntergeladen und 816 weitere Tracks zum Tausch angeboten haben und nun hart daf&#252;r bestraft werden. [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/neesin.jpg" /></dt>
<dd>Charles Nesson geht in die Offensive und fordert eine<br />
Live-&#220;bertragung im Internet.</dd>
</dl>
<p>Es k&#246;nnte einer der spektakul&#228;rsten Prozesse des kommenden Jahres werden. Immerhin geht es im Fall <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/03/musikindustrie-werde-kreativ-stimmen-zum-fall-joel-tannenbaum/">Joel Tenenbaum</a> gegen den Verband der Musikindustrie (<a href="http://www.riaa.com/">RIAA</a>) um bis zu eine Million US-Dollar. Sieben Songs soll der heute 24-j&#228;hrige Student in der Vergangenheit heruntergeladen und 816 weitere Tracks zum Tausch angeboten haben und nun hart daf&#252;r bestraft werden. Gleich dem Kampf &#8220;David gegen Goliath&#8221; muten die Anstrengungen der Plattenindustrie an. Doch Joel hat Gl&#252;ck. Der renommierte Jurist <a href="http://cyber.law.harvard.edu/people/cnesson">Charles Nesson</a>, Professor an der Harvard Law School, steht ihm seit einigen Wochen zur Seite. Und vielleicht auch bald eine gro&#223;e Internetgemeinde&#8230;</p>
<p>&#8220;Mein Anliegen ist es, Joel und dem Gesetz zu helfen. Ich will aber auch dem Rechtssystem und dem Gesetz helfen&#8221;, erkl&#228;rte der Experte erst k&#252;rzlich im <a href="https://www.readers-edition.de/2008/12/03/die-musikindustrie-missbraucht-das-rechtssystem-professor-charles-nesson-im-interview">Interview mit der Readers Edition</a>. F&#252;r seine Universit&#228;t wolle der engagierte Verteidiger zeigen, wie man rechtlich wirksam Widerstand gegen die missbr&#228;ulichen Prozesse und den Druck von Lobbygruppen leisten k&#246;nne und betonte im Verlauf des Gespr&#228;chs noch einmal: &#8220;Es gibt eine Chance f&#252;r Joel.&#8221; Doch auch dem Anwalt ist klar, dass dies ein steiniger Weg werden k&#246;nnte. &#8220;Wir brauchen Gerichte, um die Gesetze im Kontext des 21. Jahrhunderts zu interpretieren&#8221;, weist er auf die derzeitigen Schwierigkeiten des US-Rechtssystems hin, die er einem Bericht von <a href="http://www.heise.de/newsticker/Filesharing-Verfahren-Harvard-Professor-fordert-Live-Uebertragung-ins-Internet--/meldung/120951">heise.de</a> zu folge nun wohl live im Internet vorf&#252;hren m&#246;chte.</p>
<p><strong>Das Internet im Gerichtssaal</strong></p>
<p>Schon Anfang Dezember weist uns der Gr&#252;nder des &#8220;Berkman Center for Internet &#038; Society&#8221;, der Joels Fall mittlerweile unter der Bezeichnung &#8220;<a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=37707326867">Harvard Professor &#038; Studenten gegen die RIAA</a>&#8221; betreibt auf die aktuelle Problematik nicht nur in den USA hin: &#8220;Dieser Fall unterstreicht den Bedarf nach einem besseren Verst&#228;ndnis dar&#252;ber, wie das Internet die digitale Generation formt und die Ver&#228;nderung des allgemeinen Rechtsbewusstseins vorantreibt.&#8221; Jetzt zieht der Professor ganz in diesem Sinne nach und reichte beim zust&#228;ndigen Gericht einen entsprechenden <a href="http://blogs.law.harvard.edu/nesson/files/2008/12/motion-to-admit-the-internet1.pdf">Antrag</a> ein, das &#8220;Internet in den Gerichtssaal zu lassen&#8221;. Live und in Farbe sollen dann die User verfolgen, aber vor allem verstehen k&#246;nnen, was sich hinter verschlossenen T&#252;ren abspielt. Denn was dort zu sehen sein wird, ist Nesson schon jetzt klar: &#8220;Im Gro&#223;en und Ganzen wollen wir, dass die Musikindustrie aufh&#246;rt, die Gerichte auf billige Weise f&#252;r Sammelklagen zu missbrauchen.&#8221;</p>
<p>In diesem &#8220;Lehrst&#252;ck f&#252;r Zivilrecht&#8221;, wie er den Aufsehen erregenden Fall bezeichnet, geht der Professor nun also einen exotischen, aber vor allem ambitionierten Weg. Denn, so hei&#223;t es weiter, eine solche &#220;bertragung in Bild und Ton sei nach US-amerikanischen Recht bislang nicht erlaubt. Ob dieser Vorsto&#223;, der seiner Meinung nach auf ein &#8220;<a href="http://www.golem.de/0812/64325.html">zunehmend versiertes und interessiertes Publikum</a>&#8221; treffen wird, allerdings von Erfolg gekr&#246;nt sein wird, das steht bis dato in den Sternen. &#8220;Rechtsexperten gehen (n&#228;mlich) davon aus, dass die RIAA beantragen wird, Nessons Antrag abzuweisen.&#8221;</p>
<p><strong>&#8220;Das will ich mir nicht entgehen lassen.&#8221;</strong></p>
<p>Charles Nesson m&#246;chte mit Joel Tenenbaum ein Exempel statuieren. Es sei ihm gar ein pers&#246;nliches Anliegen, betonte er gegen&#252;ber der Readers Edition. Ob er dem Missbrauch des Rechtssystems durch die Plattenindustrie durch noch mehr &#214;ffentlichkeit ein Ende setzen und auf diese Weise das &#8220;<a href="http://www.gulli.com/news/riaa-prozess-soll-2008-12-27/">wahre Gesicht der RIAA</a>&#8221; aufdecken kann, bleibt abzuwarten. Die deutschen Kommentatoren sind jedenfalls schon sehr gespannt. &#8220;Das finde ich eine super Idee!&#8221;, sagt etwa bmarkus zu Nessons Antrag. &#8220;Damit geraten die Anw&#228;lte der RIAA vielleicht auch etwas unter Druck! (&#8230;) sollte der Professor das hinbekommen, werde ich in jedem Fall zuschauen, das will ich mir nicht entgehen lassen.&#8221;</p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p>- <a href="https://www.readers-edition.de/2008/12/03/die-musikindustrie-missbraucht-das-rechtssystem-professor-charles-nesson-im-interview">Die Musikindustrie missbraucht das Rechtssystem: Professor Charles Nesson im Interview</a><br />
- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/03/musikindustrie-werde-kreativ-stimmen-zum-fall-joel-tannenbaum/">Musikindustrie, werde kreativ! Stimmen zum Fall &#8220;Joel Tenenbaum&#8221;</p>
<p></a>Photo Quelle/Copyright: Berkman Center for Internet &#038; Society, cc creative commons, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">Bestimmte Rechte vorbehalten</a>, via <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/03/musikindustrie-werde-kreativ-stimmen-zum-fall-joel-tannenbaum/">flickr<br />
</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Unabh&#228;ngige Presse: Eine Plattform f&#252;r ehrenamtliche Redakteure</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/27/unabhaengige-presse-eine-plattform-fuer-ehrenamtliche-redakteure/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2008/12/27/unabhaengige-presse-eine-plattform-fuer-ehrenamtliche-redakteure/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Dec 2008 14:22:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael-Ron Stallwood</dc:creator>
		
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[Der gemeinn&#252;tzige Verein &#8220;Trier bewegt e.V.&#8221; bietet mit seinem freiem Nachrichtenportal www.infotrier.de eine weitere Plattform f&#252;r echten B&#252;rgerjournalismus.
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&#8220;Trier bewegt e.V.&#8221; nutzt diese Rechte um Missst&#228;nde aufzudecken, Menschen zu informieren und das b&#252;rgerliche Engagement zu f&#246;rdern.
Der Verein im Detail:
Der unabh&#228;ngige Verein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/trier.jpg" /></dt>
<dd>Photo: screenshot</dd>
</dl>
<p>Der gemeinn&#252;tzige Verein &#8220;Trier bewegt e.V.&#8221; bietet mit seinem freiem Nachrichtenportal <a href="http://infotrier.de/">www.infotrier.de</a> eine weitere Plattform f&#252;r echten B&#252;rgerjournalismus.</p>
<p><strong>Werbevertragsfrei, &#252;berparteilich, kritisch</strong></p>
<p>Das Recht auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung und das Verbot der Pressezenzur sind wichtige Instrumente in unserer Demokratie.</p>
<p>&#8220;Trier bewegt e.V.&#8221; nutzt diese Rechte um Missst&#228;nde aufzudecken, Menschen zu informieren und das b&#252;rgerliche Engagement zu f&#246;rdern.</p>
<p><strong>Der Verein im Detail:</strong></p>
<p>Der unabh&#228;ngige Verein wurde im Herbst 2008 von einer Handvoll Greenpeace-Aktivisten gegr&#252;ndet, die ihr Engagement &#252;ber den globalen Umweltschutz hinaus erweiterten.</p>
<p>Zweck des Vereins ist die F&#246;rderung des demokratischen Staatswesens, sowie des b&#252;rgerlichen Engagements. Ihm wurde die Gemeinn&#252;tzigkeit nach §52 AO anerkannt.</p>
<p><strong>Projekte 2009 sind unter anderem:</strong></p>
<p>- <a href="http://infotrier.de/12777/wahl-in-trier.php">&#8220;Wahlkrampf 09&#8243;</a> - Projekt f&#252;r Politikverdrossene</p>
<p>- &#8220;Aktion Streetwork Trier&#8221; - Die W&#252;rde des Menschen ist unantastbar</p>
<p>- <a href="http://infotrier.de">&#8220;Freies Nachrichtenportal www.infotrier.de&#8221;</a> - eine Plattform f&#252;r B&#252;rgerjournalismus
</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;Social Networks im R&#252;ckw&#228;rtsgang&#8221; - Ein Lesetipp</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/23/social-networks-im-rueckwaertsgang-ein-lesetipp/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2008 13:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[  &#8220;Facebook langweilt mich&#8220;, &#8220;StudiVZ schlie&#223;t ausl&#228;ndische Ableger&#8221; oder &#8220;Yahoo r&#228;umt auf&#8220;: Meldungen wie diese begleiteten uns in den letzten Wochen auf Schritt und Tritt. Da mag es den Leser wenig wundern, wenn er heute folgende Meldung unter die Nase gehalten bekommt: &#8220;Social Networks im R&#252;ckw&#228;rtsgang&#8221;, ist da auf heise.de zu lesen und wird denn [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/trsua.jpg" /></dt>
<dd>Wenn aus Tr&#228;umen Sch&#228;ume werden&#8230;</dd>
</dl>
<p>&#8220;<a href="https://www.readers-edition.de/2008/12/02/facebook-langweilt-mich-user-singen-klartext">Facebook langweilt mich</a>&#8220;, &#8220;<a href="https://www.readers-edition.de/2008/12/17/salut-studivz-welcome-to-meinvz-twittermeldung-mobilisiert-blogosphaere">StudiVZ schlie&#223;t ausl&#228;ndische Ableger</a>&#8221; oder &#8220;<a href="https://www.readers-edition.de/2008/12/18/yahoo-raeumt-auf-portale-werden-geschlossen#20550">Yahoo r&#228;umt auf</a>&#8220;: Meldungen wie diese begleiteten uns in den letzten Wochen auf Schritt und Tritt. Da mag es den Leser wenig wundern, wenn er heute folgende Meldung unter die Nase gehalten bekommt: &#8220;Social Networks im R&#252;ckw&#228;rtsgang&#8221;, ist da auf <a href="http://www.heise.de/newsticker/Social-Networks-im-Rueckwaertsgang--/meldung/120861">heise.de</a> zu lesen und wird denn auch erst einmal mit stoischer Ruhe hingenommen.</p>
<p>Doch halt, der Stoizismus weicht bei n&#228;herem Hinsehen zumindest einem kleinen &#8220;Aha&#8221;. Wurde das Zuschlie&#223;en so vieler T&#252;ren bisher mit der weltweiten Wirtschaftsmiesere in Verbindung gebracht, r&#252;ckt diese im nachfolgenden Beitrag in den Hintergrund. Nein, die Finanzkrise allein ist nicht Schuld am derzeitigen Debakel, das die Online-Gemeinden immer dichter zusammenr&#252;cken l&#228;sst. Die Ursachen f&#252;r die derzeitigen Entwicklungen sind vielmehr in einst &#252;berst&#252;rzten Realisierungen zu finden. Es seien eben nicht einfach nur Liquidit&#228;tsschwierigkeiten, sondern vielmehr ganze Gesch&#228;ftsmodelle, die sich &#8220;als nur schwerlich umsetzbar erweisen&#8221;.</p>
<p><strong>&#8220;Die dominierenden sozialen Netzwerke sind etwas besser ger&#252;stet&#8221;</strong></p>
<p>Hi5 und LinkedIn hat es dabei ebenso getroffen wie Jive, ist da zu lesen – eine drastische Personalreduktion folgte auf die andere. &#8220;Die dominierenden sozialen Netzwerke sind etwas besser ger&#252;stet, den Sturm zu &#252;berstehen&#8221;, beruhigt Michael Fitzgerald auf <a href="http://www.heise.de/tr/Soziale-Schrumpfung--/artikel/120746">Technology Review</a> jedoch die User. Dreistellige Millionenums&#228;tze sichern derzeit ihr &#220;berleben.</p>
<p>Wie lange aber wird das gut gehen? &#8220;Die Gesamtbewertung dieser Firmen h&#228;ngt jedoch noch immer von ihrem einst gigantischen Wachstumspotenzial ab – und genau das gilt inzwischen als &#252;bertrieben positiv eingesch&#228;tzt&#8221;, ist sich der Autor sicher. Die Folge: Eine einschl&#228;gige Konsolidierungswelle wird auch vor Social Networks nicht Halt machen. Es sei schwer, den aktuellen Niedergang nicht mit dem Dotcom-Crash des Jahres 2001 zu vergleichen, mahnt er an und l&#228;sst an seiner statt Social Media-Stratege Paul Gillin sprechen, der feststellt: &#8220;Damals war das wie ein Donnerschlag, heute platzt die Blase leise.&#8221;</p>
<p><strong>&#8220;WEB 2.0 ist tot!&#8221;</strong></p>
<p>Ausrufe wie das &#8220;WEB 2.0 ist tot!&#8221; und die &#8220;Geschichte wiederholt sich&#8221; sind derweil ebenso unter den Kommentaren zu finden wie Zeilen, die die Daseinsberechtigung solcher Dienste wie etwa Twitter und Co. generell in Frage stellen.</p>
<p>Wie stehen Sie dazu, liebe Leserinnen und Leser:</p>
<div>
	<div class='democracy'>
		<strong class="poll-question">Ist eine Reduktion auf das Wesentliche sinnvoll oder nicht?</strong>
		<div class='dem-results'>
		<form action='http://www.readers-edition.de/wp-content/plugins/democracy/democracy.php' onsubmit='return dem_Vote(this)'>
		<ul>
			<li>
					<input type='radio' id='dem-choice-142' value='142' name='dem_poll_36' />
					<label for='dem-choice-142'>Ja</label>
			</li>
			<li>
					<input type='radio' id='dem-choice-143' value='143' name='dem_poll_36' />
					<label for='dem-choice-143'>Nein</label>
			</li>
		</ul>
			<input type='hidden' name='dem_poll_id' value='36' />
			<input type='hidden' name='dem_action' value='vote' />
			<input type='submit' class='dem-vote-button' value='Abstimmen' />
			<a href='/category/web-technik/feed?dem_action=view&amp;dem_poll_id=36' onclick='return dem_getVotes("http://www.readers-edition.de/wp-content/plugins/democracy/democracy.php?dem_action=view&amp;dem_poll_id=36", this)' rel='nofollow' class='dem-vote-link'>zum Ergebnis</a>
		</form>
		</div>
	</div></div>
<p>Photo Quelle/Copyright: BredehornJ., via <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=102991&#038;mode=search">pixelio.de</a>
</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>China: Landesweiter Lehrerstreik</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/21/china-landesweiter-lehrerstreik/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2008/12/21/china-landesweiter-lehrerstreik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 15:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oiwan Lam</dc:creator>
		
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[Seit Oktober dieses Jahres streiken Lehrer in Sichuan, Chongqing, in der Inneren Mongolei, in Shaanxi, Hunan, Hubei und Guangdong, um eine Erh&#246;hung ihrer Geh&#228;lter zu erreichen.
Nach Berichten lokaler Medien begann die Streikbewegung am 23. September 2008 in der Kreisstadt Pi (陴县) in der Provinz Sichuan, wo Lehrer die Lokalregierung aufforderten, die landesweiten Gesetze (also auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Oktober dieses Jahres streiken Lehrer in Sichuan, Chongqing, in der Inneren Mongolei, in Shaanxi, Hunan, Hubei und Guangdong, um eine Erh&#246;hung ihrer Geh&#228;lter zu erreichen.</p>
<p>Nach Berichten lokaler Medien begann die Streikbewegung am 23. September 2008 in der Kreisstadt Pi (陴县) in der Provinz Sichuan, wo Lehrer die Lokalregierung aufforderten, die landesweiten Gesetze (also auch das Lehrergesetz) zu befolgen und das Gehalt eines Lehrers auf das Niveau ,das Gehalts eines Beamten der Lokalregierung anzuheben. Nach einem dreit&#228;tigegen Streik gab die Lokalregierung nach und versprach, die Lehrergeh&#228;lter anzuheben. Angespornt von dieser Erfolgsgeschichte, begannen Lehrer in benachbarten Provinzen &#228;hnliche Aktionen, die jedoch unterbunden wurden. Mitte Oktober breitete sich diese kollektive Aktion auf die Stadt Chongqing aus, wo sich Hunderte Lehrer dem Streik anschlossen. Am 5. November wurde der Streik in Sichuan begelegt, breitete sich allerdings auf andere Provinzen aus.</p>
<p><strong>Eine lange Liste von Streiks</strong></p>
<p><a href="http://blog.zol.com.cn/877/article_876726.html">Zola</a> gibt einen &#220;berblick &#252;ber die Streikwelle im ganzen Land:</p>
<p>2008.12.09 Bezirk Daxiang, Shaoyang, Provinz Hunan (Lehrerstreik)<br />
2008.12.09 Lianyuan, Provinz Hunan (mehr als 2000 Lehrer schlie&#223;en sich dem Streik an)<br />
2008.12.09 Bezirk Geely, Luoyang, Provinz Henan (Lehrer der Grund- und Sekundarschulen gehen in kollektiven Krankenstand)<br />
2008.12.09 Kreis Shuangpai, Yongzhou, Provinz Hunan (Unterschriftenaktion an die Lokalregierung)<br />
2008.12.09 Zhijian, Provinz Hubei (Lehrerstreik)<br />
2008.12.08 Kreis Chenggu, Hanzhong, Provinz Shaanxi (Lehrerstreik)<br />
2008.12.05 Xinshao, Provinz Hunan (Lehrerstreik)<br />
2008.12.01 Kreis Shaodong, Provinz Hunan (3000 Lehrer streiken)<br />
2008.12.01-3 Kreis Longhui, Provinz Hunan (Lehrerstreik)<br />
2008.11.27 Kreis Ningcheng, Chifeng, Innere Mongolei (Lehrerstreik)<br />
2008.11.26 Bezirk Hannan, Wuhan, Provinz Hubei (Lehrerstreik)<br />
2008.11.24 Kreis Ningqiang, Provinz Shaanxi (Petition mit Unterschriften von Hunderten Lehrern wird den Beh&#246;rden &#252;bergeben)<br />
2008.11.24 Bezirk Liangzi Lake, Ezhou, Provinz Hubei (Lehrerstreik)<br />
2008.11.20 Taixing, Taizhou, Provinz Jiangsu (einige Schulen schlie&#223;en sich dem Streik an)<br />
2008.11.18 Kreis Hejiang, Luzhou, Provinz Sichuan (einige Schulen schlie&#223;en sich dem Streik an)<br />
2008.11.17 Kreis Xinhua, Loudi, Provinz Hunan (Lehrerstreik)<br />
2008.11.17 Qinzhou, Autonome Region Guangxi (Streik der Kinderg&#228;rtnerInnen)<br />
2008.11.13 Bezirk Yongchuan, Chongqing (Unterschriftenaktion pensionierter Lehrer)<br />
2008.11.13 Bezirk Lianshan districk, Huludao, Provinz Liaoning (Lehrerstreik)<br />
2008.11.12 Bezirk Louxing district, Loudi, Provinz Hunan (500 Lehrer unterschreiben Petition)<br />
2008.11.12 Qianjian, Provinz Hubei (Lehrerstreik)<br />
2008.11.11 Qianjian, Provinz Hubei (eine Sekundarschule schlie&#223;t sich dem Streik an)<br />
2008.11.10 Bezirk Yongchuan, Chongqing (Unterschriftenaktion pensionierter Lehrer)<br />
2008.11.10 Kreis Huili, Liangshan, Provinz Sichuan (Lehrerstreik)<br />
2008.11.10 Kreis Ansai, Provinz Shaanxi (Lehrerstreik)<br />
2008.11.06 Kreis Xintian, Yongzhou, Provinz Hunan (Lehrerstreik)<br />
2008.11.04 Kreis Yibin, Yibin, Provinz Sichuan (Lehrerstreik)<br />
2008.11.03 Kreis Xixiang, Hanzhong, Provinz Shaanxi (Lehrerstreik)<br />
2008.11.03 Bezirk Tiefeng, Qiqihar, Provinz Heilongjiang (Hunderte Lehrer unterschreiben Petition)<br />
2008.11.03 Donghai-Insel, Zhangjian, Provinz Guangdong (Lehrerstreik)<br />
2008.11.01 Bezirk Yongchuan, Chongqing, Provinz Sichuan (Unterschriftenaktion pensionierter Lehrer)<br />
2008.11.01 Kreis Qijiang, Chongqing (Tausend Lehrer unterschreiben Petition))<br />
2008.10月 Bezirk Wuhou, Chengdu, Provinz Sichuan (eine Sekundarschule schlie&#223;t sich dem Streik an)<br />
2008.10 Qingyun, Xintai, Provinz Shandong (Lehrerstreik)<br />
2008.10.28 Bezirk Jianjin, Chongqing (einige Schulen schlie&#223;en sich dem Streik an)<br />
2008.10.28 Mabian im autonomen Kreis der ethnischen Gruppe der Yi, Provinz Sichuan (Lehrerstreik)<br />
2008.10.27 Kreis Rongchang, Chongqing (Lehrerstreik auf kleiner Basis)<br />
2008.10.27 Bezirk Wanzhou, Chongqing (einige Schulen schlie&#223;en sich dem Streik an<br />
2008.10.27 Nanping, Provinz Fujian (Lehrerstreik)<br />
2008.10.24 Bezirk Jianjing, Chongqing (Unterschriftenaktion pensionierter Lehrer)<br />
2008.10.23 Bezirk Jianjing, Chongqing (Lehrerstreik)<br />
2008.10.23 Kreis Dazu, Chongqing (Lehrerstreik auf kleiner Basis)<br />
2008.10.23 Kreis Bishan, Chongqing (Lehrerstreik auf kleiner Basis)<br />
2008.10.23 Bezirk Jiangyang, Luzhou, Provinz Sichuan (einige Schulen streiken)<br />
2008.10.22 Bezirk Changshou, Chongqing (Lehrerstreik)<br />
2008.10.21 Suining, Kreis Daying, Provinz Sichuan (Lehrerstreik)<br />
2008.10.21 Bezirk Anji, Suining, Provinz Sichuan (a school joined in)<br />
2008.10.17 Bezirk Yongchuan, Chongqing (Lehrerstreik)<br />
2008.10.15 Mianzhu, Provinz Sichuan (gro&#223;er Lehrerstreik)<br />
2008.10.13 Shifang, Provinz Sichuan (gro&#223;er Lehrerstreik)<br />
2008.10.13 Yinghua, Provinz Sichuan (gro&#223;er Lehrerstreik)<br />
2008.10.09 Kreis Zizhong, Provinz Sichuan(gro&#223;er Lehrerstreik)<br />
2008.10.09 Guangan, Provinz Sichuan (Lehrerstreik)<br />
2008.10.08 Kreis Tongliang, Chongqin City (Unterschriftenaktion)<br />
2008.10.07 Changxing-Insel Dalian, Provinz Liaoning (Lehrerstreik)<br />
2008.10.06 Kreis Qionglai, Provinz Sichuan (gro&#223;er Lehrerstreik)<br />
2008.09.23 Kreis Pi, Provinz Sichuan (gro&#223;er Lehrerstreik)<br />
<strong><br />
Foren und Chatrooms geschlossen, Verbindung unterbrochen</strong></p>
<p>Trotz dieser vielen Streikaktionen findet man nur wenige Informationen in den Mainstream-Medien und im Internet. Nach Berichten von New Tang Dynasty wurden seit dem 15. Dezember Internetforen und QQ-Gruppen von Sch&#252;lern und Lehrern gezwungen zu schlie&#223;en. <a href="http://hwq917.blog.163.com/blog/static/308346902008102811839444">hwq917</a> bemerkte, dass der Lehrerstreik bereits im November ein heikles Thema war:</p>
<p>&#8220;Wenn man in den vergangenen Tagen &#8216;Lehrerstreik&#8217; oder &#8216;Lehrerstreik in Sichuan&#8217; in der Suchmaschine Baidu eingab, erhielt man zwar Millionen von Ergebnissen, aber man kann im Cache nur ein paar Kritiken an den Lehrern finden, andere Meinungen fehlen.&#8221;</p>
<p>W&#228;hrend ich diesen Beitrag schreibe und die Suchmaschinen wichtiger Foren und Blog-Hosting-Plattformen nutze, bricht meine Verbindung durch einen Connection Reset ab, sobald ich &#8220;Lehrerstreik&#8221; (罢课) eingebe.</p>
<p><strong>Eine Fallstudie: Eine unabh&#228;ngige Lehrergewerkschaft, bitte!</strong></p>
<p>Die halbakademischen Beitr&#228;ge von <a href="http://greatsunrise.blog.sohu.com/106414906.html">Greatsunrise</a> blieben gl&#252;cklicherweise online und wurden auch in andren Blogs gepostet. Dieser Blogger untersucht die Probleme der Lehrer anhand eines Lehrerstreiks im Bezirk Donghe in der Stadt Baotou in der Inneren Mongolei. Es scheint, als ob Lehrer in &#228;rmeren Gebieten unter gr&#246;&#223;erem Druck st&#252;nden:</p>
<p>&#8220;Die Belastung durch die gesellschaftlichen Entwicklungen f&#252;hrten dazu, dass die Lehrer ganz allgemein eine schwache soziale Gruppe wurden. Vor allem in unterentwickelten Regionen verf&#252;gen die lokalen Regierungen nicht nur nicht &#252;ber die Mittel, um in Bildung zu investieren, sondern nehmen die f&#252;r den Bildungssektor bestimmten Gelder, um die L&#246;cher in den lokalen Finanzen zu stopfen. Der Bezirk Donghe verf&#252;gt &#252;ber das niedrigste BNP und die geringsten Einnahmen von ganz Baotou.&#8221;</p>
<p>Laut Verfasser dieses Artikels hat die Regierung von Donghe bereits im Jahr 1996 die f&#252;r den Bildungssektor bestimmten Gelder zum Ausgleichen ihres Defizits benutzt, was zu versp&#228;teten Gehaltsauszahlungen und einer K&#252;rzung der Lehrergeh&#228;lter f&#252;hrte. &#220;ber die j&#252;ngste Streikrunde schreibt er:</p>
<p>&#8220;Der Lehrerstreik dauerte 2 Tage lang, vom 10. bis zum 11. Dezember 2008. Die Lehrer streikten, weil sie ihr Gehalt mit Versp&#228;tung erhielten, das Lohnniveau nicht den nationalen Bestimmungen entspricht und sie zu Spenden gezwungen wurden. Die Probleme konnten nicht gel&#246;st werden, und der Streik breitet sich aus.&#8221;</p>
<p>&#8220;Die Frage ist, wie die Rechte der Lehrer gesch&#252;tzt werden k&#246;nnen. Im Ausland gibt es Lehrerverb&#228;nde und -gewerkschaften, die die Rechte der Lehrer sch&#252;tzen. In China haben die Lehrer vor allem in armen Gebieten aufgrund verschiedenster Einschr&#228;nkungen keine unabh&#228;ngige Organisation. Andererseits stehen sie unter dem Druck der Regierung, der Sch&#252;ler, der Eltern und der Gesellschaft insgesamt. Der Schl&#252;ssel zum Schutz der Lehrerrechte sollte nicht eine wohlwollende Haltung der Regierung sein, sondern auf Gesetzen und der Solidarit&#228;t der Lehrer beruhen …&#8221;</p>
<p>&#8220;Der Zorn der Lehrer r&#252;hrt daher, dass Vertreter der Bezirkskommittees und der Schulbeh&#246;rden sowie Regierungsfunktion&#228;re ihnen mit Verlust des Arbeitsplatzes, Vertragsaufl&#246;sung etc. drohen. Angesichts des Rufs der Lehrer nach Daseinsberechtigung legen die Funktion&#228;re eine herablassende, unger&#252;hrte Haltung an den Tag - ein gef&#228;hrliches Signal. Viele Lehrer f&#252;rchten Repressalien und wagen es nicht, eine bessere Behandlung zu fordern.&#8221;<br />
<strong><br />
Die Meinung der Netizen</strong></p>
<p>Da es mir nicht gelang, &#252;ber lokale Suchmaschinen an Informationen zu kommen, kann ich mich nur auf die Reaktionen auf Berichte in lokalen Mainstream-Medien st&#252;tzen, um ein Gef&#252;hl daf&#252;r zu bekommen, wie die Menschen dem Lehrerstreik gegen&#252;berstehen. Hier die zwei verbreitetsten Meinungen dazu.</p>
<p><a href="http://news.163.com/08/1126/08/4RLP18R400011SM9.html">In einem Kommentar</a> zu einem investigativen Bericht &#252;ber den Lehrerstreik in Sichuan hei&#223;t es auf 163.com:</p>
<p>&#8220;Aus Hebei, Shijiazhoung 2008-11-26 09:07:44<br />
Die Schuldirektoren sind Aristokraten geworden, es gibt zu viele Vorgesetzte, die Lehrer sind wie Sklaven, die Sch&#252;ler werden wie Ahnen (oder Chefs) behandelt, die zwischenmenschlichen Beziehungen werden immer komplizierter, man muss Tag und Nacht arbeiten, ohne Entlohnung, die Evaluation ist streng, die Geh&#228;lter &#228;hneln denen von Wanderarbeitern. Ver&#228;nderung ist ein Mythos.&#8221;</p>
<p>&#8220;Das Gehalt von Funktion&#228;ren im &#246;ffentlichen Dienst ist zu hoch, die Lehrer sind nicht erfreut - warum also nicht die Geh&#228;lter der Funktion&#228;re um zwei Drittel k&#252;rzen und denen der Lehrer angleichen? Dann k&#246;nnten die Lehrer wieder an die Arbeit gehen. Bitte um Zustimmung.&#8221;</p>
<p><em>Dieser Beitrag erschien zuerst auf Global Voices. Die <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/20/china-landesweiter-lehrerstreik/">&#220;bersetzung</a> erfolgte durch Ingrid Fischer-Schreiber, Teil des &#8220;<a href="http://globalvoicesonline.org/lingua/">Project Lingua</a>&#8220;. Die Ver&#246;ffentlichung auf der Readers Edition erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Global Voices.</em>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Haltet den Dialog der Welt am Leben — spendet f&#252;r Global Voices!</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/20/haltet-den-dialog-der-welt-am-leben-spendet-fuer-global-voices/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2008/12/20/haltet-den-dialog-der-welt-am-leben-spendet-fuer-global-voices/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 16:09:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georgia Popplewell</dc:creator>
		
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[Wir haben gerade eine neue Online-Spendenseite ins Netz gestellt, in der Hoffnung, Sie zu bewegen, Global Voices mit einer Gabe zu unterst&#252;tzen. Obwohl unsere Sponsoren uns bis hier her geholfen haben, brauchen wir weitere Unterst&#252;tzung von Einzelpersonen, um unabh&#228;ngig, frei und nachhaltig zu bleiben, gerade in diesen schwierigen Zeiten.
In diesem Monat ist es vier Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/popple.jpg" /></dt>
<dd></dd>
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<p>Wir haben gerade eine neue <a href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Online-Spendenseite</a> ins Netz gestellt, in der Hoffnung, Sie zu bewegen, Global Voices mit einer Gabe zu unterst&#252;tzen. Obwohl unsere Sponsoren uns bis hier her geholfen haben, brauchen wir weitere Unterst&#252;tzung von Einzelpersonen, um unabh&#228;ngig, frei und nachhaltig zu bleiben, gerade in diesen schwierigen Zeiten.</p>
<p>In diesem Monat ist es vier Jahre her, dass eine Gruppe von Bloggern aus der ganzen Welt <a href="http://globalvoicesonline.org/2004/10/26/about-global-voices-online-saturday-dec11th/">in der Harvard-Universit&#228;t zusammenkam</a> [en] um dar&#252;ber zu reden, wie Blogs und andere neu aufkommende Technologien den globalen Online-Dialog und die Verteidigung politischer Interessen verbessern k&#246;nnten. Daraus entstand dann Global Voices. Heute sind wir eine lebhafte globale Gemeinschaft von mehr als 150 aktiven freiwilligen Autoren, &#220;bersetzern und mehr als 20 freiberuflichen Redakteuren, die in Teilzeit verschiedene Regionen und Sprachen abdecken. Wir sind eine f&#252;hrende partizipatorische Redaktion f&#252;r Stimmen aus Entwicklungsl&#228;ndern.</p>
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<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/cat.jpg" /></dt>
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<p>Ihre <a href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Spende</a> wird helfen, die Anstrengungen unserer Autoren und &#220;bersetzer aufrecht zu erhalten, die rund um die Uhr arbeiten um Ihnen Neuigkeiten zu &#252;berbringen: aus Konfliktgebieten, von Naturkatastrophen und von den Frontlinien des Kampfes f&#252;r die Freiheit der Meinungs&#228;u&#223;erung.</p>
<p>Selbst ein kleiner <a href="http://globalvoicesonline.org/donate/">Beitrag</a> wird uns helfen Server-Ausgaben, monatliche Aufwandsentsch&#228;dingen f&#252;r Redakteure und ein kleines Leitungsteam zu bezahlen.</p>
<p>Zus&#228;tzliche Spenden werden uns helfen, unsere Inhalte aktiv in mehr als 15 Sprachen zu &#252;bersetzen und weitere Sprachen hinzu zu nehmen um sicherzustellen, dass Individuen und professionelle Medienmacher aus der ganzen Welt Zugang zu den vielen Stimmen der B&#252;rgermedien haben in einer Zeit, in der die Berichterstattung &#252;ber internationale Themen ernsthaft in Gefahr ist.</p>
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<p>Vielen Dank!</p>
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Niederlande</em></p>
<p><em>Dieser Beitrag erschien zuerst auf <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/12/19/keep-the-world-talking%E2%80%94donate-to-global-voices/">Global Voices</a>. Die <a href="http://de.globalvoicesonline.org/2008/12/20/haltet-den-dialog-der-welt-am-leben-%E2%80%94-spendet-fur-global-voices/">&#220;bersetzung</a> erfolgte durch Martin Ruopp, Teil des &#8220;<a href="http://globalvoicesonline.org/lingua/">Project Lingua</a>&#8220;. Die Ver&#246;ffentlichung auf der Readers Edition erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Global Voices.</em>
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