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	<title>Readers Edition</title>
	<link>http://www.readers-edition.de</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 19:03:59 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>&#8220;Rentenreform als Teil der Reforml&#252;ge&#8221; – ein Redebeitrag von Albrecht M&#252;ller</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 17:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Margareth Gorges</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Verantwortlich: Albrecht M&#252;ller &#124; http://www.nachdenkseiten.de/?p=3683
Am 30.10.2008 trafen sich Norbert Bl&#252;m, Oskar Lafontaine, Ottmar Schreiner, Peter Sodann, Sven Kuntze und Albrecht M&#252;ller zu einer &#214;ffentlichen Veranstaltung in Braunschweig. Thema: &#8220;W&#252;rde im Alter - Nein zur Rente ab 67!&#8221;, Moderation: Diether Dehm. Veranstalter waren die Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen und die Fraktionen Die Linke im Nieders&#228;chsischen Landtag und im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verantwortlich: <a title="Beitr&#228;ge von Albrecht M&#252;ller" href="http://www.nachdenkseiten.de/?author=2">Albrecht M&#252;ller</a> | <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=3683">http://www.nachdenkseiten.de/?p=3683</a></p>
<p>Am 30.10.2008 trafen sich Norbert Bl&#252;m, Oskar Lafontaine, Ottmar Schreiner, Peter Sodann, Sven Kuntze und Albrecht M&#252;ller zu einer &#214;ffentlichen Veranstaltung in Braunschweig. Thema: &#8220;W&#252;rde im Alter - Nein zur Rente ab 67!&#8221;, Moderation: Diether Dehm. Veranstalter waren die Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen und die Fraktionen Die Linke im Nieders&#228;chsischen Landtag und im Bundestag. - Ein Mitschnitt meiner Rede liegt jetzt vor. Da die Analyse der g&#228;ngigen Propaganda und sichtbaren politischen Korruption immer noch aktuell ist, hier die Aufzeichnung mit ein paar, hoffentlich entschuldbaren technischen Schw&#228;chen …</p>
<p><strong>Teil 1: &#8220;Rentenreform als Teil der Reforml&#252;ge&#8221; ein Redebeitrag von Albrecht M&#252;ller</strong></p>
<p><object width="425" height="344"><br />
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<p><strong>Teil 2: &#8220;Rentenreform als Teil der Reforml&#252;ge&#8221; ein Redebeitrag von Albrecht M&#252;ller</strong></p>
<p><object width="425" height="344"><br />
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<p><strong>Teil 3: &#8220;Rentenreform als Teil der Reforml&#252;ge&#8221; ein Redebeitrag von Albrecht M&#252;ller</strong></p>
<p><object width="425" height="344"><br />
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</p>
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		<title>Milliarden f&#252;r Moribunde</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/05/milliarden-fuer-moribunde/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 16:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[A Change is gonna come: Der k&#252;nftige US-Pr&#228;sident Barack Obama eifert Deutschlands Ex-Klimakanzlerin nach und senkt die Steuern. Nachdem Angela Merkel massive Steuersenkungen und h&#246;here Staatsausgaben im Zuge eines &#8220;Konjunkturpakets II&#8221; f&#252;r richtig und wichtig erkl&#228;rt hat, will auch der neue Mann im Wei&#223;en Haus die Heilung der Weltwirtschaft nicht mehr l&#228;nger blockieren. Nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>A Change is gonna come: Der k&#252;nftige US-Pr&#228;sident Barack Obama eifert Deutschlands Ex-Klimakanzlerin nach und senkt die Steuern. Nachdem Angela Merkel massive Steuersenkungen und h&#246;here Staatsausgaben im Zuge eines &#8220;<a href="http://newsticker.welt.de/?module=dpa&#038;id=19972380">Konjunkturpakets II</a>&#8221; f&#252;r richtig und wichtig erkl&#228;rt hat, will auch der neue Mann im Wei&#223;en Haus die Heilung der Weltwirtschaft nicht mehr l&#228;nger blockieren. Nach dem Vorbild der deutschen Regierung, die <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gbvozq4qvmEcaGuNVWG7J_PB4zyg">40 Milliarden Euro</a> zur Belebung der Wirtschaft springen l&#228;sst, haut auch Obama noch mal richtig was aus der leeren Staatskasse: Mit <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/vwdnews/0,2828,ticker-28152402,00.html">775 Milliarden nagelneuen Dollar</a> wird der moribunde Patient gesundgespritzt, <a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/368717">mehr als 300 Milliarden davon sollen f&#252;r Steuersenkungen</a> eingesetzt werden, von denen vor allem die Mittelschicht profitieren soll.</p>
<p><strong>Noch mehr billiges Geld wird jetzt heilend wirken</strong></p>
<p>Pro Kopf der Bev&#246;lkerung geben die Amerikaner damit noch einmal 2700 Dollar aus, um die verh&#228;ngnisvolle &#8220;&#196;ra des billigen Geldes&#8221; durch eine v&#246;llig neue Politik des ganz billigen Geldes zu beenden. A Change is gonna come!!! Billiges Geld gilt als Verursacher der &#8220;schlimmsten Rezession&#8221; seit der &#214;lkrise, dem Zweiten Weltkrieg, den 20er Jahren und den Tagen, als die T&#252;rken vor Wien standen, noch mehr billiges Geld wird jetzt heilend wirken.</p>
<p>Dennoch zeigt sich die krisenfeste deutsche Regierung mit 480 Euro nicht ganz so spendabel wie &#8220;unsere amerikanischen Freunde&#8221; (Angela Merkel). Aber im &#8220;Ernstfall&#8221;, das hatte die Klimakanzlerin im Ruhestand ja noch bis zu ihrer Neujahrsansprache beteuert, wird man sicher &#8220;nochmal schnell und entschieden handeln&#8221;.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2009/01/milliarden-fr-moribunde.html">politplatschquatsch.com </a>
</p>
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		<title>Warum wir heute ein wirtschaftliches B&#252;rgerrecht brauchen</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/05/warum-wir-heute-ein-wirtschaftliches-buergerrecht-brauchen/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 13:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Henrik Wittenberg</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Ohne wirtschaftliche Perspektive, zumal in einem wohlhabenden Land wie dem unseren, ist auch die politische Teilnahme gef&#228;hrdet. Wer permanent die Sicherung seiner Grundbed&#252;rfnisse verfolgen muss, hat wenig Lust, an der politischen Willensbildung teilzunehmen. Ohne Perspektive f&#252;r mein eigenes Leben kann ich auch andere nicht f&#252;r neue gesellschaftliche Perspektiven begeistern.
Erkenntnisse, die auf die Zunahme von gesellschaftlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne wirtschaftliche Perspektive, zumal in einem wohlhabenden Land wie dem unseren, ist auch die politische Teilnahme gef&#228;hrdet. Wer permanent die Sicherung seiner Grundbed&#252;rfnisse verfolgen muss, hat wenig Lust, an der politischen Willensbildung teilzunehmen. Ohne Perspektive f&#252;r mein eigenes Leben kann ich auch andere nicht f&#252;r neue gesellschaftliche Perspektiven begeistern.</p>
<p>Erkenntnisse, die auf die Zunahme von gesellschaftlicher Exklusion hinweisen, finden sich nicht nur in aktuellen Studien durch Politologen und Soziologen (siehe <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/539/302535/text/">S&#252;ddeutsche Zeitung &#8220;Das Verstummen der Armen&#8221;</a> und <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_226/03.html">&#8220;Dritter Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung&#8221;</a>), sondern sind auch aus Untersuchungen &#252;ber ehrenamtliche Arbeit bekannt: Oft sind es diejenigen, die aufgrund ihrer finanziell abgesicherten Situation (Spitzenverdiener, Rentner mit hoher Rente bzw. Pension) den Luxus von Zeit und Gelegenheit besitzen, sich gesellschaftlich zu engagieren oder als F&#246;rderer von kulturellen Einrichtungen aufzutreten.</p>
<p>Hartz IV-Empf&#228;nger oder Ein-Euro-Jobber sind laut Statistik weniger in ehrenamtlichen Einrichtungen t&#228;tig, ungeachtet des mitunter starken Wunsches nach einem vermehrten pers&#246;nlichen Engagement in diesem f&#252;r unser Gemeinwesen so wichtigen Bereich (Das, am Existenzminimum herumkrebsende, abh&#228;ngig Besch&#228;ftigte ebenso unterrepr&#228;sentiert sind, d&#252;rfte alle, die sich schon in solchen Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnissen &#8220;verwirklichen&#8221; durften, nicht sonderlich &#252;berraschen.).</p>
<p>Dies ist nicht nur ungerecht sondern entspricht auch nicht dem Bed&#252;rfnis vieler Menschen, die vom &#8220;regul&#228;rem&#8221; Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, jedoch der Gemeinschaft mehr zu geben h&#228;tten und dies auch gerne tun w&#252;rden. Hier besteht die Gefahr, dass das Fundament unserer Gesellschaftsordnung nachhaltig besch&#228;digt wird.</p>
<p>Brauchen wir darum f&#252;r die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und die Teilnahme an demokratischen Prozessen nicht auch ein wirtschaftliches B&#252;rgerrecht (&#8221;Demokratie braucht Sicherheit!&#8221;)? Die Politik(er)-Verdrossenheit und die soziale Verunsicherung steigen in dem Ma&#223;e, wie uns B&#252;rgern das Projekt Globalisierung als &#8220;natur&#228;hnlicher&#8221;, unausweichlicher und kaum gestaltbarer Prozess begegnet, der f&#252;r eine solidarisch gestaltbare Gesellschaftsentwicklung wenig Spielr&#228;ume offen l&#228;sst.</p>
<p>Ein Wirtschaftssystem, das unter ethischen, &#246;kologischen und sozialen Gesichtspunkten funktionieren soll, bedingt allerdings nicht nur einen starken, handlungsf&#228;higen Staat, sondern auch demokratische und wirtschaftliche Freiheit, die uns B&#252;rgern gestattet, den allgemeinen &#8220;Kurs&#8221; auf nationaler und internationaler Ebene mitzugestalten (z.B. durch neue Regeln f&#252;r Arbeits- und Finanzm&#228;rkte, aber auch mit Hilfe von neuen Steuer- und Sozialsystemen).</p>
<p><strong>Demokratische Freiheit</strong> bedeutet: Ich kann mich jederzeit im Rahmen meines B&#252;rgerstatus (Staatsb&#252;rgerschaft/Aufenthaltsberechtigung) an der Weiterentwicklung unseres Gemeinwesens beteiligen, z.B. durch soziale, politische und kulturelle T&#228;tigkeiten. In einem Umfang, den ich selbst f&#252;r angemessen halte. Allerdings ohne dadurch wirtschaftliche oder politische Sanktionen in Form von Arbeitsplatzverlust oder &#8220;Ma&#223;nahmen&#8221; der Sozialb&#252;rokratie bef&#252;rchten zu m&#252;ssen.</p>
<p><strong>Wirtschaftliche Unabh&#228;ngigkeit</strong> bedeutet: Ich muss mir nicht die Bedingungen diktieren lassen, unter denen ich arbeiten muss, da ich ja durch mein wirtschaftliches B&#252;rgerrecht nicht mehr ausschlie&#223;lich vom Lohn als alleiniger Existenzgrundlage abh&#228;ngig bin. Es bedeutet aber auch, dass ich als Konsument im Wirtschaftskreislauf Verantwortung besitze (&#8221;Einkommen verpflichtet.&#8221;). Denn ob es durch die Wahl meiner Produkte und Dienstleistungen auch sozial und fair in den Herkunftsl&#228;ndern und deren Produktionsst&#228;tten zugeht, wird nicht zuletzt durch mein (Kauf-)Verhalten beeinflusst.</p>
<p>Ausgestattet mit einem wirtschaftlichen B&#252;rgerrecht k&#246;nnte ich als Konsument meine Markt- und Konsumentenmacht in einem gr&#246;&#223;eren Umfang ausspielen, in dem ich z. B. Produkte und Dienstleistungen vermehrt unter ethischen und &#246;kologischen Aspekten kaufe bzw. in Anspruch nehme und damit meine Wertvorstellungen zum Ausdruck bringe. Es gibt nicht nur einen &#246;kologischen, sondern auch einen moralischen Fu&#223;abdruck, den wir in dieser Welt hinterlassen.</p>
<p><strong>&#8220;One man, one income&#8221;<br />
</strong><br />
Daf&#252;r sind aber mindestens zwei Dinge notwendig: Erstens, eine aufgekl&#228;rte, demokratische Gesellschaftsordnung, deren B&#252;rger sich ihrer Macht und ihres Einflusses auf den Verlauf der Globalisierung bewusst werden. Und zweitens, ein wirtschaftliches B&#252;rgerrecht (&#8221;Recht auf Einkommen&#8221;), das in Zukunft jedem B&#252;rger den materiellen Hebel zur Durchsetzung seiner Vorstellungen in die Hand gibt (fr&#252;her: &#8220;One man, one vote&#8221; – heute: &#8220;One man, one income&#8221;).</p>
<p>© 2009 <a href="mailto:h.wittenberg@bgekoeln.de">Henrik Wittenberg</a>, K&#246;lner Initiative Grundeinkommen, <a href="http://www.bgekoeln.de/">www.bgekoeln.de</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>4000 demonstrieren gegen die israelische Milit&#228;roperation &#8220;Gegossener Blei&#8221; in Gaza</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/03/4000-demonstrieren-gegen-die-israelische-militaeroperation-gegossener-blei-in-gaza/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 18:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Metin Demirkaya</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
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		<description><![CDATA[Mehr als 4000 Menschen haben heute in D&#252;sseldorf einem Aufruf der pal&#228;stinensischen Gemeinde D&#252;sseldorf Folge geleistet, um gegen die anhaltende Milit&#228;roffensive in Gaza friedlich protestiert.
In D&#252;sseldorf protestierten etwa 4000 Menschen gegen die seit Tagen anhaltenden Luftangriffe der Israelischen Armee auf den Gaza-Streifen. Die Demonstranten forderten auf Plakaten den sofortigen Stopp der israelischen Angriffe auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.readers-edition.de/bilderschauen/demonstration-gegen-die-luftangriffe-in-gaza/P1010462.JPG"><br />
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/P1010462.JPG" /></dt>
<dd>Photo via Autor</dd>
</dl>
<p></a><em>Mehr als 4000 Menschen haben heute in D&#252;sseldorf einem Aufruf der </em><em><a href="http://www.pgduesseldorf.org/Demo/Demo.html">pal&#228;stinensischen Gemeinde D&#252;sseldorf</a> Folge geleistet, um gegen die anhaltende <a title="Gegossener Blei" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1651456_Operation-Gegossenes-Blei.html">Milit&#228;roffensive in Gaza</a> friedlich protestiert.</em></p>
<p>In D&#252;sseldorf protestierten etwa <a href="http://neu.az-web.de/sixcms/detail.php?template=an_detail&#038;id=767204&#038;_wo=Lokales:Euregio">4000 Menschen</a> gegen die seit Tagen anhaltenden Luftangriffe der Israelischen Armee auf den Gaza-Streifen. Die Demonstranten forderten auf Plakaten den sofortigen Stopp der israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen in Pal&#228;stina. Neben zahlreichen Pal&#228;stinensern haben sich auch viele andere Nationen solidarisch gezeigt und sind dem Aufruf  der Pal&#228;stinensischen Gemeinde D&#252;sseldorf gefolgt. Diese hatte etwa 700 Teilnehmer erwartet.</p>
<p><strong>&#8220;Frieden im Nahen Osten&#8221;</strong></p>
<p>Die Demonstranten forderten lautstark mit Parolen die sofortige Beendigung der Luftoffensive durch das israelische Milit&#228;r. Sie bezeichneten Israel als Kinderm&#246;rder und forderten die UNO auf, sofort zu intervenieren. Zudem warfen sie der Weltgemeinschaft vor, die Augen zu verschlie&#223;en. Wie die Polizei mitteilte, verlief die Kundgebung mit dem Titel &#8220;Frieden im Nahen Osten&#8221; friedlich und ohne St&#246;rungen. &#8220;Die Demonstrationsteilnehmer verhielten sich ausgesprochen diszipliniert und trugen damit ganz erheblich zu einem friedlichen Verlauf der Versammlung bei&#8221;, res&#252;mierte der Einsatzleiter Dieter H&#246;hbusch. Die Polizei hatte etwa 500 Beamtinnen und Beamte im Einsatz und einen Helikopter. Laut Polizeiangaben wurden vier Personen verhaftet, die versucht hatten, die Demonstration zu st&#246;ren.</p>
<p><strong>Zur Bilderserie: &#8220;<a href="https://www.readers-edition.de/bilderschauen/demonstration-gegen-die-luftangriffe-in-gaza/P1010462.JPG">News in Bildern</a>&#8220;  </strong>
</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dialog ist keine Alternative</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/03/dialog-ist-keine-alternative/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/03/dialog-ist-keine-alternative/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 14:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Pfennig</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[Manch ein Zeitgenosse fordert mehr Dialog im Nahen Osten. Dabei wird vergessen, dass es ganz entscheidend ist, wer den Dialog f&#252;hrt und &#252;ber was.
Im aktuellen Konflikt zwischen der Hamas und Israel geht es nicht um einen Streit zwischen benachbarten Staaten. Im Wesentlichen geht es darum, dass die Hamas, als Teil der Muslimbruderschaft versucht Israel zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manch ein Zeitgenosse fordert <a href="http://www.readers-edition.de/2009/01/02/zum-dialog-gibt-es-keine-alternative/">mehr Dialog</a> im Nahen Osten. Dabei wird vergessen, dass es ganz entscheidend ist, wer den Dialog f&#252;hrt und &#252;ber was.</p>
<p>Im aktuellen Konflikt zwischen der Hamas und Israel geht es nicht um einen Streit zwischen benachbarten Staaten. Im Wesentlichen geht es darum, dass die Hamas, als Teil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muslimbr%C3%BCder">Muslimbruderschaft</a> versucht Israel zu provozieren und damit in der arabischen Welt Aufst&#228;nde gegen die dort herrschenden Regierungen anzuzetteln. Zudem will die Hamas ihre St&#228;rke beweisen und damit der Hisbollah nicht nachstehen.</p>
<p>Die  von der Hamas gestellten Bedingungen wie die &#214;ffnung der Grenzen sind dabei nicht ehrlich gemeint. Die Hamas hat zu keinem Zeitpunkt ihre Angriffe eingestellt und wird dies auch in Zukunft nicht tun. Israel kann also nichts auf der Verhandlungsebene tun, um den Konflikt zu stoppen.</p>
<p>Eine Quassam-Rakete der Hamas, die auf Israel abgeschossen wird kostet etwa 500 Euro. Die Hamas entscheidet sich bewusst Material f&#252;r diese hineinzuschmuggeln anstatt Lebensmittel oder andere G&#252;ter. Dies ist eine bewusste Entscheidung f&#252;r den Konfilkt und gegen die eigene Bev&#246;lkerung. Das erkennen inzwischen sogar Kinder im Gaza-Streifen.<br />
<object width="425" height="344"><br />
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fLIdxF-GHWw&#038;hl=de&#038;fs=1"></param>
<param name="allowFullScreen" value="true"></param>
<param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/fLIdxF-GHWw&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Krieg ist etwas furchtbares. Es w&#228;re sch&#246;n, wenn die Menschheit ganz auf Kriege und Armeen verzichten w&#252;rde. Aber das ist nicht mit einem &#8220;Schnipp&#8221; getan. Und Vorschl&#228;ge wie eine Waffenruhe werden den Konflikt auch nicht l&#246;sen. Die einzige Alternative, die Israel gehabt h&#228;tte, w&#228;re nicht auf die Raketenangriffe zu reagieren - sie einfach zu erdulden. Die Frage ist aber, ob es irgendein Land der Erde gibt, wo das so praktiziert w&#252;rde? Wir in Deutschland f&#252;hren sogar Krieg gegen Unschudige in Afghanistan, obwohl Afghanistan uns niemals attackiert hat. Und wir, die wir im Ausland Kriege f&#252;hren, wollen nun Israel empfehlen nichts zu tun?</p>
<p><strong>Das Pal&#228;stina-Problem ist alles andere als rein lokal zu betrachten. </strong></p>
<p>Was w&#228;re, wenn Israel ein muslimisches Land w&#228;re? Hamas w&#252;rde nicht wagen, es zu beschiessen. Letztlich gibt es &#252;berall in der arabischen Welt ein &#228;hnliches Unterdr&#252;ckungsverh&#228;ltnis wie zwischen Israel und den Pal&#228;stinensern. Und oft sind es sogar Pal&#228;stinenser, die im arabischen Ausland &#228;hnlich oder schlechter behandelt werden als im Gaza-Streifen.</p>
<p>Interessant war 2007 zu beobachten, dass die Attacken der libanesischen Armee auf das Fl&#252;chtlingslager <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nahr_al-Bared">Nahr al-Baled</a> nicht die &#246;ffentliche Beachtung fanden wie zuvor der Angriff israelischer Truppen auf die Hisbollah oder auch die Angriffe jetzt im Gaza-Streifen. Was sagt uns das? Dass es eben der &#214;ffentlichkeit nicht wirklich um die Toten und die Schicksale geht - kritisiert wird eben oft nur dann, wenn Israel oder die USA die Aggressoren sind. Oder gab es damals auch EU-Politiker die vom Libanon einen Waffenstillstand gegen&#252;ber dem Fl&#252;chtlingslager verlangten?</p>
<p><strong>Und wie weiter? </strong></p>
<p>Keine L&#246;sung scheint ein eigener Pal&#228;stinenser-Staat zu sein. Wie das Beispiel Gaza zeigt, &#228;ndert es ja nichts, wenn Israel Gebiete vollst&#228;ndig den Pal&#228;stinensern &#252;berl&#228;sst. Ich denke, dass es dagegen keine Alternative gibt zu einer inneren Ann&#228;herung. Im Grunde ist der Konflikt Israel-Pal&#228;stina eine letzte Nachwehe der Zeit der Kolonialisierung dieser Gebiete. Die Gefechte sind noch nicht ausgefochten. Und der Pal&#228;stinakonflikt eignet sich leider zu hervorragend dazu politisch instrumentalisiert zu werden. Wer einfach nur fordert, dass die Waffen in Pal&#228;stina schweigen sollen, der ist naiv - denn dieser Konflikt ist nur ein Symptom.</p>
<p>Im Wesen ist es der gleiche Konflikt wie im Irak oder Afghanistan: Der Westen k&#228;mpft um seine Vorherrschaft und Deutungsmacht. Dazwischen sind Israelis und Pal&#228;stinenser, die von allen Seiten benutzt werden. Beide Parteien h&#228;tten sicher l&#228;ngst ihren Frieden gemacht, wenn man sich darauf verst&#228;ndigt h&#228;tte den Konflikt nicht dort auszutragen. F&#252;r Israel ist es ein &#220;berlebenskampf - und f&#252;r manche Pal&#228;stineser geht es einfach ums Prinzip einen j&#252;dischen Staat unter keinen Umst&#228;nden tolerieren zu wollen. Wo ist da Spielraum f&#252;r einen Dialog?
</p>
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		<title>&#8220;Lieber Blogs als Barrikaden&#8221; - Ein Lesetipp</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 18:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[  &#8220;Open Democracy = Democracy 2.0 - Und Obama macht es vor.&#8221;, titelte unser Autor Lukas Lehmann im November vergangenen Jahres. Wie kaum ein anderer hat der k&#252;nftige US-Pr&#228;sident das Internet f&#252;r seine Zwecke genutzt und darf nun am 20. Januar ins Wei&#223;e Haus einziehen. Doch auch seine Gegner haben die M&#246;glichkeiten des World Wide [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/ace.jpg" /></dt>
<dd>Ace schreibt gegen Barack Obama und seine Anh&#228;nger an. Photo: screenshot</dd>
</dl>
<p>&#8220;Open Democracy = Democracy 2.0 - Und Obama macht es vor.&#8221;, <a href="https://www.readers-edition.de/2008/11/11/open-democracy-democracy-20-und-obama-macht-es-vor">titelte</a> unser Autor Lukas Lehmann im November vergangenen Jahres. Wie kaum ein anderer hat der k&#252;nftige US-Pr&#228;sident das <a href="https://www.readers-edition.de/2008/11/06/obama-und-seine-sozialen-netzwerke-was-nun-ein-lesetipp">Internet f&#252;r seine Zwecke</a> genutzt und darf nun am 20. Januar ins Wei&#223;e Haus einziehen. Doch auch seine Gegner haben die M&#246;glichkeiten des World Wide Webs f&#252;r sich entdeckt. Mit &#8220;<a href="http://www.zeit.de/online/2008/52/jugend-bewegung-usa?page=1">Jugend in den USA - Lieber Blogs als Barrikaden</a>&#8220;, l&#228;sst uns heute Oskar Piegsa von zeit.de wissen, wie amerikanische Konservative neuerdings versuchen gegen den &#8220;<a href="https://www.readers-edition.de/2008/11/06/die-hoffnung-heisst-obama">Hoffnungstr&#228;ger</a>&#8221; anzukommen.</p>
<p>Im Internet und auf dem Hochschulcampus h&#228;tten sie sich formiert, um die &#8220;Erneuerung der US-Rechten&#8221; voranzutreiben, beschreibt der Autor die derzeitige Situation. Die Forderung, die diese jungen Menschen zusammenschwei&#223;t: &#8220;Republikaner m&#252;ssen wieder anfangen, sich wie die Konservativen zu benehmen, als die sie sich behaupten.&#8221; Denn f&#252;r die Studenten scheint klar, Amerika liebe immer noch traditionelle Werte.</p>
<p><strong>&#8220;Einer, der hart austeilt und sich weit aus dem Fenster lehnt&#8221;</strong></p>
<p>Vertreten werden diese beispielsweise durch den rechten Blogger Ace, der mit seiner Seite &#8220;<a href="http://ace.mu.nu/">Ace of Spades HQ</a>&#8221; einen Gegenpol zur &#252;berwiegend links orientierten politischen Blog-Landschaft in den USA darstellt. Piegsa beschreibt ihn als &#8220;genuinen Meinungsmacher des Internetzeitalters. Einer, der hart austeilt und sich weit aus dem Fenster lehnt, seinen b&#252;rgerlichen Namen aber f&#252;r sich behalten will.&#8221; Und das scheint sich trotz seiner Anonymit&#228;t auszuzahlen: Auf 100.000 Internetzugriffe bringt es der im realen Leben eher unsicher wirkende Mann pro Tag. Eine Auszeichnung als &#8220;bester konservativer Blogger des Jahres 2008&#8243; hat er ebenfalls schon eingestrichen. Und so schreibt er auch dieser Tage weiter &#8220;gegen den designierten Pr&#228;sidenten und seine Anh&#228;nger&#8221; an.
</p>
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		<title>Zum Dialog gibt es keine Alternative</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/02/zum-dialog-gibt-es-keine-alternative/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 15:58:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Alt</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
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		<description><![CDATA[&#220;ber 400 Tote und mehr als 2.000 Verletzte hat Israels Angriff auf den Gazastreifen bisher gekostet. Kann so Frieden entstehen? Oder Sicherheit? Israels Milit&#228;rpolitik schafft nicht mehr, sondern weniger Sicherheit. Jedes pal&#228;stinensische Todesopfer wird die radikale Hamas st&#228;rken und noch mehr radikalisieren.
Je aussichtsloser  und verzweifelter  die Lage der pal&#228;stinensischen Menschen wird, desto mehr werden sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber 400 Tote und mehr als 2.000 Verletzte hat Israels Angriff auf den Gazastreifen bisher gekostet. Kann so Frieden entstehen? Oder Sicherheit? Israels Milit&#228;rpolitik schafft nicht mehr, sondern weniger Sicherheit. Jedes pal&#228;stinensische Todesopfer wird die radikale Hamas st&#228;rken und noch mehr radikalisieren.</p>
<p>Je aussichtsloser  und verzweifelter  die Lage der pal&#228;stinensischen Menschen wird, desto mehr werden sie denen zujubeln, die auf Israel mit Raketen schie&#223;en. Israels heutiger Kriegsminister Ehud Barak wurde einmal gefragt, was er t&#228;te, wenn er Pal&#228;stinenser w&#228;re. Seine undiplomatische, aber ehrliche Antwort:  &#8220;Ich w&#252;rde gegen Israel k&#228;mpfen.&#8221;</p>
<p>Der israelische Politiker und Friedensaktivist Uri Avnery sagt &#252;ber Barak, an seinen H&#228;nden klebe mehr pal&#228;stinensisches Blut als bei jedem anderen israelischen Politiker oder Milit&#228;r. Und der Leiter des Alternativen Informationszentrums in Jerusalem, Michel Warschawski, verlangt, dass Barak wegen der Abriegelung des Gazastreifens und der daraus folgenden totalen Isolation der pal&#228;stinensischen Bev&#246;lkerung von Hilfsg&#252;tern vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag einen Prozess bekommt.</p>
<p><strong>Nat&#252;rlich sagt auch Barak, er wolle Frieden. Das sagen alle israelischen Politiker seit 60 Jahren. </strong></p>
<p>Aber sie wollen Frieden immer nur zu ihren Bedingungen. Doch solange Israel auf pal&#228;stinensischem Gebiet israelische Siedlungen und Mauern baut und die Pal&#228;stinenser aushungern lassen will, wird es einen gerechten Frieden nicht geben k&#246;nnen.</p>
<p>Wer im Nahen Osten wirklich an Frieden interessiert ist, muss zuallererst und ernsthaft daran arbeiten, dass die Lebensbedingungen der Pal&#228;stinenser verbessert werden. Ohne mehr Gerechtigkeit wird es keinen Frieden geben. Nicht nur die Israelis, auch die Pal&#228;stinenser brauchen Lebensmittel, Wasser und Strom.</p>
<p>Doch zurzeit haben weder die Hamas noch die israelische Regierung einen Friedensplan. Die Blindheit beider Seiten f&#252;r die berechtigten Lebensinteressen der anderen Seite ist das eigentliche Problem dieses unendlichen Konflikts mit immer mehr Opfern. Doch Moral und menschliches Leid sind f&#252;r Machtpolitiker wie Barak oder die Hamas-F&#252;hrer zweitranig. Gnadenlose Angriffe auf den Gegner sind ihnen wichtiger.</p>
<p><strong>Israel, die USA unter Obama und die EU werden k&#252;nftig auch mit der Hamas verhandeln m&#252;ssen. </strong></p>
<p>Das haben sie bisher abgelehnt. Schlie&#223;lich hat die Mehrheit der Pal&#228;stinenser die Hamas in einer freien Wahl gew&#228;hlt. Zum Dialog gibt es keine Alternative.</p>
<p>Quelle: <a href="http://sonnenseite.com/index.php?pageID=95&#038;article:oid=a11784&#038;template=article_detail.html">Franz Alt 2009</a></p>
<p><strong>Mehr zum Thema: </strong></p>
<p>- <a href="http://www.readers-edition.de/2009/01/02/stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-einer-geht-hin/">Stell dir vor es ist Krieg - und einer geht hin</a>
</p>
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		<title>Stell dir vor es ist Krieg - und einer geht hin</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/02/stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-einer-geht-hin/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/02/stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-einer-geht-hin/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 15:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andré marty</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
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		<description><![CDATA[Siebter Tag des israelischen Krieges gegen den Gaza-Streifen. Sieben N&#228;chte und Tage lang Luft- und Seeangriffe auf einen der dichtest besiedelten Orte der Welt. 426 tote Pal&#228;stinenser, 2 000 Verletzte, vier tote Israeli und dutzende Schockierte in Spit&#228;lern. Das der Stand der Todesliste Freitag Mittag, Tendenz asymetrisch rasch steigend.
Auch die Horde der Kriegsreporter ist eingeflogen; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/ahead.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>Siebter Tag des israelischen Krieges gegen den Gaza-Streifen. Sieben N&#228;chte und Tage lang Luft- und Seeangriffe auf einen der dichtest besiedelten Orte der Welt. 426 tote Pal&#228;stinenser, 2 000 Verletzte, vier tote Israeli und dutzende Schockierte in Spit&#228;lern. Das der Stand der Todesliste Freitag Mittag, Tendenz asymetrisch rasch steigend.</p>
<p>Auch die Horde der Kriegsreporter ist eingeflogen; Schmeissfliegen, auf der Suche nach &#8220;some good pictures.&#8221; Ein Amerikaner fragt mich, wo denn die Toten seien – wir stehen ein paar Meter neben israelischen Panzern an der Grenze zum Gaza-Streifen. &#8220;Funny stuff&#8221;, meint ein Fotograf und schaut den Appaché-Helikoptern nach, die &#252;ber Gaza kreisen, auf ihre n&#228;chsten Ziele wartend. Wie im Film, blo&#223; echt.</p>
<p>Ein amerikanischer Journalist, offensichtlich noch nicht so richtig mit den Begebenheiten eines Krieges vertraut, hat sich einen bewaffneten Leibw&#228;chter mitgebracht. Dass just dann ein Alarm losgeht – theoretisch bleiben dir dann 15 Sekunden, um in einen Bunker zu rennen – als der Gorilla seine Jacke auszieht und seine sieben Telephone und Ohrst&#246;psel ordnet, beunruhigt den Ami so sehr, dass er sich laut schreiend kurzerhand unter ein Auto verkriechen will, das direkt neben einem Bunker steht&#8230; Immer noch lautstark protestierend, wird der Gute dann erst mal in irgend ein Hotel gekarrt, damit er sich neu anziehen kann; journalism at his best.</p>
<p>Kurz vor einer Live-Schaltung muss es allerdings auch bei mir schnell gehen: runter in den Dreck – und zwar ohne lange zu &#252;berlegen. Es kracht laut, ich finde mich wieder neben dem Kollegen von Al Jazeera liegend, es kracht noch einmal. Gl&#252;ck gehabt. Wir schauen uns an, stehen auf und erz&#228;hlen unseren &#8220;lieben Zuschauerinnen und Zuschauern&#8221; was von einem abgelehnten Waffenstillstands-Angebot. Als ob nichts geschehen w&#228;re.</p>
<p>Radio DRS3 ruft an, will ein Interview &#8220;von der Front&#8221;, da ich am vorabend w&#228;hrend einer Live-Schaltung zusammengezuckt sei, offenbar war Bombenl&#228;rm zu h&#246;ren. Just w&#228;hrend des Interviews fliegt wieder eine Qassam &#252;ber unsere K&#246;pfe: &#8220;Herr Marty, was sehen Sie gerade, beschreiben Sie’s.&#8221;</p>
<p><strong>Israels oberstes Gericht zwingt die israelische Regierung, endlich die Grenzen zum Gaza-Streifen f&#252;r Journalisten zu &#246;ffnen. </strong></p>
<p>Die Regierung der Herren Olmert, Barak und Dame Livni sehen das ganz anders: Trotz Richterspruch sind ausl&#228;ndische Journalisten immer noch aus dem Gaza-Streifen ausgesperrt – &#8220;berichtet lieber &#252;ber die armen Kinder in den Bunkern im S&#252;den Israels&#8221;, meint der Chef des israelischen Government Press Office. Das also die offizielle Begr&#252;ndung f&#252;r die israelische Medienzensur. Eine Zensur, die als n&#228;chster Schritt des israelischen Propaganda-Krieges noch zu schreiben geben wird; keine Sorge.</p>
<p>Derweil kommt aus der Redaktion in der fernen Schweiz die dringende Bitte, doch auf ein Halstuch zu verzichten, mache mich irgendwie zum Pal&#228;stinenser, einer meint gar zum Taliban&#8230; – Feedback vom Feinsten.</p>
<p>Stell’ dir vor es ist Krieg – und einer geht hin.</p>
<p><em>Dieser Beitrag erschien zuerst auf <a href="http://andremarty.com/index.php?/archives/208-Stell-dir-vor-es-ist-Krieg-und-einer-geht-hin.html">andremarty.com</a>. </em>
</p>
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		<item>
		<title>Lila, der letzte Versuch</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/lila-der-letzte-versuch/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 18:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
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		<description><![CDATA[Da ist sie wieder, Deutschlands beliebteste Politikerin Angela Merkel. Bei ihrer diesj&#228;hrigen Silvesteransprache hat die ehemalige Klima-Kanzlerin die &#8220;Menschen in Deutschland um Zuversicht&#8221; gebeten. &#8220;Wir k&#246;nnen uns viel zutrauen und gemeinsam noch mehr erreichen&#8221;, sagte Merkel, deren Auftritt allerdings klar machte, wie schlimm es wirklich um die Bundesrepublik steht.
Im vergangenen Jahr hatte sich Merkel noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/merk08.jpg" /></dt>
<dd>Photo: via PPQ</dd>
</dl>
<p>Da ist sie wieder, Deutschlands beliebteste Politikerin Angela Merkel. Bei ihrer diesj&#228;hrigen <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Rede/2008/12/2008-12-31-merkel-neujahrsansprache.html">Silvesteransprache</a> hat die ehemalige Klima-Kanzlerin die &#8220;<a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gwJVYw5McN6coIn-02SANfWEaoSg">Menschen in Deutschland um Zuversicht</a>&#8221; gebeten. &#8220;Wir k&#246;nnen uns viel zutrauen und gemeinsam noch mehr erreichen&#8221;, sagte Merkel, deren Auftritt allerdings klar machte, wie schlimm es wirklich um die Bundesrepublik steht.</p>
<p>Im vergangenen Jahr hatte sich Merkel noch vor lichtblauem Hintergrund gezeigt, der Reichstag am Horizont war fr&#246;hlich beleuchtet, zum edlen Blazer trug die Kanzlerin ein leuchtend rotes, der Zukunft zugewandtes T-Shirt.</p>
<p><strong>Ganz anders anno 2008</strong></p>
<p>Finster und kalt ist es geworden hinter der CDU-Vorsitzenden, die statt eines L&#228;chelns schmale Lippen im Gesicht tr&#228;gt. Bleich ist die Kanzlerin in den letzten Monaten geworden, dar&#252;ber kann kein Makeup t&#228;uschen. Gesicht und Haar sind vampirwei&#223;, die deutsche Fahne neben dem Schreibtisch ist wie von Trauerflor umw&#246;lkt. Auch das Haar der geb&#252;rtigen Hamburgerin scheint d&#252;nner geworden, seit ihr Friseur Udo Waltz geheiratet und die Finanzkrise alle Gedanken okkupiert hat.</p>
<p>Angela Merkel rief die Bundesb&#252;rger auf, im neuen Jahr auf die eigene Kraft und die St&#228;rken Deutschlands zu vertrauen. &#8220;Meine Devise ist: Wir wollen die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise nicht einfach &#252;berstehen. Wir wollen st&#228;rker aus ihr herausgehen, als wir hineingekommen sind&#8221;, fleht sie, gewandet in violetten Stoff. Lila, der letzte Versuch.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/12/lila-der-letzte-versuch.html">politplatschquatsch.com</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Im Nirwana haltloser Versprechungen der Anbieter von Breitbandnetzzug&#228;ngen</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/im-nirwana-haltloser-versprechungen-der-anbieter-von-breitbandnetzzugaengen/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 15:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Erber</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Web &amp; Technik</category>
	<category>Wirtschaft</category>
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		<description><![CDATA[Es ist schon paradox: Einerseits wollen die Internetnetzbetreiber st&#228;ndig h&#246;here Bandbreiten jetzt durch Glasfaserverkabelungen bis zum Geb&#228;ude oder sogar bis in die Wohnung realisieren, d.h. den Breitbandnetzausbau bis zu &#220;bertragungsbandbreiten bis zu 1 Gbit/sec vorantreiben, gleichzeitig belegt eine aktuelle Studie des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) gravierende M&#228;ngel bei den derzeitigen DSL-Kunden. Die Deutsche Telekom verspricht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon paradox: Einerseits wollen die Internetnetzbetreiber st&#228;ndig h&#246;here Bandbreiten jetzt durch Glasfaserverkabelungen bis zum Geb&#228;ude oder sogar bis in die Wohnung realisieren, d.h. den Breitbandnetzausbau bis zu &#220;bertragungsbandbreiten bis zu 1 Gbit/sec <a href="http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Navigation/Service/publikationen,did=281474.html">vorantreiben</a>, gleichzeitig belegt eine <a href="http://www.vzbv.de/go/presse/1083/8/36/index.html">aktuelle Studie</a> des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV) gravierende M&#228;ngel bei den derzeitigen DSL-Kunden. Die Deutsche Telekom verspricht jetzt die Versorgungsl&#252;cke von rund f&#252;nf Mill. Haushalten mit DSL-Anschl&#252;ssen <a href="http://www.portel.de/nc/nachricht/artikel/21359-vatm-ex-monopolist-setzt-bundesregierung-zum-zweiten-mal-unter-druck/">schlie&#223;en zu wollen</a> und die konkurrierenden Anbieter erkl&#228;ren &#252;ber ihren Verband den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/VATM">VATM</a> ebenfalls jetzt <a href="http://www.vatm.de/content/pressemitteilungen/inhalt/29-12-2008.html">t&#228;tig werden zu wollen</a>.</p>
<p><strong><a href="http://www.blueprints.de/wortschatz/von-ganymed-bis-jahrmarkt-der-eitelkeiten/hannemann-geh-du-voran.html">Hannemann, geh Du voran</a></strong></p>
<p>Im Kern m&#246;chten alle dabei sein, aber keiner m&#246;chte f&#252;r die Kosten am Ende aufkommen. Die Bundesregierung m&#246;chte dies <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=285166.html">wettbewerbskonform</a> realisieren. Es m&#252;sste eigentlich ganz einfach sein.</p>
<p>Hierzu brauchte es:</p>
<ul>
<li>Eine      Universaldienstverpflichtung f&#252;r eine fl&#228;chendeckende Breitbandversorgung (BUSP)      in Deutschland auf gesetzlicher Grundlage. Dabei w&#252;rde eine      anbieterneutrale und technologieneutrale Regelung auch in angemessenen      Fristen z&#252;gig durchgesetzt werden k&#246;nnen.</li>
<li>Die      Bundesnetzagentur (<a href="http://www.bundesnetzagentur.de/enid/2.html">BNA</a>) w&#252;rde      die Erf&#252;llung der gesetzlichen Auflagen durch die Anbieter &#252;berwachen und      der B&#252;rger w&#228;re zufrieden.</li>
<li>Eine      insbesondere f&#252;r kosteng&#252;nstige Funknetzanschl&#252;sse Frequenzregulierung bei      der Neuvergabe der freigewordenen TV-Frequenzen <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/19/breitbandversorgung-in-deutschland-digitale-dividende-fuer-die-konjunkturstabilisierung-nutzen">wird z&#252;gig umgesetzt</a>.</li>
<li>Das      Ganze k&#246;nnte als Bestandteil des Konjunkturpakets II Mitte Januar 2009 vom      Kabinett verabschiedet und als Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht      werden.</li>
</ul>
<p>Leider hat man und setzt immer noch auf die Zauberwirkung eines unregulierten Marktes, der ohne staatliche Eingriffe dieses Wunder aus eigener Kraft herbeif&#252;hren sollte.</p>
<p>Leider geschieht das bereits seit mehreren Jahren aber nicht. Trotz mehrerer nationaler IT-Gipfel und vollmundiger Deklarationen kommt die unregulierte privatwirtschaftliche L&#246;sung nicht recht voran. Dies hat zur Folge, dass Deutschland nur mittelm&#228;&#223;ig bei der Breitbandversorgung im internationalen Vergleich <a href="http://www.oecd.org/dataoecd/62/7/40781696.pdf">abschneidet</a>.</p>
<p><strong>Was droht?</strong></p>
<p>Statt einer am Interesse der Bev&#246;lkerung orientierten zukunftweisenden L&#246;sung, droht jetzt ein entweder aus Steuermitteln subventionierter DSL- und Glasfasernetzausbau vorrangig weiterhin in den Ballungsr&#228;umen.</p>
<p>Keine wirkungsvolle Aufsicht &#252;ber ein vertragsgem&#228;&#223;es Verhalten der Anbieter gegen&#252;ber ihren Kunden (siehe der Studie der Verbraucherverb&#228;nde).</p>
<p>Eine verschleppte Vergabe der TV-Funkfrequenzen und eine ineffiziente Vergabe, die tendenziell wieder zu einer Doppelinfrastruktur (Glasfasernetze als Festnetz f&#252;r Haushalte und Unternehmen) und Funknetze f&#252;r die mobile Versorgung.</p>
<p>Am Ende wird man f&#252;r seine Breitbandversorgung doppelt zur Kasse gebeten.</p>
<p>Einmal beim Festnetzanbieter, der zugleich noch durch vielf&#228;ltige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Preisdifferenzierung">Preisdifferenzierungen</a> Konsumentenrenten absch&#246;pft. Danach beim mobilen Breitbandinternet.</p>
<p>Das Ganze wird am Ende f&#252;r die Verbraucher teuer und ineffizient, aber alles mit staatlicher Hilfe und Unterst&#252;tzung. Der Markt, d.h. die Anbieter, wollen es so.</p>
<p>In der Breitbandnetzinfrastrukturpolitik versammeln sich Anbieter, die zu Lasten der Endkunden gemeinsam mit der Regierung sowie Parlament und der Aufsichtsbeh&#246;rde nach anbieterfreundlichen, d.h. renditetr&#228;chtigen L&#246;sungen zu Lasten der Bev&#246;lkerung einen Ordnungsrahmen gestalten.</p>
<p>Als informative Lekt&#252;re zu diesem Thema sei am Beispiel der USA empfohlen: <a href="http://www.amazon.de/Broadbandits-Inside-Billion-Telecom-Heist/dp/0471434051">Broadbandits: Inside the $750 Billion Telecom Heist</a>, von Om Malik.</p>
<p>Na dann, Guten Rutsch ins Neue Jahr.</p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p><a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/29/telekom-rivalen-bieten-schnelleren-internet-ausbau">Telekom-Rivalen bieten schnelleren Internet-Ausbau</a>
</p>
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