<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- generator="wordpress/2.0.2" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>Readers Edition</title>
	<link>http://www.readers-edition.de</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 19:03:59 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.0.2</generator>
	<language>en</language>
			<item>
		<title>Rechtsextremismus brutal und de luxe</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/05/rechtsextremismus-brutal-und-de-luxe/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/05/rechtsextremismus-brutal-und-de-luxe/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 15:31:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zbigniew Menschinski</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2009/01/05/rechtsextremismus-brutal-und-de-luxe/</guid>
		<description><![CDATA[Wer das Wort &#8220;Rechtsextreme&#8221; h&#246;rt, denkt meistens zuerst an Glatzk&#246;pfe und Springerstiefel, an alkoholisierte und johlende Nenazis in Hooligan-Montur, an &#220;berf&#228;lle auf Wehrlose, Terror und Einsch&#252;chterung, an eine kaum zu unterbietende Primitivit&#228;t in Verhalten, Ansichten und Ausdrucksweise, an verklemmt wirkende und nicht nur sprachlich &#252;berforderte &#8220;F&#252;hrergestalten&#8221;.
Doch der Groll gegen Andersartige und Andersdenkende, das Ressentiment gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer das Wort &#8220;Rechtsextreme&#8221; h&#246;rt, denkt meistens zuerst an Glatzk&#246;pfe und Springerstiefel, an alkoholisierte und johlende Nenazis in Hooligan-Montur, an &#220;berf&#228;lle auf Wehrlose, Terror und Einsch&#252;chterung, an eine kaum zu unterbietende Primitivit&#228;t in Verhalten, Ansichten und Ausdrucksweise, an verklemmt wirkende und nicht nur sprachlich &#252;berforderte &#8220;F&#252;hrergestalten&#8221;.</p>
<p>Doch der Groll gegen Andersartige und Andersdenkende, das Ressentiment gegen Schwache und Fremde rumort nicht nur unter kahlgeschorenen Sch&#228;deln. L&#228;ngst tr&#228;gt der Rechtsextremismus auch Markenkleidung, h&#252;llt sich in feines Tuch, in Designer-Jeans und Kaschmir, pflegt einen salopp-zynischen Schickimicki-Slang, kommt pseudowissenschaftlich verbr&#228;mt daher - und hat seine Nischen auch in den Redaktionsr&#228;umen etablierter Medien gefunden, wo man ihn nie vermuten w&#252;rde.<br />
<strong><br />
Pseudowissenschaftliche Versatzst&#252;cke</strong></p>
<p>Der ultramodern gestylte Rechtsextremismus von oben bedient sich gern pseudorationaler &#8220;Argumente&#8221;. Vor allem die ohnehin wissenschaftlich sehr umstrittene Soziobiologie wird von einschl&#228;gig interessierten Kreisen aus dem rechtsradikal angehauchten Milieu gern auf ihre Zwecke hin getrimmt, reduziert und vergr&#246;bert.</p>
<p>Anstatt wie fr&#252;her von &#8220;rassischer H&#246;herwertigkeit&#8221; oder &#8220;vererbter &#220;berlegenheit der Eliten&#8221; zu sprechen, s&#228;uselt man in diesem Dunstkreis heute von &#8220;genetisch fixierten &#220;berlebensvorteilen&#8221;. Anstatt von &#8220;F&#252;hrertyp&#8221; spricht man von &#8220;Alphatier&#8221;, anstatt von &#8220;Ausmerze&#8221; von &#8220;Selektionsdruck&#8221;. Soziale Unterschiede beruhen in den deodorierten Publikationen rechtsextremer Kreise auf &#8220;erblich bedingter Leistungsf&#228;higkeit&#8221;, nicht mehr wie vormals auf Herren- und Untermenschentum.</p>
<p>Das Vokabular hat sich ge&#228;ndert, die Inhalte sind die gleichen geblieben. Wie in der Epoche des Kolonialismus oder w&#228;hrend der Nazizeit will man mit diesen pseudowissenschaftlichen Versatzst&#252;cken suggerieren, gesellschaftliche Missst&#228;nde, Bildungsnachteile lie&#223;en sich nicht ver&#228;ndern, Menschen seien von Geburt an determiniert, durch die Natur aufgeteilt in eine Elite und ein Fu&#223;volk, Siegertypen und Parias, ein f&#252;r allemal klug, t&#252;chtig, dumm oder faul. So soll das Bild einer Kasten- und St&#228;ndegesellschaft in den K&#246;pfen der Leser installiert werden.</p>
<p>Nun haben seit jeher seri&#246;se empirische Untersuchungen immer wieder gezeigt, dass rassistische Vorurteile, dass starre genetische Fixierungen barer Unsinn sind, dass vielmehr die Pr&#228;gung durch Kultur, Erziehung, Zuwendung, Umwelt, Lernen und nicht zuletzt die F&#228;higkeit zur Selbstkritik das Verhalten und die Lebensgestaltung viel entscheidender bestimmen als das erbliche Ger&#252;st. Neuere Egebnisse der Neurobiologie und Genforschung (Eric Kandel, Antonio Damasio, Gert-Jan van Ommen, Craig Venter, Hannah Monyer) zeigen sogar eine noch gr&#246;&#223;ere Flexibilit&#228;t, Ver&#228;nder- und Formbarkeit des Gehirns, der Neuronen und Gene als selbst &#8220;links&#8221; angehauchte Wissenschaftler, wie z.B. Noam Chomsky, sie bisher vermuteten. (siehe dazu DIE ZEIT, 25, 2008: &#8220;Erbgut in Aufl&#246;sung&#8221; und FAZ-Sonntagszeitung, 51, &#8220;Dirigenten im Denkerst&#252;bchen&#8221;)</p>
<p>Der &#8220;fein gek&#228;mmte&#8221; Rechtsextremismus auf Samtpfoten und mit Kreide in der Stimme ignoriert diesen abgesicherten Forschungsstand und hausiert mit Stereotypen aus dem vorletzten Jahrhundert. Dazu geh&#246;rt auch das M&#228;rchen von den unz&#228;hligen Unterschichtfamilien, die angeblich schon &#8220;seit Generationen&#8221; von Sozilahilfe leben. Eine Generation w&#228;hrt circa 25 bis 30 Jahre. Bis 1980 gab es bundesweit nicht einmal 300.000 Menschen, die von Sozialhilfe leben mussten, heute sind &#8220;dank&#8221; Schr&#246;der-Fischer, Merkel-Steinbr&#252;ck rund sieben Millionen Mitb&#252;rger auf Hartz IV angewiesen, darunter mehr als zwei Millionen Kinder. Diesen Menschen einen genetischen Defekt oder eine Konditionierung zur Armut - und das seit Generationen! - zu unterstellen, ist schlicht absurd.</p>
<p><strong>Der &#8220;Gutmensch&#8221;  - ein von rechts goutiertes Stereotyp</strong></p>
<p>Ein weiteres geradezu inflation&#228;r gebrauchtes Stereotyp unter der rechtsradikal angehauchten Schickeria ist der Begriff &#8220;Gutmensch&#8221;. Damit sollen jene ZeitgenossINNen, die Chancengleichheit, soziale und faire Behandlung, vor allem benachteiligter Mitb&#252;rger, einklagen, als Moralapostel mit &#252;berheblichem Arroganzgebaren abgestempelt werden. Sozialkritik wird nicht mehr inhaltlich &#252;berpr&#252;ft, sondern als Charakterfehler hingestellt, der Kritiker wird pers&#246;nlich verunglimpft.</p>
<p>Die Motive f&#252;r die Kritikimmunisierung des rechten Luxussegments liegen nicht nur im politischen, sondern vor allem im psychologischen Bereich. Der Rechtsextremismus de luxe ist vor allem unter der jeunesse doree verbreitet und sonnt sich gern im Gef&#252;hl eigener Hochleistung und Hochwohlgeborenheit. Durch Mahnungen zu sozialer Verantwortung oder durch Konfrontation mit offensichtlichen Ungerechtigkeiten f&#252;hlen diese Teile sich schlicht im Genuss bel&#228;stigt. Die als &#8220;Gutmenschen&#8221; Titulierten sind f&#252;r sie pathologische St&#246;renfriede und Spielverderber.</p>
<p>Die &#252;berzogenen Reaktionen aus der rechten Ecke, die manchmal geradezu ma&#223;lose Verunglimpfung ihrer Kritiker r&#252;hren vor allem daher, dass im Unterbewusstsein der sich elit&#228;r d&#252;nkenden Rechtsextremen rudiment&#228;r immer noch das Wissen schwelt, dass die meisten von ihnen keineswegs aufgrund eigener Leistung zu ihren Privilegien gelangt sind, sondern schlicht durch ererbte Pfr&#252;nde. Das Kratzen am Lack wird daher als schwerer pers&#246;nlicher Affront empfunden.</p>
<p>Der sozialdarwinistisch unterf&#252;tterte Rechtsextremismus de luxe ist aber nicht nur unter den Lesern der JUNGEN FREIHEIT zuhause; er hat auch in den Jugendorganisationen der Union und der FDP seine Anh&#228;nger. Das zeigen die Gedankenspiele zur Beschneidung des Wahlrechts f&#252;r Arbeitslose und Rentner eines Gottfried Ludewig, Bundesvorsitzender des RCDS, der Studentenorganisaton der CDU oder der Vorschlag eines Philipp Mi&#223;felder, Chef der Jungen Union: &#8220;<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/;art771,1930676">Ich halte nichts davon, wenn 85-J&#228;hrige noch k&#252;nstliche H&#252;ftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen (&#8230;) Fr&#252;her sind die Leute schlie&#223;lich auch auf Kr&#252;cken gelaufen.</a>&#8221;</p>
<p><strong>Rechter Zahlensalat und M&#228;rtyrer-M&#228;rchen</strong></p>
<p>Das Luxussegment der Rechtsradikalen versucht aktuell, um den h&#228;sslich-brutalen Rechtsextremismus eine Art M&#228;rtyrerkranz zu flechten und enthemmte Schl&#228;gerbanden als Opfer polizeilicher und medialer Gewalt zu stilisieren. Nachdenklich stimmt, wie es diesen rechtsextremen Dr&#252;ckerkolonnen inzwischen gelingt, sogar ein ehemals kritisches Organ wie den Spiegel ins Bockshorn zu jagen.</p>
<p>Am 26.12.2008 hatte die <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1651012_Rechte-schlagen-oefter-zu.html">Frankfurter Rundschau</a> gemeldet, dass die Anzahl rechtsextremer Straftaten dieses Jahr einen neuen Rekordstand zu erreichen droht. Knapp 11.928 rechtsextreme Straftaten seien allein bis Oktober verzeichnet worden. Das lie&#223;e in der vorl&#228;ufigen Statistik zum Jahresende einen Stand von ca. 14.000 rechtsextremen Straftaten bef&#252;rchten.<a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1651012_Rechte-schlagen-oefter-zu.html"><br />
</a></p>
<p>Nun hat <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,598434,00.html">SPIEGEL online</a> j&#252;ngst den eigenen Beitrag (mit der besorgniseregenden Zahl von 11.928 rechtsextremen Straftaten bis Oktober) mit folgender Begr&#252;ndung aus dem Netz genommen:<br />
&#8220;Tats&#228;chlich liegt die von der FR, anderen Medien und in der Folge auch von SPIEGEL ONLINE berichtete vorl&#228;ufige Zahl von Straftaten bis Ende Oktober 2008 (knapp 12.000) mit mutma&#223;lich rechtsextremem Hintergrund deutlich unter der endg&#252;ltigen Zahl, die das Bundesinnenministerium f&#252;r 2007 ver&#246;ffentlichte (gut 17.600). Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.&#8221;</p>
<p>Der SPIEGEL &#252;bersieht: Die Zahl 17.600 f&#252;r 2007 ist die endg&#252;ltige Gesamtbilanz rechtextremer Straftaten gewesen, die im April/Mai des Folgejahres (!!!) festgestellt wurde. Die Gesamtbilanz liegt  erfahrungsgem&#228;&#223; um 35 bis 40 Prozent h&#246;her als die vorl&#228;ufige Jahresstatistik im Dezember/Januar.</p>
<p>Der SPIEGEL selbst wies im Januar 2006 auf diesen Zusammenhang hin. H&#228;tten die SPIEGEL-Redakteure, anstatt sich von rechtsradikalen Zahlenjongleuren irritieren zu lassen, ihr eigenes Archiv befragt, w&#228;ren sie am 7.1.2006 auf den Beitrag ihres Mitarbeiters Philipp Witrock gestossen, der <a href="http://www.flitz-neumarkt.de/20070107-spon-nazistraftatenmax.pdf">erkl&#228;rt</a>: &#8220;Das Bundesinnenministerium weist darauf hin, dass es sich bislang nur um vorl&#228;ufige Zahlen handelt. Erfahrungsgem&#228;&#223; m&#252;ssen diese bis zur Ver&#246;ffentlichung der abschlie&#223;enden Statistik im Mai dieses Jahres noch deutlich nach oben korrigiert werden, weil die Polizei in der Regel etliche Taten nachmeldet.&#8221;</p>
<p>Die vorl&#228;ufige Statistik zum Jahresende 2008  l&#228;sst einen Stand von rund 14.000 rechtsextremen Straftaten erwarten, die endg&#252;ltige Gesamtbilanz im April 2009 l&#228;sst f&#252;r das Jahr 2008 demnach &#252;ber 20.000 rechtsextreme Straftaten bef&#252;rchten. Diese Zahl von &#252;ber 20.000 muss mit den 17.600 Straftaten der Endbilanz von 2007 verglichen werden. Und das ergibt in der Tat einen besorgniserregenden Zuwachs.</p>
<p>Es ist traurig, wie ein einstmals qualitativ hochstehendes Nachrichtenmagazin sich von Rechtsradikalen an der Nase herumf&#252;hren l&#228;sst und zur Verniedlichung der rechtsextremen Gefahr beitr&#228;gt. Bleibt zu hoffen, dass der Grund der SPIEGEL-Panne samt Werbung f&#252;r die rechtsextreme Szene nicht bei einer Gesinnungsaffinit&#228;t in der Redaktion zu suchen ist, sondern am fehlenden &#220;berblick, an schludriger Recherche und an mangelnder Beherrschung des Prozentrechnens lag.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2009/01/05/rechtsextremismus-brutal-und-de-luxe/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Zum Tod von Johannes Mario Simmel: Eine Ann&#228;herung</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/04/zum-tod-von-johannes-mario-simmel-eine-annaeherung/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/04/zum-tod-von-johannes-mario-simmel-eine-annaeherung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 15:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz-Peter Tjaden</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2009/01/04/zum-tod-von-johannes-mario-simmel-eine-annaeherung/</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Ich habe gelegentlich schreckliche Angst davor, dass es nach dem Tod weitergehen k&#246;nnte&#8221;, ist ein typischer Satz von Johannes Mario Simmel, denn irgendwie muss er doch daran geglaubt haben, dass es nach dem irdischen Dasein weitergeht, denn sonst h&#228;tte er sich nicht vor l&#228;ngeren Reisen zum Grab seiner vermutlich dritten Ehefrau begeben, um mit ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich habe gelegentlich schreckliche Angst davor, dass es nach dem Tod weitergehen k&#246;nnte&#8221;, ist ein typischer Satz von Johannes Mario Simmel, denn irgendwie muss er doch daran geglaubt haben, dass es nach dem irdischen Dasein weitergeht, denn sonst h&#228;tte er sich nicht vor l&#228;ngeren Reisen zum Grab seiner vermutlich dritten Ehefrau begeben, um mit ihr zu sprechen.</p>
<p>Die Nachrufe, die jetzt auf den im Alter von 84 Jahren Gestorbenen ver&#246;ffentlicht werden, h&#228;tte dieser Bestsellerautor sicherlich mit einer Mischung aus Ironie und Zorn gelesen. Denn er wollte zu Lebzeiten anerkannt werden und nicht erst als Dahingeschiedener. Aber selbst das klappt immer noch nicht so ganz, denn es zeugt von wenig Detailtreue, wenn in fast allen Medien behauptet wird, der 84-J&#228;hrige sei bei Zug gestorben. Ist er nicht. Gestorben ist Johannes Mario Simmel nach Angaben der Stadt Zug in einer Privatklinik in Luzern.</p>
<p><strong>Verliebt in Details</strong></p>
<p>Solche Fehler h&#228;tten diesem Bestsellerautor gestunken, in privaten Briefen hat er jede wichtige Passage unterstrichen, damit der Empf&#228;nger nichts missverstehen konnte, in seinen Romanen war er derma&#223;en verliebt in Einzelheiten, dass so mancher eines seiner B&#252;cher mitnahm, um sich in einer f&#252;r ihn fremden Stadt zurechtzufinden. Darauf war Johannes Mario Simmel stolz - denn auch er fand sich nicht immer auf Anhieb in ungewohnter Umgebung zurecht. Deshalb vermied er Irrfahrten so: &#8220;Ich bitte einen Taxifahrer, bis zu meinem Ziel vor mir herzufahren.&#8221;</p>
<p>Kritiker sind meistens aus anderen Gr&#252;nden vor ihm hergefahren, aus dem R&#252;ckfenster der Hochkultur warfen sie ihm sp&#246;ttische Blicke zu und hatten immer irgendetwas auszusetzen. Diese Blicke haben an ihm genagt, irgendwie - aber irgendwie auch nicht, denn: &#8220;Fr&#252;her haben sie mich nicht gelesen und zerrissen, heute lesen sie mich nicht und loben mich. Ich wei&#223; nicht, was ich davon halten soll.&#8221; Das klang bei ihm allerdings nicht lange nach Resignation, denn bereits wenige Augenblicke sp&#228;ter holte er f&#252;r seine Kritiker die Harke heraus: &#8220;Kompliziert zu schreiben, ist ganz einfach. Das k&#246;nnte ich auch. Einfach zu schreiben, ist kompliziert.&#8221; Auch das ist ein typischer Satz von Johannes Mario Simmel.</p>
<p><strong>Kein einfaches Strickmuster</strong></p>
<p>Die Welt, in der dieser Schriftsteller lebte, hatte eben kein einfaches Strickmuster. Junge Autorinnen und Autoren bedauerte er bereits 1983, weil sie nach seiner Meinung niemals w&#252;rden schaffen k&#246;nnen, was er geschafft hatte: In der Zeitschrift &#8220;Quick&#8221; mit &#8220;Es muss nicht immer Kaviar sein&#8221; einen Fortsetzungsroman schreiben und 1959 wie eine Rakete in den Literaturhimmel schie&#223;en.</p>
<p>&#8220;Danach stieg auch die Auflage meiner anderen B&#252;cher&#8221;, erinnerte er sich vor 25 Jahren immer noch ein wenig erstaunt, &#8220;die Leute wollten wohl wissen, was dieser Kerl sonst noch geschrieben hatte.&#8221; Und schon folgte der n&#228;chste f&#252;r Johannes Mario Simmel typische Satz: &#8220;Ich w&#252;rde dieses Buch nie wieder schreiben. Es war ein Schelmenroman vor dem Hintergrund eines schrecklichen Krieges.&#8221;</p>
<p>Dieser Schriftsteller hat nicht nur seine Leserinnen und Leser hin- und hergerissen. Er war es auch. Kritik lie&#223; ihn l&#228;ngst nicht so kalt wie er manchmal behauptete. Als ich ihm mitteilte, dass ein Sportredakteur geschrieben habe, eine gewisse Mannschaft sei so weit von der deutschen Meisterschaft entfernt wie Simmel vom Literaturnobelpreis, rief er umgehend an: &#8220;Wie hei&#223;t der Mann? Dem schreib ich.&#8221; Auf seine Weise, versicherte er: &#8220;Die Mannschaft will offenbar irgendwann deutscher Meister werden. Ich aber wollte nie den Literaturnobelpreis.&#8221;</p>
<p><strong>Eine Ehe verdr&#228;ngt</strong></p>
<p>In seinen Romanen hat Johannes Mario Simmel mit R&#252;ckblenden die Spannung hoch gehalten, das gelingt hoffentlich auch in diesem Nachruf mit einer R&#252;ckblende: zu &#8220;vermutlich dritte Ehefrau&#8221;. Denn es begab sich bei einem der Gespr&#228;che, die ich mit diesem Schriftsteller gef&#252;hrt habe, dass mein Gegen&#252;ber sich zur&#252;cklehnte und eine Pause machte, die mit dem Satz endete: &#8220;Ich glaube, eine Ehe habe ich verdr&#228;ngt.&#8221;</p>
<p>Ob sie in den bisher ver&#246;ffentlichten Nachrufen mitgez&#228;hlt worden ist, ist so zweifelhaft, wie die Behauptung einiger Redakteure, sie h&#228;tten Johannes Mario Simmel sehr nahe gestanden. In den Krisen, die dieser Autor erlebt hat, konnte er sich wie jeder von uns immer nur auf wenige verlassen. Denen setzte er ein Denkmal: seinem Lektor in der Anfangszeit seiner Schriftstellerkarriere beispielsweise und dem Arzt, der ihn mit einer Romanidee von seiner Alkoholsucht befreite.</p>
<p>Denen verdankte er sein Leben: &#8220;Wenn ich nicht mehr schreiben k&#246;nnte, w&#252;rde ich sterben.&#8221; Es sei denn, es w&#228;re eine sch&#246;ne Frau vorbeigekommen und h&#228;tte ihn abgelenkt, wie bei einer Frankfurter Buchmesse eine bildh&#252;bsche Schriftstellerin aus der Schweiz, die mir aufzeichnete, wie ich zu ihrem Haus k&#228;me, wenn ich sie besuchen wollte.</p>
<p>&#8220;Wenn Sie mit dieser Skizze nichts anfangen k&#246;nnen…&#8221;, lie&#223; Johannes Mario Simmel einen Satz in der Luft h&#228;ngen, den er mit einem Schmunzeln beendete.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2009/01/04/zum-tod-von-johannes-mario-simmel-eine-annaeherung/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Von zart bis hart&#8221;: Die Musikini startet in die neue Saison</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/03/von-zart-bis-hart-die-musikini-startet-in-die-neue-saison/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/03/von-zart-bis-hart-die-musikini-startet-in-die-neue-saison/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 18:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion Readers Edition</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2009/01/03/von-zart-bis-hart-die-musikini-startet-in-die-neue-saison/</guid>
		<description><![CDATA[Das &#8220;Heimspiel&#8221; l&#228;utete am vergangenen Freitag lautstark das Neue Jahr ein
Kurz nach Silvester hie&#223; es bereits erneut: Auf ins Wasserhaus. Nach dem gelungenen Abschluss mit der traditionellen X-Mas-Party, lud die Musikinitiative Hammelburg e.V. schon am zweiten Januar alle &#8220;Hartgesottenen&#8221; zu einem Stelldichein der besonderen Art.
Kaum den Kater der vergangenen Nacht &#252;berstanden, folgten am zweiten Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/Bild1.JPG" /></dt>
<dd>Ein ums andere Mal flogen Menschen &#252;ber die K&#246;pfe der Anwesenden hinweg. Photo: dani</dd>
</dl>
<p><strong>Das &#8220;Heimspiel&#8221; l&#228;utete am vergangenen Freitag lautstark das Neue Jahr ein</strong></p>
<p><em>Kurz nach Silvester hie&#223; es bereits erneut: Auf ins Wasserhaus. Nach dem gelungenen Abschluss mit der traditionellen <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/28/traditionen-darf-man-nicht-brechen/">X-Mas-Party</a>, lud die <a href="http://musikini.de/">Musikinitiative Hammelburg e.V</a>. schon am zweiten Januar alle &#8220;Hartgesottenen&#8221; zu einem Stelldichein der besonderen Art.</em></p>
<p>Kaum den Kater der vergangenen Nacht &#252;berstanden, folgten am zweiten Tag des Jahres 2009 vor allem die eingefleischten Wasserhaus-G&#228;nger dem Ruf &#8220;ihres&#8221; Vereins und lieferten sich gemeinsam mit vier Bands aus dem Kader der Musikini einen gelungenen Abend, der nichts von den Anstrengungen der letzten Woche sp&#252;ren lie&#223;. Einem Wohnzimmer-Konzert gleich tummelte sich eine illustre Runde um neue und alte Bekannte aus den Kellerr&#228;umen des Domizils. Gemeinsam war man angetreten, lautstark das Neue Jahr willkommen zu hei&#223;en und frei nach dem Motto &#8220;Die Musikini feiert sich selbst!&#8221; die kommende Saison einzul&#228;uten.</p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/Bild2.JPG" /></dt>
<dd>Sebastian Kehl von Black Petty wagte sogar den Sprung ins Publikum. Photo. dani</dd>
</dl>
<p>&#8220;Das war erst unser zweiter Auftritt im Wasserhaus&#8221;, schmunzelte Jens Schneider, Gitarrist der <a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewProfile&#038;friendID=145947302">Ghostbast&#228;rtz</a>, nachdem seine Band den Reigen er&#246;ffnet hatte, sichtlich zufrieden. Erst seit gut einem Jahr ist seine Truppe beisammen und versucht seitdem die so unterschiedlichen Vorlieben der einzelnen Bandmitglieder in ausschlie&#223;lich eigenen Songs unter einen Hut zu bringen. &#8220;Wir haben  schon jetzt eine kleine, aber feine Fangemeinde&#8221;, erz&#228;hlt der junge Musiker sichtlich angetan. Und diese war an diesem Abend auch ordentlich zu Gange. Stets &#8220;Black Gandalf&#8221;, dem stabf&#246;rmigen Markenzeichen des Quintetts folgend, sorgten die G&#228;ste schon zu Beginn des Abends f&#252;r ausgelassene Stimmung auf der Tanzfl&#228;che. Immer neue Besucher str&#246;mten herein und schoben den &#8220;Gute-Laune-Pegel&#8221; aller Anwesenden merklich nach oben. Wild wurden fortan die Haare gesch&#252;ttelt und auch der ein oder andere mutige Stagediver bahnte sich seinen Weg durch das Publikum.</p>
<p><strong>Musik aus der Konserve ist nicht alles</strong></p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/Bild3.JPG" /></dt>
<dd>RMS &#252;berraschte mit neuen Kl&#228;ngen. Photo: dani</dd>
</dl>
<p>&#8220;Von zart bis hart&#8221; – so k&#246;nnte das beschrieben werden, was die Nachwuchsmannschaften aus der Musikini-Schmiede in mehr als drei Stunden Spielzeit zum Besten gaben. Weiche Indie-Kl&#228;nge vermischten sich mit brachialen Punk-Sounds und wieder zur&#252;ck. Auf die ausgelassenen Ghostbast&#228;rtz folgten <a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&#038;friendid=165479014">Black Petty</a>. Die alten Hasen der Runde, schlugen sogleich eine etwas h&#228;rtere Gangart ein. Seit 2005 bev&#246;lkert die Band um Madlen Wittmann, Sandra Schmelz, Sebastian Kehl und Markus Bahn die Probenr&#228;ume unter dem kleinen Club und sorgte auch zu Jahresanfang daf&#252;r, dass derbe Kl&#228;nge &#252;ber diese hinweg fegten und sich die Nacken der G&#228;ste merklich lockerten. &#8220;Ich bin wirklich positiv &#252;berrascht, dass auch unsere Stammzuschauer den Weg ins Wasserhaus auf sich genommen haben&#8221;, betont Frontfrau Madlen ger&#252;hrt. Stolz sei sie auf alle, die sich von der Couch aufraffen konnten. Toll, das die Hammelburger diese Gelegenheit wahrgenommen h&#228;tten und damit die regionalen Bands unterst&#252;tzten. Musik aus der Konserve ist eben nicht alles. Das bewiesen danach auch <a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewProfile&#038;friendID=168645169">RMS</a>. Seit vier Jahren schmieden Ismael, Raphael, Pascal und David gemeinsam an ihrem Repertoire, das sich zu Jahresbeginn frisch und vor allem mit ungewohnten Klangfarben pr&#228;sentierte. Zu h&#246;ren gab es diesmal nicht nur den gewohnten Deutsch-Punk, sondern auch neue Akzente aus dem Hardcore-Bereich, die einmal mehr das Bestreben nach Weiterentwicklung der Vier zum Ausdruck brachten.</p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/Bild4.JPG" /></dt>
<dd>Other Generation&#8217;s Anthem waren f&#252;r den Schlussspurt zust&#228;ndig.<br />
Photo: dani</dd>
</dl>
<p><a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewProfile&#038;friendID=277958962">Other Generation&#8217;s Anthem</a>, die Erstplatzierten des &#8220;Battle of Bands 2008&#8243;, betraten dann als letzte Formation den schon sichtlich aufgeheizten Parcours, schlugen jedoch eine v&#246;llig andere Richtung ein. Zu vorger&#252;ckter Stunde waren diese Herren mit ihren nachdenklich stimmenden Texten f&#252;r die ruhigeren Momente zust&#228;ndig. &#196;u&#223;erst flexibel zeigte sich dabei vor allem Melvin Beck, der diesmal nicht nur f&#252;r den Gesang, sondern auch f&#252;r die Bearbeitung des Basses zust&#228;ndig war. Jonas Heinkel, eigentlich Bassist der Truppe, war leider verhindert.</p>
<p><strong>Vielfalt statt Mainstream</strong></p>
<p>Gemeinsam sorgten alle Bands mit gut bekanntem, aber auch neuem Songmaterial f&#252;r eine abwechslungsreiche Atmosph&#228;re auf und nat&#252;rlich auch vor der B&#252;hne. Unterschiedlicher h&#228;tte der Startschuss f&#252;r die kommenden zw&#246;lf Monate wirklich nicht sein k&#246;nnen. Rock und Metal krachten da auf die Zuh&#246;rer ebenso ein wie Ambitionen, den &#8220;guten alten Rock retten&#8221; zu wollen.  Ausgesprochen gut nahm sich dieses Vorhaben aus.  Und so kam es, dass auf &#8220;Kill me I&#8217;m evil&#8221;, ein &#8220;No place to hide&#8221; folgte, von da in &#8220;Stasi 2.0&#8243; m&#252;ndete und schlie&#223;lich gar zu einer &#8220;Ode an die Welt&#8221; wurde, die durch das Publikum kr&#228;ftig unterst&#252;tzt wurde.<br />
Das neue Jahr kann nun kommen. Das Wasserhaus scheint bereits jetzt gut eingestimmt. Denn so unterschiedlich wie die hier pr&#228;sentierten Bands zeigt sich auch das Programm des aktuellen <a href="http://www.musikini.de/download/Fahrplan-1-2009web.pdf">Fahrplans</a> – Vielfalt statt Mainstream, das haben sich alle ganz gro&#223; auf die Fahnen geschrieben.</p>
<p>Text: Nicole Oppelt/Sandra Schmelz
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2009/01/03/von-zart-bis-hart-die-musikini-startet-in-die-neue-saison/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Dialog ist keine Alternative</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/03/dialog-ist-keine-alternative/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/03/dialog-ist-keine-alternative/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 14:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thilo Pfennig</dc:creator>
		
	<category>Politik</category>
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2009/01/03/dialog-ist-keine-alternative/</guid>
		<description><![CDATA[Manch ein Zeitgenosse fordert mehr Dialog im Nahen Osten. Dabei wird vergessen, dass es ganz entscheidend ist, wer den Dialog f&#252;hrt und &#252;ber was.
Im aktuellen Konflikt zwischen der Hamas und Israel geht es nicht um einen Streit zwischen benachbarten Staaten. Im Wesentlichen geht es darum, dass die Hamas, als Teil der Muslimbruderschaft versucht Israel zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manch ein Zeitgenosse fordert <a href="http://www.readers-edition.de/2009/01/02/zum-dialog-gibt-es-keine-alternative/">mehr Dialog</a> im Nahen Osten. Dabei wird vergessen, dass es ganz entscheidend ist, wer den Dialog f&#252;hrt und &#252;ber was.</p>
<p>Im aktuellen Konflikt zwischen der Hamas und Israel geht es nicht um einen Streit zwischen benachbarten Staaten. Im Wesentlichen geht es darum, dass die Hamas, als Teil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muslimbr%C3%BCder">Muslimbruderschaft</a> versucht Israel zu provozieren und damit in der arabischen Welt Aufst&#228;nde gegen die dort herrschenden Regierungen anzuzetteln. Zudem will die Hamas ihre St&#228;rke beweisen und damit der Hisbollah nicht nachstehen.</p>
<p>Die  von der Hamas gestellten Bedingungen wie die &#214;ffnung der Grenzen sind dabei nicht ehrlich gemeint. Die Hamas hat zu keinem Zeitpunkt ihre Angriffe eingestellt und wird dies auch in Zukunft nicht tun. Israel kann also nichts auf der Verhandlungsebene tun, um den Konflikt zu stoppen.</p>
<p>Eine Quassam-Rakete der Hamas, die auf Israel abgeschossen wird kostet etwa 500 Euro. Die Hamas entscheidet sich bewusst Material f&#252;r diese hineinzuschmuggeln anstatt Lebensmittel oder andere G&#252;ter. Dies ist eine bewusste Entscheidung f&#252;r den Konfilkt und gegen die eigene Bev&#246;lkerung. Das erkennen inzwischen sogar Kinder im Gaza-Streifen.<br />
<object width="425" height="344"><br />
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/fLIdxF-GHWw&#038;hl=de&#038;fs=1"></param>
<param name="allowFullScreen" value="true"></param>
<param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/fLIdxF-GHWw&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Krieg ist etwas furchtbares. Es w&#228;re sch&#246;n, wenn die Menschheit ganz auf Kriege und Armeen verzichten w&#252;rde. Aber das ist nicht mit einem &#8220;Schnipp&#8221; getan. Und Vorschl&#228;ge wie eine Waffenruhe werden den Konflikt auch nicht l&#246;sen. Die einzige Alternative, die Israel gehabt h&#228;tte, w&#228;re nicht auf die Raketenangriffe zu reagieren - sie einfach zu erdulden. Die Frage ist aber, ob es irgendein Land der Erde gibt, wo das so praktiziert w&#252;rde? Wir in Deutschland f&#252;hren sogar Krieg gegen Unschudige in Afghanistan, obwohl Afghanistan uns niemals attackiert hat. Und wir, die wir im Ausland Kriege f&#252;hren, wollen nun Israel empfehlen nichts zu tun?</p>
<p><strong>Das Pal&#228;stina-Problem ist alles andere als rein lokal zu betrachten. </strong></p>
<p>Was w&#228;re, wenn Israel ein muslimisches Land w&#228;re? Hamas w&#252;rde nicht wagen, es zu beschiessen. Letztlich gibt es &#252;berall in der arabischen Welt ein &#228;hnliches Unterdr&#252;ckungsverh&#228;ltnis wie zwischen Israel und den Pal&#228;stinensern. Und oft sind es sogar Pal&#228;stinenser, die im arabischen Ausland &#228;hnlich oder schlechter behandelt werden als im Gaza-Streifen.</p>
<p>Interessant war 2007 zu beobachten, dass die Attacken der libanesischen Armee auf das Fl&#252;chtlingslager <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nahr_al-Bared">Nahr al-Baled</a> nicht die &#246;ffentliche Beachtung fanden wie zuvor der Angriff israelischer Truppen auf die Hisbollah oder auch die Angriffe jetzt im Gaza-Streifen. Was sagt uns das? Dass es eben der &#214;ffentlichkeit nicht wirklich um die Toten und die Schicksale geht - kritisiert wird eben oft nur dann, wenn Israel oder die USA die Aggressoren sind. Oder gab es damals auch EU-Politiker die vom Libanon einen Waffenstillstand gegen&#252;ber dem Fl&#252;chtlingslager verlangten?</p>
<p><strong>Und wie weiter? </strong></p>
<p>Keine L&#246;sung scheint ein eigener Pal&#228;stinenser-Staat zu sein. Wie das Beispiel Gaza zeigt, &#228;ndert es ja nichts, wenn Israel Gebiete vollst&#228;ndig den Pal&#228;stinensern &#252;berl&#228;sst. Ich denke, dass es dagegen keine Alternative gibt zu einer inneren Ann&#228;herung. Im Grunde ist der Konflikt Israel-Pal&#228;stina eine letzte Nachwehe der Zeit der Kolonialisierung dieser Gebiete. Die Gefechte sind noch nicht ausgefochten. Und der Pal&#228;stinakonflikt eignet sich leider zu hervorragend dazu politisch instrumentalisiert zu werden. Wer einfach nur fordert, dass die Waffen in Pal&#228;stina schweigen sollen, der ist naiv - denn dieser Konflikt ist nur ein Symptom.</p>
<p>Im Wesen ist es der gleiche Konflikt wie im Irak oder Afghanistan: Der Westen k&#228;mpft um seine Vorherrschaft und Deutungsmacht. Dazwischen sind Israelis und Pal&#228;stinenser, die von allen Seiten benutzt werden. Beide Parteien h&#228;tten sicher l&#228;ngst ihren Frieden gemacht, wenn man sich darauf verst&#228;ndigt h&#228;tte den Konflikt nicht dort auszutragen. F&#252;r Israel ist es ein &#220;berlebenskampf - und f&#252;r manche Pal&#228;stineser geht es einfach ums Prinzip einen j&#252;dischen Staat unter keinen Umst&#228;nden tolerieren zu wollen. Wo ist da Spielraum f&#252;r einen Dialog?
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2009/01/03/dialog-ist-keine-alternative/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Mein Freund Hartwig - Beziehungstragik und Wissenschaft</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/mein-freund-hartwig-beziehungstragik-und-wissenschaft/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/mein-freund-hartwig-beziehungstragik-und-wissenschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 18:33:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zbigniew Menschinski</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2009/01/01/mein-freund-hartwig-beziehungstragik-und-wissenschaft/</guid>
		<description><![CDATA[Dieses E-Mail erreichte mich heute und macht mich sehr betroffen und nachdenklich.
(ich habe lange gez&#246;gert, dieses Dokument menschlichen und wissenschaftlichen Versagens  einer gr&#246;&#223;eren &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich zu machen, aber ich denke, es muss sein.)
Lieber &#8230;,
Nach langer Zeit melde ich mich wieder einmal.
Alles starrt gebannt auf die Finanzkrise. Es gibt aber auch im Kleinen viel Trauriges zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieses E-Mail erreichte mich heute und macht mich sehr betroffen und nachdenklich.</strong></p>
<p>(ich habe lange gez&#246;gert, dieses Dokument menschlichen und wissenschaftlichen Versagens  einer gr&#246;&#223;eren &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich zu machen, aber ich denke, es muss sein.)</p>
<p>Lieber &#8230;,</p>
<p>Nach langer Zeit melde ich mich wieder einmal.</p>
<p>Alles starrt gebannt auf die Finanzkrise. Es gibt aber auch im Kleinen viel Trauriges zu berichten. Mein Freund Hartwig ist so ein Fall. Nach vier schuldlos gescheiterten Ehen hatte er sich vorletzten Herbst fast v&#246;llig von der Welt abgekapselt. Warum Hartwigs Beziehungen in die Br&#252;che gingen, geh&#246;rt nicht hierher. Wenn allein schon Socken im Bett die Liebe erkalten lassen, ist diese Zivilisation auf einem unglaublichen Tiefpunkt angelangt.</p>
<p>Ein anderer Vorwand, die eheliche Treue aufzuk&#252;ndigen, ist der angeblich haltlose Umgang mit Alkohol. Hartwigs zweite (oder dritte?) Gattin f&#252;hrte dieses Argument &#246;fter ins Feld. Nun geh&#246;ren mein Freund Hartwig, unsere Kumpels und ich, wie du sicher wei&#223;t, seit fr&#252;hen Jugendtagen zum &#228;ltesten Fortuna-Fanclub in K&#246;ln, wo seit Menschengedenken kontrolliertes Trinken erfolgreich trainiert wird.</p>
<p>Nein, die Dinge liegen anders. Mein Freund Hartwig hatte leider immer schon ein unglaubliches Pech in Beziehungsangelegenheiten. Das fing mit Anita auf dem Gymnasium an. Jeder w&#228;re auf Anita hereingefallen. Doch das tut nichts zur Sache. In Wahrheit geht es um die Wissenschaft, die Naturwissenschaften. Um genau zu sein, um ihren Verfall.</p>
<p>Nur weil mein Freund Hartwig unwiderlegbar nachweisen konnte, dass der Mann von der Evolution her nicht mit der Feinmotorik f&#252;r weibliche Hausarbeiten ausgestattet ist, gab Anita ihm nach zweieinhalbj&#228;hriger Ehe den Laufpass. Heute w&#252;rde kein ernstzunehmender Forscher diese rein anatomischen Fakten bestreiten. Martha, meine Frau, hatte das schon bald nach unserer Hochzeit auch ohne wissenschaftliche Studien rasch begriffen.</p>
<p><strong>Doch das Emanzenfieber grassiert leider ganz global und immer w&#252;tender. </strong></p>
<p>Mein Freund Hartwig zog daraus erst nach langer langer Zeit endlich auch Konsequenzen. Du wirst es nicht glauben, doch es ist so. Seine letzte Errungenschaft war eine katholische Bibliothekarin - mit Dutt!- gewesen, streng gl&#228;ubig, die noch dem antiken Weltbild folgte. F&#252;r sie nahm Hartwig auf sich, in die Kirche, ja sogar in den K&#246;lner Dom, zu gehen. Da er jedesmal verstohlen einige Spritzer Sagrotan ins Weihwasserbecken schmuggelte, ehe er sich benetzte, blieb der Konflikt nicht aus.</p>
<p>Auch diese Ehe zerbrach. Zu allem Ungl&#252;ck legte Fortuna damals eine Niederlagenserie hin, wie die Vereinsgeschichte sie vorher noch nicht gekannt hatte. Trost kam von dort also nicht. Jeder kann allein daran schon sehen, dass mein Freund Hartwig mit viel Ratio und R&#252;cksicht auf Hygiene sein Leben gestaltet, wie es eben f&#252;r einen aufgekl&#228;rten und toleranten Atheisten &#252;blich ist.</p>
<p>Doch egal. Frauen waren nicht die L&#246;sung. Mein Freund Hartwig geriet offenbar immer an die Falsche. Fortuna war und blieb in der Krise, also blieb nur die Wissenschaft. Und so schenkten wir letzten Februar Hartwig ein Abo der Volkshochschule K&#246;ln. Und wirklich - er bl&#252;hte auf. Schon von seinem ersten Seminar &#8220;Einstein und die Relativit&#228;t&#8221; konnten auch wir profitieren. Es gibt n&#228;mlich zwei, - nicht Einsteins -, sondern Relativit&#228;tstheorien.</p>
<p>Die Reihe &#8220;Quantenphysik&#8221; brachte ihn dann aber etwas ins Schleudern. Hatte er vorher noch geglaubt, dass die Zeit immer nur nach vorw&#228;rts verl&#228;uft, sah die Sache jetzt anders aus. Auch mit den Lokalen war das so eine Sache. Ein Elementarteilchen war anscheinend &#252;berall und nirgends zuhause. Auf jeden Fall nicht da, wo man gerade dachte. Mein Freund Hartwig beruhigte sich mit dem Hinweis des Dozenten, dass jeder, der meint, die Quantenphysik verstanden zu haben, sie sicher nicht verstanden hat. &#8220;Ich wei&#223;, dass ich nichts wei&#223;&#8221; mit diesem Spruch von Socrates st&#252;rmte er nach der letzten Quantensitzung in unsere Stammkneipe, die &#8220;Fortuna-Klause&#8221;.</p>
<p>Ich war schon immer der Auffassung gewesen, dass zuviel Nachdenken beim Zuspiel, Torschuss oder Doppelpass schadet. Und Socrates war sicher einer der intelligentesten Fu&#223;ballspieler, die die brasilianische Nationalmannschaft je aufzuweisen hatte.</p>
<p>Als mein Freund Hartwig dann im Oktober und November die Volkshochschulreihe &#252;ber &#8220;Genwissenschaften&#8221; besuchte, war alles wieder in Butter, klar und &#252;bersichtlich. Die Welt lie&#223; sich wieder sortieren. Der Mensch war eine Marionette und lief an den F&#228;den seiner Gene. Vor allem Frauen, wie Hartwig vielwissend erg&#228;nzte, als er am ersten Kursabend fr&#246;hlich bei uns in der &#8220;Fortuna-Klause&#8221; vorbeischaute. &#8220;Du hast da &#8216;nen Memplex&#8221; war zwei Monate lang sein Standardspruch, egal ob Rudi den Lafo in den Himmel hob oder Dietmar den FC verdammte.</p>
<p>Dann kam Weihnachten und irgendeine seiner Verflossenen, ich glaube, es war die Bibliothekarin, legte ihm ein Bananengeschenk unter den Tannebaum, genauer gesagt in den Briekfasten. Frauen lassen ihre Beute ja nie aus den Augen.</p>
<p>Es handelte sich um ein Buch mit angeblich &#8220;hochkar&#228;tigen&#8221; Aufs&#228;tzen zur Genetik und Hirnforschung. &#8220;Gene, Meme und Gehirne&#8221; hie&#223; das Ding. Das klang wie &#8220;Ene mene muh&#8221;. Was ganz Tolles zur Einf&#252;hrung, hie&#223; es im Begleitbrief. Mein Freund Hartwig klang an Heiligabend am Telefon auch richtig begeistert. Alles, was er auf der Volkshochschule gelernt hatte, fand er wieder, so sprudelte er nach dem ersten Durchbl&#228;ttern heraus.</p>
<p><strong>Doch wenige Tage sp&#228;ter h&#246;rte sich das ganz anders an. </strong></p>
<p>Inzwischen vermute ich, dass die erzkatholische Dame zum &#8220;Fest der Liebe&#8221; einen heimt&#252;ckischen Anschlag auf seinen Lebensmut und seine Wissenschaftsbegeisterung geplant hatte. Ganz verst&#246;rt kam mein Freund Hartwig letzten Montag zu unserer w&#246;chentlichen Fansitzung, hielt das Machwerk vor die Brust und meinte: &#8220;Unglaublich. Wenn das Wissenschaft sein soll, kann sie mir gestohlen bleiben!&#8221;</p>
<p>Dann klappte er das B&#252;chlein auf und zeigte auf eine Stelle:</p>
<p>&#8220;Der stark ausgepr&#228;gte Orientierungssinn bei Frauen erkl&#228;rt sich aus ihrer fr&#252;hgeschichtlichen Sammlert&#228;tigkeit&#8221;.</p>
<p>Wer je eine Frau einparken, wer je eine Gruppe weiblicher Pfadfinder durchs Unterholz irren sah, wird Hartwigs Verst&#246;rtheit verstehen. Mein Freund Hartwig ist seit Weihnachten auf jeden Fall wieder v&#246;llig von der Rolle und pfeift nun auch auf die Wissenschaft. Als wir ihn an Silvester besuchten, lag er im Bett, neben sich einen Stapel alter Lupo- und Perry-Rhodan-Heftchen, die er vom Dachboden geholt hatte. Er war nicht zu bewegen, aufzustehen und mitzukommen.</p>
<p>So weit die letzten Entwicklungen in K&#246;ln.</p>
<p>Trotzdem w&#252;nsch ich dir</p>
<p>Ein gutes neues Jahr</p>
<p>nnnnn
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/mein-freund-hartwig-beziehungstragik-und-wissenschaft/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Fortschritt des R&#252;ckschritts</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/fortschritt-des-rueckschritts/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/fortschritt-des-rueckschritts/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 18:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julien Germain</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2009/01/01/fortschritt-des-rueckschritts/</guid>
		<description><![CDATA[Antidemokratisch ins Wahljahr 2009
oder: Was ist schon ein realdemokratisches Z&#228;pfchen ohne antidemokratisches &#8220;Arschloch&#8221;?
Der B&#252;rger w&#228;hnt sich, ein Demokrat zu sein oder zumindest als Antidemokrat in einem vermeintlich demokratischen Staat seine k&#246;rperliche und geistige Existenz zu fristen. Das ist der B&#252;rger Deutschlands, eines Landes, das eigentlich l&#228;ngst der europ&#228;isch-demokratischen F&#246;deration angeh&#246;rt, in welcher jedermann allerdings  gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/denkro.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p><strong>Antidemokratisch ins Wahljahr 2009</strong></p>
<p><em>oder: Was ist schon ein realdemokratisches Z&#228;pfchen ohne antidemokratisches &#8220;Arschloch&#8221;?</em></p>
<p>Der B&#252;rger w&#228;hnt sich, ein Demokrat zu sein oder zumindest als Antidemokrat in einem vermeintlich demokratischen Staat seine k&#246;rperliche und geistige Existenz zu fristen. Das ist der B&#252;rger Deutschlands, eines Landes, das eigentlich l&#228;ngst der europ&#228;isch-demokratischen F&#246;deration angeh&#246;rt, in welcher jedermann allerdings  gerade so lebt, als g&#228;be es neben ihm, seiner Wohnst&#228;tte, seinem Stammtisch und vielleicht noch seinem direkten Nachbarn eigentlich gar nichts mehr. Verschlafen wir Deutschen und unsere politisch Beauftragten die antidemokratische Bedrohung, w&#228;hrend Berlin missverstandene Demokratie praktiziert?</p>
<p><strong>Yes we g&#228;hn!</strong></p>
<p>Das Jahr 2008 verstrich gar denkw&#252;rdig in vielerlei Hinsicht und schlug dabei selbst den oberfl&#228;chlichsten Demokraten vom Hocker. Realdemokraten der Antisesselpupser-Liga planen bereits jetzt die Flucht aus Deutschland oder bestenfalls die Gr&#252;ndung einer neuen realdemokratischen Partei. Denn die Zeichen, dass der Demokrat &#252;ber die &#8220;Diktakratie&#8221; zum Antidemokraten erkrankt, stehen besser denn jeh.</p>
<p><strong>Aus diesem Grund&#8230;</strong></p>
<p>- wird der Italiener von deutscher Seite aus auch immer noch als &#8220;Ausl&#228;nder&#8221; und &#8220;Spaghettifresser&#8221; tituliert, obgleich er durch die Europ&#228;ische Union l&#228;ngst ein Inl&#228;nder geworden ist und selbst seine Mafiakriege l&#228;ngst nicht mehr nur im eigenen Ursprungsland stattfinden l&#228;sst</p>
<p>- bezeichnet der germanische Stamm der Briten den germanischen Stamm der Deutschen gern auch als &#8220;Kraut&#8221; und vielleicht sogar als &#8220;crowded&#8221;, weil er dessen Speisekarte noch nicht wirklich kennen gelernt hat, obgleich es in einem &#8220;vereinigten&#8221; Europa geradezu ein Leichtes gewesen w&#228;re, sich auch ohne den deutschen Weihnachtsmarkt auf englischen Stra&#223;en, der von &#8220;Brattw&#246;rst, Gluuhwein &#228;nd Bier&#8221; dominiert wird, ein passenderes Bild zu machen, ohne die deutschen Gesch&#228;ftsleute unbedingt mit &#8220;Heil&#8221; begr&#252;&#223;en zu m&#252;ssen</p>
<p>- sieht der Schwede seine Umsatzgewinne in Bekleidungs- und  M&#246;belgesch&#228;ften nur durch ein konsequent antidemokratisches Vorgehen bei deutschem Personal gesichert, weil er sich noch nicht vostellen kann, dass sich Deutschland seit 1945 demokratisiert haben soll. Dies ist nat&#252;rlich auch schwer, wenn die Schlagzeilen im deutschen und europ&#228;ischen Inland sowie im au&#223;ereurop&#228;ischen Ausland immer wieder von antidemokratischen Kr&#228;ften der rechten und der linken deutschen Szene berichten, die weder vor stasihafter Spionage, Denunziationen, freiheitseinschr&#228;nkenden Neusch&#246;pfungen des Innenministeriums noch vor Mord zur&#252;ckschrecken. Hier gibt es unmissverst&#228;ndliche Parallelen zum Dritten Reich und der DDR, deren Traditionen dadurch durchaus her&#252;bergerettet wurden und anderen eine Vielfalt antidemokratischer Gestaltungsm&#246;glichkeiten vorf&#252;hren</p>
<p>- sieht sich &#214;sterreich f&#228;lschlicherweise in der Pflicht und Tradition, deutschsprachige Gefilde auf den <em>rechten </em>Weg zu f&#252;hren, erkennt gar Vergangenheitsbew&#228;ltigung in der Fortf&#252;hrung konservativer &#8220;Werte&#8221; und seinem &#8220;historischen F&#252;hrungsanspruch&#8221;</p>
<p>- nimmt ein j&#252;discher Literaturkritiker den Preis zu diesem Preis nicht an, weil er sich einerseits gro&#223;e Sorgen um die anzustrebende deutsche Realdemokratie in den Medien macht, andererseits in diesem Land aber auch nicht irgendwann mit B&#252;chern und demokratisch vergoldeten Fernsehpreisen in <em>ein</em> Feuer geworfen werden m&#246;chte</p>
<p>- machen mutma&#223;liche Nazis schon Hausbesuche, um sich um das Wohl ihrer eigenen Landsleute zu k&#252;mmern. Beobachter vermuten als Auftraggeber etwa Dr. tod. Roger Kusch, der durch diese Dienstleistung unterst&#252;tzende Hilfe zum gew&#252;nschten Suizid leistet. Bedauerlich und undemokratisch wird es nur, wenn, wie im Fall Mannichl, eine offensichtliche Verwechslung vorlag, da der Polizist gar nicht die Absicht hatte, zu sterben</p>
<p>- zeigte uns auch die Sozialdemokratische Partei Deutschlands inzwischen ihr wahres Gesicht und unterst&#252;tzt den Zeitgeist durch Demokratie vernichtende Aktionen im Hessischen Landtag, w&#228;hrend sie die noch &#252;brigen Demokraten aus der Partei ausschlie&#223;en m&#246;chte, Kurt Beck flugs unterwanderte und Wolfgang Clement den antidemokratischen Maulkorb anbot. Letzterer aber erkannte, dass &#8220;seine&#8221; Partei sich l&#228;ngst der antidemokratischen Kr&#228;fte, Freundschaften und Traditionen des Ostteils Deutschlands besann, ohne die auch die Verschmelzung von SPD und Kommunistischer Partei zur Sozialistischen Einheitspartei Ost-Deutschlands (SED) seinerzeit nie m&#246;glich gewesen w&#228;re. Den Prozentanteil der W&#228;hler, den Steinmeier also w&#228;hrend der kommenden Bundestagswahl f&#252;r sich und seine Partei verbuchen wird, verursachen demnach nicht nur Kopfschmerzen, sondern auch ganz klar <em>die</em> W&#228;hler, denen Demokratie ein Dorn im Auge zu sein scheint und somit auch faschistoide Z&#252;ge diktakratischer Sozialisten und kommunistischer Antidemokraten als m&#246;gliche Koalitionspartner begr&#252;&#223;en</p>
<p>- wurde auch die Menschenrechte und W&#252;rde verletzende <a href="http://www.readers-edition.de/2008/03/03/arbeitslose-an-die-front">Zwangsarbeit f&#252;r Arbeitslose in Deutschland</a> nach dem Workfare-Modell wieder eingef&#252;hrt, die unter der moderaten Bezeichnung &#8220;Eingliederungsvereinbarung&#8221; oder besser &#8220;Ein-Euro-Jobs&#8221; die Sklaverei und Besch&#246;nigung der Arbeitslosenstatistik zufolge haben. Sie entspricht einem gigantischen Wohlfahrtsprogramm der Unternehmer und verst&#246;&#223;t wissentlich gegen das Grundgesetz. Die vielerorts geschaffenen &#8220;Arbeitslager&#8221;, die von den Galeerenz&#252;chtigern der Jobcenter verwaltet werden, vernichten zwar gr&#246;&#223;tenteils auch offizielle Arbeitsstellen, sind aber andererseits eine professionelle Wegbereitung antidemokratischer Regierungsnachfolger. Zur Zeit eine gute Chance f&#252;r alle politisch Radikalen, sich als &#8220;Robin Hood der Neuzeit&#8221; aufzuspielen</p>
<p>- wei&#223; auch Altkanzler Helmut Schmidt an seinem 90. Geburtstag seinen gr&#246;&#223;ten Wunsch wie folgt zu &#228;u&#223;ern: &#8220;Erhaltet Euch die Demokratie! Erhaltet Euch den Sozialstaat!&#8221; Gern, lieber Helmut, w&#252;rden wir Dir und der deutschen noch demokratisch denkenden und inzwischen diktakratisch handelnden Bev&#246;lkerung diesen Wunsch erf&#252;llen, was ja aber umso schwieriger erscheint, wenn nicht einmal Deine eigene Partei auf Deine W&#252;nsche einzugehen imstande ist. Als lupenreiner Demokrat, lieber Helmut, w&#228;rest Du schlie&#223;lich gut beraten, es Deinem Ex-Genossen Clement gleich zu tun und aus der SPD auszutreten</p>
<p>- sah auch Johannes Heesters (<em>richtig:</em> <em>Johan Marius Nicolaas Heesters) </em>w&#228;hrend eines Interviews zu seinem 105. Geburtstag die Zeit gekommen, Adolf Hitler &#246;ffentlich wieder einen &#8220;<em>feinen Kerl&#8221;</em><em> </em>nennen zu d&#252;rfen. Lediglich sein Frauchen Simonchen war dar&#252;ber weniger entz&#252;ckt, wobei doch so viel Ehrlichkeit eines alten verdienten Mannes, der schon 1941 vor dem Konzentrationslager in Dachau dem Tode geweihten Menschen mit seiner propagandistisch durchdringenden Gesangsstimme gro&#223;e Freude brachte, heutzutage von der Hubert Burda-Media  j&#228;hrlich mit einem &#8220;Respekt-Bambi&#8221; bedacht wird. Welchen Repekt h&#228;tte dieser Mann denn nur in einem realdemokratischen Staat erfahren?</p>
<p>- bedienten sich Superm&#228;rkte wie <a href="http://www.readers-edition.de/2008/03/28/lidl-vom-schwarz-markt-zur-spionagezentrale-satire">Lidl &#038; Co. altbew&#228;hrter Spitzelmethoden der Stasi</a>, um Mitarbeiter in den Filialen auszuspionieren, womit zumindest vermutlich das geistige Potential ehemaliger DDR-Gr&#246;&#223;en zum Einsatz kam, dessen sich auch Innenministerium Sch&#228;ubles zu bedienen scheint, das man schlie&#223;lich  nicht wie altes Obst vor sich hinfaulen lassen wollte und von dem man schon gen&#252;gend bevorratet hatte</p>
<p>- durfte sich denn auch die Telekom einen handfesten Datenschutzskandal leisten, w&#228;hrend sich viele Telekom-Kunden verabschiedeten und unter anderem zur &#8220;freenet AG&#8221; wechselten, einem Unternehmen, das bezeichnenderweise durch sein neues Firmenlogo den Zeitgeist antidemokratischer Umtriebe zu unterst&#252;tzen wei&#223;, mindestens drei Haken am Kreuz hat und sich offensichtlich gar Merkw&#252;rdiges auf die Firmenfahnen schrieb</p>
<p>- installierte man im Internet amerikanische und gleichfalls deutsche Denunziationsseiten wie &#8220;rottenneighbors.com&#8221;, welche die Aktivierung niederster menschlicher Instinkte und Motive durch die <a href="http://www.readers-edition.de/2008/07/30/der-groesste-lump-im-ganzen-land">gr&#246;&#223;ten Lumpen des Landes</a> erfordern, um ungeliebte Mitmenschen antidemokratisch und ohne Gegenwehrm&#246;glichkeit &#246;ffentlich platt zu walzen. Es ist einer der gesellschaftlich absto&#223;ensten Kriege auf dem Schlachtfeld verantwortungsfreier Denunzianten, gleichsam aber ein beeindruckendes Sittengem&#228;lde unserer Zeit</p>
<p>- werden noch formbare Kinder und Jugendliche in unseren Schulen und sonstigen &#8220;erziehenden&#8221; Tagesst&#228;tten durch P&#228;dagogen regelm&#228;&#223;ig gleichgeschliffen und dem Gruppenzwang unterworfen, ohne ihnen die demokratische M&#246;glichkeit einer eigenen pers&#246;nlichen und individuellen Entwicklung aufzuzeigen. Dass <a href="http://www.readers-edition.de/2008/01/25/anpassung-schadet-der-persoenlichkeit-von-leid-bildern-statt-vorbildern">Anpassung in diesem Rahmen oft der Pers&#246;nlichkeit schadet</a>, beweisen uns die kollektiven Mitl&#228;ufermentalit&#228;ten, ohne die es die antidemokratische Verblendung wohl kaum in dem vorhandenen Umfang g&#228;be</p>
<p>- stahl man die &#220;berreste des Milliard&#228;rs Friedrich Karl Flick, da Totenruhe und religi&#246;ser Glaube unter antidemokratischen Voraussetzungen erfahrungsgem&#228;&#223; oft keine Lobby haben. Frei nach dem Motto: &#8220;Fehlt dir die Weihnachtsgans im Haus, dann klau dir einen Leichenschmaus&#8221; scheint es denn doch noch einige kreative K&#246;pfe zu geben, die ihre Arbeitslosenbez&#252;ge materiell aufzuwerten bef&#228;higt sind</p>
<p>- sind auch Friedhofsch&#228;ndungen an der Tagesordnung. Vielleicht sollte man den Sch&#228;ndern einmal ausf&#252;hrlich erkl&#228;ren, dass das St&#246;ren der Totenruhe auch keinen ausgedienten K&#246;rper mehr zum Leben erweckt und solcherlei Verw&#252;stungen lediglich dem Steuerzahler wieder eine Menge Geld kosten. Denn selbst antidemokratisch geleitete Ges&#228;&#223;&#246;ffnungen arbeiten oft mit Logik, um ihre geistigen Exkremente zielgerichtet und streuend &#252;ber das Volk auszuscheiden. Selbst f&#252;r sie sind dieserlei Machenschaften einer geistigen Unterschicht eigentlich durchaus entbehrlich</p>
<p>- trafen sich zum 1. Mai in Hamburg eine beachtliche Anzahl <a href="http://www.readers-edition.de/2008/05/05/deutschland-soll-brennen">rechter und linker Gewaltt&#228;ter</a>, denen demokratische Diskussionen und Argumentationen bis dato v&#246;llig unbekannt schienen, w&#228;hrend sie nach dem Motto &#8220;Muskeln ersetzen Hirnmasse&#8221; die Stra&#223;en der Hansestadt in ein brennendes Neandertal versetzten. Man mag daran zweifeln, ob ihnen nach den Aufr&#228;umarbeiten bewusst wurde, dass sich durch die Anwendung von Gewalt langfristig nichts ge&#228;ndert oder zum Guten gewendet hatte, hingegen aber nur Versicherungen, Steuerzahler und Hospit&#228;ler hinreichend belastet wurden. Es soll aber tats&#228;chlich noch Deutsche geben, die aus Erfahrung klug werden. Nur was sollen diese armen Menschen blo&#223; machen, wenn bereits die Pisastudie immer wieder aufs Neue belegt, dass man ihnen die Erfahrung gar nicht erst beibringt?</p>
<p>- nehmen Gewalttaten vielerorts zu, die nicht nur die <a href="http://www.readers-edition.de/2008/01/20/die-insolvenz-der-intelligenz-oder-weshalb-gewalttaeter-immer-potentielle-moerder-sind">Insolvenz der Intelligenz</a> darstellen, sondern auch die Kapitulation vor demokratischer Argumentation bedeuten. Da viele Menschen Gewalt offenbar schon als Normalit&#228;t anschauen, sollten sich deutsche politische Parteien f&#252;r das Wahljahr 2009 bereits jetzt &#252;berlegen, ob sie ihren Wahlkampf nicht besser gleich in einem Boxring stattfinden lassen. Nach aktuellem Stand k&#246;nnten sie zumindest hier noch durch W&#228;hlerstimmen und –verst&#228;ndnis mit weitaus gr&#246;&#223;eren Erfolgen rechnen, weil man in einer Ellbogengesellschaft zuerst gelernt hat, wie man die Faust benutzt und dass das Hirn zur F&#252;hrung einer Faust leider auch noch notwendig ist</p>
<p>- ruft  Angela Merkel (CDU) die Bildungsrepublik Deutschland aus, die letztlich aber nicht installiert wird. Ein weiteres Anzeichen daf&#252;r, dass man sich als deutscher B&#252;rger aufs verwaltende Diktat und wohlwollende M&#228;rchenstunden verlassen kann. Unter solchen Voraussetzungen sollten wir die Bedeutung unserer deutschen Revolutionsflagge, unter der in Berlin immer noch gearbeitet wird, nicht vergessen: Aus der Schw&#228;rze der Knechtschaft durch blutige Schlachten ans goldene Sonnenlicht der Freiheit (schwarz-rot-gold). Demokratischer kann eine Staatsfahne an Bedeutung nicht sein, weshalb die aktuelle Politik ihrer nicht w&#252;rdig ist. Bekommen wir wohl bald ein neues Staatsbanner?</p>
<p>- verordnet Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler in seiner weihnachtlichen Fernsehansprache dem deutschen B&#252;rger &#8220;Mut und Zuversicht&#8221;, ist hinsichtlich der Realit&#228;t an Zynismus nicht zu &#252;berbieten und erinnert stark an verwandte W&#252;nsche des Propagandaministers Goebbels. Einziger Unterschied: der flimmerte noch in Schwarz-Wei&#223; &#252;ber die wochen-beschauliche Leinwand, was auch K&#246;hler im Rahmen seiner Sichtweise besser zu Gesicht gestanden h&#228;tte</p>
<p>- verbrannten mutma&#223;lich mindestens zwei deutsche Polizisten den schwarzen Asylbewerber Oury Jalloh, der im ostdeutschen Polizeirevier von Dessau im dortigen Keller zuvor gefesselt wurde und seine Hinrichtung wehrlos &#252;ber sich ergehen lassen musste. Es wurde nicht bekannt, ob dieses Vorgehen m&#246;glicherweise einem sexuellen S/M-Ritual der Polizisten entsprach, die sich bei dieser Gelegenheit den teuren Bordellbesuch bei einer Domina im Folterstudio ersparen wollten. Besondere Anerkennung erhielten diese durch die Verschleierungstaktik der polizeilichen Ermittlungsbeh&#246;rde und schlie&#223;lich durch das Landgericht Dessau-Ro&#223;lau selbst, das die angeklagten Polizisten frei sprach. Ein eindeutiges, wiederholtes, antidemokratisches Zeichen daf&#252;r, dass der rassistische Mord ein willkommener Einl&#228;utungsgru&#223; f&#252;r den angestrebten, antidemokratischen Unrechtsstaat ist, einem System, mit dem man in Deutschland ja bereits gen&#252;gend Erfahrungen gesammelt hat. In diesem Rahmen lie&#223;e sich dann auch die Arbeitslosigkeit sp&#252;rbar eind&#228;mmen, da in K&#252;rze wieder viele kr&#228;ftige H&#228;nde f&#252;r den umfassenden Wiederaufbau deutscher Gaskammern und Konzentrationslager gebraucht werden, um sich anderer Rassen, Andersdenkender, Andersf&#252;hlender und lupenreinen Demokraten schnellstm&#246;glich zu entledigen.</p>
<p><strong>Na dann: Prosit Wahljahr, liebe Realdemokraten! </strong></p>
<p>Und so lange man euch antidemokratisch ans Bein pinkelt, tut unserer noch verbliebenen Teildemokratie einen gro&#223;en Gefallen: Bleibt oder werdet sch&#246;n bissig!</p>
<p>Der wahre Realdemokrat deutscher Lande tr&#228;umt von der ersten realdemokratischen Partei Deutschlands und Europas und vergn&#252;gt sich bis dahin in dieserlei Realsatiren. Er steht vor einem gro&#223;en Scherbenhaufen und bekommt regelm&#228;&#223;ige Albtr&#228;ume, die sp&#228;testens seit der Hinrichtung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Blum">Robert Blums</a> nach der M&#228;rzrevolution 1848 durchaus begr&#252;ndet sind.  Diese verursachen unregelm&#228;&#223;igen, schlechten Schlaf und einen harten Stuhlgang. Zum Gl&#252;ck gibt&#8217;s zur vor&#252;bergehenden Erleichterung dieser Beschwerden und zum &#220;berstehen des Jahres 2009 mindestens zwei rektale Therapien:<br />
Z&#228;pfchen oder Arschlecken! ( Nach tats&#228;chlicher Einf&#252;hrung der Bildungsrepublik Deutschland wird die anti-f&#228;kalsprachliche Bezeichnung &#8220;Oralversorgung des Afters&#8221; verwendet)</p>
<p>Photo Quelle/Copyright: Gerd Altmann, via <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=326328&#038;mode=search">pixelio.de</a>
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/fortschritt-des-rueckschritts/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Die philosophische Wendeltreppe: Ein erster, letzter Grund oder: Der sch&#246;ne Schein des Wahren</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/die-philosophische-wendeltreppe-ein-erster-letzter-grund-oder-der-schoene-schein-des-wahren/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/die-philosophische-wendeltreppe-ein-erster-letzter-grund-oder-der-schoene-schein-des-wahren/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 16:28:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jochen Ebmeier</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2009/01/01/die-philosophische-wendeltreppe-ein-erster-letzter-grund-oder-der-schoene-schein-des-wahren/</guid>
		<description><![CDATA[Ursprung und Angelpunkt des abendl&#228;ndischen Denkens war die Frage nach dem Wahren. In der Sinnenwelt ist alles Trug. Sie scheint mal so, mal so, je nach Standort. Alles, was wird, wird vergehen. (Teil XIV)
Wahr ist, was w&#228;hrt, das ewige Sein; doch es liegt unterm Werden verh&#252;llt. Nur dem Denken ist es kenntlich, „denn dasselbe ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/rembr111111.jpg" /></dt>
<dd>Rembrandts “Der Philosoph”. Photo: Digitale Bibliothek, lizenzfrei</dd>
</dl>
<p><strong>Ursprung und Angelpunkt</strong> des abendl&#228;ndischen Denkens war die Frage nach dem Wahren. In der Sinnenwelt ist alles Trug. Sie scheint mal so, mal so, je nach Standort. Alles, was wird, wird vergehen. (Teil XIV)</p>
<p>Wahr ist, was w&#228;hrt, das ewige Sein; doch es liegt unterm Werden verh&#252;llt. Nur dem Denken ist es kenntlich, „denn dasselbe ist Denken und Sein“, sagt Parmenides. Die Frage nach dem wahren Sein ist die Frage, wonach sich mein Leben in der Mannigfaltigkeit tr&#252;gerischer Erscheinungen richten soll.Man erkennt es beim Vergleich mit Heraklit, gegen den Parmenides angetreten war: Nicht zweimal k&#246;nne man in einen Fluss steigen; der Fluss sei ein anderer geworden und der Mensch auch. Hinter dem Werden ist Nichts, wahr ist der Schein: Das m&#246;chte man einen heroischen Nihilismus nennen; ein aristokratisches Leben auf eigne Faust, das sich nicht jeder leisten kann. Die Vermutung, da&#223; der Sinn der Welt zwar verborgen, aber jedenfalls in ihr liegt, macht dagegen auch kleinen Leuten Mut. Nicht anders konnte die Arbeitsgesellschaft siegen, nicht anders konnte Europa die Welt erobern.</p>
<p><strong>Die Erkenntnis</strong>, dass nach dem Sinn <em>gefragt</em> werden muss, war die Geburtsstunde des Abendlands. Der ebenb&#252;rtige Zeitgenosse von Heraklit und Parmenides war Aischylos - der als erster die Schuld der Menschen zum Thema gemacht hat; n&#228;mlich dass sie ihre Wege selber w&#228;hlen. Es wurde zum Thema der westlichen Kultur. Man mag auch meinen, es sei die Conditio humana selbst. Nur wurde sie nicht &#252;berall ihrer bewusst.</p>
<p>Das Wahre, das Ansich-Seiende, das Absolute; Wert, Bedeutung, Geltung, Sinn - das alles sind verschiedene Worte f&#252;r ein Problem. N&#228;mlich dies, dass der Mensch sich nicht mit dem Leben begn&#252;gen kann, sondern immer sein Leben <em>f&#252;hren</em> muss. F&#252;hren wo hin, wo lang? Er muss sich orientieren. Das, woran er sich orientiert hat, um dessentwillen er gelebt hat, nennt er, r&#252;ckblickend, ‚&#8217;das Wahre&#8217;, &#8216;das Absolute&#8217;, den &#8216;Sinn&#8217;. Das Erkennen ist zirkul&#228;r.</p>
<p>Warum? Es kommt a posteriori. Denn gesetzt wird der Sinn immer &#8216;in actu&#8217;, hier und jetzt, an jedem Wegkreuz neu. Dem (nachtr&#228;glichen) Erkennen erscheint es darum als a priori. &#8216;Das Wahre&#8217;, &#8216;das Absolute&#8217;, der &#8216;Sinn&#8217; ist - reell wie ideell - eben keine Sache, sondern ein Problem. Es ist aber keins, worauf die Menschen ebenso gut verzichten k&#246;nnten. Sie waren t&#228;tig, bevor sie erkennend wurden. Aber sie m&#252;ssen erkennend sein, um selbstt&#228;tig zu werden.</p>
<p><strong>Nur weil </strong>der Mensch ein Leben f&#252;hrt, dessen Sinn weit &#252;ber seine blo&#223;e Erhaltung hinaus reicht (wenn er es will), hat er das Problem der Freiheit. Ob er es will, ist damit noch nicht entschieden. Wenn einer sagt: Die Befriedigung meiner Bed&#252;rfnisse ist mir genug - wie kann ich ihm widersprechen? Es gibt noch viele, die sich mehr gar nicht leisten k&#246;nnen.</p>
<p>Aber eine Kultur, wo verknappter Luxus schon wie Not erscheint, lebt im &#220;berfluss. Dieses ist eine Sinnbehauptung: Es sollte eine Welt des Reichtums entstehen, damit Menschen in die Lage kommen, ihre Freiheit bestimmen zu k&#246;nnen. Nur darum gibt es die Frage nach der Wahrheit. Aber die ist ein Paradox.</p>
<p>Was ich tun soll, ist eine Frage von Bedeutungen. Ist Sache eines Urteils. Und daf&#252;r brauche ich Gr&#252;nde, die gelten. Deren Geltung muss ihrerseits begr&#252;ndet sein, und so fort. Machen wir&#8217;s kurz: Wenn &#252;berhaupt etwas gelten soll, muss es irgendwo einen Grund geben, der schlechterdings gilt und in letzter Instanz, ohne alle Bedingung - die Bedingungen von Ort und Zeit zumal. In der Welt, die &#8216;der Fall ist&#8217;, wird man ihn nicht antreffen. Er ist &#8220;nicht von dieser Welt“, ich muss ihn mir hinzu denken.</p>
<p><strong>Dass der menschliche </strong>Geist &#8220;notwendig etwas Absolutes au&#223;er sich setzen muss und dennoch von der andern Seite anerkennen muss, dass dasselbe <em>f&#252;r ihn da</em>sei, ist derjenige Zirkel, den er ins Unendliche erweitern, aus welchem er aber nicht heraustreten kann. Es ist nur da, inwiefern man es nicht hat, und entflieht, sobald man es auffassen will&#8221;, schrieb Johann Gottlieb Fichte. Es &#8220;kann nur eine Idee sein; ein blo&#223;er Gedanke in uns, von welchem gar nicht vorgegeben wird, dass ihm in der wirklichen Welt au&#223;er uns etwas entspreche. Ideen k&#246;nnen unmittelbar nicht gedacht werden. Sie sind Aufgaben eines Denkens, und nur, inwiefern wenigstens die Aufgabe begriffen werden kann, kommen sie in unserm Bewusstsein vor.“ Eine Aufgabe nannten die Griechen ein Problem. Aber dieses Problem ist so gestellt, dass es schlechterdings nicht l&#246;sbar ist: Die Freiheit soll sich ihren Bestimmungsgrund au&#223;er sich suchen! Es ist ein Paradox.</p>
<p>Das ist nicht blo&#223; eine Idee. Das ist eine &#228;sthetische Idee. Es ist, recht besehen, die &#228;sthetische Idee schlechthin, die in alle tats&#228;chlich vorkommenden Bestimmungen nach Ort und Zeit vorg&#228;ngig hineingreift, die all die Qualit&#228;ten vereint, die ich an den Dingen &#8220;wertnehme&#8221;, bevor ich sie wahrnehme, und von der ich erst durch eine besondere Anstrengung des reflektierenden Verstandes wieder abstrahieren kann.</p>
<p>Es &#8220;ist&#8221; nicht so. Aber so muss ich es mir vorstellen, wenn ich mir &#252;berhaupt Etwas vorstellen will. Das Wissen kann seinen eignen Grund nicht erkennen. Es muss ihn sich ein-bilden. Der h&#246;chste Akt der Vernunft sei ein &#228;sthetischer, hie&#223; es im &#8216;&#196;ltesten Systemprogramm des deutschen Idealismus&#8217;. Ob er wirklich stattgefunden hat, ist nicht entscheidend. Es scheint uns so, als ob er stattgefunden h&#228;tte. Er ist so wahr wie ein Mythos sein kann. Will sagen, er muss sich bew&#228;hren.</p>
<p><strong>Bew&#228;hren in Sonderheit </strong>in meinem t&#228;glichen Tun und Lassen - als Sittlichkeit. &#8220;Die Ethik ist transzendental“, schrieb Ludwig Wittgenstein, um gleich hinzu zu f&#252;gen: &#8220;Ethik und &#196;sthetik sind eins.&#8221; Und es sei klar, dass sie sich als solche &#8220;nicht aussprechen&#8221; lassen.</p>
<p>In den W&#246;rtern <em>unserer</em> Welt lassen sie sich nicht aussprechen. Denn sie geh&#246;ren zu <em>meiner</em> Welt. Den andern kann ich sie allenfalls zeigen – in den Bildern der Kunst. In W&#246;rtern l&#228;sst sich das Problem immer nur so formulieren: Der Sinn des Lebens ist, dass du nach ihm fragst. Eben ein heroischer Nihilismus oder, wenn man will, &#8220;Artisten-Metaphysik&#8221;. Auf jeden Fall ist es eine romantische Anschauung der Welt, und eine fr&#246;hliche.</p>
<p>_________________________________________________________</p>
<p>Prost Neujahr!</p>
<p>&#8230;und vergessen Sie nicht am n&#228;chsten Mittwoch die Schlussfolge meiner Wendeltreppe:<em> &#8220;Wozu noch philosophieren? &#8220;</em></p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<p>- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/03/die-philosophische-wendeltreppe-der-suendenfall">Die philosophische Wendeltreppe XI</a><br />
- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/10/die-philosophische-wendeltreppe-bilder-zeichen-und-begriffe">Die philosophische Wendeltreppe XII</a><br />
- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/17/die-philosophische-wendeltreppe-xiii-unsere-welt-und-die-meine">Die philosophische Wendeltreppe XIII </a>
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2009/01/01/die-philosophische-wendeltreppe-ein-erster-letzter-grund-oder-der-schoene-schein-des-wahren/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Berlin wappnet sich f&#252;r den Jahreswechsel</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/31/berlin-wappnet-sich-fuer-den-jahreswechsel/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2008/12/31/berlin-wappnet-sich-fuer-den-jahreswechsel/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 11:37:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon Eberhardt</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2008/12/31/berlin-wappnet-sich-fuer-den-jahreswechsel/</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Deutschlands gr&#246;&#223;te Silvestersause. Seit 1995 findet jedes Jahr vor dem Brandenburger Tor die gr&#246;&#223;te Open-Air-Silvesterparty der Welt statt. So auch dieses Jahr. Nachdem bereits gestern Mittag die Festmeile er&#246;ffnet wurde, erwarten die Veranstalter f&#252;r das heutige Abend- bzw. Nachtprogramm eine Millionen Besucher. Dies macht sich auch in der Stadt bemerkbar. Unz&#228;hlige Touristen aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/silvb.jpg" /></dt>
<dd>Auch in diesem Jahr feiert die Hauptstadt eine gigantische Party.</dd>
</dl>
<p>Es ist Deutschlands gr&#246;&#223;te Silvestersause. Seit 1995 findet jedes Jahr vor dem Brandenburger Tor die gr&#246;&#223;te Open-Air-Silvesterparty der Welt statt. So auch dieses Jahr. Nachdem bereits gestern Mittag die Festmeile er&#246;ffnet wurde, erwarten die Veranstalter f&#252;r das heutige Abend- bzw. Nachtprogramm eine Millionen Besucher. Dies macht sich auch in der Stadt bemerkbar. Unz&#228;hlige Touristen aus aller Welt tummeln sich auf den Stra&#223;en der Bundeshauptstadt.</p>
<p>Die Festmeile erstreckt sich vom Brandenburger Tor &#252;ber die Stra&#223;e des 17. Juni bis hin zur Siegess&#228;ule. Wie der Veranstalter verspricht: Zwei Kilometer Party mit vielen Showb&#252;hnen, Stars und Showacts, Aktionshighlights, Laser-und Lichtanimationen, Gastronomie aus aller Welt sowie dem weltbekannten Berliner Silvesterfeuerwerk und nat&#252;rlich nach Mitternacht: die Open-End-Diskothek unter freiem Himmel.</p>
<p><strong><a href="http://www.silvester-berlin.de/deutsch/programm.html">Das ausf&#252;hrliche Programm finden Sie hier</a></strong></p>
<p>Aufgrund der letztj&#228;hrigen Erfahrungen hat man sich in Berlin ger&#252;stet. Die Berliner Feuerwehr wird in der Silvesternacht mit knapp 1500 Mann im Einsatz sein. Die Polizei schickt 700 Beamte ans Brandenburger Tor.</p>
<p>Wer nicht in Berlin sein kann, aber dennoch etwas von der Silvesterfeier erleben will, kann dies ab 21 Uhr auf RTL 2 tun. Der Sender &#252;bertr&#228;gt live.</p>
<p><strong><em>Dieser Artikel erschien zuerst auf </em></strong><a href="http://www.ximmel.de/"><strong><em>ximmel.de</em></strong></a></p>
<p>Photo Quelle/Copyright: bby_, cc creative commons, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">Bestimmte Rechte vorbehalten</a>, via <a href="http://flickr.com/photos/bby/348057832/">flickr</a>
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2008/12/31/berlin-wappnet-sich-fuer-den-jahreswechsel/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>Local Heroes (Vol. 50): Luis und Laserpower</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/local-heroes-vol-50-luis-und-laserpower/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/local-heroes-vol-50-luis-und-laserpower/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 15:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicole oppelt</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2008/12/30/local-heroes-vol-50-luis-und-laserpower/</guid>
		<description><![CDATA[  Die Uhr tickt merklich. Das alte Jahr hat so gut wie ausgedient. Bald werden wieder die Sektkorken knallen und der Himmel im Feuerwerkszauber erstrahlen. Fulminant starten die Menschen in den kommenden Januar – fulminant wollen wir hier auf der Readers Edition auch den Dezember verabschieden. W&#228;hrend der Durchsicht unseres unersch&#246;pflichen Archivs wurde schnell klar. [...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/luis1.jpg" /></dt>
<dd>Wer da noch still steht, der ist selbst schuld. Photo: dani</dd>
</dl>
<p>Die Uhr tickt merklich. Das alte Jahr hat so gut wie ausgedient. Bald werden wieder die Sektkorken knallen und der Himmel im Feuerwerkszauber erstrahlen. Fulminant starten die Menschen in den kommenden Januar – fulminant wollen wir hier auf der Readers Edition auch den Dezember verabschieden. W&#228;hrend der Durchsicht unseres unersch&#246;pflichen Archivs wurde schnell klar. Es gibt eigentlich nur <em>eine</em> Band, die dieser ehrenvollen Aufgabe gewachsen ist. Ihre Auftritte spr&#252;hen nur so vor Energie. Sie rei&#223;en das Publikum mit und zaubern – gleich dem n&#228;chtlichen Sternenregen – allen Anwesenden ein L&#228;cheln aufs Gesicht. Meine Damen und Herren, stolz pr&#228;sentieren wir Ihnen: <a href="http://luisundlaserpower.de/">Luis und Laserpower</a>!</p>
<p>Luis und Laserpower, das klingt nach gro&#223;er weiter Welt, nach Metropole und schon fast ein wenig nach Prominenz. Doch nein, aus dem pulsierenden Berlin kommen diese vier Herrschaften nicht. Mit einer zusammengecasteten Plastikband aus den vermeintlichen TV-Talentschmieden haben wir es noch weniger zu tun. Mit Pop haben sie au&#223;erdem genauso viel gemein wie mit etwaigen Modelt&#228;tigkeiten bei H&#038;M und auch sonst sind die drei Buben und &#8220;ihr&#8221; M&#228;del am Bass weder beliebig noch langweilig. Luis und Laserpower, ein Qualit&#228;ts-Produkt aus der baden-w&#252;rttembergischen Universit&#228;tsstadt Mannheim – in &#8220;Fachkreisen&#8221; auch &#8220;Monnem&#8221; genannt – sind alles andere als Mainstream. Und das ist auch gut so. Denn schon w&#228;hrend der ersten h&#228;mmernden Sounds wird deutlich: Sie haben den &#8220;<a href="http://www.myspace.com/luisundlaserpower">Vorsprung durch Laser&#8230;</a>&#8220;.</p>
<p><strong>Luis &#038; Laserpower haben das n&#228;chste gro&#223;e Ding!</strong></p>
<p>Luis Baltes, Judith Rummel, Henrik M&#252;ller und Sebastian Feurer, die das &#8220;<a href="http://de.myspace.com/readerseditionontour">Readers-Edition-on-Tour</a>&#8220;-Team anl&#228;sslich des local heroes <a href="https://www.readers-edition.de/2008/10/11/local-heroes-rocken-berlin">Halb-</a> und <a href="https://www.readers-edition.de/2008/11/24/magdeburg-hat-gewaehlt-die-local-heroes-2008-stehen-fest">Bundesfinales</a> treffen durfte, k&#246;nnen durchaus und ohne auch nur im geringsten zu &#220;bertreiben als wahrhaft tollk&#252;hne Crew bezeichnet werden. Seit zwei Jahren sind sie, so erz&#228;hlen sie selbst, &#8220;schon unterwegs auf deutschen Autobahnen, im Jumbo-Jet zwischen Rum&#228;nien und China oder zu Fu&#223; &#252;ber die Alpen, um zu zeigen, was eine gute Liveband ausmacht.&#8221; Auch in Berlin und Magdeburg, die St&#228;tten unserer Begegnungen, konnte das Quartett von seiner Mission &#252;berzeugen. Denn die vornehmlich in Pink strahlende Band bewies nachhaltig: &#8220;Luis &#038; Laserpower sind lauter als der Rest der Republik! Luis &#038; Laserpower haben das n&#228;chste gro&#223;e Ding! Luis &#038; Laserpower klingen wie: Hip-Hop, Rock und Elektro. Gehen zusammen in den Puff und machen ein Kind das &#8216;Party!&#8217; schreit!&#8221;</p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/H154.jpg" /></dt>
<dd>Das Publikum hatte an diesem Abend in der Magdeburger Factory m&#228;chtig Spa&#223;. Photo: Bernd Zahn</dd>
</dl>
<p>Sp&#228;testens nach derlei lautstarken Ansagen wird es auch f&#252;r den Letzten Zeit sich anzuschnallen. Mit ihrem einzigartigen Style, der sich aus einem Rock-Trio plus Rapper zusammensetzt, aber keinesfalls (!) als Crossover im traditionellen Sinn zu bezeichnen ist, haben sich diese jungen Talente vorgenommen die Nation aufzumischen. Wie das kam? Ganz einfach! &#8220;Wir studieren zusammen an der Popakademie und der Luis kocht gut. Die andern sind einfach dem Geruch gefolgt&#8221;, <a href="http://www.regiomusik.de/alternative/interviews/nachefragt-luis-und-laserpower.html">erkl&#228;ren</a> sie den Mythos, dessen Ergebnis wie folgt zustandekam: &#8220;Wir haben alle unterschiedliche musikalische Vorlieben, wenn man die jetzt alle zusammenschmei&#223;t, so wie wir das im Proberaum tun, dann kommt dabei meistens was laseriges raus.&#8221; Getragen von so sinnschwangeren Titeln wie &#8220;Lass los&#8221;, &#8220;Gib mir mehr&#8221; oder &#8220;Bettgefl&#252;ster&#8221;, die die Popdesignstudenten auf ihrer im Mai dieses Jahres erschienenen ersten EP &#8220;<a href="http://www.kleineaudiowelt.de/work/laserneonstrobobass.html">Laser Neon Strobo Bass</a>&#8221; zum Besten geben, ziehen sie nun durch die Lande, um die Massen zu bewegen. Aber Achtung, Schamesr&#246;te ist nicht ausgeschlossen!</p>
<p><strong>&#8220;Beherrscher der Dancehall-, Electro-, Rock- und HipHop-Welten&#8221;</strong></p>
<p>Zwar marschieren sie erst seit Oktober 2006 im gemeinsamen Stechschritt. Doch bereits jetzt ist die Liste ihrer Erfolge beachtlich: Die Popkomm Berlin, die Frankfurter Musikmesse, das Popfestival Nanjing in China und zuletzt der Jurypreis beim local heroes Bundesfinale 2008 lassen erahnen, das da noch Einiges auf die Musikfans zurollen wird. &#8220;Beatboxeinlagen, spontane Freestyles und Gitarrensolos der alten Schule geben jedem Konzert seine ganz eigene individuelle Note&#8221;, beschreiben die Mitglieder im Bandpool der Popakademie Mannheim ganz bescheiden die dort dargebotene Performance. Die &#8220;Beherrscher der Dancehall-, Electro-, Rock- und HipHop-Welten&#8221; haben allerdings auch schon ganz andere &#252;berzeugt: Pink, Deichkind, 2Raumwohung, Mia oder auch G&#246;tz Widmann haben sich mit ihnen schon die B&#252;hnen der Welt geteilt und der Siegeszug scheint nicht aufzuhalten.</p>
<p><strong>Blessuren, blaue Flecken und Schrammen vom Ein- und Ausladen</strong></p>
<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/red1.jpg" /></dt>
<dd>Posieren mit Kamerafrau Dani: Nein, ernst nehmen wir uns bittesch&#246;n nicht! Photo: Redaktion Readers Edition</dd>
</dl>
<p>&#8220;Wir wollen beim Nach-Hause-Fahren sicher sein, unser Bestes gegeben zu haben. So richtig Fu&#223;ballrhetorik-m&#228;&#223;ig: &#8216;Das Doppel ist zu schaffen!&#8217;, &#8216;Vier Freunde m&#252;sst ihr sein!&#8217;,'Luis spiele wie Flasche leer!&#8217;, erkl&#228;rten uns die Gewinner des <a href="http://www.regioactive.de/story/7325/luis_und_laserpower_im_interview.html">&#8220;Play Live&#8221;-Bandcontests</a> noch vor dem gro&#223;en Abend in der Magdeburger Factory ihr Vorhaben. Ihrem Credo &#8220;Sie marschieren Richtung Ziel und sind nicht aufzuhalten&#8221;, sind sie an diesem kalten Samstag im November vollends nachgekommen. &#8220;Wir hoffen nat&#252;rlich durch den local heroes Wettbewerb langfristig bekannter zu werden&#8221;, w&#252;nscht sich die humorvolle Bande. Sch&#246;n w&#228;re es auch, wenn sich im Anschluss an diese Geschichte ein paar Folgegigs ergeben und die Band verst&#228;rkt ins Gespr&#228;ch kommen w&#252;rde. Was sie langfristig mitnehmen w&#252;rden, das wusste die quirrlige Truppe auf jeden Fall schon kurz nach ihrem schwei&#223;treibenden Spiel: &#8220;Viele neue Fans, Magdeburg gesehen zu haben, neue Freunde, und ein paar Blessuren, blaue Flecken und Schrammen vom Ein- und Ausladen unseres Busses.&#8221;</p>
<p>Wie auch immer es mit Luis und Laserpower weitergehen wird. Das &#8220;Readers-Edition-on-Tour&#8221;-Team hat sie schon jetzt vollends in ihr Herz geschlossen und kann sich nachfolgender Einsch&#228;tzung nur anschlie&#223;en: &#8220;Live sind sie unschlagbar. Die B&#252;hne ist ihr Wohnzimmer und das Publikum der Mitbewohner. Sie haben Power, Spa&#223; und sind authentisch. Einen Frontmann wie Luis und eine Band wie Laserpower gibt es in Deutschland eher selten. Luis &#038;Laserpower sind bereit entdeckt zu werden, fragt sich wer die Eier dazu hat - eine Kampfansage? Oh ja, Deutschland darf sich freuen!&#8221;</p>
<p><strong>Nun denn, Silvester kann kommen – laut, krachend und vor allem laserig&#8230;</strong><br />
<a href="http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&#038;videoid=49260670">video</a><br/><object width="425px" height="360px" ><br />
<param name="allowFullScreen" value="true"/>
<param name="wmode" value="transparent"/>
<param name="movie" value="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=49260670,t=1,mt=video,searchID=,primarycolor=,secondarycolor="/><embed src="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=49260670,t=1,mt=video,searchID=,primarycolor=,secondarycolor=" width="425" height="360" allowFullScreen="true" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent"/></object>
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/local-heroes-vol-50-luis-und-laserpower/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die Musikini feiert sich selbst!&#8221;</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/die-musikini-feiert-sich-selbst/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/die-musikini-feiert-sich-selbst/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 11:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sandra Schmelz</dc:creator>
		
	<category>Kultur</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.readers-edition.de/2008/12/30/die-musikini-feiert-sich-selbst/</guid>
		<description><![CDATA[Kaum ist der Silvesterkater auskuriert, geht es bei der Musikinitiative Hammelburg e.V. in die n&#228;chste Runde. Wer also am zweiten Tag des Jahres schon wieder f&#252;r neue Schandtaten bereit ist, der hat nun erneut die Gelegenheit, ordentlich auf die Pauke zu hauen. Denn frei von jedem tieferen Anlass hei&#223;t es auch Anfang 2009: &#8220;Die Musikini [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/rock.jpg" /></dt>
<dd>Auch am zweiten Tag des Jahres wird wieder ordentlich gerockt. Photo: dani</dd>
</dl>
<p>Kaum ist der Silvesterkater auskuriert, geht es bei der <a href="http://www.musikini.de/">Musikinitiative Hammelburg e.V.</a> in die n&#228;chste Runde. Wer also am zweiten Tag des Jahres schon wieder f&#252;r neue Schandtaten bereit ist, der hat nun erneut die Gelegenheit, ordentlich auf die Pauke zu hauen. Denn frei von jedem tieferen Anlass hei&#223;t es auch Anfang 2009: &#8220;Die Musikini feiert sich selbst!&#8221;</p>
<p><strong>Alte Hasen treffen auf neue Gesichter</strong></p>
<p>Nach unz&#228;hligen Bandproben in den Kellerr&#228;umen des Vereinsheims, pr&#228;sentieren beim diesj&#228;hrigen &#8220;Heimspiel&#8221; vier Bands der Musikinitiative ihr hart erarbeitetes Programm und lassen dabei schon im Voraus vermuten, dass sie unterschiedlicher nicht sein k&#246;nnten: &#8220;<a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&#038;friendid=165479014">Black Petty</a>&#8220;, seit 2005 im Wasserhaus vertreten, legen eine etwas h&#228;rtere Gangart an den Tag und lassen es mit ihren brachialen Kl&#228;ngen aus Rock und Metal im neuen Jahr ordentlich krachen. Auch an der dazugeh&#246;rigen Portion Punk wird es im Wasserhaus dank der vier Mannen von &#8220;<a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewProfile&#038;friendID=168645169">RMS</a>&#8221; nicht fehlen.</p>
<p>Dar&#252;ber hinaus schickt die Musikini zwei ihrer neueren Gruppierungen an den Start. So die Band &#8220;<a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewProfile&#038;friendID=145947302">Ghostbast&#228;rtz</a>&#8220;, die sich nach eigenen Angaben aufmachen, &#8220;den guten alten Rock zu retten&#8221;, und die Erstplatzierten des &#8220;Battle of Bands 2008&#8243;, &#8220;<a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewProfile&#038;friendID=277958962">Other Generation&#8217;s Anthem</a>&#8220;.</p>
<p>Als kleines Neujahrsgeschenk erhalten die Mitglieder der Musikinitiative Hammelburg e.V. gegen Vorlage des Mitgliederausweises einen Getr&#228;nkegutschein, der den Abend vers&#252;&#223;en soll. Los geht&#8217;s ab 20.30 Uhr.
</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRSS>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/die-musikini-feiert-sich-selbst/feed/</wfw:commentRSS>
		</item>
	</channel>
</rss>
