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	<title>Readers Edition</title>
	<link>http://www.readers-edition.de</link>
	<description>Portal für Bürgerjournalismus in Deutschland</description>
	<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 19:03:59 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Rechtsextremismus brutal und de luxe</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 15:31:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zbigniew Menschinski</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[Wer das Wort &#8220;Rechtsextreme&#8221; h&#246;rt, denkt meistens zuerst an Glatzk&#246;pfe und Springerstiefel, an alkoholisierte und johlende Nenazis in Hooligan-Montur, an &#220;berf&#228;lle auf Wehrlose, Terror und Einsch&#252;chterung, an eine kaum zu unterbietende Primitivit&#228;t in Verhalten, Ansichten und Ausdrucksweise, an verklemmt wirkende und nicht nur sprachlich &#252;berforderte &#8220;F&#252;hrergestalten&#8221;.
Doch der Groll gegen Andersartige und Andersdenkende, das Ressentiment gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer das Wort &#8220;Rechtsextreme&#8221; h&#246;rt, denkt meistens zuerst an Glatzk&#246;pfe und Springerstiefel, an alkoholisierte und johlende Nenazis in Hooligan-Montur, an &#220;berf&#228;lle auf Wehrlose, Terror und Einsch&#252;chterung, an eine kaum zu unterbietende Primitivit&#228;t in Verhalten, Ansichten und Ausdrucksweise, an verklemmt wirkende und nicht nur sprachlich &#252;berforderte &#8220;F&#252;hrergestalten&#8221;.</p>
<p>Doch der Groll gegen Andersartige und Andersdenkende, das Ressentiment gegen Schwache und Fremde rumort nicht nur unter kahlgeschorenen Sch&#228;deln. L&#228;ngst tr&#228;gt der Rechtsextremismus auch Markenkleidung, h&#252;llt sich in feines Tuch, in Designer-Jeans und Kaschmir, pflegt einen salopp-zynischen Schickimicki-Slang, kommt pseudowissenschaftlich verbr&#228;mt daher - und hat seine Nischen auch in den Redaktionsr&#228;umen etablierter Medien gefunden, wo man ihn nie vermuten w&#252;rde.<br />
<strong><br />
Pseudowissenschaftliche Versatzst&#252;cke</strong></p>
<p>Der ultramodern gestylte Rechtsextremismus von oben bedient sich gern pseudorationaler &#8220;Argumente&#8221;. Vor allem die ohnehin wissenschaftlich sehr umstrittene Soziobiologie wird von einschl&#228;gig interessierten Kreisen aus dem rechtsradikal angehauchten Milieu gern auf ihre Zwecke hin getrimmt, reduziert und vergr&#246;bert.</p>
<p>Anstatt wie fr&#252;her von &#8220;rassischer H&#246;herwertigkeit&#8221; oder &#8220;vererbter &#220;berlegenheit der Eliten&#8221; zu sprechen, s&#228;uselt man in diesem Dunstkreis heute von &#8220;genetisch fixierten &#220;berlebensvorteilen&#8221;. Anstatt von &#8220;F&#252;hrertyp&#8221; spricht man von &#8220;Alphatier&#8221;, anstatt von &#8220;Ausmerze&#8221; von &#8220;Selektionsdruck&#8221;. Soziale Unterschiede beruhen in den deodorierten Publikationen rechtsextremer Kreise auf &#8220;erblich bedingter Leistungsf&#228;higkeit&#8221;, nicht mehr wie vormals auf Herren- und Untermenschentum.</p>
<p>Das Vokabular hat sich ge&#228;ndert, die Inhalte sind die gleichen geblieben. Wie in der Epoche des Kolonialismus oder w&#228;hrend der Nazizeit will man mit diesen pseudowissenschaftlichen Versatzst&#252;cken suggerieren, gesellschaftliche Missst&#228;nde, Bildungsnachteile lie&#223;en sich nicht ver&#228;ndern, Menschen seien von Geburt an determiniert, durch die Natur aufgeteilt in eine Elite und ein Fu&#223;volk, Siegertypen und Parias, ein f&#252;r allemal klug, t&#252;chtig, dumm oder faul. So soll das Bild einer Kasten- und St&#228;ndegesellschaft in den K&#246;pfen der Leser installiert werden.</p>
<p>Nun haben seit jeher seri&#246;se empirische Untersuchungen immer wieder gezeigt, dass rassistische Vorurteile, dass starre genetische Fixierungen barer Unsinn sind, dass vielmehr die Pr&#228;gung durch Kultur, Erziehung, Zuwendung, Umwelt, Lernen und nicht zuletzt die F&#228;higkeit zur Selbstkritik das Verhalten und die Lebensgestaltung viel entscheidender bestimmen als das erbliche Ger&#252;st. Neuere Egebnisse der Neurobiologie und Genforschung (Eric Kandel, Antonio Damasio, Gert-Jan van Ommen, Craig Venter, Hannah Monyer) zeigen sogar eine noch gr&#246;&#223;ere Flexibilit&#228;t, Ver&#228;nder- und Formbarkeit des Gehirns, der Neuronen und Gene als selbst &#8220;links&#8221; angehauchte Wissenschaftler, wie z.B. Noam Chomsky, sie bisher vermuteten. (siehe dazu DIE ZEIT, 25, 2008: &#8220;Erbgut in Aufl&#246;sung&#8221; und FAZ-Sonntagszeitung, 51, &#8220;Dirigenten im Denkerst&#252;bchen&#8221;)</p>
<p>Der &#8220;fein gek&#228;mmte&#8221; Rechtsextremismus auf Samtpfoten und mit Kreide in der Stimme ignoriert diesen abgesicherten Forschungsstand und hausiert mit Stereotypen aus dem vorletzten Jahrhundert. Dazu geh&#246;rt auch das M&#228;rchen von den unz&#228;hligen Unterschichtfamilien, die angeblich schon &#8220;seit Generationen&#8221; von Sozilahilfe leben. Eine Generation w&#228;hrt circa 25 bis 30 Jahre. Bis 1980 gab es bundesweit nicht einmal 300.000 Menschen, die von Sozialhilfe leben mussten, heute sind &#8220;dank&#8221; Schr&#246;der-Fischer, Merkel-Steinbr&#252;ck rund sieben Millionen Mitb&#252;rger auf Hartz IV angewiesen, darunter mehr als zwei Millionen Kinder. Diesen Menschen einen genetischen Defekt oder eine Konditionierung zur Armut - und das seit Generationen! - zu unterstellen, ist schlicht absurd.</p>
<p><strong>Der &#8220;Gutmensch&#8221;  - ein von rechts goutiertes Stereotyp</strong></p>
<p>Ein weiteres geradezu inflation&#228;r gebrauchtes Stereotyp unter der rechtsradikal angehauchten Schickeria ist der Begriff &#8220;Gutmensch&#8221;. Damit sollen jene ZeitgenossINNen, die Chancengleichheit, soziale und faire Behandlung, vor allem benachteiligter Mitb&#252;rger, einklagen, als Moralapostel mit &#252;berheblichem Arroganzgebaren abgestempelt werden. Sozialkritik wird nicht mehr inhaltlich &#252;berpr&#252;ft, sondern als Charakterfehler hingestellt, der Kritiker wird pers&#246;nlich verunglimpft.</p>
<p>Die Motive f&#252;r die Kritikimmunisierung des rechten Luxussegments liegen nicht nur im politischen, sondern vor allem im psychologischen Bereich. Der Rechtsextremismus de luxe ist vor allem unter der jeunesse doree verbreitet und sonnt sich gern im Gef&#252;hl eigener Hochleistung und Hochwohlgeborenheit. Durch Mahnungen zu sozialer Verantwortung oder durch Konfrontation mit offensichtlichen Ungerechtigkeiten f&#252;hlen diese Teile sich schlicht im Genuss bel&#228;stigt. Die als &#8220;Gutmenschen&#8221; Titulierten sind f&#252;r sie pathologische St&#246;renfriede und Spielverderber.</p>
<p>Die &#252;berzogenen Reaktionen aus der rechten Ecke, die manchmal geradezu ma&#223;lose Verunglimpfung ihrer Kritiker r&#252;hren vor allem daher, dass im Unterbewusstsein der sich elit&#228;r d&#252;nkenden Rechtsextremen rudiment&#228;r immer noch das Wissen schwelt, dass die meisten von ihnen keineswegs aufgrund eigener Leistung zu ihren Privilegien gelangt sind, sondern schlicht durch ererbte Pfr&#252;nde. Das Kratzen am Lack wird daher als schwerer pers&#246;nlicher Affront empfunden.</p>
<p>Der sozialdarwinistisch unterf&#252;tterte Rechtsextremismus de luxe ist aber nicht nur unter den Lesern der JUNGEN FREIHEIT zuhause; er hat auch in den Jugendorganisationen der Union und der FDP seine Anh&#228;nger. Das zeigen die Gedankenspiele zur Beschneidung des Wahlrechts f&#252;r Arbeitslose und Rentner eines Gottfried Ludewig, Bundesvorsitzender des RCDS, der Studentenorganisaton der CDU oder der Vorschlag eines Philipp Mi&#223;felder, Chef der Jungen Union: &#8220;<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/;art771,1930676">Ich halte nichts davon, wenn 85-J&#228;hrige noch k&#252;nstliche H&#252;ftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen (&#8230;) Fr&#252;her sind die Leute schlie&#223;lich auch auf Kr&#252;cken gelaufen.</a>&#8221;</p>
<p><strong>Rechter Zahlensalat und M&#228;rtyrer-M&#228;rchen</strong></p>
<p>Das Luxussegment der Rechtsradikalen versucht aktuell, um den h&#228;sslich-brutalen Rechtsextremismus eine Art M&#228;rtyrerkranz zu flechten und enthemmte Schl&#228;gerbanden als Opfer polizeilicher und medialer Gewalt zu stilisieren. Nachdenklich stimmt, wie es diesen rechtsextremen Dr&#252;ckerkolonnen inzwischen gelingt, sogar ein ehemals kritisches Organ wie den Spiegel ins Bockshorn zu jagen.</p>
<p>Am 26.12.2008 hatte die <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1651012_Rechte-schlagen-oefter-zu.html">Frankfurter Rundschau</a> gemeldet, dass die Anzahl rechtsextremer Straftaten dieses Jahr einen neuen Rekordstand zu erreichen droht. Knapp 11.928 rechtsextreme Straftaten seien allein bis Oktober verzeichnet worden. Das lie&#223;e in der vorl&#228;ufigen Statistik zum Jahresende einen Stand von ca. 14.000 rechtsextremen Straftaten bef&#252;rchten.<a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1651012_Rechte-schlagen-oefter-zu.html"><br />
</a></p>
<p>Nun hat <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,598434,00.html">SPIEGEL online</a> j&#252;ngst den eigenen Beitrag (mit der besorgniseregenden Zahl von 11.928 rechtsextremen Straftaten bis Oktober) mit folgender Begr&#252;ndung aus dem Netz genommen:<br />
&#8220;Tats&#228;chlich liegt die von der FR, anderen Medien und in der Folge auch von SPIEGEL ONLINE berichtete vorl&#228;ufige Zahl von Straftaten bis Ende Oktober 2008 (knapp 12.000) mit mutma&#223;lich rechtsextremem Hintergrund deutlich unter der endg&#252;ltigen Zahl, die das Bundesinnenministerium f&#252;r 2007 ver&#246;ffentlichte (gut 17.600). Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.&#8221;</p>
<p>Der SPIEGEL &#252;bersieht: Die Zahl 17.600 f&#252;r 2007 ist die endg&#252;ltige Gesamtbilanz rechtextremer Straftaten gewesen, die im April/Mai des Folgejahres (!!!) festgestellt wurde. Die Gesamtbilanz liegt  erfahrungsgem&#228;&#223; um 35 bis 40 Prozent h&#246;her als die vorl&#228;ufige Jahresstatistik im Dezember/Januar.</p>
<p>Der SPIEGEL selbst wies im Januar 2006 auf diesen Zusammenhang hin. H&#228;tten die SPIEGEL-Redakteure, anstatt sich von rechtsradikalen Zahlenjongleuren irritieren zu lassen, ihr eigenes Archiv befragt, w&#228;ren sie am 7.1.2006 auf den Beitrag ihres Mitarbeiters Philipp Witrock gestossen, der <a href="http://www.flitz-neumarkt.de/20070107-spon-nazistraftatenmax.pdf">erkl&#228;rt</a>: &#8220;Das Bundesinnenministerium weist darauf hin, dass es sich bislang nur um vorl&#228;ufige Zahlen handelt. Erfahrungsgem&#228;&#223; m&#252;ssen diese bis zur Ver&#246;ffentlichung der abschlie&#223;enden Statistik im Mai dieses Jahres noch deutlich nach oben korrigiert werden, weil die Polizei in der Regel etliche Taten nachmeldet.&#8221;</p>
<p>Die vorl&#228;ufige Statistik zum Jahresende 2008  l&#228;sst einen Stand von rund 14.000 rechtsextremen Straftaten erwarten, die endg&#252;ltige Gesamtbilanz im April 2009 l&#228;sst f&#252;r das Jahr 2008 demnach &#252;ber 20.000 rechtsextreme Straftaten bef&#252;rchten. Diese Zahl von &#252;ber 20.000 muss mit den 17.600 Straftaten der Endbilanz von 2007 verglichen werden. Und das ergibt in der Tat einen besorgniserregenden Zuwachs.</p>
<p>Es ist traurig, wie ein einstmals qualitativ hochstehendes Nachrichtenmagazin sich von Rechtsradikalen an der Nase herumf&#252;hren l&#228;sst und zur Verniedlichung der rechtsextremen Gefahr beitr&#228;gt. Bleibt zu hoffen, dass der Grund der SPIEGEL-Panne samt Werbung f&#252;r die rechtsextreme Szene nicht bei einer Gesinnungsaffinit&#228;t in der Redaktion zu suchen ist, sondern am fehlenden &#220;berblick, an schludriger Recherche und an mangelnder Beherrschung des Prozentrechnens lag.
</p>
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		<title>Lasst uns eine Minute innehalten&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 15:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Lehmann</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[&#8230; und an diejenigen denken, die in Darfur und in anderen Regionen Afrikas leiden. Seit 2004 verloren dort mehr als 400.000 Menschen ihr Leben, 2,5 Millionen (bis 2006 und es werden immer mehr) wurden zu Fl&#252;chtlingen. Wie ist das vergleichbar mit dem, was derzeit im Nahen Osten passiert?
Ich w&#252;nschte, wir w&#252;rden nicht so arrogant, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; und an diejenigen denken, die in Darfur und in anderen Regionen Afrikas leiden. Seit 2004 verloren dort mehr als 400.000 Menschen ihr Leben, 2,5 Millionen (bis 2006 und es werden immer mehr) wurden zu Fl&#252;chtlingen. Wie ist das vergleichbar mit dem, was derzeit im Nahen Osten passiert?</p>
<p>Ich w&#252;nschte, wir w&#252;rden nicht so arrogant, so blind und so unmenschlich sein, nicht so ignorant und nicht so engstirnig. Ich w&#252;nschte mir, dass dieselben Menschen, dieselben Politiker und dieselben Medien, die aus dem, was gerade in Israel und Gaza passiert, so ein gro&#223;es Thema machen, die anderen auch dar&#252;ber informieren k&#246;nnten, was in anderen Gebieten der Welt geschieht - mit derselben Kraft, demselben Mut, mit der gleichen Leidenschaft, denselben Emotionen und derselben Motivation, mit der sie es gerade &#252;ber die Geschehnisse im Nahen Osten tun.<br />
<object width="425" height="344"><br />
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_rGD6FhenyU&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param>
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</p>
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		<title>Tief ist hoch, falsch ist richtig</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/05/tief-ist-hoch-falsch-ist-richtig/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jan 2009 10:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[Was nicht passt, wird passend gemacht und was nicht gef&#228;llt, das wird eben einfach nicht gemeldet. Kurz vor Weihnachten war es, als sich Deutschland dank Alois Mannichl und dem Lebkuchenmesser an einem gemeinsamen gro&#223;en und grausamen Feind neu aufrichten konnte. Nicht die Manager und die Spekulanten, nicht die Politiker in den Verwaltungsr&#228;ten und die Fraktionen, [...]]]></description>
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<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2009/01/taten.jpg" /></dt>
<dd>Photo: via PPQ</dd>
</dl>
<p>Was nicht passt, wird passend gemacht und was nicht gef&#228;llt, das wird eben einfach nicht gemeldet. Kurz vor Weihnachten war es, als sich Deutschland dank Alois Mannichl und dem Lebkuchenmesser an einem gemeinsamen gro&#223;en und grausamen Feind neu aufrichten konnte. Nicht die Manager und die Spekulanten, nicht die Politiker in den Verwaltungsr&#228;ten und die Fraktionen, die Verbriefungen zu Gesetzen hatten werden lassen, waren nun die Schuldigen. Sondern eine v&#246;llig <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/12/fnfzig-mann-auf-des-toten-mannes-kiste.html">neue Dimension rechtsextremer Gewalt:</a> Ein Skinhead hatte direkt auf einen Polizisten eingestochen, schlimmer als &#8220;jedes Verbrechen der RAF&#8221; war das nach Ansicht des Ortsb&#252;rgermeisters und endlich verga&#223; Deutschland die weltweite Finanzkrise, die Rettungspakete und wackelnden Landesbanken und widmete sich wieder ganz seinem Lebenszweck, dem &#8220;Kampf gegen rechts&#8221;.</p>
<p><strong>Wie wichtig das ist, wurde wenig sp&#228;ter klar. </strong></p>
<p>Die Mannichl-Ermittlungen waren gerade, nun ja, etwas ins Stocken geraten als die renommierte Frankfurter Rundschau zu vermelden wusste, dass ein <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/12/was-zhlt-sind-zahlen.html">neuer Rekordstand bei der Zahl der rechtsextremen Straftaten</a> erreicht sei. Nie zuvor, die Zeit der Hitler-Herrschaft mal beiseite gelassen, hatten Rechte in Deutschland mehr Verbrechen begangen, indem sie Hakenkreuze zeigten, Lieder sangen und Menschen zusammenschlugen.</p>
<p>Die Zahl, die die FR lieferte, war nun zwar niedriger als die vom letzten Jahr. Doch die Botschaft zu wichtig, sich mit solchen Kleinigkeiten aufzuhalten: 250 deutsche Medien tr&#246;teten das Signal vom &#8220;neuen H&#246;chststand&#8221; wie eine staatliche Propaganda-Kompanie ins Land hinaus (Abbildung oben).</p>
<p><strong>Die Nachricht tanzte dann aber doch nur eine Woche. </strong></p>
<p>Dann kam der &#8220;Spiegel&#8221; und r&#228;umte kleinlaut ein, der vermeldete &#8220;neue H&#246;chststand&#8221; sei gar keiner, selbst wenn man die Jahre von 1933 bis 1945 au&#223;en vor lasse. Richtig sei, dass die Zahl der extremen Straftaten nicht &#8220;extrem gestiegen&#8221; sei, wie die S&#252;ddeutsche Zeitung stolz wie Bolle vermeldet hatte. Sondern ganz im Gegenteil: Sie sei gesunken.</p>
<p>Der &#8220;Spiegel&#8221; musste sich hier bei PPQ <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2009/01/zahl-rechtsextremer-straftaten-sinkt.html">daf&#252;r kritisieren lassen,</a> dass er sich nicht nur f&#252;r die Falschmeldung entschuldigt hatte. Sondern die Falschmeldung damit entschuldigt hatte, dass zahlreiche andere Agenturen, Zeitungen und Nachrichtenmagazine denselben Unsinn ebenso ungepr&#252;ft und eifrig herausposaunt hatten.</p>
<p>Zwei Tage sp&#228;ter bleibt nun allerdings festzustellen, dass wir dem &#8220;Spiegel&#8221; bitter, bitter unrecht getan haben. Das einstige Enth&#252;llungsblatt aus Hamburg ist das einzige von 250 deutschen Medienh&#228;usern geblieben, das &#252;berhaupt Veranlassung gesehen hat, seine Leser dar&#252;ber aufzukl&#228;ren, dass die Meldung vom &#8220;neuen H&#246;chststand&#8221; frei erfunden war. Alle anderen bleiben einfach dabei.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2009/01/tief-zu-hoch-falsch-zu-richtig.html">politplatschquatsch.com</a>
</p>
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		</item>
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		<title>Zum Tod von Johannes Mario Simmel: Eine Ann&#228;herung</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2009/01/04/zum-tod-von-johannes-mario-simmel-eine-annaeherung/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2009/01/04/zum-tod-von-johannes-mario-simmel-eine-annaeherung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 15:20:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz-Peter Tjaden</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
	<category>Kultur</category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich habe gelegentlich schreckliche Angst davor, dass es nach dem Tod weitergehen k&#246;nnte&#8221;, ist ein typischer Satz von Johannes Mario Simmel, denn irgendwie muss er doch daran geglaubt haben, dass es nach dem irdischen Dasein weitergeht, denn sonst h&#228;tte er sich nicht vor l&#228;ngeren Reisen zum Grab seiner vermutlich dritten Ehefrau begeben, um mit ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich habe gelegentlich schreckliche Angst davor, dass es nach dem Tod weitergehen k&#246;nnte&#8221;, ist ein typischer Satz von Johannes Mario Simmel, denn irgendwie muss er doch daran geglaubt haben, dass es nach dem irdischen Dasein weitergeht, denn sonst h&#228;tte er sich nicht vor l&#228;ngeren Reisen zum Grab seiner vermutlich dritten Ehefrau begeben, um mit ihr zu sprechen.</p>
<p>Die Nachrufe, die jetzt auf den im Alter von 84 Jahren Gestorbenen ver&#246;ffentlicht werden, h&#228;tte dieser Bestsellerautor sicherlich mit einer Mischung aus Ironie und Zorn gelesen. Denn er wollte zu Lebzeiten anerkannt werden und nicht erst als Dahingeschiedener. Aber selbst das klappt immer noch nicht so ganz, denn es zeugt von wenig Detailtreue, wenn in fast allen Medien behauptet wird, der 84-J&#228;hrige sei bei Zug gestorben. Ist er nicht. Gestorben ist Johannes Mario Simmel nach Angaben der Stadt Zug in einer Privatklinik in Luzern.</p>
<p><strong>Verliebt in Details</strong></p>
<p>Solche Fehler h&#228;tten diesem Bestsellerautor gestunken, in privaten Briefen hat er jede wichtige Passage unterstrichen, damit der Empf&#228;nger nichts missverstehen konnte, in seinen Romanen war er derma&#223;en verliebt in Einzelheiten, dass so mancher eines seiner B&#252;cher mitnahm, um sich in einer f&#252;r ihn fremden Stadt zurechtzufinden. Darauf war Johannes Mario Simmel stolz - denn auch er fand sich nicht immer auf Anhieb in ungewohnter Umgebung zurecht. Deshalb vermied er Irrfahrten so: &#8220;Ich bitte einen Taxifahrer, bis zu meinem Ziel vor mir herzufahren.&#8221;</p>
<p>Kritiker sind meistens aus anderen Gr&#252;nden vor ihm hergefahren, aus dem R&#252;ckfenster der Hochkultur warfen sie ihm sp&#246;ttische Blicke zu und hatten immer irgendetwas auszusetzen. Diese Blicke haben an ihm genagt, irgendwie - aber irgendwie auch nicht, denn: &#8220;Fr&#252;her haben sie mich nicht gelesen und zerrissen, heute lesen sie mich nicht und loben mich. Ich wei&#223; nicht, was ich davon halten soll.&#8221; Das klang bei ihm allerdings nicht lange nach Resignation, denn bereits wenige Augenblicke sp&#228;ter holte er f&#252;r seine Kritiker die Harke heraus: &#8220;Kompliziert zu schreiben, ist ganz einfach. Das k&#246;nnte ich auch. Einfach zu schreiben, ist kompliziert.&#8221; Auch das ist ein typischer Satz von Johannes Mario Simmel.</p>
<p><strong>Kein einfaches Strickmuster</strong></p>
<p>Die Welt, in der dieser Schriftsteller lebte, hatte eben kein einfaches Strickmuster. Junge Autorinnen und Autoren bedauerte er bereits 1983, weil sie nach seiner Meinung niemals w&#252;rden schaffen k&#246;nnen, was er geschafft hatte: In der Zeitschrift &#8220;Quick&#8221; mit &#8220;Es muss nicht immer Kaviar sein&#8221; einen Fortsetzungsroman schreiben und 1959 wie eine Rakete in den Literaturhimmel schie&#223;en.</p>
<p>&#8220;Danach stieg auch die Auflage meiner anderen B&#252;cher&#8221;, erinnerte er sich vor 25 Jahren immer noch ein wenig erstaunt, &#8220;die Leute wollten wohl wissen, was dieser Kerl sonst noch geschrieben hatte.&#8221; Und schon folgte der n&#228;chste f&#252;r Johannes Mario Simmel typische Satz: &#8220;Ich w&#252;rde dieses Buch nie wieder schreiben. Es war ein Schelmenroman vor dem Hintergrund eines schrecklichen Krieges.&#8221;</p>
<p>Dieser Schriftsteller hat nicht nur seine Leserinnen und Leser hin- und hergerissen. Er war es auch. Kritik lie&#223; ihn l&#228;ngst nicht so kalt wie er manchmal behauptete. Als ich ihm mitteilte, dass ein Sportredakteur geschrieben habe, eine gewisse Mannschaft sei so weit von der deutschen Meisterschaft entfernt wie Simmel vom Literaturnobelpreis, rief er umgehend an: &#8220;Wie hei&#223;t der Mann? Dem schreib ich.&#8221; Auf seine Weise, versicherte er: &#8220;Die Mannschaft will offenbar irgendwann deutscher Meister werden. Ich aber wollte nie den Literaturnobelpreis.&#8221;</p>
<p><strong>Eine Ehe verdr&#228;ngt</strong></p>
<p>In seinen Romanen hat Johannes Mario Simmel mit R&#252;ckblenden die Spannung hoch gehalten, das gelingt hoffentlich auch in diesem Nachruf mit einer R&#252;ckblende: zu &#8220;vermutlich dritte Ehefrau&#8221;. Denn es begab sich bei einem der Gespr&#228;che, die ich mit diesem Schriftsteller gef&#252;hrt habe, dass mein Gegen&#252;ber sich zur&#252;cklehnte und eine Pause machte, die mit dem Satz endete: &#8220;Ich glaube, eine Ehe habe ich verdr&#228;ngt.&#8221;</p>
<p>Ob sie in den bisher ver&#246;ffentlichten Nachrufen mitgez&#228;hlt worden ist, ist so zweifelhaft, wie die Behauptung einiger Redakteure, sie h&#228;tten Johannes Mario Simmel sehr nahe gestanden. In den Krisen, die dieser Autor erlebt hat, konnte er sich wie jeder von uns immer nur auf wenige verlassen. Denen setzte er ein Denkmal: seinem Lektor in der Anfangszeit seiner Schriftstellerkarriere beispielsweise und dem Arzt, der ihn mit einer Romanidee von seiner Alkoholsucht befreite.</p>
<p>Denen verdankte er sein Leben: &#8220;Wenn ich nicht mehr schreiben k&#246;nnte, w&#252;rde ich sterben.&#8221; Es sei denn, es w&#228;re eine sch&#246;ne Frau vorbeigekommen und h&#228;tte ihn abgelenkt, wie bei einer Frankfurter Buchmesse eine bildh&#252;bsche Schriftstellerin aus der Schweiz, die mir aufzeichnete, wie ich zu ihrem Haus k&#228;me, wenn ich sie besuchen wollte.</p>
<p>&#8220;Wenn Sie mit dieser Skizze nichts anfangen k&#246;nnen…&#8221;, lie&#223; Johannes Mario Simmel einen Satz in der Luft h&#228;ngen, den er mit einem Schmunzeln beendete.
</p>
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		<title>Erichs Atom-Datsche unter der Erde</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 14:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[Alle Arbeiter- und Bauern legten zusammen, um ihrer F&#252;hrung wenigstens noch die Zeit zur F&#252;hrung jenseits des ersten Einschlags von Atomraketen auf deutschem Boden zu verschaffen. 300 Millionen Mark und f&#252;nf Jahre Bauzeit investierte die DDR, um nahe Prenden in Brandenburg einen 65 mal 50 Meter gro&#223;en Bunker in die Erde graben zu lassen. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Arbeiter- und Bauern legten zusammen, um ihrer F&#252;hrung wenigstens noch die Zeit zur F&#252;hrung jenseits des ersten Einschlags von Atomraketen auf deutschem Boden zu verschaffen. 300 Millionen Mark und f&#252;nf Jahre Bauzeit investierte die DDR, um nahe Prenden in Brandenburg einen 65 mal 50 Meter gro&#223;en <a href="http://www.bunker5001.com/">Bunker</a> in die Erde graben zu lassen. Die 85.000 Tonnen Beton, die hier verbuddelt sind, sieht man nicht - oberirdisch sieht das 1983 eingeweihte Geheimobjekt 5001 aus wie eine beliebige NVA-Kaserne.</p>
<p>Nach dem Mauerfall lie&#223; der neue Besitzer, das Land Berlin, den unter Denkmalschutz gestellten Schutzbau f&#252;r Staatschef Erich Honecker zumauern, allerdings pickerten Andenkenj&#228;ger und Bunkerfans immer wieder L&#246;cher in die Betonplombe. P&#252;nktlich zum gro&#223;en Jubil&#228;umsjahr der &#8220;friedlichen Revolution&#8221;, vor dem auch der Abriss des Palasts der Republik als erledigt gemeldet werden konnte, wurde der Bunker nun endlich endg&#252;ltig <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0526/brandenburg/0049/index.html">verschlossen</a>. Neugierige sollen demn&#228;chst sicherlich auf einen naturgetreuen Nachbau im Intenet zur&#252;ckgreifen k&#246;nnen.<br />
<object width="425" height="344"><br />
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/tDucmgILMSw&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param>
<param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/tDucmgILMSw&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2009/01/erichs-atom-datsche-unter-der-erde.html">politplatschquatsch.com</a>
</p>
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		<title>Zahl rechtsextremer Straftaten sinkt extrem</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 13:54:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[PPQ-Leser k&#246;nnen nicht rechnen, aber sie wissen, was z&#228;hlt: &#8220;Fakten, Fakten, Fakten&#8221; (Focus). Als die vom Reichsschriftleiter Sch&#228;uble gef&#252;tterte Medienmaschine kurz vor Weihnachten angesichts &#8220;neuer Rekordst&#228;nde&#8221; bei den rechtsextremen Straftaten hei&#223; lief, durfte, wer wollte, hier nachlesen, dass die neuen Rekordst&#228;nde frei erfunden waren - im Gegensatz zu den selbsternannten Leitmedien, die keinerlei Zugang zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>PPQ-Leser k&#246;nnen nicht rechnen, aber sie wissen, was z&#228;hlt: &#8220;Fakten, Fakten, Fakten&#8221; (Focus). Als die vom Reichsschriftleiter Sch&#228;uble gef&#252;tterte Medienmaschine kurz vor Weihnachten angesichts &#8220;neuer Rekordst&#228;nde&#8221; bei den rechtsextremen Straftaten hei&#223; lief, durfte, wer wollte, <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/12/neue-rekorde-mit-weniger-taten.html">hier nachlesen</a>, dass die neuen Rekordst&#228;nde frei erfunden waren - im Gegensatz zu den selbsternannten Leitmedien, die keinerlei Zugang zu Archiven und Meldungen &#252;ber fr&#252;here &#8220;Rekordst&#228;nde&#8221; haben, war es PPQ gelungen, alte, inzwischen f&#252;r deutsche Journalisten nicht mehr <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/12/rechter-zahlensalat-auf-den.html">zug&#228;ngliche Verfassungsschutzberichte</a>  auszugraben und die &#8220;neuen Rekordst&#228;nde&#8221; mit denen vergangener Jahre zu vergleichen.<br />
<strong><br />
Meldung basierte auf fehlerhaften Zahlen</strong></p>
<p>Danach war nichts mehr &#252;brig vom Rekordgeschrei, wie jetzt auch das renommierte Enth&#252;llungsmagazin &#8220;Der Spiegel&#8221; auf <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,598434,00.html">Seite 487 im Kleingedruckten</a> mitteilt. Unter der gewollt rei&#223;erischen Schlagzeile &#8220;Korrektur - Fehlerhafte Meldung &#252;ber Zahl rechtsextremer Straftaten&#8221;, die direkt aus dem Fundus der DDR-Nachrichtenagentur ADN gekramt werden konnte, hei&#223;t es <em>&#8220;An dieser Stelle stand eine Meldung &#252;ber einen Bericht der &#8220;Frankfurter Rundschau&#8221; (FR), demzufolge die Zahl rechtsextremer Straftaten im Jahr 2008 auf einen neuen H&#246;chststand zusteuerte. Die Meldung basierte jedoch auf fehlerhaften Zahlen, die auch von den Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, AFP und AP verbreitet wurden.</em></p>
<p><em>Tats&#228;chlich liegt die von der FR, anderen Medien und in der Folge auch von SPIEGEL ONLINE berichtete vorl&#228;ufige Zahl von Straftaten bis Ende Oktober 2008 (knapp 12.000) mit mutma&#223;lich rechtsextremem Hintergrund deutlich unter der endg&#252;ltigen Zahl, die das Bundesinnenministerium f&#252;r 2007 ver&#246;ffentlichte (gut 17.600). Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.</em></p>
<p><strong>Nein, werden wir nicht tun.<br />
</strong><br />
Schon, weil der &#8220;Spiegel&#8221; sich damit entschuldigt, alle anderen h&#228;tten den Dreck auch gemeldet, was wohl hei&#223;en soll, dann sei es ja nicht so schlimm. Gerade deswegen ist es aber umso schlimmer.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2009/01/zahl-rechtsextremer-straftaten-sinkt.html">politplatschquatsch.com</a>
</p>
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		<item>
		<title>Eine Sekunde l&#228;nger: Auf ein gl&#252;ckliches, erfolgreiches 2009!</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/31/eine-sekunde-laenger-auf-ein-glueckliches-erfolgreiches-2009/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 12:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heinz-Peter Tjaden</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[Die Nordsee wird immer w&#228;rmer. Das haben Klimaforscher festgestellt. Ins Wasser sprangen sie nicht. Ein m&#246;glicher Grund: 2008 sei gef&#252;hlt ziemlich k&#252;hl gewesen. Mit dieser Meldung endet das alte Jahr und im neuen Jahr sollen wir alle unsere F&#228;higkeiten nutzen. Dann kann uns die Krise nichts anhaben. Sagt Angela Merkel in ihrer vorab ver&#246;ffentlichten Neujahrsansprache. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/siloe.jpg" /></dt>
<dd></dd>
</dl>
<p>Die Nordsee wird immer w&#228;rmer. Das haben Klimaforscher festgestellt. Ins Wasser sprangen sie nicht. Ein m&#246;glicher Grund: 2008 sei gef&#252;hlt ziemlich k&#252;hl gewesen. Mit dieser Meldung endet das alte Jahr und im neuen Jahr sollen wir alle unsere F&#228;higkeiten nutzen. Dann kann uns die Krise nichts anhaben. Sagt Angela Merkel in ihrer vorab ver&#246;ffentlichten Neujahrsansprache. Hoffentlich ist das nicht wieder ein Band aus einem der Vorjahre…</p>
<p>Keinen Grund zur Vorfreude auf 2009 hat die SPD. In Wilhelmshaven liegt sie sich fast so sehr in den Flicken wie die SPD in Hessen. Da gibt es keinen Klimawandel. Sollte Andrea Ypsilanti einen Umzug an die trotzdem immer w&#228;rmer werdende Nordsee erw&#228;gen, k&#246;nnte man ihr versichern: Parteipolitisch &#228;ndert sich nichts! Demn&#228;chst hat die H&#228;lfte der SPD-Mitglieder hier zu Stadt ein Parteiordnungsverfahren am Hals. Daf&#252;r reicht schon eine leicht abweichende Meinung von der Meinung jener Herren, die auf das 70. Lebensjahr zusteuern. Also Erfahrung in solchen Dingen haben.</p>
<p><strong>Aber es gibt auch etwas Gutes</strong></p>
<p>2009 ist eine Sekunde l&#228;nger als 2008. Da sich die Erde immer langsamer dreht, wird die Uhr nach Mitternacht f&#252;r eine Sekunde angehalten. In der Zeit kann man zwar nicht den Austritt aus der SPD erkl&#228;ren, aber versuchen k&#246;nnten es alle, die ihren Kopf nicht nur dazu nutzen, um dergestalt in die Nordsee zu springen. Ob die Zeugen Jehovas nach dem Klimawandel auch die geringere Erdgeschwindigkeit als Zeichen des Endes werten, werden wir n&#228;chstes Jahr in &#8220;Erwachet!&#8221; und &#8220;Wachtturm&#8221; nachlesen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>In dem Unsinne: Guten Rutsch w&#252;nscht <a href="http://www.2sechs3acht4.de/">www.2sechs3acht4.de</p>
<p></a></strong>Photo Quelle/Copyright: Gerd Altmann, via <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=341466&#038;mode=search">pixelio.de</a><strong><a href="http://www.2sechs3acht4.de/"><br />
</a></strong>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fundst&#252;cke aus dem Netz: &#8220;Oh ja, stand by me!&#8221;</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/fundstuecke-aus-dem-netz-oh-ja-stand-by-me/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 18:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
	<category>Internetkultur</category>
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		<description><![CDATA[Eine gelungene Hommage. Ein seltener Fall, in dem das Youtube-Video mehr h&#228;lt als es anf&#228;nglich verspricht. Ohhhoho, stand by me, stand by me shalalla stand by me. Gerade heute in dieser herzlos-kalten Zeit kriegf&#252;hrender Wickelk&#246;pfe&#8230;



Quelle: politplatschquatsch.com

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gelungene Hommage. Ein seltener Fall, in dem das Youtube-Video mehr h&#228;lt als es anf&#228;nglich verspricht. Ohhhoho, stand by me, stand by me shalalla stand by me. Gerade heute in dieser herzlos-kalten Zeit kriegf&#252;hrender Wickelk&#246;pfe&#8230;<br />
<object width="425" height="344"><br />
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/_A_ma2h0idk&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param>
<param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/_A_ma2h0idk&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;hl=de&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/">politplatschquatsch.com</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was z&#228;hlt, sind Zahlen</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/was-zaehlt-sind-zahlen/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 11:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Finn</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[Immer gr&#246;&#223;er und immer m&#228;chtiger reckt der deutsche Neonazismus sein h&#228;ssliches Haupt - vor allem in deutschen Staatsschutz-Statistiken und fl&#228;chendeckend verbreiteten Meldungen &#252;ber neue H&#246;chstst&#228;nde bei rechtsextremen Straftaten. Zuletzt stiegen die Zahlen mal eben um fr&#246;hliche 30 Prozent in einem einzigen Jahr. Ein neuer Rekord, selbstverst&#228;ndlich, so trompeten &#8220;Tagesschau&#8221; und &#8220;S&#252;ddeutsche&#8221;, &#8220;Spiegel&#8221; wie &#8220;Stern&#8221;, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="bild">
<dt><img src="http://www.readers-edition.de/wp-content/uploads/2008/12/Hakenk.jpg" /></dt>
<dd>Photo: via PPQ</dd>
</dl>
<p>Immer gr&#246;&#223;er und immer m&#228;chtiger reckt der deutsche Neonazismus sein h&#228;ssliches Haupt - vor allem in deutschen Staatsschutz-Statistiken und fl&#228;chendeckend verbreiteten Meldungen &#252;ber neue H&#246;chstst&#228;nde bei rechtsextremen Straftaten. Zuletzt stiegen die Zahlen mal eben um fr&#246;hliche 30 Prozent in einem einzigen Jahr. Ein neuer Rekord, selbstverst&#228;ndlich, so trompeten &#8220;Tagesschau&#8221; und &#8220;S&#252;ddeutsche&#8221;, &#8220;Spiegel&#8221; wie &#8220;Stern&#8221;, als w&#252;rden sie schon l&#228;ngst wieder von einem einzigen Reichsschriftleiter mit Tatsachen gef&#252;ttert.</p>
<p><strong>Wie gelang es den Rechtsextremisten, mit einem Schlag so viel schlagkr&#228;ftiger zu werden?</strong></p>
<p>14.400 Taten werden es am Jahresende sein, soviele wie nie zuvor, nimmt man mal <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/12/rechter-zahlensalat-auf-den.html">die Jahre heraus, in denen es mehr waren.</a> Wie aber gelang es den Rechtsextremisten, mit einem Schlag so viel schlagkr&#228;ftiger zu werden? Nun, nachdem Bund und L&#228;nder im M&#228;rz eine neue Z&#228;hlweise f&#252;r die Erfassung von rechten Straftaten vereinbarten, konnte die Zahl verf&#252;gbarer Taten allein durch vermehrtes Z&#228;hlen nachhaltig erh&#246;ht werden. Noch im Januar, der nach alter Z&#228;hlweise erledigt wurde, lag die Zahl rechter Straftaten bei 932. Schon im neu gez&#228;hlten Februar aber konnte mit 1121 Taten ein Durchbruch &#252;ber die magische Tausendergrenze erreicht werden. Die wurde seitdem stabil gehalten.</p>
<p>Ein sch&#246;ner Erfolg im &#8220;Kampf gegen rechts&#8221; (Spiegel), dessen Ursachen nur der Direktor des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein, <a href="http://www.welt.de/welt_print/article2377963/LKA-Durch-neue-Zaehlweise-mehr-rechte-Taten-in-Statistik.html">Hans-Werner Rogge, in einer Ausgabe der &#8220;Welt&#8221; vom September 2008 noch einmal kurz und wahrscheinlich nur versehentlich erw&#228;hnte.</a></p>
<p>Bisher wurden Straftaten - beispielsweise so genannte Propaganda-Delikte wie Hakenkreuzschmierereien oder <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2007/04/malen-nach-zahlen.html">von Sch&#252;lern unbeholfen gemalte </a>Hitler-Karikaturen - erst dann als politisch motivierte Taten erfasst, wenn auch der Hintergrund aufgekl&#228;rt werden konnte. Ein Hakenkreuz allein reichte nicht, es musste auch als Werbe-Hakenkreuz f&#252;r rechte Ideen gemeint sein.</p>
<p>Nicht mehr in diesem jahr. Die L&#228;nder gingen nun dazu &#252;ber, jede mutma&#223;liche rechte Propagandatat generell als rechts motiviert zu erfassen. Damit wird laut Rogge zum Beispiel jedes verwendete rechtsextreme Emblem sofort als politisch rechts motivierte Straftat gewertet, auch wenn etwa ein Tourist aus Nepal (oben im Bild) ein in seiner Heimat als religi&#246;s geltendes Symbol bei der Einreise nach Deutschland auf dem T-Shirt tr&#228;gt.</p>
<p>&#8220;Die neue einheitliche Erfassung f&#252;hrt letztlich dazu, dass die Zahl der Straftaten, die als rechts motiviert in der Statistik erfasst werden, deutlich h&#246;her sein wird&#8221;, prophezeite Rogge. Als Beispiel nannte der LKA-Chef die Gesamtzahl der rechten Straftaten im ersten Halbjahr 2008 in seinem Bundesland Schleswig-Holstein. Von Januar bis Juni stiegen die Straftaten auf insgesamt 380 F&#228;lle, von 230 F&#228;llen im Vorjahr.</p>
<p>&#8220;Das w&#252;rde normalerweise f&#252;r eine erdrutschartige Ver&#228;nderung sprechen&#8221;, beschrieb Rogge. Die aber gibt es nur in den von Imagination und ausgelassener Recherche lebenden Meldungen von &#8220;Tagesschau&#8221; und &#8220;S&#252;ddeutsche&#8221;, &#8220;Spiegel&#8221; wie &#8220;Stern&#8221;. &#8220;Ursache f&#252;r die Steigerung ist eindeutig der Anstieg der erfassten Propagandadelikte um 150 Taten&#8221;, erkl&#228;rt Rogge den Anstieg in Schleswig-Holstein. 435 Artikel besch&#228;ftigen sich heute <a href="http://news.google.de/news?hl=de&#038;tab=wn&#038;ned=de&#038;q=rechtsextreme+straftaten&#038;ie=UTF-8">ausweislich Google News </a>mit dem Thema Rechtsextreme Straftaten steuern auf H&#246;chststand zu. Der Begriff &#8220;ver&#228;nderte Z&#228;hlweise&#8221; findet sich nicht in einem einzigen Beitrag.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politplatschquatsch.com/2008/12/was-zhlt-sind-zahlen.html">politplatschquatsch.com</a></p>
<p><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>
<p>- <a href="http://www.readers-edition.de/2008/12/29/rechter-zahlensalat-auf-den-medienteller/">Rechter Zahlensalat auf den Medienteller</a>
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Black Power VII: Religi&#246;se Pr&#252;gel</title>
		<link>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/black-power-vii-religioese-pruegel/</link>
		<comments>http://www.readers-edition.de/2008/12/30/black-power-vii-religioese-pruegel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 11:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andré marty</dc:creator>
		
	<category>Vermischtes</category>
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		<description><![CDATA[Sie sind religi&#246;s, sehr religi&#246;s sogar – aber f&#252;r viele l&#228;ngst nicht religi&#246;s genug. Laufen drei religi&#246;se 15-j&#228;hrige M&#228;dchen durch die Stra&#223;en, plaudern wohl &#252;ber das, was halt Teenager so besch&#228;ftigt. Doch das geht nicht,: Die drei M&#228;dchen werden angegriffen von Dutzenden erwachsenen M&#228;nnern: &#8220;Nazis, raus hier&#8221;, schreit der Mob und schl&#228;gt die M&#228;dchen zu [...]]]></description>
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<p>Sie sind religi&#246;s, sehr religi&#246;s sogar – aber f&#252;r viele l&#228;ngst nicht religi&#246;s genug. Laufen drei religi&#246;se 15-j&#228;hrige M&#228;dchen durch die Stra&#223;en, plaudern wohl &#252;ber das, was halt Teenager so besch&#228;ftigt. Doch das geht nicht,: Die drei M&#228;dchen werden angegriffen von Dutzenden erwachsenen M&#228;nnern: &#8220;Nazis, raus hier&#8221;, schreit der Mob und schl&#228;gt die M&#228;dchen zu Boden.</p>
<p>Nein, wir reden nicht von vergangenen Zeiten. Wir reden vom Dezember 2008 im israelischen <a title="Beit Shemesh" onmouseover="window.status='http://www.shemesh.co.il/cgi-bin/index.cgi';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" href="http://www.andremarty.com/exit.php?url_id=490&#038;entry_id=205">Beit Shemesh,</a> einer Stadt mit rund 70 000 Einwohnern, vor den Toren Jerusalems gelegen. Verpr&#252;gelt werden die drei Teenager von ultra-orthodoxen M&#228;nnern, die finden, die M&#228;dchen seien &#8220;unpassend&#8221; gekleidet gewesen. Unpassend: Bodenlanger Rock, armbedeckter Pullover, Kopftuch. Daf&#252;r setzte es Pr&#252;gel, von den M&#228;nnern der Torah. Denn in Beit Shemesh will die ultra-orthodoxe Gemeinde, dass M&#228;dchen und Jungen nicht gemeinsam lachen; Yeshiva-Studenten, also die religi&#246;sen Schulen, werden angehalten, all’ jene eines besseren zu belehren, die sich nicht an dieses Gebot halten, n&#246;tigenfalls mit pr&#252;gelnder Hand.</p>
<p><strong>Orthodoxe schlagen auf Religi&#246;se ein, alles im Namen Gottes.</strong></p>
<p>A propos Yesihva: In Jerusalem fliegen vier Studenten von der <a title="Tiferet Israel Yeshiva" onmouseover="window.status='http://www.tiferet.org.il/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" href="http://www.andremarty.com/exit.php?url_id=491&#038;entry_id=205">Tiferet Israel Yesihva</a> – weil sie die Fahrpr&#252;fung gemacht haben. F&#252;r die meisten ultra-orthodoxen Rabbiner gilt, dass eine Fahrpr&#252;fung unangebracht ist f&#252;r die Leute der Torah. Lernen, nicht Auto fahren. Einer der Geschassten erhielt allerdings die Gnade der Gottesm&#228;nner, da er mit dem Auto seinen behinderten Vater fahren wollte. Na also, das mit dem irdischen Denken geht doch.</p>
<p>Wobei: die religi&#246;se Shas-Partei will nicht hintanstehen, wenn es darum geht, die Ann&#228;herung an die Pal&#228;stinenser nachhaltig zu verhindern: <a title="Eli Yishai" href="http://andremarty.com/index.php?/archives/149-Er-ist-denn-mal-weg.html">Eli Yishai</a> von der Shas-Partei findet, die ger&#228;umten j&#252;dischen Siedlungen Sa-Nur und Homesh im Norden der besetzten Westbank m&#252;ssten wieder besetzt werden – das Gebiet sei eh’ unter voller israelischer Milit&#228;rkontrolle. &#8212; Eli Yishai ist Israels Vize-Premierminister.</p>
<p>Photo: <a title="caro-art.ch" onmouseover="window.status='http://caro-art.ch/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" href="http://www.andremarty.com/exit.php?url_id=489&#038;entry_id=205">caro-art.ch</a></p>
<p><em>Dieser Beitrag erschien zuerst auf <a href="http://andremarty.com/index.php?/archives/205-Black-Power-VII-Religioese-Pruegel.html">andremarty.com</a>.</em>
</p>
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